Raumfahrt Filme und Dokumentationen

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VeloCiRaptor

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1550 am: 29. Januar 2026, 12:58:24 »
Dass die Doku vereinfacht für den Standard-ARD-Gucker ist nicht der Vorwurf. Sondern die naive Schönfärberei und dass alles ausgeblendet wird, was nicht in das gestrickte Heldenepos passt. Von der unklaren Zukunft von A-3 - die Doku geht tatsächlich von 2027 aus! bis zur Finanzierung darüber hinaus - nichts dazu. Ebenso die bisherigen Probleme bei A-1 und grundsätzlcih - ein reines Propagandafilmchen. Dass "unsere"Astronauten da die Klappe halten ist ja klar, die wollen ja fliegen. Aber ein seriöser Journalist sollte hinterfragen, nicht nachplappern. Gerade WEIL die Zuschauer nicht tief in der Materie stecken.

NASA-Dokus können nicht neutral sein, die bedienen NASA_ und Geldgeber- = US-Erwartungen und Narrative. Das ist nicht das Maß.

Die ARD kann mehr. Tut sie aber nicht. Übrigens bei DLF / Forschung Aktuell / Ready for Liftoff ganz genauso, auch da kritische Berichterstattung nur über Bezos, Musk und co - zu recht, aber NASA und ESA sind heilig. Das ist unausgewogener Journalismus, und ich zweifle noch, ob das Absicht ist oder am Mangel an guten Raumfahrt-Journalisten liegt.

Astronauten sind keine Helden. Das ist ihr Beruf, das haben sie so gewählt, und dieser Beruf wird immer normaler. Ein Held ist jemand, der über seine übliche Umgebung hinaus außergewöhnliche  Leistungen erbringt, um anderen zB zu helfen. Ein Brummifahrer ist kein "Held der Landstraße", aber wenn er jemanden aus einem brennenden Auto zieht, ist er einer.

Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1551 am: 29. Januar 2026, 14:40:41 »

NASA-Dokus können nicht neutral sein, die bedienen NASA_ und Geldgeber- = US-Erwartungen und Narrative. Das ist nicht das Maß.

Klar, dass die NASA sich selbst nicht/kaum kritisiert. Sie ist von oeffentlichen Mitteln abhaengig

Zitat
Die ARD kann mehr. Tut sie aber nicht. Übrigens bei DLF / Forschung Aktuell / Ready for Liftoff ganz genauso, auch da kritische Berichterstattung nur über Bezos, Musk und co - zu recht, aber NASA und ESA sind heilig. Das ist unausgewogener Journalismus, und ich zweifle noch, ob das Absicht ist oder am Mangel an guten Raumfahrt-Journalisten liegt.

NASA und ESA sind heilig, denn eine Kritik haette Konsequenzen.  Unabhaengiger Journalismus gibt's nicht, da immer auf die Einnahmen geachtet werden muss.
Wiedereintritt des Orion-Raumschiffs am Ende der Artemis-2 Mission: ich bin sehr gespannt und hoffe, dass alles gut geht. In ein paar Wochen wissen wir mehr.

Das neue Pad-2 in Starbase muss erstmal seine Tauglichkeit beweisen. Vielleicht sind Nachbesserungen nötig

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Offline F-D-R

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1552 am: Gestern um 19:07:25 »
Ein neuer Sci-Fi-Film:  Der Astronaut – Project Hail Mary

Die Verfilmung von Andy Weir’s gleichnamigen Roman kommt in die Kinos.
Ein erster subjektiver Eindruck ist im Portal zu lesen:
https://www.raumfahrer.net/der_astronaut_filmkritik/

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Offline James

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1553 am: Gestern um 21:03:20 »
Hallo F-D-R

Eine sehr schöner Bericht zu diesem Film. Und danke das du nicht wesentlich gespoilert hast.
Ich kenne weder das Buch noch den Film. Und so kann ich ihn mir mal ohne schon zuviel davon zu wissen ansehen. Das sollte doch auch gehen.
Die Macher werden doch wohl nicht voraussetzen das man das Buch gelesen haben muß um der Handlung folgen zu können.
Wegen einer Notiz in deinem Bericht habe ich eh schon eine Frage: "Sonne stirbt"
Die Wissenschaft hat es tatsächlich geschafft die nuklearen Vorgänge die in der Sonne ablaufen sehr genau zu verstehen. Das ist eine Meisterleistung.
Daher wissen wir sehr genau wie sich die Sonne weiterentwickeln wird. Und sie wird nicht in absehbarer Zukunft sterben. Außer Milliarden Jahre gehört zu Absehbar.
Ich sage dir ja damit ja nichts Neues. Trotzdem ein kleiner Hinweis auf ein Video des sehr geehrten Hrn. Gaßner:

Und jetzt meine Frage: Der Autor wird doch nicht vollkommen ignorieren, das wir wissen das die Sonne nicht einfach demnächst "sterben" kann.
Wenn das so ist, dann ist mir der Film oder auch das Buch von Anfang an etwas unsympathisch.
Wie kann man da überhaupt je die Kurve kriegen? Haben sie da irgendeinen Weg gefunden das irgendwie plausibel zu machen ohne das es sich an den Haaren herbeigezogen anhört?
Vielleicht kannst du dazu was sagen. Und jetzt kommt es. Natürlich ohne großartig zu spoilern.

Viele Grüße, James

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Offline Nitro

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1554 am: Gestern um 21:40:13 »
Hi James,

ich kenne das Buch und kann sagen, dass es definitiv eine Erklärung dazu gibt. Sie befindet sich bisweilen natürlich im SciFi Bereich, aber darauf kann man sich gut einlassen.
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1555 am: Gestern um 23:29:27 »
Hi James, die Idee in dem Buch ist eine Art "Schimmelpilz", der einen Stern befällt, und sich, wenn man Pech hat, auch auf weitere Sterne in der Umgebung verbreiten kann.
(ich würde diese Info nicht Spoilern nennen, weil das Buch noch viel krassere weitere Ideen beinhaltet, die weiter darüber hinausgehen; am lustigsten fand ich die Idee, daß die andere fortgeschrittene Alien Spezies etwas wichtiges aufgrund gewisser Umstände nicht kannte, aber ja das will ich jetzt eben nicht spoilern :D ). Den Film muss ich mir dann wohl auch ansehen, ich bin überascht, daß das überhaupt verfilmt wurde!