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Wann wird die Mondlandung mit Artemis III/HLS erfolgen?

2028
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2029
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2030
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2031
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Stimmen insgesamt: 7

Umfrage geschlossen: 31. August 2025, 13:42:05

NASA Artemis - bemannte Mondlandung

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Re: NASA Artemis - bemannte Mondlandung
« Antwort #600 am: Gestern um 14:42:52 »
Verschieben auf "nach Trump" ist nicht ganz ungefährlich. Noch wissen wir nicht wer dann das Sagen haben wird und ob der/die dann noch was mit Isaacman und Mondlandung am Hut haben will!
O.k., wer wollte nicht so ne schöne bemannte Mondlandung in seiner Amtszeit haben, aber Isaacman ist zumindest z.Z. doch sehr auf Trump fixiert.

Ich mag Trump auch nicht, aber hätten wir ohne ihn J. Isaacman? Und ohne Isaacman dieses aufgebesserte Mondprogramm?
Ob es Isaacman auch ohne Trump in der NASA gäbe, vielleicht nicht, aber spekulativ. Wenn ich die Wahl zwischen beiden oder keinen hätte, dann trotz aller Raumfahrtaffinität: Keinen.

Wenn Artemis IV im Herbst/Winter 28/29 soweit fertig ist samt Crewvorstellung usw., welcher neu gewählte Präsident hätte dann nichts Besseres zu tun als das noch abzusagen? Im Gegenteil, das Programm ist dann soweit, dass jeder Möchtegern-Präsident im Wahlkampf für eine Mondlandung sein wird, alles andere wäre eine US-Blammage und unwählbar.
Wie es dann langfristig weitergeht, ist eine andere Sache, aber das trifft auf jeden Präsidenten zu inkl. Trump, der nach "seinem" Monderfolg gleich wieder etwas anderes im Kopf hätte und sich für eine Station null interessiert.

Das beste wäre jemand wie Obama, der sich für Raumfahrt gar nicht interessiert und den Markt für die Privaten geöffnet hat: Kommerzialisierung und Public-Private-Partnerships. Obama beendete das starre NASA-Monopol, indem er das Commercial Crew Program etablierte. Ohne ihn hätten wir wohl weder SpaceX noch Blue Origin noch Isaacman.
Mehr Δv, weniger Drama. Ich glaube an Daten, nicht an Lager. Man kann Physik nicht downvoten. Meine Selbstvorstellung: #993 im Faden "Hallo, bin neu".

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Offline alepu

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Re: NASA Artemis - bemannte Mondlandung
« Antwort #601 am: Gestern um 15:21:18 »
Wenn die NASA nicht so ein guter Kunde wäre, gäbe es wohl inzwischen weder SX noch BO.
SX wäre bereits recht früh pleite gegangen und BO würden auch die lukrativen Aufträge fehlen.

So ein bisschen sollte sich der Präsident schon für die Raumfahrt interessieren, muß ja nicht unbedingt ein zweiter JFK sein, aber so einige Zielvorstellungen sind schon notwendig, damit die Nation weiß wo es lang geht und die restlichen Politiker und die staatliche Förderung folgen können.

Trump ist wohl von den richtigen Leuten relativ leicht beeinflussbar. Wenn man ihm nach dem Mond den Mars schmackhaft machen würde, würde er wohl auch da aufspringen.

Re: NASA Artemis - bemannte Mondlandung
« Antwort #602 am: Gestern um 17:50:00 »
Wenn die NASA nicht so ein guter Kunde wäre, gäbe es wohl inzwischen weder SX noch BO.
Das meine ich ja: Hätte Obama nicht die Notbremse bei Constellation gezogen und das Commercial Crew Program gestartet, würde die NASA noch immer herumwursteln und "New Space" gäbe es mangels öffentlicher Aufträge nicht. Vielleicht hätte es mittlerweile eine Mondlandung gegeben, aber wieder nur ein Fähnchenpflanzen.
Ich war damals auch entsetzt und enttäuscht, aber langfristig war es so richtig. Hat natürlich zu einem Raumfahrt-Knick in den 2010ern geführt, auch bei mir persönlich, doch seither passiert mehr als in den 60ern. 
Das Ziel von 2007, 2037 die erste bemannte Marsmission durchzuführen, ist heute wahrscheinlicher als damals!

