Mond

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Offline failsafe

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Re: Mond
« Antwort #600 am: 30. Januar 2026, 19:33:28 »
Zum Beispiel weil weitere Beobachtungen und Bahnbestimmungen die Genauigkeit erhöht haben :

"Update 24.2.2025 :
die Einschlagwahrscheinlichkeit von 2024 YR4 ist auf aktuell 0,0017% gesunken"
(aus dem Thread "Erdnahe Asteroiden", #679; https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.675#msg581609)

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Offline Terminus

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Re: Mond
« Antwort #601 am: 30. Januar 2026, 21:01:53 »
mit einer nichtverschwindenden Kollisionswahrscheinlichkeit
Verstehe ich nicht.
Warum sollte denn eine Wahrscheinlichkeit verschwinden?

Damit ist nach meinem Verständnis allgemein folgendes gemeint:

- Wenn ein Körper A erstmals entdeckt wird, der der Erde nahe kommt ("near earth object"), ist der "Wahrscheinlichkeitskorridor" seiner möglichen Bahnen noch so weit, dass die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags oft gar nicht so klein ist.
- Mit jeder weiteren Beobachtung kann die Bahn von A näher bestimmt werden und wird sein "Korridor" rapide enger.
- Bei den meisten Körpern zeigt sich schnell, dass die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags gegen null geht. Das ist mit "verschwindende Wahrscheinlichkeit" gemeint.

Bezüglich der Erde ist die Einschlagswahrscheinlichkeit von 2024 YR4 inzwischen zu gegen null "geschwunden", aber nicht bezüglich des Mondes.
« Letzte Änderung: 01. Februar 2026, 12:55:23 von Terminus »

VeloCiRaptor

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Re: Mond
« Antwort #602 am: 31. Januar 2026, 17:34:50 »
Das hatte ich mir so gedacht.
Dann wird der Wert der Wahrscheinlichkeit geringer oder geht Richtung Null.
Aber eine Wahrscheinlichkeit kann nicht verschwinden, sie ist auch noch da wenn sie Null ist.

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Offline Terminus

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Re: Mond
« Antwort #603 am: 01. Februar 2026, 13:11:20 »
Aber eine Wahrscheinlichkeit kann nicht verschwinden, sie ist auch noch da wenn sie Null ist.

Apropo: Wann würde wohl ein Statistiker zustimmen, dass 2024 YR4 mit der Wahrscheinlichkeit von exakt null in einem begrenzten Zeitraum (z.B. den nächsten 100 Jahren) nicht mit der Erde zusammenstoßen wird - also mit der gleichen Wahrscheinlichkeit bezüglich der Frage, ob der Merkur in den nächsten 100.000 Jahren mit der Venus zusammenstoßen wird (nur mal als Extrembeispiel)?

Was wäre da das Kriterium, dass die Nachkommastellen tatsächlich verschwinden? Also, müsste z.B. eine bestimmte Anzahl von Beobachtungen des Körpers vorliegen oder Beobachtungen über einen bestimmten Zeitraum?

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Offline Schillrich

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Re: Mond
« Antwort #604 am: 10. Februar 2026, 11:55:47 »


- Wenn ein Körper A erstmals entdeckt wird, der der Erde nahe kommt ("near earth object"), ist der "Wahrscheinlichkeitskorridor" seiner möglichen Bahnen noch so weit, dass die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags oft gar nicht so klein ist.
- Mit jeder weiteren Beobachtung kann die Bahn von A näher bestimmt werden und wird sein "Korridor" rapide enger.
- Bei den meisten Körpern zeigt sich schnell, dass die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags gegen null geht. Das ist mit "verschwindende Wahrscheinlichkeit" gemeint.


