*ATLANTIS* - STS 125 *Hubble* / Vorbereitung

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rockmysoul67

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*ATLANTIS* - STS 125 *Hubble* / Vorbereitung
« am: 18. Januar 2004, 18:33:26 »
Amerika will wieder aktiv werden im All. Als erstes wird der Hubble gestrichen...

Im Spiegel Online wird wie folgt zusammengefasst:

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat einen Reparaturflug zum "Hubble"-Teleskop gestrichen und damit indirekt das Ende des ganzen Projekts bekannt gegeben. Demnach ist jetzt die aufwendige Mars-Mission wichtiger als die Beobachtung ferner Galaxien.

Eure Meinung dazu?



Titel geändert, Jerry
« Letzte Änderung: 23. Juni 2007, 11:48:23 von H.J.Kemm »

hesaenger

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #1 am: 18. Januar 2004, 21:19:57 »
Zitat
Amerika will wieder aktiv werden im All. Als erstes wird der Hubble gestrichen...

Im Spiegel Online wird wie folgt zusammengefasst:

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat einen Reparaturflug zum "Hubble"-Teleskop gestrichen und damit indirekt das Ende des ganzen Projekts bekannt gegeben. Demnach ist jetzt die aufwendige Mars-Mission wichtiger als die Beobachtung ferner Galaxien.

Eure Meinung dazu?



Hallo,

es ist eher Zufall, daß dies jetzt so zusammenkommt. Busch Ankündigungen wirken einerseits wie große Visionen, auf der anderen Seite scheint tatsächlich es eher die effektheischende Verpackung von Notwendigem.

Die USA brauchen kurzfristig einen Shuttlenachfolger weil man die letzten 20 Jahren mit dem Einstufer verplempert hat. Wie kann man jetzt die schnellste Lösung, das OSP, eine Kapsel oder einen Miniorbiter am besten verkaufen? Indem man es CEV nennt und interplanetare Fähigkeiten beschreibt. Die eigentlichen Kosten für eine Monstation oder mehr würden selbst aber erst nach einer 2. Amtszeit Buschs fällig. Der Zusammenbau und Start interplanetarer bemannter Geräte ist dabei auf dem Erdmond nicht günstiger als auf der Erde. etc.

Leider wird damit die bemannte Raumfahrt einmal mehr in Verruf kommen. Mit Hubble ist es leider ganz einfach. Das Shuttle fliegt derzeit nicht und CEV wird die entsprechenden Kapazitäten wohl nicht besitzen. Also will man es aus "strategischen" Gründen nicht mehr.

Insgesamt ist es ein großer Fehler, wenn man die Interessen der Astrophysik und Astronomie so vernachlässigt und es steht zu befürchten, daß sich dies in den künftigen Budgets rächen wird  :-(


Myrdin

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #2 am: 19. Januar 2004, 13:43:50 »
Stimmt, Hubble hat langsam ausgedient. Hat ja auch schon über 10 Jahre auf dem Buckel.... ;)
Aber nur, weil keine Servicemissionen mehr geflogen werden, bedeutet das nicht gleich das Aus für Hubble! Ich glaube gelesen zu haben, dass die Reserven noch bis 2008 reichen.
Ausserdem müssen Prioritäten gesetzt werden: Solange das Shuttle noch im Dienst ist, muss damit die ISS fertiggestellt werden, zumindest bis der Vertrag der USA erfüllt ist.... 8)

Das wäre die Chance für die ESA. während die NASA richtung bemannter Raumfahrt forscht, könnte sich die ESA mit einem Weltraumteleskop der nächsten Generation profilieren...obwohl die NASA schon ein NGT geplant hat... :)

Holzwurm

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #3 am: 19. Januar 2004, 18:13:58 »
Hallo!
Zitat
Ich glaube gelesen zu haben, dass die Reserven noch bis 2008 reichen.

