Konzepte gegen Weltraumschrott

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #525 am: 01. Juli 2024, 16:19:59 »
Also wenn es jetzt weiter richtig boomt im All, sind Unfälle durch abstürzende Technik unvermeidlich, außerdem sind mehr Menschen auf dem Planeten unterwegs.

Offline Hugo

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #526 am: 01. Juli 2024, 23:48:16 »
Wenn es in Deutschland passiert:

Wem gehört denn jetzt der Schrott, rein rechtlich ? 
In Deutschland ist es das "Fundrecht" im BGB. Dort steht in §965  Zitat: "Wer eine verlorene Sache findet (...) hat dem (...) Eigentümer (...) unverzüglich Anzeige zu machen." Wie man das jetzt macht: Ab zum Anwalt, dafür gibt es Anwälte, die können einen beraten.


Wer ist ggf. schadenersatzpflichtig
Auch hier gibt es das BGB in Deutschland. §823: Zitat: "Wer (...) das Eigentum (...) eines anderen (...) verletzt, ist (...) zum Ersatz (...) verpflichtet.". Wie man das jetzt macht: Ab zum Anwalt, dafür gibt es Anwälte, die können einen beraten.



Wenn es nicht in Deutschland passiert:

Jetzt gilt das Gesetz der jeweils anderen Länder.

Offline failsafe

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #527 am: 28. Juli 2024, 16:09:23 »
Nachtrag zu #522 :

um solche Vorkommnisse zu vermeiden, wird SpaceX die Wasserlandungen der Dragon-Kapseln von der Ostküste (Florida) wieder an die Westküste (Kalifornien) verlagern. Zusätzlich soll die Trunk-Sektion jetzt erst nach dem Deorbit-Burn abgetrennt werden, was zu einer besseren Vorhersagbarkeit der Absturzbahn führen soll :

https://spacenews.com/spacex-to-move-dragon-splashdowns-back-to-west-coast/

Offline Flandry

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #528 am: 28. Juli 2024, 16:41:12 »
Wenn es in Deutschland passiert:

In Deutschland ist es das "Fundrecht" im BGB. Dort steht in §965  Zitat: "Wer eine verlorene Sache findet (...) hat dem (...) Eigentümer (...) unverzüglich Anzeige zu machen." Wie man das jetzt macht: Ab zum Anwalt, dafür gibt es Anwälte, die können einen beraten.


Auch hier gibt es das BGB in Deutschland. §823: Zitat: "Wer (...) das Eigentum (...) eines anderen (...) verletzt, ist (...) zum Ersatz (...) verpflichtet.". Wie man das jetzt macht: Ab zum Anwalt, dafür gibt es Anwälte, die können einen beraten.


Da man den Trunk aufgibt würde §959 BGB greifen: Aufgabe des Eigentums

"Eine bewegliche Sache wird herrenlos, wenn der Eigentümer in der Absicht, auf das Eigentum zu verzichten, den Besitz der Sache aufgibt."

und:

§958 BGB Eigentumserwerb an beweglichen herrenlosen Sachen

"(1) Wer eine herrenlose bewegliche Sache in Eigenbesitz nimmt, erwirbt das Eigentum an der Sache."

Offline R2-D2

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #529 am: 01. Januar 2025, 18:54:03 »
In Kenia ist am Montag, den 30.12.2024, ein Stück Weltraumschrott runtergekommen, es wurde niemand verletzt. Es handelt sich dabei um einen Metallring von knapp 2,5m Durchmesser und einer Masse von 500kg. Der Ursprung des Teils soll jetzt bestimmt werden.

https://www.oe24.at/welt/hier-schlug-ein-500-kilo-metallring-aus-dem-all-ein/619081975
« Letzte Änderung: 01. Januar 2025, 21:26:15 von R2-D2 »

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Offline vostei

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #530 am: 02. Januar 2025, 09:15:13 »
G'sund's Neues erstmal! 😃 Hier ein paar Bilder und erste Spekulationen im Zusammenhang mit dem "Die Götter müssen verrückt sein" Fall in Kenia:

https://www.leonarddavid.com/skyfall-debris-crashes-into-south-african-village-believed-to-be-launch-vehicle-leftover/
Zur Rente gibt es nur noch eine Perspektive - die nach vorne

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Online Duncan Idaho

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #531 am: Heute um 17:43:40 »
Ein russischer Satellit im Friedhofsorbit (hinter dem GEO Orbit) hat sich zerlegt.
Jo die haben das mit der Passivierung voll drauf, bzw., machen es mit Vorsatz nicht.

