Wir haben eine neue Zahl: 10!
10 Milliarden Euro auf ungefähr 10 Jahre verteilt. Das ist was DG Aschbacher und seine ESA-Teams im Sommer wohl geschätzt und kalkuliert haben was es uns kosten würde wenn wir es komplett in Europa machen würden. Mit, wie er sagt konservativ betrachtet, einer Vollendung nach 10 Jahren.
Näherer Details wurden/werden in Dokumenten für die politische Entscheidung im Dezember zusammengestellt. Eine Reihe Pros und Cons, genauere Kosten, Roadmaps, ... in diese Dokumente die da vorgelegt werden würde ich ja echt gerne mal reinschauen

Desweitern wurde auch die Alternative aufgezeigt was, wenn wir das nicht machen. Dann würden in diesen Jahren trotzdem ca. 5 Milliarden Euro anfallen für Flüge ins All via andere Anbieter (USA).
Ab hier jetzt mein Teil dazu: finde schön das so eine Zahl mal ausgesprochen wird und das öffentlich auch Richtung Politik. Plus über 10 Jahre (wenn wir nicht sogar schneller sind) wären das etwa 1 Milliarde pro Jahr mehr ESA-Budget, was jetzt nicht immens ist. Vor allem auf die Mitglieder verteilt und selbst wenn nur die Staaten beitragen die gerade Astronauten im Korps haben ist das immer noch ok. Ein Knackpunkt sehe ich (mal angenommen Geld ist da in den Staaten), wenn das im Dezember 2026 angenommen wird, dass wir theoretisch für die großen Geldmittel bis zur nächsten Finanzierungsrunde Ende 2028 warten müssten. Dann würden nochmal zwei Jahre verstreichen, deswegen fände ich dort den Weg einer Sonderzahlung irgendwie nicht schlecht. Der zweite Punkt das mit dem es suggeriert das es im Prinzip nur 5 Milliarden mehr kosten würde es zu entwickeln greift meiner Logik nach nicht ganz, denn es ist bestimmt nicht das Ziel die nächsten 10 Jahre auf astronautische Raumfahrt zu verzichten. Heißt eigentlich dann 15 Milliarden für diesen Zeitraum und zusätzlich das was Europa eventuell dann noch in eine Raumstation stecken will. Plus für Artemis. Soweit ich das richtig deute.
Dennoch sollte die ESA das auf jeden Fall machen! Es wird Zeit für Europa und bietet auch weiter die Möglichkeit für internationale Kooperation.
Quelle: Von 4:28:25 bis 4:49:18 das Interview von DG Aschbacher, ab 4:39:40 gehts um das Thema.