Klimawandel

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Offline rok

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Re: Klimawandel
« Antwort #775 am: 08. Februar 2022, 11:00:03 »
Es gibt bereits viele Regionen, die aufgegeben werden, das betrifft arme Länder, wie Bangladesh, die sich keinen effektiven Küstenschutz leisten können, viele Inselstaaten sollen aufgegeben werden, aber auch Bereiche in Europa. In der Südostecke Englands wurde den Bewohnern im Küstenbereich bereits mitgeteilt, dass die Deiche nicht mehr erhöht werden und sie daher in den nächsten Jahrzehnten mit einem dauerhaften "Landunter" rechnen müssen.

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Offline Therodon

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Re: Klimawandel
« Antwort #776 am: 08. Februar 2022, 16:36:44 »
Ich denke man muss langsam nachdenken, was man halten kann und was man aufgeben muss bei sagen wir 2 m Anstieg.

2m ist aber realistisch auch übertrieben.
Ja, es gibt die eine Studie, die eine geringe Wahrscheinlichkeit errechnet hat, das man bis zum Jahr 2100 auf 2m kommt. Was immer noch eine ziemlich lange Zeit wäre, um in England Deiche zu erhöhen.

Selbst diese Studie, sowie sämtliche anderen gehen aber von wesentlich geringen Werten aus. Und wir reden bei den älteren schon von worst case Studien. Wenn jetzt also das Eis schneller in Grönland schmilzt, heißt das nicht man könnte jetzt einfach auf den höchsten Wert den man findet noch was draufrechnen. Selbst 1m ist bei den meisten Studien keinesfalls irgendwie mit hohen Prozentwerten belegt. Und bitte auch noch mal an das Jahr 2100 denken.

Jeder Meeresspiegelanstieg ist schlecht und jeder zieht viele Auswirkungen nach sich die über Dämme bauen hinausgeht. Aber wenn jetzt irgendein Politiker behauptet er KANN keine Uferbefestigung für den Meeresspiegelanstieg bauen ist das entweder Faulheit oder was wahrscheinlicher ist Populismus um irgendein anderes Projekt voran zu treiben.

honk

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Re: Klimawandel
« Antwort #777 am: 08. Februar 2022, 17:38:31 »
Man sollte bei der Betrachtung solcher Überflutungs-Szenarien nicht vergessen, dass es hierbei auch nicht-klimabedingte Effekte gibt: zB hebt sich seit langer Zeit der skandinavische Schild im Bereich der Ostsee um 1 cm/Jahr, also 1m pro Jahrhundert; die amerikanische Ostküste dagegen sinkt um 0,3 cm/Jahr (0,3 m pro Jahrhundert), weil sich die Erdkruste nach dem Abschmelzen der Eisschilde der letzten Eiszeit wieder entspannt - das addiert bzw subtrahiert sich zu/von den Effekten der Wärmeausdehnung der Ozeane und dem Anstieg durch das Schmelzwasser.
Auch auf diese Langzeiteffekte musste man bereits reagieren, im Bereich der Ostsee zB durch Verlegen von Häfen etc.

Offline rok

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Re: Klimawandel
« Antwort #778 am: 08. Februar 2022, 18:33:49 »
Es gibt bereits Beispiele, die Niederländer verwandeln derzeit ca. 40 qkm landwirtschaftlicher Fläche in "Polder" also Flächen, die gelegentlich überflutet werden, d. h. sie geben den existierenden Deich auf und bauen einen neuen Deich weiter ins Hinterland. In England wird das Dorf Fairbourne nur noch bis 2045 geschützt, die Bewohner wurden aufgefordert spätestens ab dann ihre Häuser zu verlassen (ohne finanziellen Ausgleich). Auch im Gr0ßraum New York wird überlegt welche Flächen man noch durch eine Erhöhung der Deiche schützen kann.

Und wie gesagt, wir als relativ reiche Länder können uns die Entscheidung "deichen oder weichen" leisten, viele andere können es nicht, und die dort lebenden Menschen werden ihre Heimat verlassen müssen.




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Offline Sensei

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Re: Klimawandel
« Antwort #779 am: 08. Februar 2022, 18:35:28 »
@Therodon: Klar, kommt immer drauf an wo die eigenen Perspektiven und prioriäten liegen.

Einerseits:
- in den nächsten 40 Jahren wird der Meeresspiegelanstieg für uns noch gut beherrschbar sein.
- in den Industriestaaten kann, auch mittelfristig, sehr viel noch durch technischen Küstenschutz gesichert werden.

