Verlinkte Ereignisse

  • Atlas5-401 AV078, InSight, VAFB SLC3E, 13:05MESZ: 05. Mai 2018
  • InSight - Landung - ca. 21:00 MEZ: 26. November 2018

InSight auf Atlas V 401

  • 2000 Antworten
  • 532718 Aufrufe

Offline sophismos

  • ***
  • 194
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #900 am: 07. März 2019, 23:03:45 »
Und Kritik dürfen auch nicht ausgewiesene Experten äussern. Das erlebe ich Tagtäglich selber auf der Arbeit und kann damit gut leben.

Bei jedem Fehlschlag muß man sich auf den gefürchteten "lessons learned meetings" oft ganz andere Dinge anhören.

btw.: Wichtig ist eben: War die Wärmeflußmessung Primärziel oder nur Sekundärziel von HP³? (Natürlich ist ohne den Klopfmechanismus vom HP³ das SEIS nicht operabel).

Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #901 am: 07. März 2019, 23:40:16 »
War die Wärmeflußmessung Primärziel oder nur Sekundärziel von HP³?
Die Wärmeflußmessung war eines der absoluten Primärziele von Insight, so wurde es mir zumindest dargestellt.

*

Offline spacecat

  • *****
  • 1117
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #902 am: 08. März 2019, 00:28:34 »
btw.: Wichtig ist eben: War die Wärmeflußmessung Primärziel oder nur Sekundärziel von HP³? (Natürlich ist ohne den Klopfmechanismus vom HP³ das SEIS nicht operabel).

Wieso, der Seismograph funktioniert einwandfrei ohne den HP3.
Edit: Entschuldigt, ich habe das Zitat falsch gesetzt
« Letzte Änderung: 08. März 2019, 12:36:34 von spacecat »

Offline MarsMCT

  • *****
  • 2202
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #903 am: 08. März 2019, 07:18:13 »
btw.: Wichtig ist eben: War die Wärmeflußmessung Primärziel oder nur Sekundärziel von HP³? (Natürlich ist ohne den Klopfmechanismus vom HP³ das SEIS nicht operabel).

Wieso, der Seismograph funktioniert einwandfrei ohne den HP3.

Mein Eindruck war immer, es sind zwei gleichwertige Experimente. Also würde eines von zwei Zielen nicht erreicht.

Allerdings war ein Experiment auch, Reflexionen der Stöße des Hammerexperiments mit dem Seismometer auszuwerten und so Erkenntnisse über den lokalen Untergrund zu gewinnen. Der Hammermechanismus als solcher funktioniert ja. Ob das mit Stößen in nur 30cm Tiefe in vollem Umfang möglich ist, weiß ich nicht.

Offline vv

  • *****
  • 852
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #904 am: 08. März 2019, 07:59:40 »
Plan B ist weiter zu hämmern. Es gibt keine Möglichkeit das Gerät in einen neuen Platz zu versetzen.

Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #905 am: 08. März 2019, 08:27:25 »
Der Bohrer ist nicht mal komplett eingegraben, ob es nicht doch möglich ist, das Gerät mit dem Kran herauszuziehen und zuversetzen?

Offline vv

  • *****
  • 852
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #906 am: 08. März 2019, 08:50:30 »
Der Bohrer ist nicht mal komplett eingegraben, ob es nicht doch möglich ist, das Gerät mit dem Kran herauszuziehen und zuversetzen?
Es ist unmöglich. Auf dem Maulwurf gibt es keine Greifpunkte für den Greifer des Roboterarmes.

tonthomas

  • Gast
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #907 am: 08. März 2019, 09:29:44 »
...
Keiner hat macht hier irgendwen runter oder möchte sofort Ergebnisse. ...
Leider ist der Tenor verschiedener Beiträge ein ganz anderer. Und wenn es wirklich nicht wahrgenommen wird, was da transportiert wird: Ich rate wirklich ganz dringend dazu, von Ruck-Zuck-Kritik Abstand zu nehmen und jeweils im Einzelfall zu überlegen, über was man und wie man gerade im Begriff ist sich öffentlich zu verbreitern.