Zitat
Russlands geheimes Olymp-1-"Strumpf"-Satellit explodiert scheinbar in seiner Friedhofsbahn, einige hundert Kilometer über der stark befahrenen geostationären Bahn 
DETAILS: https://russianspaceweb.com/olymp.html#2026

https://x.com/RussianSpaceWeb/status/2017236982133346306

Auf der einen Seite versucht SpaceX es so weit wie möglich, das Problem zu minimieren, und den anderen ist es völlig egal.
Dass die Russen völlig lost sind ist mir klar, ich hoffe nur das die Chinesen da mehr mitdenken.
Betrifft sie am Schluss ja selbst.

Das ist der Ansatz von SpaceX:
Zitat
SpaceX hat ein neuartiges System für die Lagebeobachtung im Weltraum (SSA) entwickelt, das Stargaze genannt wird → http://starlink.com/stargaze
Um die Sicherheit aller Satelliten im Weltraum zu maximieren, wird @SpaceX die Stargaze-Konjunktionsdaten allen Betreibern kostenlos zur Verfügung stellen. Durch die kostenlose Bereitstellung dieses Dienstes zum Teilen von Ephemeriden und zur Konjunktionsprüfung hoffen wir, Betreiber zu motivieren, ähnliche Schritte in Richtung Ephemeridenaustausch und sicheren Flugs zu unternehmen.

https://x.com/Starlink/status/2017064797125410863

Google Gemini zu dem Sat:
Zitat
Übersicht mit KI
Olymp-1
(auch Luch oder Olymp-K1) ist ein geheimnisvoller russischer Militär- und Nachrichtensatellit, der am 27. September 2014 gestartet wurde. Er wird vom russischen Verteidigungsministerium und FSB für SignIntelligence (SIGINT) genutzt, wurde von ISS Reshetnev gebaut und operierte bis Ende 2025 in der geostationären Umlaufbahn, bevor er in einen Friedhofsorbit manövrierte.
Wichtige Fakten zum Olymp-1 / Luch-Satelliten:

    Funktion: Es wird angenommen, dass der Satellit militärische Kommunikationsaufgaben und Signintelligence (Abhören von Nachrichten) durchführt.
    Betriebszeit: Nach einem Start im September 2014 operierte der Satellit rund 11,5 Jahre im All, was weniger als die übliche Lebensdauer von 15 Jahren für geostationäre Satelliten ist. Dies wird auf intensive Manöver zurückgeführt.
    Manöver: Der Satellit ist für seine ungewöhnlichen Manöver bekannt, darunter das Annähern an andere Satelliten (z. B. Intelsat-37E).
    Aktueller Status: Im Oktober 2025 wurde berichtet, dass Olymp-1 in einen höheren "Friedhofsorbit" (engl. burial orbit) befördert wurde, was das Ende seiner Mission markiert.
    Position: Ende 2025 befand er sich auf einer geostationären Position über 65,5 Grad Ost, nachdem er zuvor bei 18 Grad West operierte.
    Name: Er wird oft in der N2YO.com Datenbank als LUCH (OLYMP) mit der NORAD-ID 40258 geführt.

Nicht zu verwechseln ist dieser Satellit mit dem früheren europäischen Forschungssatelliten Olympus, der 1989 gestartet wurde.
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN. \\//_

Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #532 am: Heute um 18:32:27 »
Ich glaube nicht an Vorsatz. Die russische Raumfahrt ist so marode, dass nichts mehr richtig funktioniert und Geld ist auch keins mehr da. Angriffskrieg und Zivilbevölkerung terrorisieren ist wichtiger.