ABER andererseits:
- Viele arme Länder und Archipele haben auch schon mit einem Anstieg von 1 Meter stark zu kämfen
- LANGFRISTIG sieht es düster aus. Ohne Grönland + Westantarktis reden wir langfristig schnell von 5m++ Anstieg. Und das hält man auch in Industrienationen nicht einfach durch Dammerhöhungen auf.
 
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Offline Hugo

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Re: Klimawandel
« Antwort #780 am: 08. Februar 2022, 21:05:33 »
Aber wenn jetzt irgendein Politiker behauptet er KANN keine Uferbefestigung für den Meeresspiegelanstieg bauen ist das entweder Faulheit oder was wahrscheinlicher ist Populismus um irgendein anderes Projekt voran zu treiben.

Hast Du ausgerechnet, wie man das mit dem Wasser hin bekommt? Also Grundwasser, Regenwasser, Quellwasser und Flusswasser? Das kann vermutlich nicht mehr über die Flüsse ablaufen, sondern muss gepumpt werden. Ein Fluss wie die Donau oder die Elbe zu Pumpen dürfte viel Aufwand sein. Man bräuchte vermutlich auch Schleusen für die Schiffe. Und Fluttore die Hochwasser zu gehen für die kleineren Flüsse. Das Grundwasser wird auch steigen. Das werden viele Häuser nicht verkraften.

Es ist viel mehr als nur der Deich am Übergang "Land zum Meer". Natürlich ist nichts unmöglich, aber es ist eine Frage des Aufwandes und des Geldes. Am Ende solle man eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen. Was kostet es, das Land aufzugeben und was kostet es, das Land zu halten.

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Offline Gertrud

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Re: Klimawandel
« Antwort #781 am: 08. Februar 2022, 22:03:39 »
Einige Infos:

Küstenschutzbedarf an der Nordseeküste - heute und in Zukunft
Die Karte zeigt auf der Basis der Sturmflut vom 16. / 17. Februar 1962, welche Regionen der deutschen Nordseeküste heute durch Küstenschutzmaßnahmen vor Sturmfluten geschützt werden (voreingestellt).
https://www.kuestenschutzbedarf.de/nordsee.html

Meeresspiegelanstieg
Grönlands Eismassen auf der Waage
Text: Sina Löschke
https://www.reklim.de/magazin/meeresspiegelanstieg/

https://www.reklim.de/fileadmin/user_upload/www.reklim.de/home/Wissenstransfer/Informationsprodukte/2019_Magazin/58_Meeresspiegelanstieg/58_Groenland_End.pdf

Betse Grüße Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
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Offline Gertrud

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Re: Klimawandel
« Antwort #782 am: 08. Februar 2022, 22:09:11 »
Das Thema ist der Klimawandel und

nicht, wie hoch wird der Meeresspiegel nach meiner Meinug und ist er nach meiner Ansicht beherrschbar.
Oder wie arbeiten die Politiker nach meiner Ansicht

Somit schließe ich das Thema wieder bis auf weiteres.

Gruß Gertrud
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Offline James

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Re: Klimawandel
« Antwort #783 am: 10. Februar 2022, 23:38:15 »
Diese Ankündigung einer Portalmeldung stellen wir noch ein:

"Warme Winter in der Arktis bewirken Kälteschäden in den Subtropen Ostasiens

Die globale Klimaerwärmung führt zu wärmeren Wintern in der Arktis. In einer internationalen Studie zeigen UZH-Forschende, dass diese arktische Erwärmung Temperaturanomalien und Kälteschäden im weit entfernten Ökosystem Ostasiens bewirkt. Die Folge: Geringeres Vegetationswachstum, verzögerte Blütezeiten, reduzierte Ernteerträge und eine verminderte CO2-Aufnahme durch Wälder. Eine Medienmitteilung der Universität Zürich."


Abschmelzende Eiskappen in der Barents-/Laptev-See-Region. (Bild: Gabriela Schaepman-Strub, Arctic Century Expedition, 2021)

Weiter in der Medienmitteilung der Universität Zürich:
https://www.raumfahrer.net/warme-winter-in-der-arktis-bewirken-kaelteschaeden-in-den-subtropen-ostasiens/

Viele Grüße
James

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Offline Rücksturz

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Re: Klimawandel
« Antwort #784 am: 15. Februar 2022, 17:26:18 »
"Meeresspiegelanstieg und seine Ursachen neu beziffert

Eine am 7.02.2022 veröffentlichte genaue Aufschlüsselung des globalen Meeresspiegelanstiegs in seine einzelnen Ursachen untermauert die Zuverlässigkeit unseres Wissens über gegenwärtige Meeresspiegeländerungen. Die von der Europäischen Weltraumagentur ESA finanzierte und von der TU Dresden geleitete Studie zeigt, dass die von Satelliten gemessene Entwicklung des Meeresspiegels von Monat zu Monat mit der Summe der einzeln ermittelten Meeresspiegelbeiträge übereinstimmt. Eine Pressemitteilung der TU Dresden."