Ich habe irgendwo gelesen, dass u.a. geplant gewesen wäre, die Batterien auszuwechseln. Wie lange die jetztigen noch halten könne man nicht genau sagen.
Wer ist oder war eigentlich James Webb, nach dem das geplante NGT benannt ist? Wann soll es gestartet werden?
MFG Holzwurm

ph-b

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #4 am: 24. Januar 2004, 13:41:05 »
Hallo . . .

und grüezi aus der Schweiz (bin neu hier)!

Zu Hubble:
Über kurz oder lang wird dieser Schritt die einzig sinnvolle Lösung sein - so schade es um dieses äusserst wertvolle Teleskop ist: Die Empfehlungen des Columbia Accident Investigation Boards lassen eigentlich gar keine andere Möglichkeit zu. Ansonsten müssten nochmals beträchtliche Mehraufwände sowohl in zeitlicher, als auch in finanzieller Hinsicht in Kauf genommen werden. Ob sich das für eine Lebensdauer-Differenz von drei Jahren auszahlt, darf also fraglich sein - denn länger wäre Hubble sowieso nicht im Orbit geblieben.

Liebe Grüsse,
Philip
http://www.ph-b.ch

rockmysoul67

  • Gast
Willkommen Philip!
« Antwort #5 am: 25. Januar 2004, 10:36:46 »
 
Willkommen Philip in diesem kleinen aber feinen Forum!

Du bist ja richtig aktiv mit der Raumfahrt beschäftigt, sehe ich auf deiner netten Website. Bei Gelegenheit werd ich mal alles durchlesen.

Was den Hubble anbetrifft: Du hast schon recht... ich selbst fand es aber sehr auffallend und besonders zynisch, dass das Erste, was die Nasa/USA nach der Rede von Busch in der Raumfahrt unternimmt, ausgerechnet ein Abstrich bei einem wichtigen astronomischen Projekt ist.


ps. Ich bin Niederländer, aber ich wohne in Zürich. ;)



ph-b

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #6 am: 25. Januar 2004, 10:41:01 »
Hallo rochmysoul!

Danke für den Willkommensgruss!

Wenn man hingegen die noch anstehenden Projekte (Webb etc.) in Betracht zieht, dann wird sich der Verlust von Hubble - so schlimm ich ihn persönlich auch finde - wohl nicht dermassen schlimm auswirken, wie zu befürchten wäre.

Wir beobachten das also gespannt weiter.

Gruss,
Philip

*

Offline pikarl

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Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #7 am: 26. Januar 2004, 19:27:41 »
Hoffen wir mal, dass James Webb den bemannten Plänen nicht auch noch zum Opfer fällt. Ich erinnere mich an Hubble, das damals auch ein Vielfaches kostete, als ursprünglich angedacht. Das dürfte bei James Webb nicht anders werden, da das Konzept schon relativ außergewöhnlich ist (-> auffaltbarer Spiegel!). :-/

BraiNbuG

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #8 am: 27. Januar 2004, 19:16:47 »
Also ich bin schon sehr gespannt auf dieses "James Webb"-Teleskop!! Aus der Vergangenheit haben wir ja immer sehr stark aus Fehlern gelernt (oder auch nicht)! Jedenfalls ist dieses Konzept sehr mutig da ja die Umlaufbahn sehr sehr weit von der Erde entfernt ist (Lagrange Punkt) und somit keine Wartungsmissionen möglich sind. Aber bis jetzt hat es immer wieder defekte gegeben. Also ich bin mal schon wirklich gespannt ob sie dies so hinbekommen. ::)
Noch ein ein paar Worte zu "Hubble":
Also nachdem es ja jetzt anscheinend so gut wie fix ist das es die letzte Wartungsmission, die geplant war, nicht geben wird, hängt die lebensdauer von Hubbel, welche mit der letzten Wartungsmission auf 2010 geschätzt wurde, von folgenden 3 Punkten ab:
1.) Die Batterien. Welche eigentlich noch einmal getauscht werden sollten
2.) Von 6 Gyroskopen funktionieren nur noch 4. 3 Sind mindestens nötig. Ingenieure meinen sie könnten die Lageregelung auch nur mit 2 Gyroskopen bewerkstelligen, jedoch muss hierfür die Software umgeschrieben werden.
3.) Unvorhergesegene Schäden (z.B. kleinste Meteoriten)

