Umfrage

Wie viele Starship Starts wird es im Jahr 2030 geben?

Unter 50
10 (29.4%)
50 - 100
5 (14.7%)
100 - 200
7 (20.6%)
200 - 500
11 (32.4%)
500 - 750
1 (2.9%)
Über 1000
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 34

Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4125 am: 20. Juli 2026, 20:06:37 »
Nachdem ich von SpaceSil gefragt wurde hier nochmal was ich für Fakten halte
- Gibt es ein funktionierendes Starship? Nein. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass es spätestens 2027 inkl. Landung im Fangturm qualifiziert wird
- Wird es ab dann serienmäßig problemlos funktionieren? Aller Wahrscheinlichkeit nach nein.
- Gibt es ein Tankschiff? Nein. Gibt es ein Depotschiff? Nein. Gibt es einen Tankprozess? Nein. Ist all das getestet, sind die dabei gefundenen Fehler an den Schiffen und dem Prozess behoben und erneut getestet? Zwangsläufig Nein
- Gibt es ein HLS mit Landebeinen, die schräge Ebenen kompensieren können, mit Astronautenaustattung und mit Landetriebwerken, die keinen Krater in die Mondlandefläche machen? Nein. Ist das alles getestet und sind die dabei gefundenen Fehler an den Schiffen und dem Prozess behoben und erneut getestet? Nein

Es gibt noch mehr Probleme, mir reicht das aber für eine vernünftige Einordnung. Auf keinen Fall werden Astronauten mit dem HLS bis inkl. 2030 auf dem Mond landen und zurück starten.

Mal anderherum gefragt: wer glaubt aufgrund welcher Fakten, das das bis 2030 was wird?

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Online alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4126 am: 20. Juli 2026, 20:11:30 »
Bei SX-Plänen haben dieses "auf keinen Fall" schon sehr oft sehr viele Leute gesagt....
 ;)

Online Petronius

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4127 am: 20. Juli 2026, 20:24:22 »
Ich habe mich auf 200 bis 500 Starts festgelegt. Ich glaube, dass ist sehr optimistisch geschätzt.

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4128 am: 20. Juli 2026, 20:37:30 »
Bei SX-Plänen haben dieses "auf keinen Fall" schon sehr oft sehr viele Leute gesagt....
 ;)
Das ist ja das reizvolle: Anhand der Fakten sich festlegen  8)
Falls ich falsch liege komme ich zu irgendeinem Raumcon-Treff (in München gibt es ja offenbar keinen) und geb einen aus  <:-q

Offline SirFalcon

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4129 am: 20. Juli 2026, 21:16:55 »
Ich bin mal vorsichtig optimistisch: 50-100 Starts

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4130 am: 21. Juli 2026, 07:20:55 »
Ich habe mich auf 200 bis 500 Starts festgelegt. Ich glaube, dass ist sehr optimistisch geschätzt.

Das habe ich auch geschaetzt: Starlink und starfall und Wegfall der F9 und dann passt diese Zahl schon -- vorausgesetzt, dass Starship mit vernuenftiger Nutzlast flugfaehig ist
HLS oder BM-MK-2? Das Rennen um die Mondlandung ist im vollen Gange - Ausgang ungewiss.

Mondraketen im Wettstreit: SLS, CZ-10 und Soyuz-5 Super Heavy (Yenisei) -- es ist spannend wie nie zuvor

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Online alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4131 am: 21. Juli 2026, 11:30:49 »
200 - 500 könnte tatsächlich in etwa hinkommen.
Liegt genau in der Mitte und Ist auch mit die größte Bandbreite.

Für Starlink alleine rechne ich mit ca 100 Transporten, ähnlich den heutigen F9-Starts.
Starfall wird dagegen wohl nicht viele Flüge belegen, eher so als "Mitflieger" dabei sein.
Starmind dagegen könnte schon eher ein erheblicher Anteil der Flüge ausmachen.
Zum Mond werden sie schätze ich mindestens 2 Mal aufbrechen, mit der entsprechenden Anzahl von Tankerflügen, zum Mars möglicherweise auch mindestens 1 - 2 Schiffe schicken, eher noch mehr, und auch an Flüge zur Venus wurde schon gedacht.
Dazu kommen dann sicher noch einige Auftragsflüge und möglicherweise auch mindestens ein Starship als LEO-Raumstation (wie wäre es z.B. mit 1 rein für die NASA,1 für Touristen, 1 für die Industrie/Produktion, 1 fürs Militär....)