Es gibt hier die einmalige Möglichkeit, dass Laien, ambitionierte Amateure und Fachleute unmittelbar miteinander diskutieren können. Es ist eine riesige Chance, mit Spezialisten in Kontakt treten zu können, die sehr nah an Forschungs- und/oder Raumfahrtprogrammen dran sind oder waren.

Gruß  Pirx

*

Offline spacecat

  • *****
  • 1117
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #908 am: 08. März 2019, 12:35:39 »
Enttäuschung hin oder her, ich warte jetzt erstmal 2- 3 Wochen ab und schaue dann mal, wie die Forscher weiter vorgehen möchten. Wie hier schon geschrieben wurde, außergewöhnliche Probleme erfordern außergewöhnliche Lösungen und ich setze ja immer noch auf den Schieber am Roboterarm kombiniert mit einem Geraderücken des HP3s.

Offline vv

  • *****
  • 852
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #909 am: 08. März 2019, 13:49:48 »
Wenn der Maulwurf diese Hindernisse überwindet dann muss es höchstwahrscheinlich weiter leichter gehen. Je tiefer im Boden desto kleiner die Steine.
" Es darf angenommen werden, dass die Häufigkeit der Steine mit der Tiefe abnimmt - vergleichbar mit dem sogenannten Müsli- oder Paranusseffekt: Schüttelt man sanft und über eine gewisse Zeit eine Tüte mit einer Müslimischung aus unterschiedlich großen Bestandteilen, dann befinden sich am Boden der Tüte die Bestandteile mit der geringsten Größe und oben die größten, wie beispielsweise Paranüsse."
https://www.dlr.de/dlr/de/desktopdefault.aspx/tabid-11036/1863_read-27075/#/gallery/32863

*

Offline Lumpi

  • *****
  • 2687
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #910 am: 08. März 2019, 16:21:59 »
Sputniknews hat ein Interview mit Tilman Spohn veröffentlicht. Er sagt sinngemäß, dass man sich bewusst war, dass in die Tiefe zu gehen hochriskant sei. Weil die Entwicklung von HP3 aber vergleichsweise preiswert war, konnte man ruhig auch mal was wagen. Sollte es nicht weitergehen sei das zwar schade, würde einem aber nicht aus der Bahn werfen. Herr Spohn kommt in dem Interview relativ entspannt rüber. Dem sollten wir uns anschließen.

Zitat
Wenn wir gut reinkommen, dann ist das wunderbar, dann haben wir unsere Geologen, die sich um den Aufbau der obersten Schichten des Mars kümmern. Wenn wir steckenbleiben sollten, ist das für sie auch interessant.
https://de.sputniknews.com/wissen/20190307324235111-mars-bohrer-daten/
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

*

Offline Sensei

  • Raumcon Moderator
  • *****
  • 6540
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #911 am: 08. März 2019, 16:46:52 »
Aber gerade WENN diese 'Bohrung' so riskant war, wäre es doch eine Überlegung wert, wie man im Fall der Fälle den Standort von HP3 ein paar mal wechseln könnte.

Vielleicht gibt es auch gute Gründe warum das zu Aufwändig oder praktisch nicht Umsetzbar wäre. Aber mir fällt da kein guter ein.

*

Offline spacecat

  • *****
  • 1117
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #912 am: 08. März 2019, 16:52:12 »
Ja, das Instrument mag ja günstig sein, aber finde mal eine Transportgelegenheit mit Kran, die das Gerät zum Mars bringt.

*

Offline Gertrud

  • Raumcon Moderator
  • *****
  • 8759
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #913 am: 11. März 2019, 23:08:44 »
Hallo Zusammen,

der Sonnenuntergang an Sol 101,den 10.03.2019 wurde mit der Instrument Deployment Camera (IDC) aufgenommen.
Die Bilder habe ich verkleinert und einige etwas aufgehellt.
Bitte auf das Kreuz klicken, damit das Gif erscheint.

