Ah, ok, du hast recht, soherum kann man das natürlich auch lesen und macht mehr Sinn.
Habe mir dann mal das Abstract angesehen, dann wird es klar:
"Kürzlich hat die US-Regierung Bedenken geäußert, dass Russland Komponenten für atomar bewaffnete Antisatellitenwaffen (ASAT) testet, wobei die Möglichkeit besteht, dass es eine Atomwaffe im Weltraum stationieren wird. Ein solches Gerät würde bei einer Detonation den Großteil der Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn zerstören. Diese Gefahr wird durch das Fehlen eines Verifizierungsmechanismus für den OST noch verstärkt."
"Hier wird eine Konzept- und Machbarkeitsstudie vorgestellt, mit der die Einhaltung des OST durch einen Satelliten überprüft werden soll, indem die durch Spallation von Protonen im GeV-Bereich in den inneren Van-Allen-Strahlungsgürteln induzierten Neutronen beobachtet werden. Die Berechnungen zeigen, dass eine Detektionsplattform in der Größe eines 9U-CubeSat eine thermonukleare Waffe aus einer Entfernung von 4 km innerhalb von etwa einer Woche Beobachtungszeit identifizieren kann."
Nur, wenn der Überwachungssatellit erstmal an jeden russischen Satelliten bis auf 4 km ranpirschen muss und dann eine Woche gucken, wäre das nicht gerade eine zeitnahe und flächendeckende Überwachung des OST. Man bräuchte einen ganzen Schwarm hochmobiler Cubesats mit stärkeren Sensoren, räumlich und zeitlich.
Aber immerhin ein Anfang und eine technische Idee.