Wenn das erstmal funkt, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und so ab 2030 dürfte die Post dann langsam tatsächlich abgehen, denn dann sind sie mindestens bei Version 4, haben mindestens 5 Startanlagen mit eigener Treibstoffproduktion, mehrere Giga Bays und wohl auch mehr als eine Produktionsanlage.
Was ich darüber hinaus noch erwarte ist z.B. der Aufbau eines eigenen Astronauten-Corps, Ausbau der Raumanzugproduktion, vielleicht sogar eine SX-Raumfahrt-Universität (Schule haben sie ja schon in Starbase) u.ä.

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4132 am: 21. Juli 2026, 15:15:47 »
Wenn Flug 13 klappt könnte Flug 14:

1) Erster orbitaler Flug;
2) Erste orbitale Nutzlast;
3) Boosterfang; und
4) Schiffsfang haben.

Damit wäre Starship einsatzbereit. Es kann jetzt extrem schnell gehen. Dann wird die Nutzlast optimiert und die Entwicklungsabteilung kann sich ganz auf HLS, Depots und Tanker fokussieren.

Ein weiterer interessanter Punkt den ich in gesehen habe* ist die Nutzlastbeförderung des Starships einige signifikante Vorteile hat. Durch den Pez-Dispenser ist es möglich eine beliebige Mischung von Frachten mitzunehmen, solange diese den Formfaktor einhalten, ähnlich wie Frachtcontainer auf einem Schiff. Dann müssten Kunden nicht lange auf eine Transporter Mission warten, es wird einfach ein Starlink im Dispenser durch die Kundennutzlast getauscht und fliegt direkt beim nächsten Flug mit.

Bezüglich der Tanker bin ich mir auch nicht sicher ob sie dafür eine extra Schiffsversion entwickeln. Jedes V3 Starship hat Treibstofftransferadapter, d.h. sie könnten auch bei Starlink Flügen Resttreibstoff an ein Depot übertragen. Das Depot kann dann im Orbit warten bis es eine Mission gibt die ein Auftanken benötigt, ich denke nicht das es extra für eine Mission aufgefüllt wird, oder das es nur ein Depot geben wird. Die Idee ist, eine stabile Weltrauminfrastruktur zu haben, inklusive Tankstellen die jederzeit kurzfristig angesteuert werden können, ohne große Planung.


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generell ein sehr interessanter Channel. Optisch nicht unbedingt erste Liga, aber dafür höchst informativ und oft mit neuen Ideen und Blickwinkeln.

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Online alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4133 am: 21. Juli 2026, 15:33:23 »
Richtig, wenn Flug 13 klappt, haben sie erstmals ein wirklich praktisch einsatzfähiges Starship entwickelt.
Bisher haben sie ja bei Version-1 und -2 immer dann die Produktion umgestellt, wenn es einigermaßen funktioniert hat.
Die Version-3 werden sie jetzt erstmals zumindest einige Zeit beibehalten und es routinemäßig bei unterschiedlichen Anwendungen einsetzen.
Parallel dazu wird aber sicher bereits an den nächsten Versionen gearbeitet, um die Nutzlast noch weiter zu erhöhen.

Ja, "permanente Tankstelle" wäre schon praktisch, wenn da nur nicht das leidige Problem mit dem "Verdunsten" (boil off)  wäre.
Solange dies nicht zufriedenstellend gelöst ist, sind sie gezwungen diese ganze Prozedur mit Tankerflügen und HLS-Betanken so rasch wie möglich abzuwickeln, damit die benötigte Anzahl der Tankerflüge wenigstens einigermaßen im Rahmen bleibt.


Das mit dem PEZ-Dispender auch für andere Nutzlasten sehe ich nicht ganz so einfach.
Der ganze Mechanismus ist doch auf Form/Größe/Gewicht der Starlink-Sats ausgerichtet. Da müssten diese anderen Nutzlasten denen schon wirklich weitgehend entsprechen und das sehe ich bei sehr vielen anderen Anwendungen als (noch?) nicht gegeben, ob dann in Zukunft machbar?