Alles in allem hoffe ich das es zu einem nahtlosen Übergang von "Hubble" zu "James Webb" gibt.
Die Vorzeichen stehen jedoch nicht sehr gut dafür

jok

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #9 am: 03. August 2006, 09:13:35 »
Hallo, :)

Bei der NASA laufen die Planungen für die Hubble Servicemission STS-125 im April 2008.
Ob es zu dieser Mission kommt ist noch nicht sicher,hängt vom weiteren Verlauf des Shuttleprogramms ab.
Derzeit prüft man wie ein Rettungsflug für diese Mission bereitgestellt und ausgeführt werden könnte.
Seid der Wiederaufnahme der Flüge nach der Columbia Tragödie muß für jeden Flug ein Rettungsflug LON bereit stehen um die im Notfall die Crew abzuholen.
Daher gehen alle Missionen zur ISS um dort die Crew zu bergen.
Problem das Hubble Teleskop ist auf einer anderen Bahnhöhe und Bahneigung wie die ISS.Also könnte die Reparaturmanschaft des Hubble die ISS nicht erreichen.(Treibstoff)Also müßte eine LON Rettungsmission direkt Richtung Hubble gehen.

(..so könnte eine Rettung aussehen..die beiden Orbiter nähern sich bis auf wenige Meter ....)
Die Resourcen im Shuttle sind auch begrenzt Nahrung-Wasser-Sauerstoff...so das die Rettungsmission inherhab von 14 Tagen gestartet werden müßte.Bei der ISS hat man 40 Tage Zeit!!!!
Als weiteres Problem kommt die Außerdienststellung von Startkomplex 39B im nächsten Jahr...wird für ARES-Programm umgebaut.
Also müßte man innerhalb von 14 Tagen zwei Missionen von einem Startkomplex (39A) starten.
Diese gesamten Fakten lassen eine Hubble Servicemission als wenig realistisch erscheinen...außer man läst die neuen Sicherheitsbestimmungen schleifen :-?

gruß jok
« Letzte Änderung: 03. August 2006, 09:15:13 von jok »

rolli

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #10 am: 03. August 2006, 09:41:04 »
Fazit:

Das Hubble muss sterben, damit die neue Generation von Teleskopen an die Reihe kommt.

Vielleicht ist es auch besser so, so eine Wartungsoperation mit einem Shuttle nur für Hubble ist scheinbar einfach zu teuer, abgesehen von den neuen Sicherheitsbestimmungen...
 :'(

jps-fan

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #11 am: 03. August 2006, 12:25:38 »
Ich meine auch, dass man Hubble jetzt zufrieden lassen sollte, obwohl es ja immernoch tolle Aufnahmen liefert.
Man kann hier auf der Startseite im Raumfahrtnet einen neuen Bericht lesen mit entsprechendem Foto.
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/03082006005456.shtml
Aber die Kosten kann man doch viel besser in neue Teleskope einbringen und vor allem die Wackelkandidaten US-Raumshuttle. Mit einem da hinfliegen und eins in Reserve? Ob das gutgeht?

jps

Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #12 am: 03. August 2006, 17:36:35 »
Vielleicht kann unnd sollte man künftige vergleichbare Teleskope ja von vorn herein so planen und bauen, daß sie durch Robotermisionen gewartet werden können. Hubble ist ja (leider) explizit auf Wartung "von Hand" hin ausgelegt.

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #13 am: 04. August 2006, 09:06:39 »
Moin,

ich meine auch, dass man in *Hubble* keine weitere Investition tätigen sollte, auch wenn es für uns Erdenbürger unschätzbare Leistungen erbracht hat.

