Sojus MS-30 (Nr.760) - Sojus-2-1А - Baikonur 31/6

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Sojus MS-30 (Nr.760) - Sojus-2-1А - Baikonur 31/6
« am: 25. April 2026, 18:44:46 »
Training der Ersatz-Mannschaft Sojus MS-30

Am 23.04.2026 absolvierten die russischen Kosmonauten Dmitri Petelin und Konstantin Borissow gemeinsam mit der NASA-Astronautin Deniz Burnham einen umfassenden Trainingszyklus im ZPK J.Gagarin.
Die Ersatzmannschaft der Mission ISS-75 übte dabei das Verhalten im Notfall auf der Station und benutzte dabei den Simulator des russischen Segments (RS) der ISS und den Simulator des Sojus-Raumschiffs (TPK).


Borissow entdeckt Rauch aus einem Bereich

In einem Szenario brach ein Feuer aus, worauf sofort die persönliche Schutzausrüstung angelegt werden musste.


D. Petelin, K. Borissow und Deniz Burnham legen die Gasmasken an

Die Ersatzmannschaft erlebte einen Druckabfall in der Sojus-Orbitalsektion und mussten das Leck lokalisieren.
Da sich das Problem im Trainingsszenario nicht lösen ließ, waren sie gezwungen, in die Landekapsel einzusteigen und eine Notabkopplung und den Abstieg einzuleiten.
 erlebte die Ersatzmannschaft einen Druckabfall in der Sojus-Besatzungskabine. Die Kosmonauten und der Astronaut mussten das Leck in der Atmosphäre lokalisieren. Da sich das Problem mit dem Trainingsszenario nicht lösen ließ, waren sie gezwungen, in die Landekapsel einzusteigen und eine Notabkopplung und den Abstieg einzuleiten. Der Teil wurde auf dem Simulator des Sojus-Raumschiffs trainiert.
 

Die Ersatzmannschaft geht zum Raumschiff-Simulator


Im Raumschiff-Simulator müssen Gasmasken getragen werden               Fotos: ZPK/ P.Schwez

Dmitri Petelin, Konstantin Borissow und Deniz Burnham  führten die notwendigen Notfallprozeduren durch, landeten erfolgreich auf der Erde und bewiesen sich als eingespieltes Team. 
                                           Quelle: Pressedienst des ZPK
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Re: Sojus MS-30 (Nr.760) - Sojus-2-1А - Baikonur 31/6
« Antwort #1 am: 11. August 2026, 10:21:46 »
Training zu Start und Rendezvous (1)

Am 07.08.2026 absolvierten die russischen Kosmonauten Dmitri Petelin und Konstantin Borisow,
als Teil der ISS-76-Stammbesatzung, eine erste Trainingseinheit zu Start und Rendezvous der
Sojus MS-30 im Simulator des ZPK.
Die russischen Kosmonauten übten die Vorbereitungen vor dem Start, das Einsteigen, den Start
selbst, das Rendezvous und die Trennung von der ISS.

Anziehen der SOKOL-Anzüge vor dem Start


Gang zum Training und Einsteigen


Petelin als Pilot - Borisow als Flug-Ing 1

Das Einsteigen allerdings nicht über die Luke in der Orbital-Sektion und dann nach unten, hier
über die "Tür" mit dem Container des Reserve-Fallschirms. Zuerst steigt Borisow als Flug-Ing 1
auf den linken Platz ein und Petelin als Pilot kommt danach auf den mittleren Platz.
 
Aber Petelin war als Pilot auch noch einmal an der Orbital-Sektion nach dem Rechten sehen und
kommt über die Aussentreppe wieder herunter.

Petelin war an der Orbital-Sektion                                           Fotos: ZPK/A.Schelepin
                                 Quelle: Pressedienst des ZPK
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Re: Sojus MS-30 (Nr.760) - Sojus-2-1А - Baikonur 31/6
« Antwort #2 am: 11. August 2026, 11:12:15 »
Training zu Start und Rendezvous (2)

Als Hauptteil des Trainings führten sie die für das zweitägige Rendezvous-Verfahren des Sojus-Raumschiffs
mit der ISS erforderlichen Operationen durch.
Es ist zwar das Zwei-Orbit-Rendezvous-Verfahren als das Standardverfahren für Flüge zur ISS vorgesehen,
aber beim ungenauen Erreichen der genauen Erdumlaufbahn oder einer Verschiebung des Starttermins,
wird dann das zweitägige Rendezvous-Verfahren erfolgen müssen.


