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  • HST Bilder nach Rebuild: 09. September 2009

Hubble

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Offline Terminus

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Re: Hubble
« Antwort #300 am: 09. Dezember 2021, 12:12:30 »
Könnte man denn vielleicht doch auch nochmal vor Ort reparieren ohne Shuttle?

Das wurde ja schon mehrmals hier diskutiert, zuletzt vor ein paar Monaten.

Jetzt, wo der "Nachfolger im Infraroten", das Webb, kurz vor dem Start ist, hat sich die Frage m.E. erledigt. Es sei denn, man stellt nach ein paar Jahren fest, dass man trotz Webb das Hubble bzw. überhaupt ein Weltraumteleskop im sichtbaren Licht nun doch schmerzlich vermisst. Ich halte das für unwahrscheinlich.

Nostalgischerweise würde ich persönlich mir zwar wünschen, man würde das alte Hubble vom Himmel holen und ins Museum stellen (oder wenigstens Teile davon). Aber ich denke, selbst dafür wird niemand die nötigen Milliarden spendieren. Letztlich wird man es kontrolliert zum Absturz bringen wie andere Teleskope und Satelliten auch. Ein glühender Trümmerschweif am Himmel a la "Mir" wird das letzte Bild sein, das wir vom Hubble zu sehen kriegen.

Offline R2-D2

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Re: Hubble
« Antwort #301 am: 09. Dezember 2021, 15:38:36 »
Letztlich wird man es kontrolliert zum Absturz bringen wie andere Teleskope und Satelliten auch. Ein glühender Trümmerschweif am Himmel a la "Mir" wird das letzte Bild sein, das wir vom Hubble zu sehen kriegen.
Aktiv kann man Hubble (aktuell) gar nicht herunter bringen.
Es wird nur durch natürliches Abbremsen auf eine niedrigere Umlaufbahn absinken, v.a. aufgrund der Rest-Atmosphäre und des Sonnenwindes. Dies dürfte noch ein paar Jahre dauern.

Zitat
Based on solar activity and atmospheric drag, or lack thereof, a natural atmospheric reentry for Hubble will occur between 2028 and 2040.
https://en.wikipedia.org/wiki/Hubble_Space_Telescope#Orbital_decay_and_controlled_reentry

Theoretisch könnte HST auch einfangen, 2009 wurde dafür ein Soft-Capture Mechanismus (SCM) installiert. Eine konkrete bemannte oder robotische Mission dafür wurde aber noch nicht eingeplant.

Und wahrscheinlich bis (mind.) 2026 soll es parallel zu James Webb weiterbetrieben werden.

Online SirFalcon

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Re: Hubble
« Antwort #302 am: 30. März 2022, 13:32:06 »
Die Nasa will heute (20.03.2022) um 17:00 Uhr (11 am EDT) eine rekordverdächtige Entdeckung veröffentlichen...

Zitat
NASA’s Hubble Space Telescope Makes Record-Breaking Discovery

https://svs.gsfc.nasa.gov/14124

Es wird spekuliert, ob es ggf. die am weitesten entfernet Galaxie sein könnte, was auch zu einem Hinweis auf eine Relevanz beim JWST passen könnte.

Zitat
This latest Hubble result not only extends our understanding of the universe, but creates an exciting area of research for Hubble’s future work with NASA’s newly-launched James Webb Space Telescope.
"Dieses jüngste Hubble-Ergebnis erweitert nicht nur unser Verständnis des Universums, sondern eröffnet auch ein spannendes Forschungsgebiet für die künftige Arbeit von Hubble mit dem neu gestarteten James Webb Space Telescope der NASA."