Hier ein Beispiel: Die Galaxie M 100, aufgenommen mit einem erdgebundenen Teleskop Kitt Peak 2,1 m, mit dem *alten* Hubble und mit dem reparierten Hubble. Ausserdem M 100 aufgenommen vom derzeit besten erdgebundenen Teleskop VLT.





Der Leistungsunterschied ist ja wohl eindeutig festzustellen.

Jerry


PS: bitte nicht vergessen unseren anderen Thread über Hubble >>>>>
« Letzte Änderung: 04. August 2006, 09:10:04 von H.J.Kemm »

Spaceman

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #14 am: 05. August 2006, 02:37:48 »
Hi.
Klar,einerseits ist festzustellen,das Erdgebundene Teleskope an Leistung und Qualität
zugenommen haben,aber die Leistung eines "erneuerten" Hubble-Teleskop könnten
sie aber nicht toppen.
 
Klar,Hubble ist indie Jahre gekommen.Aber deshalb gleich verschrotten?
Warum?Es leistet doch gute Dienste.
Gut,gegen ein Webb-Teleskop hat Hubble erstmal wenig möglichkeiten.
Aber Hier nun mal meine Gegenrechnung:
 
                                                   Hubble                                        JWT
Leistung                                    gut                                            besser
Verbesserungswürdigkeit          gut                                            keine
Reparaturen                              gut                                            keine
Technische Erreichbarkeit          gut                                              nie
Steuerbarkeit                            gut(verbesserbar)                      gut(nicht verbesserbar)
Kapazität                                  gut(änderbar)                             besser(nicht änderbar)
 
Meine Meinung:Sieg für Hubble  ;D
« Letzte Änderung: 05. August 2006, 02:40:36 von Spaceman »

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #15 am: 05. August 2006, 05:36:39 »
Moin Spaceman,

ich möchte meine Aussage relativieren:

Wir können hier auf der Erde so viele Superteleskope einrichten, an die Aufnahmequalität vom jetzigen Hubble kommen die nie ran. Das JWT wird sicher noch besser sein, Hubble hat gute Vorarbeit geleistet, und wird auch noch anderen Anforderungen gerecht.

Um weiterhin Bilder vom Hubble zu bekommen, müßte dringend eine Wartung gemacht werden. Dieses ist jetzt nur noch mit einem Shuttle-Einsatz durchführbar, da sich das mit dem Reparaturroboter ja erledigt hat.  Da aber die Shuttle sich selber ständig große Probleme bereiten und da solch eine Wartungsmission sehr viel Geld kostet, bin ich der Meinung, dass man Hubble so lange nutzt wie möglich und dann aufgibt.

Man braucht ja nur diese Top 25 von Hubble ansehen >>>>>

Jerry
« Letzte Änderung: 05. August 2006, 05:41:45 von H.J.Kemm »

ILBUS

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #16 am: 05. August 2006, 09:15:52 »
Hallo Spaceman. Überall wo du *verbesserbar* schreibst, musst du dazu Zusatztkosten und eine Shutlemission dazu schreiben. Es ist doch höchst wahrscheinlich am Ende billiger JWST zu machen.

Ausserdem Lässt sich die Leistung der erdgebundener Teleskope fast unendlich oft Verbessern, sobald die Technologie vorhanden ist. Ausserdem die adaptive Optik hat ihre Kapazitäten bei weitem nicht erreicht, also dürfte mann bald eine weiter Steigerung der Leistung erwarten.

Dazu: bei einem Teleskop kommt es sehr auf den Durchmesser des Hauptspiegels an (Winkelauflösung, Lichausbeute). Die Orbitteleskops können es sich nicht Erlauben 10m Groß zu sein JWST wird nur 6.5m Durchmesser haben der VLT der schon heute im Ansatz ist, und noch nicht komplet Ausgebaut ist, hat 4  über 8m im Duchmesser große Spiegel, die wie Separat so auch wie ein 16m-Spiegel eingesetzt werden können. So was für Orbit ist noch lange nicht machbar.