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4134 am: 21. Juli 2026, 22:31:27 »
Ich sehe das Starship-V3 erstmal nur als Transportmittel fuer Starlink. Damit koennte das Starlink-System viel schneller als mit der F9 aufgebaut werden.

Mit den Starlink-Einnahmen im Breitband-Bereich spielt dann fuer weitere Entwicklungen V3 --> V4 Geld eine untergeordnete Rolle und damit duerfte dieser Schritt nicht viel Zeit kosten. Mit V4 waere dann der Tanker und das HLS muehelos realisierbar.
HLS oder BM-MK-2? Das Rennen um die Mondlandung ist im vollen Gange - Ausgang ungewiss.

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Online alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4135 am: 21. Juli 2026, 22:41:27 »
V-3-HLS ist schon überdimensioniert, mit V4 wäre das noch schlimmer.
Als Tanker hat V4 allerdings tatsächlich Vorteile gegenüber V3.

Die Entwicklung von Starship bis V3 hat sich nicht wegen unzureichender Finanzierung so lange hingezogen und auch V3→V4 hängt im Wesentlichen von der technischen Machbarkeit ab.

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4136 am: Gestern um 16:48:24 »
Der Stand der Umfrage mit 32 Stimmen ist interessant; eine Gauss´sche Glockenkurve sieht anders aus  :D

Ein Drittel von euch sind Pessimisten, die offenbar davon ausgehen, dass Starship auch in vier Jahren noch nicht wirklich einsatzbereit ist und weiter Testflüge und einzelne zumeist Wegwerf-Missionen fliegt.

Ein weiteres Drittel sind vorsichtige Optimisten - ich  :D - , die wohl von häufiger voller Wiederverwendung und sehr regelmäßigem Start mehrfach pro Woche ausgehen, aber immer noch 1-2 Größenordnungen unter dem, was SpaceX/Musk angekündigt haben.

Das, was angekündigt wurde, nämlich "bis zu 10.000 Start im Jahr" - Gwynne Shotwell kürzlich gegenüber FAA": "five-year vision", also 2030/2031, glaubt bisher niemand und das Maximum stand auch gar nicht erst zur Abstimmung ;D
Diese Zahl entspräche 27 Starts pro Tag bzw. mehr als einem Start pro Stunde – also weit jenseits heutiger Raumfahrtmaßstäbe, dafür wären mehrere voll einsatzfähige Startplätze, sehr schnelle Wiederverwendung, automatisierte Inspektion, hohe Zuverlässigkeit und eine enorme Starship-Produktionsrate nötig. Nein, das glaube ich auch nicht. Träumen darf man.

Da es an den Fabriken, Geld, Startplätzen und übriger Infrastruktur sicher nicht liegen wird, kann das Nadelöhr nur die Performance von Starship selbst sein. Sprich: Ohne volle Wiederverwendung können höchstens ein paar Dutzend Starts pro Jahr stattfinden. Denkbar, frustrierend.

Vielleicht entscheidet es sich bereits morgen.
Denn ich denke, wir sind uns einig, wenn Flug 13 komplett klappt, stehen die Türen sowohl für Orbit wie auch Wiederverwendung offen. Wenn nicht, verschiebt sich alles immer einen Monat weiter, bis es klappt. Hoffentlich nicht Jahre.
Mehr Δv, weniger Drama. Ich glaube an Daten, nicht an Lager. Man kann Physik nicht downvoten. Meine Selbstvorstellung: #993 im Faden "Hallo, bin neu".

Offline trallala

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4137 am: Gestern um 20:05:48 »
Ein Drittel von euch sind Pessimisten, die offenbar davon ausgehen, dass Starship auch in vier Jahren noch nicht wirklich einsatzbereit ist und weiter Testflüge und einzelne zumeist Wegwerf-Missionen fliegt.

Ich oute mich mal, dass ich "unter 50 Starts" getippt habe. Allerdings gehe ich nicht von Testflügen aus, sondern von einem einsatzbereiten Starship, auch wenn die Evolution noch sicher noch weiter geht. Aber 50 Starts sind immer noch jede Woche ein Start! Ich habe also nicht gegen ein fertiges Starship, sondern gegen die absurden Startraten getippt. Die Falcon9 war auch viel eher "fertig" bevor man nach vielen Jahren die aktuelle Startrate erreicht hat und vor allem mit Starlink auch die entsprechende Fracht hatte.

