Startvorbereitung zu NG-4 und Explosion der New Glenn am 29. Mai 2026

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Offline alepu

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Ist ja sehr schön, daß die Schäden doch nicht so groß sind wie befürchtet, aber was ist mit der Unfall - Ursache ?
Haben sie da schon eine Idee?
Wie lange wird es dauern bis sie das endgültig wissen? Und wie lange um diese in Zukunft zu vermeiden?

Das klingt sehr optimistisch, soll es sicher auch. Ohne die Ursache zu kennen weitermachen, wird man nicht.

Wahrscheinlich wird selbst Blue Origin erst innerhalb von Wochen bis Monaten recht genau wissen, was passiert ist. Falls die Telemetriedaten erhalten geblieben sind, könnte man relativ schnell eingrenzen, ob das Problem ein BE-4-Triebwerk, eine Treibstoffleitung/Ventil, Software oder Bodenequipment war. Ob das Problem anschließend schnell behoben werden kann, ist eine andere Frage: Das hängt davon ab, ob ein grundlegenderes Problem entdeckt wird. Handelt es sich um ein einzelnes Bauteil oder einen Fertigungsfehler, könnte die Lösung vergleichsweise schnell umgesetzt werden. Falls jedoch ein grundlegendes Konstruktionsproblem vorliegt, kann sich die Behebung über viele Monate oder sogar Jahre hinziehen. Derzeit alles Spekulation, solange die notorisch geheimniskrämerische BO nichts verlauten lässt oder ein Insider was in US-Foren durchsickern lässt.
Mehr Δv, weniger Drama. Ich glaube an Daten, nicht an Lager. Man kann Physik nicht downvoten. Meine Selbstvorstellung: #993 im Faden "Hallo, bin neu".

Offline Hugo

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Nachdem diverse Social-Media-Accounte kleine Schäden, Probleme  [3] oder schnelle Reparaturzeiten [2] gemeldet haben, gibt es ein Statement von der NASA [1]. Man rechnet damit, dass es noch bis 2028 dauern könnte.

Quellen:
[1] https://www.heise.de/news/Reparaturen-nach-New-Glenn-Explosion-koennten-bis-2028-dauern-11315261.html
[2] https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20994.msg587943#msg587943
[3] https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20994.msg587756#msg587756

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Offline alepu

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"Spiegel.de" zitiert auch die NASA mit "bis 2028"
Aber wer von der NASA hat dies beurteilt?
Und war die/der vor Ort?
(J. Isaacman hat es angelich auf CNBC gesagt)
Erst wenn sie da mal so richtig aufgeräumt haben, wird sich herausstellen was wirklich alles ersetzt werden muß.

Jedenfalls steht jetzt die Aussage vom CEO von BO gegen die Aussage vom Administrator der NASA  8-D

Sollte Limp recht haben, könnte man es eventuell abwarten, bzw. New Glenn auf Halde bauen und dann rasch hintereinander starten.
Sollte Isaacman recht haben, sollten sie sich schleunigst nach einer Alternative umsehen, um evtl doch noch einigermaßen rechtzeitig mit MK-1 und MK-2 vom Boden zu kommen...

Positiv ist jedenfalls, daß zumindest Booster und Startanlage schon dreimal tadellos funktioniert haben, ja der Booster sogar schon kontrolliert weich gelandet ist.
Haben sie da jetzt irgendwas Neues ausprobiert und es ist schief gelaufen?

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Offline Nitro

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"Spiegel.de" zitiert auch die NASA mit "bis 2028"
Aber wer von der NASA hat dies beurteilt?
Und war die/der vor Ort?
(J. Isaacman hat es angeblich auf CNBC gesagt)
Erst wenn sie da mal so richtig aufgeräumt haben, wird sich herausstellen was wirklich alles ersetzt werden muß.