Ausserdem zeichnet sich im Weltall die Neigung Richtung Wegwerftechnologie. Zu mindest in der nahen Zukunft, solange keine neuartigen Trägersysteme vorhanden sind.
« Letzte Änderung: 06. August 2006, 01:44:39 von ILBUS »

*

Offline Jo

  • ****
  • 290
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #17 am: 05. August 2006, 12:33:27 »
Der Vergleich mit dem JWT hinkt ein bisschen.
Das JWT wird KEINE Kamera für sichtbares Licht bekommen und ist dafür auch nicht ausgelegt. So spektakuläre Bilder wie sie das Hubble liefert sind also Geschichte, falls man keine Reparaturmission fliegt. Daher bin ich dafür, das Hubble noch einmal "fit zu machen" um es noch einige Jahre evtl. auch parallel zum JWT betreiben zu können.

ILBUS

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #18 am: 05. August 2006, 15:11:23 »
Man kann mit Falschfarben jedes Farbspektrum darstellen lassen. Wir werden noch einiges zum Staunen bekommen.

Spaceman

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #19 am: 05. August 2006, 19:32:54 »
Hi.

Stimmt.Ich hätte auch den Kostenfaktor hinzufügen müssen.
Aber was ist wenn denen beim Bau ein Fehler unterlaufen ist?
Siehe die erste Hubble-Servicemission.
http://hubblesite.org/sci.d.tech/team_hubble/servicing_missions/first_mission.shtml

1.Beim Webb-Teleskop ist er nicht reparabel.
2.Leider hat man dann auch nicht mehr die Möglichkeit Ultra Deep Field-Aufnahmen im sichtbaren Licht zu machen.
3.bin ich ein absoluter Hubble-Fan  :)

Jedoch giebt es noch andere Möglichkeiten:
     -Hubble reparieren und JWST bauen.
     -Hubble nicht rwparieren,Webb bauen und ein neues Spaceteleskop für sichtbares
      Licht bauen.

Lassen wir uns überraschen.Man kann auch mit dem JWST leben.


Hier noch eine weitere Site mit noch mehr Hubble-Bilder.

http://hubblesite.org/gallery/album/


gruss,Spaceman

jps-fan

  • Gast
Re: Ende vom Hubble-Teleskop
« Antwort #20 am: 06. August 2006, 08:07:48 »
Das <HST> ist ein Weltraumteleskop für sichtbares Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung und hat ja spektakuläre Aufnahmen im Bereich <sichtbares Licht> geliefert.

Wenn man die neuesten Berichte über Weltraumaufnahmen durchliest, dann stellt man fest, dass besonders die Aufnahmen mit <Ultraviolett- und Infrarotstrahlung> für die Wissenschaft von großem Nutzen sind. Deshalb wird ja wohl auch das >JWS-Teleskop>  https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1176.0 mit folgender Optik bestückt: NIRCam (Near Infrared Camera) detektiert Licht bzw. Infrarotstrahlung zwischen 0,6 und 5 µm Wellenlänge, sowie MIRI (Mid Infrared Instrument) ist für Infrarotstrahlung zwischen 5 und 27 µm Wellenlänge.

Das <Spitzer-Weltraumteleskop>  https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1160.0 hat die IRAC (von engl. Infrared Array Camera), eine Infrarotkamera, die simultan vier Kanäle mit den Wellenlängen 3,6 µm, 4,5 µm, 5,8 µm und 8 µm aufnehmen kann.
 
