Also haben wir da ein hierarchisches Dreifachsystem, bei dem die beiden größeren Körper Sonnen sind. Die aber definitionsgemäß kein Doppelsystem bilden.
Korrigiert mich, aber ein Brauner Zwerg ist weder ein echter Planet noch ein echter Stern, sondern bildet eine eigene astronomische Objektklasse - ?
Stern = Verschmelzen von normalem Wasserstoff
Planeten = entstehen sekundär aus den Überresten der Gas- und Staubscheibe eines bereits existierenden Sterns
Leider grenzen die beiden "alten" Definitionen sich nicht gegenseitig ab und beim ausufernden Exoplaneten-Zoo finden sich nun einige Brauner-Zwerg-Kandidaten, die sich nicht wie ein Doppelstern gebildet haben, sondern in der Akkretionsscheibe.
Die klassische Definition IAU besagt derzeit starr: Alles über 13 Jupitermassen, das keine Wasserstoffverschmelzung zündet, ist ein Brauner Zwerg, völlig egal, wie es entstanden ist.
Der neue Ansatz würde bedeuten, in der Scheibe entstanden = Planet (auch wenn er im Deuterium fusioniert), unabhängig entstanden = Brauner Zwerg / Stern (auch wenn er sehr leicht ist).
Das Dumme und oft nicht Eindeutige daran ist, dass man dann eben die Entstehungsgeschichte wissen muss, was bei neu entdeckten Objekten oft schwer ist. Ich gehe da auch lieber mit dem klassischen Status-Quo-Ansatz, der ist eindeutiger.
Menschgemachte Definitionen erzeugen immer Grenzfälle, und das Universum macht sich einen Spaß daraus, immer schnell ein passendes strittiges Objekt genau auf der Grenze zu präsentieren
