Rechenzentrum im Weltall
Ich sehe hier nur einen einzigen Vorteil: Die Solarzelle hat 100% der Zeit Sonne. Am Boden sind es über das Jahr verteilt nur 11 Prozent mit Nachführung würde man auf 15% kommen. Somit spart man sich 85% der Kosten für die Solarpanels, plus kosten für die Akkus, da man diese ja nicht wirklich benötigt.
Jetzt könnte man denken, dass wenn man am Boden die 7-Fache Fläche für Panels benötigt, dass man einfach alle Kosten *7 nehmen kann. Aber das stimmt bei weitem nicht. So ein Starlink hält 5 Jahre. Eine Solaranlage am Bode 20 Jahre. Und am Boden kann man Wartungen und Reparaturen durchführen. Somit dürften sich am Ende die Kosten für die Panels ausgleichen.
Fazit. Der vorteil, dass man weniger Solarfläche benötigt, da man mehr 100% Sonnenstunden pro Tag hat ist sofort wieder aufgehoben.
Dazu kommt, dass ein Satellit drauf optimiert ist, mit so wenig Strom wie möglich, so viel Daten wie möglich zu übertragen. Denn je weniger Strom er braucht, desto kleinere Panels sind möglich, desto größer kann der Satellit selber werden. Das gilt aber nicht für KI-Rechenzentren, denn diese benötigen gerade die Leistung nur zum Rechnen. Damit steigt natürlich auch die Wärmeproduktion und somit der Kühlaufwand.
An sonsten sehe ich nur Nachteile für Rechenzentren im All
- Nicht wartbar
- Benötigt Treibstoff, um in der Umlaufbahn zu bleiben
- Benötigt Raketen, um in der Umlaufbahn zu kommen
- Internetanbindung erfordert Bodenstationen
- Höhere Entwicklungskosten
- Mehr Wärmeproduktion im Vergleich zu Standard-Satelliten
- Mehr Kühlaufwand (kein Problem, aber Aufwand, es wird ein "Thermalmanagement" benötigt)
Übersehe ich da etwas? Aber bei dieser Masse an Nachteilen, sehe ich keine Vorteile. Aus welchem Grund sollte man so etwas überhaupt betreiben wollen?