Cosmic Vision 2015-2025

  • 129 Antworten
  • 40271 Aufrufe
*

Offline tobi

  • *****
  • 20437
Cosmic Vision 2015-2025
« am: 26. Februar 2007, 16:10:58 »
In ein paar Wochen wird die ESA beginnen, Vorschläge für Weltraummissionen zwischen 2015 und 2025 entgegenzunehmen. Die erste "medium-class" (mittelgroße) Mission soll zwischen 2016-2017 gestartet werden. Die erste große Mission soll Herbst 2018 gestartet werden. Ein paar Missionen des Programms stehen schon fest, z.B. LISA( http://de.wikipedia.org/wiki/Laser_Interferometer_Space_Antenna ) und SolarOrbiter ( http://de.wikipedia.org/wiki/Solar_Orbiter ).
Des weiteren sollen Missionen zu den eisigen Monden im äußeren Sonnensystem, zu den Planeten, zu Asteroiden und Kometen, und natürlich zur Sonne vorgeschagen werden. Außerdem sind natürlich auch noch Teleskope aller Art interessant.

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEM1I0CE8YE_index_0.html

Also was meint ihr, was soll die ESA als nächstes machen? ;)
Meine Vorschlag wäre ja einen Orbiter zum Uranus und einen Orbiter zum Neptun zu schicken.
« Letzte Änderung: 26. Februar 2007, 16:11:59 von tobi453 »

admin

  • Gast
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #1 am: 26. Februar 2007, 16:50:35 »
Ich persönlich wäre ein großer Fan einer Mars Sample Return Mission. Dabei könnte man in der Erforschung des Mars große Fortschritte machen und einige wichtige Techniken für zukünftige Marsflüge testen (In Situ Propellant Production, Start von der Marsoberfläche etc).

David

rolli

  • Gast
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #2 am: 26. Februar 2007, 16:55:07 »
Hi Tobi453

*fingeraufstreck*

Zitat
Mein Vorschlag wäre ja, einen Orbiter zum Uranus und einen zum Neptun zu schicken.
JEP !
Und noch eine Mission zu den grössten Brocken im Asteroiden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter..

Ob da allerdings noch was für den bemannten ATV übrigbleibt  :-[
« Letzte Änderung: 26. Februar 2007, 16:56:31 von rolli »

*

Offline Mary

  • Portal Redakteur
  • *****
  • 1323
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #3 am: 26. Februar 2007, 18:56:07 »
Zitat
Mein Vorschlag wäre ja, einen Orbiter zum Uranus und einen zum Neptun zu schicken.
Genau, so was fehlt richtig. Und noch einen zu Jupiter und seinen Monden, am besten mit Lander, ähnlich wie Cassini-Huygens! Und für Cassini braucht man auch noch einen Nachfolger, wenn man auf längere Sicht plant!
Na, hoffentlich gibt es da ein bisschen mehr Geld für die ESA, damit sich das alles ausgeht... weil zur Venus und zu Merkur könnte man auch noch einiges schicken und ein paar Mars-Rover...

ILBUS

  • Gast
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #4 am: 26. Februar 2007, 20:12:12 »
Ich finde die Mars-sample-return schon am sinvollsten.

Wenn ich ein wenig mehr fantasiere, so währe für mich Venusatmosphärenschiff interessant. Auch in der Hinsicht auf spätere Gasriesenmissionen mit Atmosphärenuntersuchungen...könnt ihr euch an die Idee erinnern? Da wo man ein Luftschiffartiges Vehikel in die Atmosphäre eintauchen und dort schweben lässt, so dass es ausserhablb bereiche gefährlicher Drücke bleiben soll

*

Online roger50

  • Raumcon Berater
  • *****
  • 9749
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #5 am: 27. Februar 2007, 00:07:48 »
Tobi
Zitat
Ob da allerdings noch was für den bemannten ATV übrigbleibt