Das JFK-Mythos ist überbewertet. Ich komme gerade nicht drauf, in welchem Buch ich es sehr ausführlich gelesen habe, aber kurz zusammengefasst: John F. Kennedy interessierte sich gar nicht für Raumfahrt und nutzte sie nur als Machtinstrument im Kalten Krieg. Primär sollte sie die technologische und ideologische Überlegenheit der USA demonstrieren, und man hatte ihm versichert, dass so ein Mondprogramm dafür optimal wäre. Der Wettlauf ins All war Ersatzbühne für und Ablenkung vom direkten militärischen Konflikt. Das als romantisches Abenteuer und neue Grenze für die gesamte Menschheit zu verklären passierte erst nach seinem Tod bis heute; im Buch wurde sogar gefragt, ob JFK nicht selbst das Programm bald gestoppt hätte aufgrund der Kosten, die beim Vietnam- und Kuba-Debakel dann fehlten. Ohne Attentat keine Mondlandung?

Das sind alles so Wirrungen der Weltgeschichte, Schmetterlingseffekte die zu globalen Wirkungen führen. Mangels Gegenprobe nicht belegbar; so funktioniert halt Geschichte als Geisteswissenschaft.

Und bevor das als Off-Topic gebrandmarkt wird: "man hatte ihm versichert" bedeutet, JFK hatte gute raumfahrtaffine Berater und Leiter. Bei Obama war es Norman Augustine. Mit Isaacman hat die NASA jetzt einen Motor, nur ist Trump ja ziemlich beratungsresistent und je nach tagesform sprunghaft. Das ist nicht gut für ein dauerhaftes und stabiles Raumfahrtprogramm, wie wir allein letztes Jahr beim Absägen von NASA-Wissenschaft und großen Teilen der Belegschaft gesehen haben.
Artemis IIIneu ist daher eine clevere Brücke, um zu lange Pausen zwischen den Missionen zu verhindern, bevor bei den Politikern wieder das große Vergessen einsetzt, und fordert alle Beteiligte.

So, genug für heute, es gibt noch ein Leben abseits des Forums  ;)
Mehr Δv, weniger Drama. Ich glaube an Daten, nicht an Lager. Man kann Physik nicht downvoten. Meine Selbstvorstellung: #993 im Faden "Hallo, bin neu".

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Offline alepu

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Re: NASA Artemis - bemannte Mondlandung
« Antwort #603 am: Gestern um 18:53:43 »
Schon klar, daß JFK das alles aus ganz anderen Gründen gemacht hat, aber er hat es halt gemacht, warum auch immer.
Und Artemis 3 in der neuen Form war tatsächlich aus gleich mehreren Gründen ein sehr geschickter Schachzug.
Bleibt jetzt nur zu hoffen, daß das alles auch wie gewünscht funktioniert und nicht irgendwann irgendwie wieder im Sand verläuft.

Re: NASA Artemis - bemannte Mondlandung
« Antwort #604 am: Gestern um 23:08:42 »
Schon klar, daß JFK das alles aus ganz anderen Gründen gemacht hat, aber er hat es halt gemacht, warum auch immer.
Ich weiß nicht, ob das richtig ist. Nur wegen seiner Rede "Because it is hard" wird das gerne komplett verdreht, auch wenn sie das angestoßen hatte.
Aber der Großteil der Arbeiten fanden erst nach seinem Tod (1963) statt, z.B. Gemini (1965) erst zwei Jahre später.