Ja, ein aufschlussreicher Artikel!
Ich würde noch einen Schritt weiter gehen und sagen, SpaceX wickelt alles ab, was nicht Starship und nicht ihr eigenes Geschäft ist. Drittaufträge, Falcon, Dragon, alles mittlerweile uninteressant.
Ohne in Verschörungstheorien abgleiten zu wollen, aber verglichen mit dem Umfang des Starship-Programms wäre der Fortbetrieb von Falcon/Dragon doch fast nebenbei machbar. Warum also?
Idee 1: Man braucht wirklich jeden verfügbaren Ingenieur und Facharbeiter, jede Werkstatt, Entwicklungseinrichtung und Produktion für eigene Zwecke und schneidet alle alten Zöpfe ab. Das machen ja viele Unternehmen so, auch lukrative Geschäftsfelder abzustoßen, um sich ganz auf ein neues Kerngeschäft konzentrieren zu können. Künftig bietet man dann mit Starship all diese Diensleistungen wieder an, ab 2030+ dann auch bemenscht, für das Mondprogramm usw.
Idee 2, und die gefällt mir viel weniger: SpaceX zeigt schon mal, wie sehr die westliche Raumfahrtindustrie und auch die staatliche US-Raumfahrt mittlerweile von ihnen abhängig sind und baute eine entsprechende (subtile Droh-?)Kulisse auf: Kein bemenschter US-Zugang ins All mehr, kein Rideshare für Forschung und Space-Startups, kein Transport von Dritt-Payload aller Art, die Konkurrenz weit abgeschlagen. Hebel sogar am US-Militär und an der NASA, die bald ohne SpaceX nichts mehr machen können, bis hin zum Mond. Sie können einfach sagen "machen wir nicht mehr", und die westliche Raumfahrtwelt fällt um sie herum zusammen bis auf Nischenanbieter, die das nicht annähernd abfangen können. Da erwächst eine unglaubliche Wirtschaftsmacht mit Erpressungspotential, die auch weit ins Politische reinspielt.