Jo, aber ATV und wissenschaftliche Missionen kommen sich nicht ins Geld-Gehege. Völlig andere Finanzierung. Siehe hier: http://www.raumfahrer.net/raumcon/YaBB.pl?num=1130950656/60, Antwort #70

Also ich würde mir eine erste Landungs- oder zumindest Orbitmission zum Saturn-Mond Europa wünschen, um herauszufinden, ob sich unter der Eisoberfläche tatsächlich ein Wasser-Ozean (ev. mit Leben) befindet, wie viele Wissenschaftler vermuten. Wenn es in unserem Sonnensystem außerhalb der Erde noch Leben gibt, dann dort. :)

"2010"

Gruß
roger50

« Letzte Änderung: 27. Februar 2007, 00:10:05 von roger50 »

*

Offline Mary

  • Portal Redakteur
  • *****
  • 1323
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #6 am: 27. Februar 2007, 16:32:15 »
Zitat
Also ich würde mir eine erste Landungs- oder zumindest Orbitmission zum Saturn-Mond Europa wünschen, um herauszufinden, ob sich unter der Eisoberfläche tatsächlich ein Wasser-Ozean (ev. mit Leben) befindet, wie viele Wissenschaftler vermuten. Wenn es in unserem Sonnensystem außerhalb der Erde noch Leben gibt, dann dort.

An so was hatte ich ja (siehe oben) auch schon gedacht. Das wäre echt super. Aber man könnte doch auch einen Huygens-Nachfolger machen, vielleicht einen mit Rover am Titan? Das wäre echt spitze!

*

Offline tobi

  • *****
  • 20437
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #7 am: 27. Februar 2007, 17:04:35 »
Zitat
Tobi
Zitat
Ob da allerdings noch was für den bemannten ATV übrigbleibt


Du meinst doch rolli, oder? ;)

*

Offline Mary

  • Portal Redakteur
  • *****
  • 1323
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #8 am: 27. Februar 2007, 18:17:52 »
Übrigens, zum Thema Mission zu Europa (ist übrigens ein Jupiter Mond, im Post von roger50 steht "Saturn-Mond") habe ich bei Spaceflightnow noch was Interessantes gefunden: http://www.spaceflightnow.com/news/n0702/26europa/

*

Online roger50

  • Raumcon Berater
  • *****
  • 9749
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #9 am: 27. Februar 2007, 21:38:42 »
N'abend,
dzz dzz dz, immer diese Flüchtigkeitsfehler  :-[

Sorry Tobi, daß ich Dir ein Zitat untergeschoben habe....

Sorry Rolli, daß ich Dir ein Zitat geklaut habe....

Sorry Mary, daß ich jetzt schon die Planeten verwechsle...

Sonst noch jemand hier,bei dem ich mich entschuldigen muß ?? ::)

Gruß
roger50

Sebastian_K.

  • Gast
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #10 am: 27. Februar 2007, 22:50:03 »
Weiß jetzt nicht ob es eine Sonde diesbezüglich schon gab, aber ist vielleicht dennoch interessant.
Und zwar geht es um eine Sonde die den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter erkundet und erforscht, zB. nach Abbaufähigen Materialien. Desweiteren könnte die Sonde nach Anzeichen/Spuren suchen, ob der Asteroidengürtel mal ein Planet gewesen sein könnte. Was meint Ihr?

Gruß
Sebastian

*

Offline Schillrich

  • Raumcon Moderator
  • *****
  • 19253
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #11 am: 28. Februar 2007, 08:14:06 »
Ich bin für die Monde unserer beiden Gasriesen. Die haben schon die Pioneer- und Voyager-Missionen große Überraschungen parat gehabt. Wahrscheinlich gibt es da noch Einiges zu entdecken.