Der Prozess ist oft etwas feiner:
  • Zuerst, bei wenigen Beobachtungen und hoher Unsicherheit, ist das Ellipsoid für den möglichen Aufenthaltsort während der Begegnung groß … und umfasst eben oft auch die Erde (deren Größe und möglicher Aufenthaltsort im Orbit sind ziemlich sicher).
  • Mit den ersten weiteren Beobachtungen sinkt die Unsicherheit und das Ellipsoid des möglichen Aufenthaltsorts, umfasst aber oft geometrisch immer noch die gleich große Erde. Damit steigt sogar die rechnerische Wahrscheinlichkeit für eine Kollision, da die Erde mehr Volumen im geschrumpften Ellipsoid des Asteroiden einnimmt.
  • Mit noch mehr Beobachtungen schrumpft das Ellipoid dann so weit, dass die Erde oft nicht mehr geometrisch darin liegt. Die Wahrscheinlichkeit geht dann schlagartig auf Null.
« Letzte Änderung: 10. Februar 2026, 16:53:46 von Schillrich »
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Online James

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Re: Mond
« Antwort #605 am: 10. Februar 2026, 21:37:25 »
Steigt die Warscheinlichkeit für die Kollision im Fall 2 wirklich?
Ich denke die Warscheinlickeit ist ja nicht überall im Ellipsoid gleich groß, sondern fällt zum Rand hin ab.
Damit nimmt die Erde dann im Ellipsoid zwar prozentuell mehr Raum ein, aber in einem Bereich wo die Warschenlichkeit schon geringer ist, als im weiter innen liegenden Bereich.
Damit könnte es sich auf das Gleiche ausgehen, oder die Warscheinlichkeit doch abnehmen.
Ausschlaggebend wäre da natürlich die Gewichtung der Warscheinlichkeit im Ellipsoid.

Re: Mond
« Antwort #606 am: 10. Februar 2026, 22:39:27 »
Steigt die Warscheinlichkeit für die Kollision im Fall 2 wirklich?
Ja, die die Wahrscheinlichkeit für die Kollision steigt im Fall 2 wirklich.
Auch hier in 11 Minuten kurz erklärt:
https://sternengeschichten.podigee.io/639-sternengeschichten-folge-639-wie-berechnet-man-die-wahrscheinlichkeit-fur-einen-asteroideneinschlag

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Offline Schillrich

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Re: Mond
« Antwort #607 am: 11. Februar 2026, 14:56:59 »
Steigt die Warscheinlichkeit für die Kollision im Fall 2 wirklich?
Ich denke die Warscheinlickeit ist ja nicht überall im Ellipsoid gleich groß, sondern fällt zum Rand hin ab.
Damit nimmt die Erde dann im Ellipsoid zwar prozentuell mehr Raum ein, aber in einem Bereich wo die Warschenlichkeit schon geringer ist, als im weiter innen liegenden Bereich.
Damit könnte es sich auf das Gleiche ausgehen, oder die Warscheinlichkeit doch abnehmen.
Ausschlaggebend wäre da natürlich die Gewichtung der Warscheinlichkeit im Ellipsoid.

Wir haben hier nicht direkt eine Aufenthaltswahrscheinlichkeit, sondern ein Konfidenzintervall für den möglichen Ort. In 95% … oder 99% … oder xx% der Fälle wird sich der Asteroid irgendwo in diesem Bereich aufhalten. Innerhalb gibt es dann keine Abstufung/Gewichtung.
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Offline Lumpi

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Re: Mond
« Antwort #608 am: Heute um 01:03:42 »
Der Asteroid 2024 YR4 wird 2032 den Mond verfehlen und nicht auf dessen Oberfläche einschlagen. Wurde zuletzt noch eine 4,3 % Wahrscheinlichkeit eines Einschlages prognostiziert, geht die NASA nach neuen Messungen mit dem JWST nun davon aus, dass der Asteroid den Mond im Abstand von ca. 21.000 km passieren wird. Schade eigentlich... https://www.universetoday.com/articles/phew-nasa-rules-out-asteroid-smashup-on-the-moon-in-2032
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.