Ich finde, man sollte immer alle Vorteile und Nachteile
faktenorientiert betrachten, bevor man laut schreit wie schlecht man etwas findet. Vor allem sollte man auch berücksichtigen, was die Gründe sind, so etwas zu machen. Nur direkt "DAGEGEN" zu schreien finde ich schwierig, wenn man nicht mal im Ansatz den Nutzen berücksichtigt.
Ziele:
- Beleuchtung von Baustellen [1]: Wenn man damit Baustellen ausleuchten kann, spart man sich die Installation von Lichtsystemen. Baustellen können schneller starten und schneller beendet werden. An sich eigentlich eine gute Idee.
- Such- und Rettungsaktionen[1]: Eine absolut gute Idee. Meiner persönlichen Meinung nach ist dieser Zweck der Nutzung sogar der Astronomie voranzustellen. Jeder Astronom hat seine Arbeit unverzüglich zu beenden, wenn eine Rettungsaktion notwendig ist.
- Beleuchtung von Solarparks [1]: Wenn es funktioniert, ist auch das ein gute Idee. Ich persönlich finde, lieber habe ich nachts ein paar beleuchtete Solarparks, als ein Atomkraftwerk oder Kohlekraftwerk. Das darf natürlich jeder für selber entscheiden, mir persönlich wäre eine Batterie auch lieber, aber wenn so etwas die Strompreise nach unten drückt, warum sollte man es nicht versuchen.
- Tageslicht im Katastrophenfall [2]: Ist ähnlich zur Rettungsaktion, aber noch eine Stufe wichtiger. Wenn nach einem Erdbeben Menschen verschüttet sind, kann Licht helfen, leben zu Retten.
- Hilfe im Verteidigungsfall [2]: Natürlich ist Krieg immer schlecht, aber vorbereitet zu sein, ist wichtig.
Natürlich darf man auch die Nachteile nicht vernachlässigen:
- Die Astronomie könnte gestört werden: Das würde ich persönlich auch so sehen, aber niemand weiß, wie stark. Somit bin ich persönlich der Meinung, man sollte den Testsatelliten starten und auch aktiv einsetzen. Nur so hat man selber die Möglichkeit, sich ein Bild von der Lage zu machen.
- Lichtverschmutzung: Ist das wirklich ein Nachteil? Für Rettungsaktionen, oder Baustellenausleuchtung sehe ich das nicht so. Für Solarparks natürlich schon.
Wo noch keiner von gesprochen hat:
- Was wäre denn, wenn man einen Solarpark in der Wüste hat und diesen damit beleuchtet? Hier ist Lichtverschmutzung egal, die CO2-Billanz wäre absolut positiv, wenn man jede Nacht Strom erzeugen könnte, auf der Erde sogar kostenlos, denn die Solaranlagen sind schon da.
Ganz am Ende muss man die Vorteile und Nachteile ins Verhältnis bringen:
- Was ist wichtiger? CO2-Freie Energie (Nachts über den Solarpark) und dafür müssten die Astronomen auf Teleskope im Weltall umsteigen, oder Kohlekraftwerke auf der Erde, mehr CO2, mehr Klimaerwärmung?
Ideen zur Optimierung der Vorteile:
- Gibt es Möglichkeiten, die Vorteile zu Kombinieren? Könnte man z.B. eine "Teleskop-Störungs-Steuer" einführen? Jeder Satellit, welcher die Astronomie stört, zahlt eine kleine Gebühr. In Summe kommt somit viel Geld zusammen, mit dem man ein Teleskop im Weltraum betreiben könnte.
Frage:
Warum fliegen die in 650 km Höhe? In der Höhe hätte man nur 1,5 Stunden nach und vor Sonnenuntergang die Möglichkeit, Licht zu reflektieren. Und wenn man etwas "Beleuchten" will, muss das Licht von oben kommen, was es bei 12.700 km Durchmesser der Erde kaum mögilch ist in dieser Höhe. Licht von der Seite hilft auch den Solarparkt eher weniger. Habe ich hier einen Denkfehler?
Disclaimer: Das Posting sagt nicht aus, ob ich so ein System am Ende gut oder schlecht finden würde. Diese Meinung bilde ich mir auch heute noch nicht, da ich den vollständigen Nutzen noch gar nicht kenne.
Quellen:
[1]
https://spacenews.com/fcc-approves-first-reflect-orbital-satellite/[2]
https://www.heise.de/news/Reflect-Orbital-FCC-genehmigt-Test-fuer-umstrittene-Spiegelsatelliten-11360635.html