... vielleicht schwebt ja irgendwo noch ein schwarzer Monolith rum ...
« Letzte Änderung: 28. Februar 2007, 08:30:44 von Schillrich »
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"We are following you ... but not on twitter." (Futurama)

*

Offline tobi

  • *****
  • 20437
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #12 am: 17. April 2007, 15:26:09 »
Neues zur Cosmic Vision von der ESA:
Wissenschaftler haben der ESA nun viele Entwürfe für zukünftige Missionen vorgelegt. Diese reichen von der Erforschung des Urknalls über die Erfoschung des Jupiter bis zur Suche nach Wasser auf Enceladus. Diese Vorschläge müssen jetzt in detailliertere Konzepte umgesetzt werden, welche die ESA im Juni erhalten wird. Bis 2009 sollen dann 3 M-Klasse Missionen und 3 L-Klasse Missionen ausgewählt werden, aus denen dann später 2 M-Klasse und 2 L-Klasse Missionen für Phase A(Definitionsphase) ausgewählt werden. M-Klasse steht für Missionen die nicht mehr als 300 Millionen Euro kosten, L Klasse steht für nicht mehr als 650 Millionen Euro. Ab 2010 sollen dann europäische Firmen Umsetzungskonzepte einreichen, das beste Konzept wird dann ausgewählt und die Firma darf mit dem Entwurf+Bau der Raumsonde beginnen.

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEM9HULJC0F_index_0.html
« Letzte Änderung: 21. April 2007, 10:44:32 von tobi453 »

*

Offline tobi

  • *****
  • 20437
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #13 am: 20. April 2007, 20:34:46 »
ESA-Pressemitteilung:

Zitat
Die Zukunft beginnt heute”- Ein Schritt näher an der ,Cosmic Vision 2015-2025’
 
19 April 2007

Begeisterung und zahlreiche Reaktionen der wissenschaftlichen Gemeinde Europas zeichnen den ersten Schritt der Festlegung des wissenschaftlichen ESA-Programms für den Zeitraum 2015-2025 aus. „Die Zukunft beginnt heute”, erklärte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain der Gemeinde am 11. April 2007.
 
Ende März 2007 gingen bei der ESA mehr als 60 ,Absichtsschreiben' als Reaktion auf den Ideenaufruf zu Beginn desselben Monats ein. Darin drücken europäische Weltraumforschungsteams ihre Absicht aus, Vorschläge für neue wissenschaftliche Missionen einzureichen und stellen bereits vorläufige Konzepte vor.

Im Vergleich zum letzten Aufruf im Oktober 1999 gingen 50 % mehr Antworten ein. Diese Konzepte müssen nun zu ausführlichen Vorschlägen ausgearbeitet und der ESA bis zum 29. Juni 2007 vorgelegt werden,” so Sergio Volonte, ESA-Leiter des Büros für wissenschaftliche Planung und Koordinierung. Die Missionskonzepte reichen von der Erforschung des Jupiter und seines Mondes Europa über die satellitengestützte Untersuchung der aus dem Urknall stammenden Strahlung bis hin zum Testen von Theorien über die Inflation des Universums.

Mit dabei sind außerdem Konzepte für Missionen zur Untersuchung erdnaher Asteroiden sowie Satelliteneinsätze zur Suche nach Wasser auf dem Saturnmond Enceladus. Darüber hinaus soll mithilfe von Raumsonden die Wahrheit über die Schwerkraft als eine der grundlegenden Kräfte der Natur überprüft werden.
 
Die nächsten Schritte
 
Am 29. Juni 2007 erhält die ESA detaillierte Missionsvorschläge. Von Oktober 2007 bis Mitte 2009 wird das ESA-Komitee Space Science Advisory gemeinsam mit wissenschaftlichen Arbeitsgruppen die Vorschläge prüfen und vorläufig drei Missionen der Klasse M sowie drei Missionen der Klasse L auswählen.

Missionen der Klasse M sind Projekte mittleren Umfangs, deren Kosten für die ESA 300 Millionen Euro nicht überschreiten. Als Missionen der Klasse L werden Großprojekte mit einem Kostendach von maximal 650 Millionen Euro bezeichnet.