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Online alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4138 am: Heute um 00:40:52 »
Eben, F9 hatte die Fracht nicht, aber das Starship hat sie sehr wohl...
Ja, beim Starship wartet die Fracht sogar schon lange auf die Rakete!
Und "täglich" kommt neue Fracht hinzu!
Außerdem wird das Starship in 4 Jahren mindestens 5 Starplätze haben und vollständig wiederverwendbar sein!

Also o.k. 50 Starts im Jahr, aber dann wohl von jedem Startplatz!

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4139 am: Heute um 09:02:37 »
Ich habe ja auch unter 50 getippt, empfinde mich aber nicht als Pessimist sondern als Realist. Hey, es ist Rocket Science....da finde ich Überlegungen oder sollte ich besser sagen Träume wie "Wenn der nächste Flug funktioniert, dann..." eher als nicht so realitätsnah.
Denn wie bei F9 und eben Rocket Science üblich wird es sowohl bei SuperBooster als auch Starship danach noch Probleme geben bis dahin, dass vielleicht mal bei Fangen was schief geht und der Startturm in Mitleidenschaft gezogen wird. Dann wäre eben erst mal längere Pause. Ich bleibe bei unter 50.
Hoffentlich verderbe ich jetzt niemanden die Stimmung. Enthusiast bin ich natürlich trotzdem  **-)

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4140 am: Heute um 09:22:52 »
Was ich darüber hinaus noch erwarte ist z.B. der Aufbau eines eigenen Astronauten-Corps, Ausbau der Raumanzugproduktion, vielleicht sogar eine SX-Raumfahrt-Universität (Schule haben sie ja schon in Starbase) u.ä.
Du denkst schon wie Musk, immer zwei Schritte weiter  :D
(so mancher würde das als Beleidigung ansehen, ich meine das aber positiv rein unpolitisch-visionär)

Aber 50 Starts sind immer noch jede Woche ein Start! Ich habe also nicht gegen ein fertiges Starship, sondern gegen die absurden Startraten getippt.
Das macht schon Sinn. Aus heutiger Sicht ist das alles wirklich noch völlig unvorstellbar.  "Jede Woche ein Start", also bei 5 Startanlagen auf jeder nur weniger als 1x im Monat, das wäre weniger als für den Rest diesen Jahres für Starbase angekündigt.
Nur, alles bei SpaceX deutet auf massive Hochskalierung hin, die Investition in Infrastruktur in einem Ausmaß, die selbst das Apolloprogramm klein wirken lassen. Sollte das auch nur annähernd alles bis 2030 fertig werden und die Technik mitspielen, was du ja mit "fertigem Starship" implizierst, stünde hunderten Flügen tatsächlich nichts im Weg.

BildungsBurki, sehe gerade noch deine Antwort, das geht in die gleiche Richtung: Jedes Problem, jeder Fehlschlag verschiebt alles um Monat/Jahre. Haben wir letztes Jahr gesehen. Dann verschiebt sich der steile Anstieg der erwarteten Exponentialkurve entsprechend.

Vielleicht habe ich die Eingangsfrage, aus der die Umfrage wurde, falsch herum gestellt: Nicht "was wird 2030 sein?" sondern "wann schlägt die Skalierung zu?".
Dann gibt es zwei Arten Antworten; "Nie, das mit der Skalierung wird nichts" und "Im Jahr XY".
Ist halt nur schlecht zu einem Stichtag zu verifizieren.

Ja, beim Starship wartet die Fracht sogar schon lange auf die Rakete!
Und "täglich" kommt neue Fracht hinzu!
So sieht es aus, SpaceX wird sein eigener bester Kunde.

Lange hieß es "Wozu eine Schwerlastrakete, dafür gibt es gar nicht genug Kunden".
Und seit ein paar Jahren "Es gibt hunderte Kunden, wo bleibt die billige Transportmöglichkeit", vor allem jetzt, wo die Konstellationen so dringend nach oben müssen, siehe Amazon Leo.
Und demnächst, wie wir beim Annahmestop für Transportermissionen bereits sehen, "SpaceX braucht alle Kapazität selbst und weist alle anderen ab - wo bleibt die Konkurrenz, die unsere Satelliten befördern kann" - ?