<Chandra> ist mit einem vierfach verschachtelten Wolter-Teleskop für Röntgenaufnahmen ausgerüstet. <COROT>  verfügt über ein 27cm-Teleskop mit einem Gesichtsfeld von 2,8°×2,8° und einer Kamera aus vier CCDs, aber für eine besondere Aufgabe  https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4105.0

Beim <Herschel> wird es nicht anders sein, an Bord werden sich drei Instrumente befinden, die im fernen Infraroten und Submillimeter-Bereich des elektromagnetischen Spektrums bei Wellenlängen zwischen 60 und 670 µm arbeiten.

Für <SOFIA> trifft dieses ebenso, da es zu astronomische Beobachtungen im Infrarotbereich im Weltall eingesetzt wird https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.0

Somit meine ich nochmals, dass keine große Aktivitäten um Hubble mehr gestartet werden.

Was Infrarot-Teleskop-Systeme leisten zeigt sich hier in diesem Bericht http://www.astronews.com/news/artikel/2006/07/0607-016.shtml


jps

robinson

  • Gast
Hubble Space Telescope (HST)
« Antwort #21 am: 23. September 2006, 09:27:04 »


Für das <HST> besteht eine reelle Chance einer noch rechtzeitigen Reparatur durch eine US-Raumfähre. Ein mögliches Datum könnte im I. Quartal 2008 liegen. NASA-Chef M. Griffin sprach über diese Möglichkeit, da die letzten drei Shuttle-Raumflüge zur ISS völlig zufriedenstellend verlaufen waren. Griffin betonte weiter, daß das HST eines der erfolgreichsten wissenschaftlichen Instrumente sei und daß vorläufig auf die Nutzung nicht verzichtet werden könnte.
Das <HST> wurde durch die US-Raumfähre <Discovery> am 24. April 1990 auf einen 590 km Erdorbit gebracht. Um das <HST> weiterhin nutzen zu können müßen dringend die Gyroskope und die Batterien ausgetauscht werden.
Wenn man bedenkt, was das <HST> im Verlaufe seines Einsatzes geleistet hat, wäre es nicht gut, das Ende in 2008 so hinzunehmen.
Das Datenarchiv vom <Hubble> enthält bereits über 27 Terabyte Daten und es wächst zur Zeit jeden Monat um ca. 400 Gigabyte.
Ich hoffe, daß diese Entscheidung endgültig ist und daß wir vom <Hubble> noch recht viel Neues aus der Welt der Kosmologie erhalten können. In der nächsten Zeit möchte ich gern hier in diesem Thread über die wichtigsten Beiträge vom <HST> berichten.
Robby  


  




H.J.Kemm

  • Gast
Hubble-Teleskop
« Antwort #22 am: 26. September 2006, 15:25:36 »
Moin,

Robby hatte einen neuen Thread begonnen, ich habe beide jetzt zusammengelegt und gebe ihm jetzt einen neuen Titel.

Jerry

jok

  • Gast
Re: Hubble-Teleskop
« Antwort #23 am: 26. September 2006, 15:32:44 »
Hallo,

Ja so sieht es aus ..NASA will im Oktober über die Servicemission fürs gute alte Hubble entscheiden.Die letzten Flüge und besonders die Auswertung der Reparaturtechniken fürs Hitzeschild auf STS-121 haben gezeigt das man nicht unbedingt die ISS als sicheren Hafen braucht.

Derzeit steht die Planung bei STS-125 Discovery im April 2008.... ;)

jok

Juere

  • Gast
Re: Hubble-Teleskop
« Antwort #24 am: 29. September 2006, 19:50:25 »
Hallo zusammen :)

Eben in der Zeitung gelesen:
Zitat
      
      

«Hubble» endgültig erblindet?

Die Hauptkamera des Weltraumteleskops «Hubble» hat sich zum zweiten Mal in diesem Jahr überraschend abgeschaltet. Diesmal gibt es kein Notstromsystem mehr, dass den Betrieb aufrecht erhalten könnte.[...]

Quelle: 20 Minuten.ch

Grüsse aus der Schweiz
Jüre
« Letzte Änderung: 21. April 2009, 20:03:21 von pikarl »