Bis Ende 2009 werden von diesen drei M- und drei L-Missionen (sowie LISA) zwei Missionen der Klasse M und zwei der Klasse L in die engere Wahl für die Definitionsphase (oder ,Missionsphase A’) gezogen. Diese Phase wird zwischen Anfang 2010 und Mitte 2011 auf Wettbewerbsbasis unter europäischen Unternehmen ausgetragen.

Bis Ende 2011 wird schließlich eine Mission der Klasse M und eine der Klasse L zur Umsetzung übernommen. Der Start der ausgewählten Missionen ist für 2017 bzw. 2018 vorgesehen.

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMM86MJC0F_Germany_0.html

*

Offline tobi

  • *****
  • 20437
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #14 am: 06. Juli 2007, 22:02:39 »
Für die Cosmic Vision 2015-2025 sind jetzt 50 Missionsideen bei der ESA eingegangen. Dies sind mehr als 50% mehr als 1999. Viele diese Missionsideen bauen auf internationaler Kooperation auf. Bis Oktober sollen nun 6 Missionen für eine detailliertere Analyse ausgewählt werden.

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMCPSNSP3F_index_0.html

hibi

  • Gast
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #15 am: 09. Juli 2007, 21:12:44 »
Mmmhh .... wie wäre es, eine Flotte kleiner, baugleicher Sonden (quasi Fließbandbau) zu entwickeln, von denen sich jeder einen großeren Himmelskörper unseres Solarsystem vornimmt.

Da besteht sicher großes Synergiepotential ....

*

Offline Mary

  • Portal Redakteur
  • *****
  • 1323
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #16 am: 09. Juli 2007, 21:51:07 »
Hallo hibi,
naja, vollkommen baugleich macht wenig Sinn, aber eine ähnliche Bauweise mit jeweiligen Anpassungen, sodass die meisten Instrumente für mehrere Sonden entwickelt und gebaut werden könnten, wäre von großem Vorteil, denke ich.

Mary

*

Online roger50

  • Raumcon Berater
  • *****
  • 9749
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #17 am: 09. Juli 2007, 22:38:28 »
N'abend,
im möglichen, aber begrenzten Rahmen geschieht dies ja sogar schon. Siehe die europäischen Sonden "Mars Express" und "Venus Express", die ziemlich baugleich sind. Oder "Mars Reconnaissance Orbiter" und "Lunar Reconnaissance Orbiter".

Gruß
roger50

*

Offline Schillrich

  • Raumcon Moderator
  • *****
  • 19253
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #18 am: 09. Juli 2007, 23:40:37 »
Aber gerade Mars Express und Venus Express fand mein Prof an der Uni damals als schlechtes Beispiel. Man dachte sich das so einfach, man nehme das bestehende Konzept ... aber nix da, es musste wohl Einiges angepasst werden. Immerhin herrschen an der Venus schon andere Bedingungen, v.a. bei Wärmehaushalt und Energieversorgung. Außerdem benötigt man an der Venus teilweise auch andere Instrumente, um den Planeten untersuchen zu können.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"We are following you ... but not on twitter." (Futurama)

*

Offline radi

  • ***
  • 236
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #19 am: 10. Juli 2007, 11:46:55 »
Es ist sicher beim Jupiter auch schwierig wegen der Strahlenbelastung, man benötigt dort spezielle Elektronik die dem gewachsen ist, wenn man das jetzt in jede Sonde einbauen würde würden die vielleicht wieder zu teuer.

Gruß

Radi

knt

  • Gast
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #20 am: 10. Juli 2007, 20:03:26 »
Auch brauchen unterschiedliche experimente unterschiedlich viel platz und unterschiedliche viel energie. So eine "Standard Sonde" wäre zwar schön - aber solange man mit jedem gramm und jeder kw knausern muß is ist das wohl unpraktisch.

