Re: Starship Flug 14(B21/S41) von Starbase

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Offline James

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Re: Starship Flug 14(B21/S41) von Starbase
« Antwort #50 am: Gestern um 22:38:52 »
Ja, so sehe ich es auch. Wenn man zwischen Kuba und Yucatan durch will wird es nichts mit dieser einen Umrundung.
Ich denke da kann jetzt auch Proton01 nichts aus dem Hut zaubern. Aber wieviele Umrundungen tatsächlich notwendig sind? Keine Ahnung. Da würde ich wieder warten bis die die Bahnmechaniken gut austüfteln können dazu was sagen.

Offline Hugo

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Re: Re: Starship Flug 14(B21/S41) von Starbase
« Antwort #51 am: Gestern um 22:40:27 »
Dafür würde SpaceX aber über Florida starten, vielleicht sogar über Louisiana, Alabama und Georgia. Die Landung würde dann über Kalifornien, Arizona, New Mexico und Texas verlaufen  ggf. auch über Mexiko.

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Offline alepu

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Re: Starship Flug 14(B21/S41) von Starbase
« Antwort #52 am: Heute um 01:10:03 »
Aber vermutlich noch nicht bei Flug 14!

Re: Starship Flug 14(B21/S41) von Starbase
« Antwort #53 am: Heute um 10:51:44 »
Ohne weiteres Hintergrundwissen ist es müßig über die Anzahl der Erdumkreisungen zu spekulieren, das machen sie schon im NSF-Forum zur genüge und auch dort vergeblich.
alepu, du bist doch sonst spekulierfreudiger  ;)

Ich hatte gestern schon bei NSF reingelesen, das wurde mir aber zu blöd, da sie sich noch gegenseitig erstmal erklären mussten, wie ein Orbit funktioniert, dass sich die Erde wegdreht usw. Da kam gar nichts Brauchbares heraus. Bei NSF hätte ich da mehr Kompetenz erwartet. Da war dieses Forum hier bei der alten Diskussion, danke für das Raussuchen, schon deutlich weiter. Nur hattet ihr damals noch lange nicht so viele Infos wie heute.

Wie James schon schrieb, geht es bei Flug 14 zwingend 2x über den absteigenden Ast, bei Start und Landung, damit fällt die elegante Lösung mit dem "Kreuzen" weg. Zudem können wir die Startinklination nicht frei wählen.

Etliche Parameter sind bereits festgelegt, wie gleicher Startkorridor wie bei Flug 12+13, Bahnebene daher etwa 32°, Aussetzen der Starlinks = Mindestdauer im Orbit, Deorbitburn etwa 35 min. vor Landung, der Fang auf dem gleichen descending node entsprechend des genehmigten Rückflugkorridors usw.

Das schränkt die Möglichkeiten massiv ein und dann kommt man von Spekulation zur Möglichkeit der Bahnkonstruktion. 

Was mir noch unklar ist, ist, welche Optionen für eine Bahnanpassungen wir haben und wie groß die Bahnbeeinflussung dadurch nach 1, 2 oder mehr Orbits maximal wären und ob das dann für Rückkehr nach Starbase reicht:

- "Dogleg" für geringe Inklinationsänderung beim Aufstieg oder beim Erreichen des Orbits

- Phasing Burn im Orbit, der zwar nicht die Inklination ändert, aber die Dauer eines Orbits und damit den Ground Track, also welcher Punkt der Erde überflogen bzw. "getroffen" wird

- Deorbitzeitpunkt, z.B. mit längerer oder agressiverer Wiedereintrittsphase, was ebenfalls den Ground Track ändert

- Crossrange / Banking

Das wird nicht trivial, aber es ist ja auch rocket science  ;)
Mehr Δv, weniger Drama. Mich überzeugen Daten, nicht Lager.

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Offline alepu

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Re: Starship Flug 14(B21/S41) von Starbase
« Antwort #54 am: Heute um 11:24:21 »
SpaceSil
Hast schon Recht, wir haben mehr Infos, aber wie du auch selbst im einzelnen aufführst, immer noch zu wenige um da eine sichere Aussage zu treffen und so bleibt es halt wohl doch wieder bei:

"Mehr als 1 Orbit und höchstens 32 Orbits"
Und auch dabei können wir nicht wirklich sicher sein.

Also wohl doch "Spekulation"?
 ;)

Aber trotz allem, noch einige Gedanken dazu:
• Warum sollten sie schon nach einem einzigen Orbit landen, bzw was für zwingende Gründe sollten sie dafür haben? Ich sehe da eigentlich keinen einzigen.
• Wie lange brauchen sie um die Starlink-Sats auszusetzen?
• was wollen sie sonst noch im Orbit testen, wenn sie ihn nun schon mal erreicht haben, und wie lange dauert das?
• reichen die Batterien tatsächlich nur für 48 Stunden?
• montieren und testen sie möglicherweise auch Solarzellen?
• wie viel Resttreibstoff verbleibt nach dem Eintritt in den Orbit, wie viel brauchen sie für eine sichere Landung und wie viel geht durch Verdampfen ("boil off") pro Stunde verloren?
• zumindest die Verdampfungsrate werden sie ganz sicher testen wollen und auch das kostet Zeit.
• SX/EM haben bereits vor längerem angekündigt so schnell wie nur irgend möglich das Betanken in LEO testen zu wollen und dafür das frühest mögliche Schiff entsprechend lange im Orbit zu belassen. Das wird zwar wohl noch nicht S41 sein, aber dafür brauchen sie eben genügend Daten, die u.a. auch mit S41 gewonnen werden können.
• könnte es sein, daß selbst SX sich noch nicht endgültig entschieden hat, nach wie vielen Orbits wieder gelandet werden soll?  ???

