Letztlich beschreibt das Eingangsposting dieses Threads das sog. "Apollo-Trauma".
Als der erste Mensch auf den Mond kam, schickte mich meine Mutter vor den Fernseher (planmaessig waere die letzte Klasse Kindergarten das Tagesprogramm gewesen). Diese flackernden Bilder auf einem schon damals alten Fernsehapparat praegten mein ganzes Leben.
Waere ich 10 Jahre frueher geboren worden, dann haette mich Apollo nicht nur positiv gepraegt, sondern auch ich haette das "Apollo-Trauma" bekommen.
Natuerlich gibt es
3 Antworten auf die brennende Frage (ich nenne diese Frage das "Apollo-Trauma"): "Warum dauerte es so viele Jahre zwischen Apollo und Constallation?" (ueber die Zeit zwischen Constallation und Artemis sind die Gruende eher klar und nachvollziehbar):
- Negierung: klassische Selbstschutzbehauptung
- Sterben der Innnovation
- Auf dem Mond koennen keine Menschen siedeln
ad1: Das ist eine gesunde psychische Reaktion, um nicht zu verzweifeln. Man behilft sich einfach mit der Negation von Apollo. Mag gesund sein, ist aber fernab der Realitaet
ad2: Das ist sehr hart zu akzeptieren und kann zur Verzweiflung fuehren, mag aber nicht unrealistisch zu sein. Dies deckt sich mit diesem Thread: die Innovation stirbt und dadurch werden keine Grossprojekte mehr vollendet
ad3: Bis zur Sonde Clementine war keine Spur von Wasser auf dem Mond zu finden. Clementine entdeckte erste Hinweise auf Wasser: "Die NASA gab am 5. März 1998 bekannt, dass die von der Sonde Clementine gewonnenen Daten darauf hindeuteten, dass in den Polarkratern des Mondes genügend Wasser vorhanden sei, um eine menschliche Kolonie und eine Raketentankstelle zu versorgen. (Quelle:
https://en.wikipedia.org/wiki/Clementine_(spacecraft)#Mission)"
Mit der Antwort-2 koennte man wirklich von einem
schleichenden Tod der Raumfahrt oder gar des zivilisatorischen Fortschritts ausgehen. Seit dem Beschluss von Constallation koennte man aber am schleichenden Tod der Raumfahrt oder gar des zivilisatorischen Fortschritts berechtigt zweifeln. (Trotzdem ist die Liste N1, Buran, Yenissei, Hermes, AIM, ExoMars eine Bestaetigung des schleichenden Todes von ROSCOSMOS und der esa). Die NASA, CNSA, CMSA, JAXA und sogar die ISRO sind -- stand heute 2026 -- quietschlebendig.
Gut: die JAXA operiert (noch) langfristig unbemannt, ist aber sehr erfolgreich/fuehrend in der Asteroidforschung. Die ISRO will zukuenftig bemannt operieren (nur das Geld und die Technologie sind hier die Bremser von Gaganyaan). Ich persoenlich traue der NASA zu, die Plaene der Mondstation
ernsthaft zu voranzutreiben (ist meine persoenliche Meinung, die gewiss nicht alle teilen). Bei der CMSA bin ich mir nicht 100% sicher.