Image Credit:  NASA/JPL-Caltech
http://mars.jpl.nasa.gov/insight/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cdate_taken+desc&per_page=50&page=0&mission=insight&fbl=100%2C101&af=idc

Beste Grüße
Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
***
Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Offline MarsMCT

  • *****
  • 2202
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #914 am: 12. März 2019, 09:54:32 »
Ja, das Instrument mag ja günstig sein, aber finde mal eine Transportgelegenheit mit Kran, die das Gerät zum Mars bringt.

Das macht Starship in 2024. Ein Astronaut stellt das Ding an einer passenden Stelle auf. Duck und weg.  ;)

*

Offline spacecat

  • *****
  • 1117
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #915 am: 12. März 2019, 10:15:32 »
Nein, dann richtig: Bruce Willis mitnehmen und dem Mars auf gute alte texanische Weise beibringen, was ein Loch in seiner Kruste ist.

Und wehe ihm man findet Öl.....

*

Offline Lumpi

  • *****
  • 2687
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #916 am: 12. März 2019, 18:44:49 »
Ach du Sch...
Neben der Möglichkeit, dass ein größerer Stein den Maulwurf gestoppt hat, könnte er auch in der Gehäusestruktur hängen geblieben sein!   :-X

Zitat
2. Die Hardware des Maulwurfs hat sich irgendwie in der Trägerstruktur verfangen, weil das Gerät in einem Winkel von etwa 15° zum Ausweichen gezwungen wurde. Höchstwahrscheinlich durch einen flachen Stein, den  es wohl passieren konnte.  Da wir einen indirekten Beweis haben (der sich nun konkretisiert), dass der Maulwurf ungefähr zu etwa drei Viertel seiner Länge außerhalb der Gehäusestruktur und somit im Boden steckt, kann es sein, dass sein hinterer Teil in der Gehäusetsruktur hängen geblieben ist. 
https://www.dlr.de/blogs/alle-blogs/Das-Logbuch-zu-InSight.aspx
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

*

Offline Terminus

  • *****
  • 5093
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #917 am: 12. März 2019, 19:32:47 »
[...] ich lese da heraus, das es ein Problem sein könnte das der Maulwurf noch nicht tief genug im Boden ist um die Richtung zu ändern!?

Wie meinst Du das genau? :-\

Du bringst mich jedenfalls auf die Spekulation, dass es sinnvoll sein könnte, den Maulwurf von seinem Gehäuse zu befreien, indem man es einfach mit dem Kran anhebt und beiseite stellt :) . Auf den Bildern sieht man ja, dass das Gehäuse schräg steht. Könnte das bedeuten, dass sich der Maulwurf beim Schrägstellen in seinem Gehäuse quasi "verkantet" hat und - wenn das behindernde Gehäuse weg wäre - die begonnene Schrägstellung weiter fortsetzen und sich schließlich an dem Hindernis vorbeihämmern könnte? :D

Oder meinst Du, dass der Maulwurf seine Bewegungsrichtung im Boden aktiv ändern kann, wenn er nur tief genug in den Boden vorgedrungen ist? Das glaube ich nicht. Ich stelle mir das so vor, dass jegliche Richtungsänderung des Maulwurfs nur passiv erfolgen kann, indem er von Hindernissen im Boden einfach abgelenkt wird und das auch nur, wenn der Winkel zwischen Maulwurf-Längsachse und der Hindernisoberfläche nicht größer als 45 Grad ist, wie in dem verlinkten Text beschrieben.

Wenn der Maulwurf Glück hat, trifft er nach dem ersten Hindernis vielleicht noch auf ein zweites Hindernis, dass ihn wieder in eine senkrechte(re) Richtung ablenkt. Wenn er aber Pech hat, bohrt er sich nach dem zweiten Hindernis mehr oder weniger horizontal weiter und schafft die 3 Meter Mindesttiefe nicht...

EDIT: Huch, das Zitat in dem Posting #916 von Lumpi deutet ja auch sowas an. Das habe ich aber erst nach dem Absenden meines Beitrags gelesen.