Also spekuliere ich mal:
"Mindestens so viele Orbits wie nötig sind um alles Erforderliche zu testen und höchstens so viele, daß noch eine sichere Landung möglich ist"
  :"‑)

Re: Starship Flug 14(B21/S41) von Starbase
« Antwort #55 am: Heute um 11:48:49 »
Wie James schon schrieb, geht es bei Flug 14 zwingend 2x über den absteigenden Ast, bei Start und Landung, damit fällt die elegante Lösung mit dem "Kreuzen" weg. Zudem können wir die Startinklination nicht frei wählen.

Etliche Parameter sind bereits festgelegt, wie gleicher Startkorridor wie bei Flug 12+13, Bahnebene daher etwa 32°, Aussetzen der Starlinks = Mindestdauer im Orbit, Deorbitburn etwa 35 min. vor Landung, der Fang auf dem gleichen descending node entsprechend des genehmigten Rückflugkorridors usw.

Das schränkt die Möglichkeiten massiv ein und dann kommt man von Spekulation zur Möglichkeit der Bahnkonstruktion. 

Könnte mir vorstellen, dass es auf eine Kombination von Crossrange/Banking und Inklinationsänderung hinausläuft, wenn tatsächlich nach nur einem Orbit schon gelandet werden soll.
Das Starship dürfte auch eine gewisse Crossrange haben, das sahen wir ja schon bei den letzten Kurvenflügen in der unteren Atmosphäre. Die Möglichkeit zu "banken" wird in der höheren Atmosphäre geringer sein und evtl. auch problematisch für den Hitzeschild. Aber bisher ist hier das Starship ja immer schnurgeradeaus geflogen. Die Crossrange ist aber wohl geringer als beim Space Shuttle, so dass es vermutlich zusammen mit den anderen Einschränkungen ohne Inklinationsänderung nicht gehen wird.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius null - und das nennen sie ihren Standpunkt. (David Hilbert, deutscher Mathematiker 1862-1943)

Re: Starship Flug 14(B21/S41) von Starbase
« Antwort #56 am: Heute um 12:34:16 »
Ja, das glaube ich auch.

Aber für einen 1-Orbit-Flug dürfe das nicht reichen; Crossrange liegt wohl nur irgendwo zwischen 150 und 300 km, und das Banking wird für den gezielten Landeanflug am Ende gebraucht. Das würde ja mehrfach vorgeführt, am Ende flog das Ship Kurven, nicht mehr "schnurgerade".

Bei Phasing Burn und der Veränderung der Wiedereintrittsphase mit ggf. längeren Gleitmanövern bin ich mir auch nicht sicher, habe da aber mehr Hoffnung, dass so die Flugbahn stärker verändert werden kann - ja, ich weiß, diese Konservenbüchse ist ein "Lifting Body", kein "Gleiter" wie das Shuttle.

Zu alepu:
"Zwingende Gründe" sehe ich auch keine, außer diese erste Mission so kurz und simpel wie möglich zu halten wegen Wiederzündung, Batterie- und Treibstoffverlusten usw. Wie dramatisch das im Bereich einiger Stunden wäre, keine Ahnung. Eine Abwägung zwischen Sicherheit und mehr Erfahrungsgewinn, und da hat SpaceX oft schon auf "Risikooo!" gesetzt.

Für 20 Starlinks haben sie so 10 Minuten gebraucht. Sollten diesmal 60 dabei sein, wäre das Aussetzen möglicherweise so lang, dass sich nur ein Orbit ohnehin nicht mehr ausgeht. Aber vermutlich ist das nicht der entscheidende Faktor.

Solarzellen- und Verdampfungsraten-Tests stehen sicher auch mal an, aber bei Flug 14? Letzteres wohl eher beim Langzeittest nit "Chaser" und "Target" in ein paar Monaten?

Aber du hast Recht, die testen gern alles, was testbar ist, und wenn Zeit bleibt, warum nicht.

Das mit dem "im Hellen starten und landen" ist auch ein Punkt, wobei ein Start im Hellen gar nicht nötig wäre, und für die Landung nach X Orbits reichlich Spielraum ist. Trotzdem, sollte das Ship nicht 10+ Orbits vorhaben, weden sie diesmal eher Vormittags starten.


Mehr Δv, weniger Drama. Mich überzeugen Daten, nicht Lager.