Blick über den Gletscher Kangilerngata Sermia (Westgrönland), dessen Front in der nordwestlichen Diskobucht den Ozean erreicht. (Bild: Mirko-Scheinert)

Weiter in der Pressemitteilung der TU Dresden:
https://www.raumfahrer.net/meeresspiegelanstieg-und-seine-ursachen-neu-beziffert/

Viele Grüße
Rücksturz
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Offline James

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Re: Klimawandel
« Antwort #785 am: 09. März 2022, 09:34:32 »
"Amazonas-Regenwald: Neue Erkenntnisse aus Analyse von Satellitendaten

Der Amazonas-Regenwald verliert wahrscheinlich an Widerstandsfähigkeit, wie eine Datenanalyse von hochauflösenden Satellitenbildern zeigt. Dies ist auf den Stress durch Abholzung und Brandrodung zurückzuführen. Der Einfluss des vom Menschen verursachten Klimawandels ist bisher nicht eindeutig feststellbar, wird aber in Zukunft voraussichtlich eine große Rolle spielen. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität München (TUM)."


Geografische Einordnung der wichtigsten Kippelemente im Erdsystem mit Angabe der Klimazonen nach Köppen. Die Kippelemente lassen sich in drei Klassen einteilen: Eiskörper, sich verändernde Strömungs- bzw. Zirkulationssysteme der Ozeane und der Atmosphäre, und bedrohte Ökosysteme von überregionaler Bedeutung. Fragezeichen kennzeichnen Systeme, deren Status als Kippelement wissenschaftlich noch nicht gesichert ist. (Quelle: CC BY-ND 3.0 DE, PIK, 2017)

Weiter in der Pressemitteilung der Technischen Universität München (TUM):  =>  Link zum Portalartikel

Viele Grüße
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Re: Klimawandel
« Antwort #786 am: 09. März 2022, 21:12:52 »
Was bedeuten denn die Abkürzungen?
Gruß Badabumm

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Offline Pirx

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Re: Klimawandel
« Antwort #787 am: 09. März 2022, 21:35:16 »
Was bedeuten denn die Abkürzungen?
Findest Du z.B. dort: https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_K%C3%B6ppen

Gruß   Pirx

Edit: Habe den Portalartikel entsprechend nachgerüstet.
Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg. Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit. (Baruch de Spinoza)
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Offline James

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Re: Klimawandel
« Antwort #788 am: 16. März 2022, 10:13:24 »
"Änderung der Schwerebeschleunigung der patagonischen Eisfelder

Wissenschaftler aus Deutschland und Argentinien erforschen klimabedingte Massenänderungen der Patagonischen Eisfelder. Eine Pressemitteilung der TU Dresden."


Der Glaciar Perito Moreno, einer der wenigen vorstoßenden Gletscher des Südlichen Patagonischen Eisfelds, mündet bei ca. 50,5°S und 73°W in den Lago Argentino. (Bild: Mirko Scheinert)

Weiter in der Pressemitteilung der TU Dresden  =>  Link zum Portalartikel

Viele Grüße
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Offline James

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Re: Klimawandel
« Antwort #789 am: 09. April 2022, 10:41:50 »
"Fire Science: Neues Brandmanagementsystem soll Gefahr von Waldbränden deutlich reduzieren

Die BAM forscht gemeinsam mit 46 weiteren wissenschaftlichen Institutionen aus ganz Europa an einem neuen, ganzheitlichen Brandmanagementsystem, mit dem Waldbrände, die sich schädlich auf den Klimawandel auswirken, vermieden werden sollen. Eine Pressemitteilung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin."


Waldbrände werden zunehmend zur Gefahr für das Klima. Die BAM forscht in einem europäischen Großprojekt zur Prävention und Eindämmung der Feuer. Quelle: Adobe Stock/JAH

Weiter in der Pressemitteilung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin  =>  Link zum Portalartikel

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Offline James

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Re: Klimawandel
« Antwort #790 am: 10. April 2022, 19:44:23 »
"Nerograv: Klimawandel vom Weltraum aus beobachten

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Forschungsgruppe Nerograv um eine zweite Förderperiode verlängert. Eine Information der TU Berlin."