*

Offline spacecat

  • *****
  • 1117
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #918 am: 13. März 2019, 00:43:40 »
eine Führungsstruktur, die nicht führt, sondern in der sich das Gerät verkanten kann.
und nun?
die Struktur gerade rücken oder als Gesamtes abheben und den Maulwurf alleine weiterhämmern lassen?

*

Offline Duncan Idaho

  • Raumcon Berater
  • *****
  • 5649
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #919 am: 13. März 2019, 00:57:56 »
eine Führungsstruktur, die nicht führt, sondern in der sich das Gerät verkanten kann.
und nun?
die Struktur gerade rücken oder als Gesamtes abheben und den Maulwurf alleine weiterhämmern lassen?

Ich bin froh das sie den Arm zum manipulieren haben.
Vielleicht reicht ja auch nur ein kleiner Knuff und weiteres Hämmern.

Aktuelles Bild von der IDC:


Ihnen fällt sicher noch was ein.
Aufgeben ist da noch keine Option.
Daumen drück!

(Edit: Bilderlink gefixt)
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2020, 15:38:09 von Pirx »
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN. \\//_

*

Offline spacecat

  • *****
  • 1117
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #920 am: 13. März 2019, 01:03:57 »
Hoffen wir, dass sich der Bohrer nicht so heftig wie Britanien verkantet hat  :P

Offline vv

  • *****
  • 852
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #921 am: 13. März 2019, 09:02:23 »
Zitat: "2. Die Hardware des Maulwurfs hat sich irgendwie in der Trägerstruktur verfangen, weil das Gerät in einem Winkel von etwa 15° zum Ausweichen gezwungen wurde. Höchstwahrscheinlich durch einen flachen Stein, den  es wohl passieren konnte.  Da wir einen indirekten Beweis haben (der sich nun konkretisiert), dass der Maulwurf ungefähr zu etwa drei Viertel seiner Länge außerhalb der Gehäusestruktur und somit im Boden steckt, kann es sein, dass sein hinterer Teil in der Gehäusetsruktur hängen geblieben ist. "
Was bedeutet "hängen geblieben"? Ist es verkeilt in der Führungsstrucktur? Wenn nicht, dann wäre es vielleicht korrekter zu sagen, dass der hintere Teil sich noch in der Supportstrucktur befindet.
« Letzte Änderung: 13. März 2019, 12:56:45 von vv »

Offline vv

  • *****
  • 852
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #922 am: 13. März 2019, 13:15:23 »
Ich würde eine Idee vorschlagen. Der Roboterarm hat eine Schaufel

Die Schaufel ist genug groß um im Boden zu schaufeln. Also muss man zuerst rechts vom Maulwurf ausgraben, ca. 30 cm tief, um das Hindernis visuell zu analysieren. Wenn der Maulwurf frei ist kann man versuchen ihn in die seitliche Richtung zusammen mit seinem Support System zu verschieben.

*

Offline Lumpi

  • *****
  • 2687
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #923 am: 14. März 2019, 11:58:14 »
Tilman Spohn: Die ursprünglich geplante zweiwöchige Hämmerpause wird höchstwahrscheinlich verlängert. Der Maulwurf kann nicht umgesetzt werden, evtl. könne man aber mit dem Greifarm gegen die Sonde drücken, damit der Maulwurf in eine etwas andere Richtung weiterhämmert. Knifflige Aufgabe zu lösen das ist...
https://www.tagesspiegel.de/wissen/marsmaulwurf-steckt-fest-hauruck-waere-jetzt-der-falsche-weg/24099018.html
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

Offline vv

  • *****
  • 852
Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #924 am: 14. März 2019, 12:27:42 »
Während der Pause könnte man die Schaufel einsetzen. Es ist sehr interessant, wie sieht die Oberfläche zum Beispiel 10 oder 20 cm tief aus. Man hatte ein Modell angenommen, dass  der Boden im Landeplatz sandige Struktur mit kleiner Kohäsion ist. Mit Schaufel könnte man diese Hypotese prüfen. Man muss einen Graben machen und den Reibungswinkel des Bodenmaterials messen.