Jedenfalls steht jetzt die Aussage vom CEO von BO gegen die Aussage vom Administrator der NASA  8-D

(Hat er). Die NASA steht ja in engem Kontakt mit Blue Origin. Aber das siech Isaacman und Limp hier so wiedersprechen ist schon etwas merkwuerdig. Vor allem da Ende-2026 und 2028 bei dieser Sache schon die beiden Enden der Zeitspanne sind, mit der ich jetzt gerechnet hatte.
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

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Offline James

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Vielleicht wäre es auch wichtig den zeitlichen Ablauf der Aussagen mit einzubeziehen, soweit man dies weiß.
Der Überflug und damit warscheinlich auch die Aussage von Jared Isaacman war am Freitag (Uhrzeit?)
Der Post von Dave Limp war heute Dienstag um 05:45. Kann da die Einschätzung schon eine Andere sein?
Ganz verwunderlich ist es natürlich auch nicht das Dave Limp ein optimistisches Statement abgibt.
Aber ja, sie liegen sehr weit auseinander.

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Offline alepu

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Weder Limp noch Isaacman sind "Fachleute für Raketenstartplatzreperatur" und schätzen entweder nach eigener Anschauung, oder verlassen sich auf ihre Spezialisten, die es allerdings möglicherweise zZ. weder bei BO noch bei der NASA tatsächlich gibt (!).
Da gäbe es aber jetzt einige Firmen, die damit bereits recht viel Erfahrung haben! Möglicherweise sollten sie da mal nachfragen  ;)
« Letzte Änderung: Gestern um 22:47:25 von alepu »

Geben wir ihnen mindestens zwei Wochen!
Die Aussage, der Antennenturm kann repariert werden, na ja. Sollte man nicht besser neu aufbauen bzw. bringt es was, da zu basteln?

Bei aller Dramatik würde ich mal die positiven Punkte gegenüberstellen:

Zuallererst: Keine Verletzten und Toten!
Der Unfall ereignete sich bei einem Bodentest, es ging keine Nutzlast verloren.

Sicherheitszonen und Fernüberwachungssysteme funktionieren. Trotz der großen Explosion sind keine externen Schäden bekannt.

Bislang gibt es keine Hinweise auf ein grundlegendes Konstruktionsproblem.

Der Engpass ist nicht die Rakete, sondern die Wiederherstellung von LC-36. Aber der Bau eines zweiten Starplatzes war schon begonnen; vorproduzierter Teile konnen ggf. für due Reparatur verwendet werden.

Das BE-4-Triebwerk gilt weiterhin nicht als bestätigte Fehlerquelle.

Im Gegensatz zu einem Fehlstart in der Luft liegen die meisten Trümmer und Beweise am Startplatz. Das erleichtert die Unfallanalyse.
Die wird zwangsläufig sehr gründlich ausfallen. Dadurch besteht eine gute Chance, dass die tatsächliche Ursache eindeutig identifiziert und dauerhaft behoben wird.

Blue Origin verfügt über reichlich finanzielle Ressourcen und steht unter großem Druck, den Betrieb wieder aufzunehmen. Das könnte zu einer sehr  schnellen Wiederherstellung der Infrastruktur führen.

Nun folgt der Aufbau einer moderneren und robusteren Startanlage. Das bietet die Möglichkeit, auch andere erkannte Schwachstellen direkt zu beseitigen.
Der nicht so praktische Transporter-Erektor wird offenbar durch ein sowieso geplantes neues System ersetzt.

Falls BE-4 nicht verantwortlich sind, würde dies auch für Vulcan Entwarnung bedeuten. Die Untersuchung könnte damit sogar zusätzliches Vertrauen in das Triebwerk schaffen.

Nebenbei:
So viel besser war auch SpaceX beim Starship letztes Jahr nicht aufgestellt. Wäre der RUD von Flugtest 7 oder 8 nicht nach Minuten des Flugs, sondern auf der Rampe passiert, hätte man genau das gleiche Problem gehabt: Zerstörte einzige Startanlage, zweite noch im frühen Baustadium, Frage ob man gleich zur nächsten Version von Rakete und Pad übergeht usw. Dass die Explosion von Ship36 auf dem Teststand war, war eher Glück, und hätte man nicht den Starttisch für die Ship-Tests adaptieren können, wären die Flüge 10 und 11 ausgefallen und es wäre auch für ein Jahr kein Starship gestartet.
Mehr Δv, weniger Drama. Ich glaube an Daten, nicht an Lager. Man kann Physik nicht downvoten. Meine Selbstvorstellung: #993 im Faden "Hallo, bin neu".