Nukleartechnik für die Raumfahrt

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #925 am: 12. Juli 2026, 20:44:51 »
B. Leitenberger hat sich in seinem Blog auch mit der "Betavoltaikbatterie auf Tritium-Basis" beschäftigt und einige Kennzahlen vorgerechnet; er kommt zu dem Schluss, das diese Technologie höchstens für Nischenanwendungen taugt:

https://www.bernd-leitenberger.de/blog/2026/07/10/tritiumbatterien/#more-18752

Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #926 am: 13. Juli 2026, 08:49:19 »
Nun weiß man ja grob, was man da zu erwarten hat: Starship-Bashing als Grundlage.
Ich zitiere mal einen Satz unverändert, der dann meine Meinung zusammenfasst:
"Wie sich zeigte hat der Autor keine Ahnung gehabt"

Folgende Sätze - Auswahl - sind an sich schon falsch:

"jedes Tritium-Atom das jemals durch nukleare Prozesse erzeugt wurde ist heute längst zerfallen" -> nein, das ist ein statistischer Prozess, bei genügend viel Teilchen bleiben immer welche übrig

"das sind dann 5,6 x 10^11 Joule für Tritium und 5,3 x 10^13 J pro Mol für Pu-238."
Nein, da hat er sich um den Faktor 1000 bzw 100 geirrt. 10^8 bzw. 10^11
Den Fehler schleppt er dann in der ganzen weiteren Berechnung mit.

Eine Tritium-"Solarzelle" mit einer Plutonium-"Batterie" zu vergleichen ist "Äpfel und Birnen", und die Behauptung, das sei nicht skalierbar und Tritium viel zu teuer verkennt das, was wir bereits weiter vorne diskutiert haben.
Mehr Δv, weniger Drama. Ich glaube an Daten, nicht an Lager. Man kann Physik nicht downvoten. Meine Selbstvorstellung: #993 im Faden "Hallo, bin neu".

Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #927 am: 13. Juli 2026, 10:47:19 »
Nun weiß man ja grob, was man da zu erwarten hat: Starship-Bashing als Grundlage.
Ich zitiere mal einen Satz unverändert, der dann meine Meinung zusammenfasst:
"Wie sich zeigte hat der Autor keine Ahnung gehabt"

Folgende Sätze - Auswahl - sind an sich schon falsch:

"jedes Tritium-Atom das jemals durch nukleare Prozesse erzeugt wurde ist heute längst zerfallen" -> nein, das ist ein statistischer Prozess, bei genügend viel Teilchen bleiben immer welche übrig

"das sind dann 5,6 x 10^11 Joule für Tritium und 5,3 x 10^13 J pro Mol für Pu-238."
Nein, da hat er sich um den Faktor 1000 bzw 100 geirrt. 10^8 bzw. 10^11
Den Fehler schleppt er dann in der ganzen weiteren Berechnung mit.

Eine Tritium-"Solarzelle" mit einer Plutonium-"Batterie" zu vergleichen ist "Äpfel und Birnen", und die Behauptung, das sei nicht skalierbar und Tritium viel zu teuer verkennt das, was wir bereits weiter vorne diskutiert haben.

Er hat nur recht, wenn man die Erde als alleinigen hochenergetischen Weltraum-Hub annimmt (das war bis vor Kurzem eine aeusserst vernuenftige Annahme), waehrend bei der Nutzung des Mondes als niederenergetischen Weltraum-Hub (das ist erst seit Artemis eine einigermassen vernuenftige Annahme) einzig Tritium in situ produziert werden kann.
HLS oder BM-MK-2? Das Rennen um die Mondlandung ist im vollen Gange - Ausgang ungewiss.

Mondraketen im Wettstreit: SLS, CZ-10 und Soyuz-5 Super Heavy (Yenisei) -- es ist spannend wie nie zuvor

Offline failsafe

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #928 am: 15. Juli 2026, 15:09:51 »
Nachtrag zu #912: Betavoltaik auf BOHR-Cubesat
Blogbeitrag von Michael Khan auf Go for Launch:

https://scilogs.spektrum.de/go-for-launch/satellit-mit-tritium-generator-ist-im-orbit/