Ja genau, Springpunkt, die Massenverhältnisse hatte ich ja auch schon mal versucht gegenüberzustellen. Eine Startanlage, die 33 Raptoren bei fast voller Leistung aushält, überlebt sicher auch ein "durchgerutschtes" Ship mit geringen Schäden.
Das mit "Überschießen beim Booster trifft Land, beim Ship Wasser" hatte ich ja auch schon mal erwähnt.
Aber letztlich ist egal, wie wir das sehen; SpaceX muss es abwägen. Ich vermute ja, dass nicht irgendein Risiko, sondern irgendwelche andere Daten oder Überlegungen ausschlaggebend sind, vielleicht auch nur die Konzentration auf den Booster. Das hatte ich ja vorhin schon mal versucht aufzuschlüsseln, dass die Wiederverwendung der Oberstufe nicht zwingend für den Erfolg von Starship nötig wäre, der Booster aber sehr wohl.
Das "Fangen üben" macht SpaceX doch seit Flug 4. Immer genauere Anflüge und Flugmanöver, zentimetergenaue Telemetriedaten zu Position, Orientierung, Geschwindigkeit usw., alles "Zwischenschritte". Jetzt klappt die Punktlandung offenbar so gut, dass es für einen Fang reichen könnte. und zig Trockenübungen mit dem Turm, wobei ganz sicher genau diese Flugdaten als Simulation eingespeist wurden.
Was ein reiner Ship-Start - abgesehen davon, dass dafür die Startinfrastruktur fehlt - und anschließender Fang mehr an Informationen oder weniger an Risiko bieten soll, kann ich mir nicht denken. Wo ist da der Erkenntnisgewinn so eines "Zwischenschritts"? Die letzten paar 100 m sind identisch. Die Phase davor ist bei einem Orbitalflug mehrfach erwiesen unproblematisch, während bei einem "Hopser" Coasting und Bankingmanöver wegfallen, da es ja senkrecht runterkommen müsste. Das wäre dann nicht vergleichbar mit echten Flügen.
Zudem, das Ship könnte notfalls leicht ins Wasser umgeleitet oder viel früher woanders gewassert werden.