Bei Erd Sateliten gibt es sowas aber schon z.b. der/die russische Yamal-100 SC und Yamal-200 SC:

Zitat
In the design of these satellites, RSC Energia used its fully developed Multi-purpose Unpressurized Satellite Bus, allowing, on very short notice, to implement on its basis different special-purpose SC projects (for navigation, Earth remote sensing, monitoring, etc.) that widely use the modular principle in their design.

quelle:http://www.energia.ru/english/energia/usp/yamal-200/yamal-200.html

*

Offline Schillrich

  • Raumcon Moderator
  • *****
  • 19253
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #21 am: 10. Juli 2007, 21:07:19 »
@knt

Bei Erdsatelliten ist schon einiges in der Struktur vereinheitlicht, weil sich ja die Aufgaben wiederholen. Die großen Hersteller bieten ihre Standardprodukte auf Basis von standardisierten Satellitenbussen (also der Versorgungseinheit) an. Damit sind Systeme wie Lageregelung und Energie vorgegeben. Einzelne weitere Komponenten können dann individuell ein gesetzt werden. Erst so ist ja eine Art industrielle "Masse"-Produktion möglich.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"We are following you ... but not on twitter." (Futurama)

hibi

  • Gast
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #22 am: 11. Juli 2007, 22:39:31 »
Naja, natürlich ist nicht jeder Planet gleich. Aber letztlich kochen alle nur mit Wasser ....  ;)

Ich glaube schon, das es möglich wäre so eine Art von Schweizer Taschenmesser zur Raumerkundung zu bauen. Aber da würden sicher sehr bald schon viele Entwickler arbeitslos werden.

Mit wenigen Ausnahmen (die schon von euch genannt wurden) gibt es ja trotzdem immer noch praktisch ausschließlich Sonderanfertigungen.

Zur Vereinheitlichung kann ich nur den Schwenk zur Autoindustrie machen .... Serienfertigung ! Oder die Bahntechnikhersteller ... Serienfertigung. Sogar Flugzeuge und Raketen .... Serienfertigung. Lambdasonden für Katalysatoren, Thermometer, Minimotoren für kleine Rennwagen, elektrisch betriebene Kinderbuggies (die von der nervigen surrenden Sorte !)

Ich glaube nicht, dass die Anforderungen an ein Spektralanalysegerät für jeden Planeten unterschiedlich sind. Und optische Geräte allgemein funzen im Vakuum sicher überall ziemlich gleich.

Vermutlich wird die Bergbauindustrie der Vorreiter für solche Vereinheitlichungen sein, kurz bevor wir unseren eigenen Planeten leer geplündert oder vorzeitig unter Naturschutz gestellt haben.   ;)

GG

  • Gast
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #23 am: 11. Juli 2007, 22:44:19 »
Nicht nur bei Erdsatelliten gibt es Grundstrukturen. Bereits Anfang der sechziger Jahre wurden für Raumsonden einheitliche Bussysteme verwendet. Damals hat man allerdings noch mehrere Sonden pro Startfenster gestartet, da man nie wusste, wie viele das Ziel in funktionierendem Zustand erreichen würden.

GG

*

Offline Schillrich

  • Raumcon Moderator
  • *****
  • 19253
Re: Cosmic Vision 2015-2025
« Antwort #24 am: 11. Juli 2007, 23:09:08 »
Raumsonden werden nicht "so oft" gebaut. Viele Experimente sind sich zwar ähnlich, aber zwischen 2 Sondenstarts kann die Instrumentenentwicklung einen Generationssprung gemacht haben. Dann kommt also doch wieder etwas neues zum Zuge. Es sind so und so viel zu geringe Stückzahlen mit zu langen Durchlaufzeiten, als dass eine Serienfertigung bei Sonden oder Experimenten Sinn machen würde.
Bei den Bussen ist das schon eher möglich. Trotzdem hat eine Kometensonde ganz andere Anforderungen an ihre Grundsysteme als eine Venussonde, sowohl bei Lageregelung, Energieversorgung, Wärmehaushalt, Kommunikation ...
Wenn man, wie früher, aus Redundanzgründen mehrere Sonden auf die selbe Mission schickt, dann designet  man das natürlich einheitlich. Aber sonst ...
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"We are following you ... but not on twitter." (Futurama)