Durch den Pez-Dispenser ist es möglich eine beliebige Mischung von Frachten mitzunehmen, solange diese den Formfaktor einhalten, ähnlich wie Frachtcontainer auf einem Schiff.
Ja, das mit dem "Formfaktor" hatte ich vor ein paar Tagen auch schon erwähnt. Ich glaube auch, dass das ähnlich wie Cubesats zum Industriestandard wird und wahrscheinlich wird SpaceX darauf bestehen, dass Rideshare in den Dispenser passt. Oder mehrere oder viele in einen Adapter.

Lange haben wir gedacht, das Dispenser-Ship sei eine Spezialkonstruktion nur für Starlink und weil man "richtige" Ships mit "richtigen" Frachluken noch nicht bauen kann. Jetzt stellt es sich als Standard heraus.
Danke für den Hinweis auf einen weiteren Channel, den ich sehen möchte  :E  Kannte ich noch nicht.

Wieviele Cubesats würden wohl in einen Dispenserrahmen passen?
Da habe ich wieder ein Rechercheprojekt  ;)

Jedes V3 Starship hat Treibstofftransferadapter, d.h. sie könnten auch bei Starlink Flügen Resttreibstoff an ein Depot übertragen. Das Depot kann dann im Orbit warten bis es eine Mission gibt die ein Auftanken benötigt
Neben alepus Hinweis auf das noch weitgehend ungelöste boil-off-Problem sehe ich noch folgende Probleme:

* Unterschiedliche Orbits. Jede Starlink-Tranche muss ja auf einen etwas anderen Orbit, und dann müsste immer ein Depot von dort erreichbar sein. Wenn mal ein Dutzend Depots unterwegs sind - ?

* Menge. Für ein vollständiges Auftanken für einen Mondflug sind um die 1000 Tonnen Treibstoff nötig. Die "Reste" bei einem Starlinkflug dürften sich maximal im 10er-Tonnen-Bereich bewegen. Das reicht schlicht nicht; ohne Tanker werden sie nicht auskommen.

* Optimierung: Wenn nennenswerter "Resttreibstoff" vorhanden ist, hat man zu viel mitgenommen. Oder zu wenig Nutzlast. Das wird wie bei Falcon wegoptimiert werden.

Gemischte Nutzlast aus Satelliten und Treibstoff halte ich daher nicht für sinnvoll.
Mehr Δv, weniger Drama. Ich glaube an Daten, nicht an Lager. Man kann Physik nicht downvoten. Meine Selbstvorstellung: #993 im Faden "Hallo, bin neu".

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Online alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4141 am: Heute um 10:42:34 »
Danke, fühle mich geehrt  ;D

Leider gibt es immer noch zu wenige von uns, und noch viel weniger die ihre Visionen dann auch realisieren (können).

trallala und BildungsBurki
Natürlich kann auch alles noch ganz anders kommen und natürlich könntet ihr recht behalten. Wäre wirklich nicht das erste Mal, daß Vorhersagen sich als unrealistisch erweisen.
Aber wir spekulieren hier ja auch nicht einfach wild drauflos, sondern versuchen ernsthaft aus der bisherigen Entwicklung eine fundierte Prognose zu erstellen. Und da gibt es halt bereits heute durchaus harte Fakten, die nicht von der Hand zu weisen sind. Wer diese nicht sehen will oder kann, ist für mich auch kein "Realist" sondern höchstens eben doch ein "Pessimist".
(Wenn da schon solche Kategorien erwünscht sind)

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Online alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4142 am: Heute um 10:47:00 »
Was hat diese gegenwärtige Frachtluke des Starships eigentlich für eine Größe?
Andersrum gefragt:
Wie groß darf ein Frachtgut höchstens sein um da noch durch zu passen?

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4143 am: Heute um 11:39:48 »
Ihr bringt mich ständig zum Nachforschen  ;)

Für Starship V1/V2 je nach Quelle:
Länge der Frachtluke: ca. 8–10 m
Breite der Öffnung: ca. 0,8 m Höhe  1,8–2,0 m
Für V3 finde ich nichts, nehme aber an, dass das nicht geändert wurde.

Der Nutzlastraum hat etwa
Durchmesser: ca. 8 m
nutzbare Länge: ca. 18 m
Nutzvolumen grob 1.000 m³.