Flug-Ing. Borisow bereitete den Flug vor, der Pilot Petelin ist bereit zum Start...


Der Ausbilder auf der "Erde" meldet den ersten "Fall"...
 
Während des Trainings fügte der Crew-Ausbilder des ZPK jedoch noch einige Notfallsituationen ein:
- während des Aufstiegs und während der Trennung der Raketenstufen gab es eine falsche
  Druckentlastung des externen Kühlkreislaufs,
- die automatische Trennung des Sojus-Raumschiffs von der dritten Stufe der Trägerrakete
  erfolgte nicht,
- die Besatzung musste den Flugabbruch verhindern,
- es versagte der automatische Flüssigkeitsdurchflussregler in der Kapsel und die Temperatur
  stieg an,
- die automatische Entfernung von Kohlendioxid aus der Raumschiff-Atmosphäre musste
  sichergestellt werden,
-  das Vorgehen bei einem Ausfall des Gasanalysegeräts wurde trainiert
-  mit einem Ausfall eines Triebwerksdrucksensors wurde letztlich die Aufmerksamkeit
   auf die Probe gestellt.


Die rote Leuchtaste sgnalisiert: Fehler am Triebwerk

Dmitri Petelin und Konstantin Borissow bewältigten alle vom Ausbilder simulierten Notfallsituationen
erfolgreich und sie frischten dabei auch ihr Wissen, das sie als Ersatz-Crew erworben hatten, auf und
demonstrierten ein hohes Maß an Teamarbeit.


Der Ausbilder ist mit allen Aktionen zufrieden                                       Fotos: ZPK/A.Schelepin
                                 Quelle: Pressedienst des ZPK
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Re: Sojus MS-30 (Nr.760) - Sojus-2-1А - Baikonur 31/6
« Antwort #3 am: Heute um 11:12:51 »
Training zu Wartung und Reparaturen

Gestern, am 12.08.2026. fand im ZPK ein Training zur Aufrechterhaltung er Fähigkeiten an
den Simulatoren des russischen Segments der Internationalen Raumstation (ISS RS) statt.

 Die  russischen Kosmonauten Oleg Kononenko und Alexander Grebenkin haben dabei:
- die Wartung an den Bordsystemen sowie
- die Reparatur und den Austausch von Komponenten durchgeführt.

Besonderes Augenmerk lag auf der Übergangs-Sektion, an der v.a. Progress-Frachtschiffe anlegen
und dort Treibstoff für die immer wiederkehrend notwendige Bahnanhebung und Korrektur an den
                                                  russischen Teil der ISS liefern.
                           
                       Kononenko und Grebenkin "suchen" Leck in der Ü-Sektion


...sie suchen vor und nach der inneren Luke des SWEDSDA-Moduls

Sie mussten auch auf Notfälle reagieren:
- Sauerstoffversorgungssystems Electron-WM öffnete sich das Ventil KE3 nicht,
- ein Lüfterausfall beim Aktivieren des Kohlendioxid-Reinigungssystems "Wosduch".

Im Wartungteil  des Trainings musste:
-  Oleg Kononenko beispielsweise eine Batterie im Swesda-Modul (SM) austauschen,
-  Alexander Grebenkin hatte einen lokalen Temperaturschalter im Sarja-
    Funktions- und Frachtblock (FGB) des ISS RS zu ersetzen und
-  gemeinsam ein Test des TORU-Systems (Teleoperator Control Mode)
    mit einem angedockten Frachtraumschiff durchgeführt werden.

Kononenko tauscht eine Batterie im Swesda-Modul

Grebenkin ersetzte einen lokalen Temperaturschalter im Sarja-Funktions- und Frachtblock (FGB)

Grebenkin tauscht "defekten" gegen "neuen" Sensor                                             Foto: P.Schwez
                                         Quelle: Pressedienst ZPK
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