Wenn ich mir die Zufälle anschaue, die den Menschen von heute ermöglichst haben, dann betrachte ich die Wahrscheinlichkeit einer Existenz von intelligenzbegabten Wesen, die zudem noch menschenähnlich wären, als extrem gering. Ich würde behaupten, trotz der Milliarden von Planeten, sind wir in unserer Galaxis die einzigen. Vorausgesetzt, diese Zufälle sind erforderlich, um den Menschen hervorgebracht zu haben. Die Verkettung solcher Zufälle hängt auch von der zeitlichen Entwicklung ab. Wir haben den großen Mond mit den zyklischen Gezeiten, die Erdachsenneigung, flüssiges Wasser, den müllfressenden Jupiter, natürlich die habitable Zone (aber die gibt es oft), das Erdmagnetfeld, die entsprechenden begünstigenden Klimaepochen in den Jahrmilliarden davor und wenn dann alles durch DNS in irgendeiner „Ursuppe“ doch glücklich zum Laufen gebracht wurde, entscheiden ein Meteoriteneinschlag und winzige Zufallsmutationen darüber, ob es Menschen gibt und ob dessen Gehirn wächst und überhaupt Intelligenz entstehen kann.
Da das Leben in den entsprechenden Umgebungsbedingungen aber sozusagen von selbst kommt, wenn man das „automatische Entstehen“ postuliert, wäre die Existenz von Leben immerhin wahrscheinlich. Ist es einmal da, ist es auch „nicht totzukriegen“. Deshalb ist das Argument, außerirdisches Leben könne sich an Extremorten, wie z.B. an schwarzen Rauchern entwickelt haben, weil wir heutzutage dort Leben finden, nicht zwingend. Dort gibt es eventuell nur deshalb Leben, weil schon vorher Leben da war, denn Leben - einmal ins Spiel gebracht - besetzt jede noch so absurde Nische.
Das würde bedeuten, dass wir zwar Abermillionen von Lebensformen auf fremden Planeten finden könnten, aber diese wären nur Bakterien oder Pilze.
Ich unterscheide also deutlich zwischen „außerirdischem Leben“ und „hochentwickeltem Leben“. Vernunft und Intelligenz ist nicht Ziel der Evolution, sondern meiner Meinung nach ein Zufallstest, der sich nicht zwingend positiv auswirkt (wie man bei uns jetzt sieht).
Die anderen Argumente, oft genug von Wissenschaftlern betont, warum noch keiner hier war, muss ich nicht wiederholen. Das Weltall ist so VERDAMMT groß. Und wenn man überlegt, dass Evolution immer ähnlich abläuft, eben weil die Regeln überall dieselben sind, dann ist sogar das SF-Argument, es habe sich hier noch keiner gemeldet, um sich nicht zu verraten, nicht mal so dämlich. Denn auch intelligente Außerirdische wären „Raubaffen“ wie wir.
Tatsächlich könnte man erstmal die Europa-Mission abwarten...