(Quelle: GFZ)

Weiter in der Information der TU Berlin  =>  Link zum Portalartikel

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Offline Rücksturz

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Re: Klimawandel
« Antwort #791 am: 29. Mai 2022, 11:36:31 »
"Klimaforschung: Und wenn es noch schlimmer kommt?

Erwarteter Temperaturanstieg von über zwei Grad Celsius spielt in der Klimaforschung eine zu geringe Rolle – Publikation aus Gießen, Potsdam und Cambridge. Eine Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen."



Vorkommen von Temperaturanstiegen in den verschiedenen IPCC Reports. Enthalten sind alle Arbeitsgruppenreports, Spezialreports und zusammenfassende Reports, die bis zum 11.04.2022 erschienen sind und in denen mehr als 10 Temperaturprognosen enthalten sind.
Occurrences of temperatures mentioned in the IPCC assessment reports over time. Includes all working group reports, special reports, and synthesis reports published until 11 April 2022 with more than 10 temperature mentions overall. (Bild: Florian Jehn)


Weiter in der Pressemitteilung der Uni Gießen:
https://www.raumfahrer.net/klimaforschung-und-wenn-es-noch-schlimmer-kommt/

Viele Grüße
Rücksturz
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Offline James

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Re: Klimawandel
« Antwort #792 am: 07. Juni 2022, 17:09:41 »
"Folgen des Klimawandels in den Alpen vom Weltall aus sichtbar

Die Klimaerwärmung trifft den Alpenraum besonders stark. Wie die Arktis wird auch das europäische Gebirge grüner. Forschende der Universitäten Lausanne und Basel zeigen nun im Fachblatt «Science» anhand von Satellitendaten, dass die Vegetation oberhalb der Baumgrenze in fast 80 Prozent der Alpen zugenommen hat. Auch die Schneefläche ist geschrumpft, wenn auch bisher nur leicht. Eine Medienmitteilung der Universität Basel."


Blick über die Schweizer Alpen, vom Pischahorn in Richtung der Gipfelgruppe der Plattenhörner. (Foto: Sabine Rumpf)

Weiter in der Medienmitteilung der Universität Basel  =>  Link zum Portalartikel

Viele Grüße
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Offline James

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Re: Klimawandel
« Antwort #793 am: 21. Juni 2022, 22:27:24 »
"Riesiger Wärmepool im Pazifik durch Klimawandel verursacht

Ein langfristiger, sich weiter erwärmender Warmwasserkörper wurde jetzt von einem Team des Exzellenzclusters CLICCS der Universität Hamburg entdeckt. Er ist drei Millionen Quadratkilometer groß, auf den vom Menschen verursachten Anstieg von Treibhausgasen zurückzuführen und begünstigt extreme Hitzewellen im Nordost-Pazifik. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg."


Das Bild zeigt den Anstieg der Wassertemperatur im nordöstlichen Pazifischen Ozean von 1996 bis 2021 (Pacfic warming pool). Die Messwerte sind in Grad Celsius Anstieg pro Dekade angegeben. Der weiße Umriss steht für die marine Hitzewelle 2019-2021, die auf dem Gebiet des “Warming Pools” liegt. (Foto: UHH/CLICCS/A. Barkhordarian)

Weiter in der Pressemitteilung der Universität Hamburg  =>  Link zum Portalartikel

Viele Grüße
James

Re: Klimawandel
« Antwort #794 am: 29. Juni 2022, 16:36:45 »
"Klimaforschung: Und wenn es noch schlimmer kommt?

Erwarteter Temperaturanstieg von über zwei Grad Celsius spielt in der Klimaforschung eine zu geringe Rolle – Publikation aus Gießen, Potsdam und Cambridge. Eine Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen."



Vorkommen von Temperaturanstiegen in den verschiedenen IPCC Reports. Enthalten sind alle Arbeitsgruppenreports, Spezialreports und zusammenfassende Reports, die bis zum 11.04.2022 erschienen sind und in denen mehr als 10 Temperaturprognosen enthalten sind.
Occurrences of temperatures mentioned in the IPCC assessment reports over time. Includes all working group reports, special reports, and synthesis reports published until 11 April 2022 with more than 10 temperature mentions overall. (Bild: Florian Jehn)


Weiter in der Pressemitteilung der Uni Gießen:
https://www.raumfahrer.net/klimaforschung-und-wenn-es-noch-schlimmer-kommt/

Viele Grüße
Rücksturz



Was!? Über zwei Grad Celsius. Das kann mehr als nur verheerende Auswirkungen haben!