Offline Tuner

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Re: Hubble
« Antwort #303 am: 30. März 2022, 18:47:21 »
Ich klau mal von der NASA-Seite die wichtigsten Aussagen:

Zitat
Rekord gebrochen: Hubble entdeckt den am weitesten entfernten Stern, der je gesehen wurde

Einer für die Rekordbücher! Die NASA hat gerade einen aufregenden neuen Fund des Hubble-Weltraumteleskops bekannt gegeben – den am weitesten entfernten Stern, der jemals im Universum gesehen wurde. Von seinen Entdeckern „Earendel“ genannt, brauchte das Licht dieses Sterns satte 12,9 Milliarden Jahre, um uns zu erreichen. Das bedeutet, dass wir den Stern sehen, wie er nur wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall vor etwa 13,8 Milliarden Jahren existierte. Diese Entdeckung bricht den bisherigen Rekord, einen Stern, der 2018 von Hubble entdeckt wurde. Sein Licht brauchte 9 Milliarden Jahre, um das Teleskop zu erreichen. Hubble konnte Earendel aufgrund von Gravitationslinsen sehen, einem natürlichen Phänomen, das wie ein sehr starkes Vergrößerungsglas wirkt.

Quelle:https://svs.gsfc.nasa.gov/14124 in englisch

Bei der Entdeckung half der Umstand, dass sich der Galaxiencluster "WHL0137-08" in Sichtlinie befindet und das Bild vom Stern "Earendel" mittels des Gravitationslinseneffektes vergrößert wurde.

Quelle:https://www.nasa.gov/feature/goddard/2022/record-broken-hubble-spots-farthest-star-ever-seen in engisch



Bildbeschreibung:
Zitat
Diese Detailansicht hebt die Position des Sterns Earendel entlang einer Welle in der Raumzeit (gepunktete Linie) hervor, die ihn vergrößert und es ermöglicht, den Stern über eine so große Entfernung zu entdecken – fast 13 Milliarden Lichtjahre. Ebenfalls angedeutet ist ein Sternhaufen, der auf beiden Seiten der Vergrößerungslinie gespiegelt ist. Die Verzerrung und Vergrößerung werden durch die Masse eines riesigen Galaxienhaufens erzeugt, der sich zwischen Hubble und Earendel befindet. Die Masse des Galaxienhaufens ist so groß, dass sie das Gewebe des Weltraums verzerrt, und der Blick durch diesen Raum ist wie der Blick durch ein Vergrößerungsglas – entlang des Randes des Glases oder der Linse wird das Aussehen der Dinge auf der anderen Seite verzerrt sowie vergrößert.
Credits: Wissenschaft: NASA, ESA, Brian Welch (JHU), Dan Coe (STScI); Bildverarbeitung: NASA, ESA, Alyssa Pagan (STScI)

Grüße Sven

Re: Hubble
« Antwort #304 am: 30. März 2022, 20:31:56 »
Der entfernteste Stern, der jemals beobachtet worden ist.

https://twitter.com/NASAHubble/status/1509185692903034890

Zufallsfund, bin mal gespannt, was da beim JWST nebenbei auf der Tonspur aufpoppt.
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN. \\//_

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Online James

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Re: Hubble
« Antwort #305 am: 13. Mai 2022, 08:33:59 »
"MPE: Viele unbekannte Asteroiden im Hubble-Archiv

Mit einer ausgeklügelten Kombination aus menschlicher und künstlicher Intelligenz haben Astronomen 1701 neue Spuren von Asteroiden in den Archivdaten des Hubble-Weltraumteleskops aus den letzten 20 Jahren entdeckt. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE)."


Dieses Mosaik zeigt 16 unterschiedliche Datensätze des NASA/ESA Weltraumteleskops Hubble die im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprojekts „Asteroid Hunter“ untersucht wurden. In jedem Datensatz wurde die zeitliche Abfolge der Aufnahmen farblich markiert, wobei Blautöne die ersten Aufnahmen darstellen, in denen der Asteroid jeweils entdeckt wurde, und Rottöne die letzten. (Credit: ESA/Hubble & NASA, S. Kruk (ESA/ESTEC), Hubble Asteroid Hunter citizen science team, M. Zamani (ESA/Hubble))

Weiter in der Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE)  =>  Link zum Portalartikel

Viele Grüße
James