Was ich darüber hinaus noch erwarte ist z.B. der Aufbau eines eigenen Astronauten-Corps, Ausbau der Raumanzugproduktion, vielleicht sogar eine SX-Raumfahrt-Universität (Schule haben sie ja schon in Starbase) u.ä.
Du denkst schon wie Musk, immer zwei Schritte weiter
(so mancher würde das als Beleidigung ansehen, ich meine das aber positiv rein unpolitisch-visionär)Aber 50 Starts sind immer noch jede Woche ein Start! Ich habe also nicht gegen ein fertiges Starship, sondern gegen die absurden Startraten getippt.
Das macht schon Sinn. Aus heutiger Sicht ist das alles wirklich noch völlig unvorstellbar. "Jede Woche ein Start", also bei 5 Startanlagen auf jeder nur weniger als 1x im Monat, das wäre weniger als für den Rest diesen Jahres für Starbase angekündigt.
Nur, alles bei SpaceX deutet auf massive Hochskalierung hin, die Investition in Infrastruktur in einem Ausmaß, die selbst das Apolloprogramm klein wirken lassen. Sollte das auch nur annähernd alles bis 2030 fertig werden und die Technik mitspielen, was du ja mit "fertigem Starship" implizierst, stünde hunderten Flügen tatsächlich nichts im Weg.
BildungsBurki, sehe gerade noch deine Antwort, das geht in die gleiche Richtung: Jedes Problem, jeder Fehlschlag verschiebt alles um Monat/Jahre. Haben wir letztes Jahr gesehen. Dann verschiebt sich der steile Anstieg der erwarteten Exponentialkurve entsprechend.
Vielleicht habe ich die Eingangsfrage, aus der die Umfrage wurde, falsch herum gestellt: Nicht "was wird 2030 sein?" sondern "wann schlägt die Skalierung zu?".
Dann gibt es zwei Arten Antworten; "Nie, das mit der Skalierung wird nichts" und "Im Jahr XY".
Ist halt nur schlecht zu einem Stichtag zu verifizieren.
Ja, beim Starship wartet die Fracht sogar schon lange auf die Rakete!
Und "täglich" kommt neue Fracht hinzu!
So sieht es aus, SpaceX wird sein eigener bester Kunde.
Lange hieß es "Wozu eine Schwerlastrakete, dafür gibt es gar nicht genug Kunden".
Und seit ein paar Jahren "Es gibt hunderte Kunden, wo bleibt die billige Transportmöglichkeit", vor allem jetzt, wo die Konstellationen so dringend nach oben müssen, siehe Amazon Leo.
Und demnächst, wie wir beim Annahmestop für Transportermissionen bereits sehen, "SpaceX braucht alle Kapazität selbst und weist alle anderen ab - wo bleibt die Konkurrenz, die unsere Satelliten befördern kann" - ?
Durch den Pez-Dispenser ist es möglich eine beliebige Mischung von Frachten mitzunehmen, solange diese den Formfaktor einhalten, ähnlich wie Frachtcontainer auf einem Schiff.
Ja, das mit dem "Formfaktor" hatte ich vor ein paar Tagen auch schon erwähnt. Ich glaube auch, dass das ähnlich wie Cubesats zum Industriestandard wird und wahrscheinlich wird SpaceX darauf bestehen, dass Rideshare in den Dispenser passt. Oder mehrere oder viele in einen Adapter.
Lange haben wir gedacht, das Dispenser-Ship sei eine Spezialkonstruktion nur für Starlink und weil man "richtige" Ships mit "richtigen" Frachluken noch nicht bauen kann. Jetzt stellt es sich als Standard heraus.
Danke für den Hinweis auf einen weiteren Channel, den ich sehen möchte

Kannte ich noch nicht.
Wieviele Cubesats würden wohl in einen Dispenserrahmen passen?
Da habe ich wieder ein Rechercheprojekt

Jedes V3 Starship hat Treibstofftransferadapter, d.h. sie könnten auch bei Starlink Flügen Resttreibstoff an ein Depot übertragen. Das Depot kann dann im Orbit warten bis es eine Mission gibt die ein Auftanken benötigt
Neben alepus Hinweis auf das noch weitgehend ungelöste boil-off-Problem sehe ich noch folgende Probleme:
* Unterschiedliche Orbits. Jede Starlink-Tranche muss ja auf einen etwas anderen Orbit, und dann müsste immer ein Depot von dort erreichbar sein. Wenn mal ein Dutzend Depots unterwegs sind - ?
* Menge. Für ein vollständiges Auftanken für einen Mondflug sind um die 1000 Tonnen Treibstoff nötig. Die "Reste" bei einem Starlinkflug dürften sich maximal im 10er-Tonnen-Bereich bewegen. Das reicht schlicht nicht; ohne Tanker werden sie nicht auskommen.
* Optimierung: Wenn nennenswerter "Resttreibstoff" vorhanden ist, hat man zu viel mitgenommen. Oder zu wenig Nutzlast. Das wird wie bei Falcon wegoptimiert werden.
Gemischte Nutzlast aus Satelliten und Treibstoff halte ich daher nicht für sinnvoll.