Außerirdisches Leben ?!

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Re: Außerirdisches Leben ?!
« Antwort #275 am: Gestern um 14:55:23 »
Es gibt unauffällige Wege oder keinen...

Re: Außerirdisches Leben ?!
« Antwort #276 am: Gestern um 20:27:14 »
Wenn ich mir die Zufälle anschaue, die den Menschen von heute ermöglichst haben, dann betrachte ich die Wahrscheinlichkeit einer Existenz von intelligenzbegabten Wesen, die zudem noch menschenähnlich wären, als extrem gering. Ich würde behaupten, trotz der Milliarden von Planeten, sind wir in unserer Galaxis die einzigen. Vorausgesetzt, diese Zufälle sind erforderlich, um den Menschen hervorgebracht zu haben. Die Verkettung solcher Zufälle hängt auch von der zeitlichen Entwicklung ab. Wir haben den großen Mond mit den zyklischen Gezeiten, die Erdachsenneigung, flüssiges Wasser, den müllfressenden Jupiter, natürlich die habitable Zone (aber die gibt es oft), das Erdmagnetfeld, die entsprechenden begünstigenden Klimaepochen in den Jahrmilliarden davor und wenn dann alles durch DNS in irgendeiner „Ursuppe“ doch glücklich zum Laufen gebracht wurde, entscheiden ein Meteoriteneinschlag und winzige Zufallsmutationen darüber, ob es Menschen gibt und ob dessen Gehirn wächst und überhaupt Intelligenz entstehen kann.

Da das Leben in den entsprechenden Umgebungsbedingungen aber sozusagen von selbst kommt, wenn man das „automatische Entstehen“ postuliert, wäre die Existenz von Leben immerhin wahrscheinlich. Ist es einmal da, ist es auch „nicht totzukriegen“. Deshalb ist das Argument, außerirdisches Leben könne sich an Extremorten, wie z.B. an schwarzen Rauchern entwickelt haben, weil wir heutzutage dort Leben finden, nicht zwingend. Dort gibt es eventuell nur deshalb Leben, weil schon vorher Leben da war, denn Leben - einmal ins Spiel gebracht - besetzt jede noch so absurde Nische.

Das würde bedeuten, dass wir zwar Abermillionen von Lebensformen auf fremden Planeten finden könnten, aber diese wären nur Bakterien oder Pilze.

Ich unterscheide also deutlich zwischen „außerirdischem Leben“ und „hochentwickeltem Leben“. Vernunft und Intelligenz ist nicht Ziel der Evolution, sondern meiner Meinung nach ein Zufallstest, der sich nicht zwingend positiv auswirkt (wie man bei uns jetzt sieht).

Die anderen Argumente, oft genug von Wissenschaftlern betont, warum noch keiner hier war, muss ich nicht wiederholen. Das Weltall ist so VERDAMMT groß. Und wenn man überlegt, dass Evolution immer ähnlich abläuft, eben weil die Regeln überall dieselben sind, dann ist sogar das SF-Argument, es habe sich hier noch keiner gemeldet, um sich nicht zu verraten, nicht mal so dämlich. Denn auch intelligente Außerirdische wären „Raubaffen“ wie wir.

Tatsächlich könnte man erstmal die Europa-Mission abwarten...
Gruß Badabumm

Re: Außerirdisches Leben ?!
« Antwort #277 am: Gestern um 23:44:39 »
In Richtung "Menschwerdung" sehe ich mittlerweile den einzigen schwierigen bzw.unklaren Punkt. Chemisch denke ich, wird es Milliardenfach Leben geben.
https://m.youtube.com/playlist?list=PLO4fnWVxtBaZskdD6TM2c5S09GYOGZTvb
Was mir wirklich merkwürdige Gedanken einbringt, ist diese aberwitzig kurze Zeitspanne unserer bisherigen "Sichtbarkeit"

Mein Tip: der Filter liegt genau dort, also jetzt, hier und heute. Und damit meine ich nicht (nur) die Zerstörung der Ressourcen, sondern die Frage,ob bewusste Arten überhaupt stabil existieren können.

Re: Außerirdisches Leben ?!
« Antwort #278 am: Heute um 01:45:09 »
Ich meine, der Filter setzt früher ein, nämlich schon bei NOTCH2NL, Bcl11a oder ARHGAP11B: es kann sein, dass die Entwicklung zum „vernunftbegabten“ Menschen eine Zufallsmutation war.

Es ist richtig, dass die Chemie beliebig viele Lebensformen auf Kohlenstoff-, DNS- und Proteinbasis ermöglicht (allein auf der Erde ist es schon überwältigend, wie könnte es erst auf anderen Planeten aussehen..?). Mit anderen Worten: ja, Leben beginnt, wie ich schrieb, ganz automatisch bei bestimmten Bedingungen.

Aber dass daraus ein Mensch wird, der mit Raketen und Teleskopen das All erkundet, ist dann doch von extrem vielen Zufällen abhängig, die bei Aliens dann auch in derselben Komplexität auftreten müssten. Schließlich haben andere Tierarten, die schon Millionen Jahre länger existieren und viel näher mit uns verwandt sind als es Sirianer je sein können, keine solche Intelligenz entwickelt. Ich schiebe das nicht auf fehlende Anpassung, denn auch andere Affen hätten sich ja weiterentwickeln können, taten es aber nicht. Die Zivilisationsstufe, der Filter, die du vielleicht meintest und die auch bei vielen SF-Autoren vorkommt, ist dermaßen selten, weil kaum ein Lebewesen so weit kommt... Ich schätze, dass es im gesamten Universum, wenn man die Wahrscheinlichkeiten in richtiger Reihenfolge nachvollzieht, nicht mehr als 100 hochentwickelte Zivilisationen geben wird, eher weniger. Je nachdem, wie man Zufälle berechnet. Es kann ja sein, dass ein so großer Mond, der die daraus folgenden Phänomene erzeugt, doch häufiger vorkommt. Und alle anderen Zufälle. Vielleicht gibt es immer solche Mond-Kollisionen in fast allen Sternensystemen, weil das in der Physik verankert liegt - wir wissen es nicht. Aber dennoch: geringe Wahrscheinlichkeiten multiplizieren sich mit anderen geringen Wahrscheinlichkeiten nun mal zu noch geringeren Wahrscheinlichkeiten... Und da sind, obwohl Milliarden von Milliarden Planeten existieren, die errechneten Ergebnisse unterm Strich ernüchternd.

Ich bin kein Verfechter der Theorie, dass sich „alles in Richtung eines symbiotisches Universal-Geistwesens mit unendlichen Fähigkeiten“ entwickeln muss (wie bei Clarkes „Die letzte Generation“). Und Intelligenz gehört schon mal gar nicht dazu. Jede Bakterie, jede Ameise, jeder Grashalm ist im Grunde viel besser geeignet, Leben weiterzutragen. Theoretisch, wenn man es genau nimmt, sogar durchs Weltall. Mikroben wären auch die besseren Raumfahrer...
Gruß Badabumm

Re: Außerirdisches Leben ?!
« Antwort #279 am: Heute um 07:11:49 »
Ich kann mir dazu absolut keine Wahrscheinlichkeit vorstellen, es ist einfach zu wenig Wissen zu den Bedingungen dieses Sprungs da.
Aber die exponentielle Entwicklung in den letzten, sagen wir, 500 Jahren wirft doch die Frage auf, wie lange geht das weiter und wohin? Was kommt, wenn schnell absolute Grenzen erreicht werden?