Re: Klimawandel
« Antwort #795 am: 30. Juni 2022, 11:18:59 »
Immer wenn neue schlimme Zahlen genannt werden, denke ich an die Saurierzeit, wo es beim 10fachen CO2 auch nicht 40 Grad heißer war, sondern vielleicht 3-4.
Ich weiss es ist ein Tabuthema, aber jeder Landstrich der Erde ermöglicht nur eine bestimmte Anzahl Menschen. Wenn das nicht durch Schmerz klar werden soll, muss es durch Vernunft geschehen.
Wenn die Landstriche durch die Erwärmung weniger Menschen ernähren können, was dann? Zur Zeit verändern wir nicht nur die Bedingungen sondern erhöhen auch die Last aller Landstriche. Letzteres wiegt m. E. ähnlich schwer.

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Offline Nitro

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Re: Klimawandel
« Antwort #796 am: 30. Juni 2022, 11:40:31 »
Immer wenn neue schlimme Zahlen genannt werden, denke ich an die Saurierzeit, wo es beim 10fachen CO2 auch nicht 40 Grad heißer war, sondern vielleicht 3-4.
Ich weiss es ist ein Tabuthema, aber jeder Landstrich der Erde ermöglicht nur eine bestimmte Anzahl Menschen. Wenn das nicht durch Schmerz klar werden soll, muss es durch Vernunft geschehen.
Wenn die Landstriche durch die Erwärmung weniger Menschen ernähren können, was dann? Zur Zeit verändern wir nicht nur die Bedingungen sondern erhöhen auch die Last aller Landstriche. Letzteres wiegt m. E. ähnlich schwer.

Es waren damals maximal 3000ppm. Das ist zwar ein Vielfaches der momentanen 420ppm, man weiss aber auch dass die Sonne vor 250 Millionen Jahren etwas dunkler war als heute und man geht davon aus, dass sich beide Abweichung im Vergleich zum heutigen Klima in etwas die Waage hielten.
Aber diese 3-4 Grad waeren heute schon verheerend. Wir sind aktuell bei 1,3 Grad ueber dem vorindustriellen Level und sehen jetzt schon immer mehr und mehr Auswirkungen auf das Wetter und unsere direkte Umwelt.
Wie wir mit unserem verfuegbaren Ackerland umgehen ist Teil des Problems. Die Landwirtschaft ist, wie viele Felder unseres Lebens, stark industrialisiert und das sorgt fuer zusaetzlich vermeidbaren CO2 und CH4 Ausstoss. Es sind sehr viele Raedchen an denen wir gleichzeitig drehen muessen um das Problem zu bekaempfen.
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Re: Klimawandel
« Antwort #797 am: 30. Juni 2022, 14:29:56 »
Eine Lösung für die globale Erwärmung, wäre das verhindern der Abholzung der Regenwälder. Ich weiß das schon lange darüber diskutiert wurde und alle großen Urwälder UNESCO Welterbe sind aber ich meine das illegale Abholzen von Waldgebieten, was in den äquatorialen Zone der Welt ein großes problem ist. Aber ob wir das hinkriegen... das ist einr andere Sache.


Re: Klimawandel
« Antwort #799 am: 30. Juni 2022, 22:11:24 »
man weiss aber auch dass die Sonne vor 250 Millionen Jahren etwas dunkler war als heute und man geht davon aus, dass sich beide Abweichung im Vergleich zum heutigen Klima in etwas die Waage hielten.
Die Sonne hatte vor 4,5Mrd Jahre 70% der heutigen Leuchtkraft.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sonne#Hauptreihenstern
Linear gerechnet hätte sie vor 0,25Mrd Jahren dann über 98% der heutigen Leuchtkraft. Das ist ja fast kein Unterschied mehr, wie kann das die 8fache Menge an CO2 kompensieren?

Aber:
Andererseits wird es in 0,5-0,8Mrd Jahren so heiß sein, daß höheres Leben, zumindest so, wie wir es aktuell kennen, nicht mehr möglich ist, inklusive Verdampfung der Ozeane.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erde#Ferne_Zukunft_und_das_Ende
Das sind aber auch wieder nur "wenige Jahre" im Vergleich zu den vergangenen 4,5Mrd.