Das muss aber durch den PEZ-Dispenser raus, also muss jede Nutzlast derzeit in einen Dispenserrahmen passen. Das ließe sich natürlich anpassen, zumindest auf "1 statt 2 Satelliten pro Ebene"

Für Cubesats:

Ein Starlink V3 hat ungefähr
 7 m Länge
 3 m Breite
 einige Zentimeter Dicke, genau weiß man es nicht, geschätzt werden 15-20 cm

Ein CubeSat hat 10 × 10 cm pro Unit:
 1U = 10 × 10 × 10 cm
 3U = 10 × 10 × 34 cm
 ....
 27U = 34 × 35 × 36 cm

Wenn ein Dispenserplatz die Dicke 10 cm erlaubt, was ich mal voraussetze, entspricht das rein rechnerisch:
 2.100 1U-CubeSats
 525 2×2-Module (4U-Grundfläche)
 150–200 12U-/16U-Satelliten
 80–120 27U-Satelliten
die dann natürlich auch alle flach gebaut sein müssten.

Bei 60 Dispenserplätzen könnten also 126.000 1U-Cubesat-Equivalente mitgenommen werden  :)

Natürlich wäre das praktisch nicht sinnvoll, da Auswurfmechanismen, Separation, Kollisionsabstände usw. eine so dichte Packung nicht ermöglichen, ganz abgesehen von gewünschten Orbits etc.
Ein PEZ-Schacht ist schließlich für kompakte Nutzlasten von rund zwei Tonnen ausgelegt

Sollte sich tatsächlich ein PEZ-Rahmen als Standard etablieren, gäbe es wahrscheinlich eine Art  standardisierten Tragrahmen der die Integration vereinfacht und in den verschiedene Nutzlasten eingebaut werden können, ähnlich wie heute ESPA-Ringe oder die EXOpod-Dispenser.

Ein einzelner solcher Rahmen könnte beispielsweise aufnehmen:
 20–40 größere Mikrosatelliten (100–300 kg),
 50–100 CubeSat-Dispenser (jeweils mit mehreren CubeSats),
 oder eine Mischung daraus

In jedem Fall eine beindruckende Menge.
Und man müsste dafür nur einen einzigen ! Starlink-Sat von 60 weglassen.
Exolaunch kann schon mal mit der Entwicklung anfangen  ;)
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Online alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4144 am: Heute um 11:59:30 »
Danke für die prompte Antwort!

"Nicht verzagen, SpaceSil fragen"  ;)

1,8 - 2,0 m Breite (bzw. "Höhe", für meine Begriffe irgendwie passender) ist ja relativ groß, hätte da deutlich weniger geschätzt.
Kann ein durchschnittlich gebauter Astronaut glatt aufrecht rauswandern!

Dürfte eigentlich kein sehr großes Problem sein, die Mehrzahl der zukünftigen Satelliten so flach zu bauen, bei Starlink & Co geht's ja schließlich auch!

Komme da allerdings bei eigenen Messungen auf eine Luken-Öffnung von weniger als 1 m Höhe!

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4145 am: Heute um 12:22:02 »
Gut, dass du das mit dem Astronauten angesprochen hast; der Wert stimmt so nämlich nicht. Warum sollte die Öffnung auch so hoch sein, wenn die Satelliten nur um 30 cm dick sind. Da hatten ich oder meine Quelle irgendwas durcheinander gebracht, ich habe nochmal neu gesucht, 0,8 m Höhe passen besser.
Auf dieser Seite sieht man einen Arbeiter an der geöffneten Luke zum Vergleich:
https://ringwatchers.com/de/article/ship-pez-dispenser
Bei etwa 1/3 des Text bei "Door Structure"
Ändert aber zum Glück an der übrigen Rechnung nichts.
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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4146 am: Heute um 12:37:24 »
Ja, das stimmt schon eher.

Die einzelnen Ringe aus denen die Sektionen bzw die Starships zusammengesetzt sind messen ja etwa 1,80 m in der Höhe.

0,30 m, das dürfte dann schon etwas anspruchsvoller werden für die übrigen Satelliten-Hersteller!

Danke übrigens für die 30 cm pro Satellit, das wäre dann nämlich meine nächste Frage gewesen  8)

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