Die Suche nach Exomonden

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Offline Rücksturz

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Re: Die Suche nach Exomonden
« Antwort #25 am: 15. Oktober 2024, 19:41:50 »
"Beherbergt ein ferner Planet einen vulkanischen Mond ähnlich Jupiters Io?

Die Existenz eines Mondes außerhalb unseres Sonnensystems wurde noch nie bestätigt, aber eine neue Studie unter Leitung der NASA könnte indirekte Beweise dafür liefern. Eine Pressemitteilung der NASA."



Diese künstlerische Darstellung zeigt einen möglichen vulkanischen Mond zwischen dem Exoplaneten WASP-49 b, links, und seinem Mutterstern. Neue Hinweise darauf, dass eine massive Natriumwolke, die in der Nähe von WASP-49 b beobachtet wurde, weder vom Planeten noch vom Stern erzeugt wird, haben Forscher zu der Fragestellung veranlasst, ob ihr Ursprung ein Exomond sein könnte?
(Bild: NASA/JPL-Caltech)


Weiter in der Pressemitteilung der NASA:
https://www.raumfahrer.net/beherbergt-ein-ferner-planet-einen-vulkanischen-mond-aehnlich-jupiters-io/

Viele Grüße
Rücksturz
Neues Bild, gleicher Bart!

Offline failsafe

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Re: Die Suche nach Exomonden
« Antwort #26 am: 25. Januar 2026, 19:50:26 »
Beobachtungen mit dem GRAVITY-Instrument des VLT (Very Large Telescope) in Chile an einem 139 Lichtjahre entfernten Sternsystem haben ergeben, dass der junge Zentralstern von einem Exoplaneten mit 28 Jupitermassen und der Bezeichnung HD 206893 B umkreist wird. Periodische Bahnstörungen dieses Exoplaneten weisen darauf hin. dass dieser seinerseits von einm Exo-Mond mit etwa einer halben Jupitermasse (!) umkreist wird, mit einer Periode von 9 Monaten und einem Abstand von 0,2 AU. Die Bahnebene dieses Exomonds ist um 60 Grad gegenüber der Bahnebene des Planeten geneigt:

https://www.space.com/astronomy/exoplanets/wobbling-exoplanet-hints-at-a-hidden-exomoon-so-massive-it-could-redefine-the-word-moon-altogether

"Exomoon search with VLTI/GRAVITY around the substellar companion HD 206893 B"
Q.Kral et al.;    https://arxiv.org/abs/2511.20091
« Letzte Änderung: 25. Januar 2026, 21:39:01 von failsafe »

Offline failsafe

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Re: Die Suche nach Exomonden
« Antwort #27 am: Heute um 20:55:57 »
Beobachtungen mit dem CRIRES+-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO haben ergeben, dass um den Stern CD-35 2722 (0,5 Sonnenmassen) ein "Planet" mit mehr als 30 Jupitermassen kreist (eher ein Brauner Zwerg), der seinerseits von einem Exomond bzw Exosatelliten mit mehr als einer Jupitermasse umkreist wird. Die Zahlenverhätnisse werfen neue Fragen der Klassifizierung auf: ist ein "Planet" mit mehr als 30 Jupitermassen noch ein Planet ? Ist ein Begleiter mit mehr als 1 Jupitermasse noch als "Mond" zu bezeichnen ? In unserem Sternsystem wäre er massenmässig eher als Planet einzuordnen, aber er umkreist ja nicht den Zentralstern, sondern einen der Planeten ...

"New ‘exomoon’ detection challenges cosmic labels"
https://www.eso.org/public/news/eso2610/

Re: Die Suche nach Exomonden
« Antwort #28 am: Heute um 21:22:58 »
Interessant. Ich hatte bisher vermutet, dass die Einordnung keine Frage der Masse ist sondern der Hierarchie. Bei der Frage Planet oder Brauner Zwerg ging es bisher um bestimmte Kernreaktionen...🤔

Offline failsafe

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Re: Die Suche nach Exomonden
« Antwort #29 am: Heute um 21:49:16 »
Die Möglichkeit bestimmter Kernreaktionen hängt aber genau von solchen Mindestmassen ab:
ein Brauner Zwerg muss mindestens 13 Jupitermassen haben, um die Deuteriumfusion starten zu lassen, aber weniger als 75 Jupitermassen, wo die Wasserstoff-Fusion einsetzt (und er sich zu einem echten "Stern" entwickeln könnte).

   https://de.wikipedia.org/wiki/Brauner_Zwerg

Re: Die Suche nach Exomonden
« Antwort #30 am: Heute um 22:25:29 »
Zwischen 65 und 75 Jupitermasen ist auch Lithiumfusion möglich.
Beides läuft aber nur wenige bis 100 Mill. Jahre, ist also kosmisch gesehen gleich wieder vorbei.

einsteinturm meinte aber die Einordung als Mond, was definitionsgemäß ein Himmelskörper ist, der einen Planeten umkreist.

Das Problem tritt eher auf, wenn sich die Massen der beiden Partner so langsam annähern, wie bei Pluto und Charon; sind das nun ein Planetoid mit Mond oder ein "Doppelzwergplanetensystem"?

Wenn ich das richtig sehe, wenn ein "Planet" oder gar "Mond" schwer genug ist und eine Wasserstoffverbrennungs-Kernfusion zündet, wird er damit automatisch zum Stern. Egal wo er in der Hierachie steht.

Also ggf. ein Ministern-"Mond", der einen Stern-"Planeten" umkreist, der einen Sternenriesen umkreist. Das ist nicht selten, sondern sogar der Regelfall für Dreifachsternsysteme: ein hierarchisches Dreifachsystem, da sie anders physikalisch nicht stabil wären, Stichwort Dreikörperproblem.

Mehr Δv, weniger Drama. Ich glaube an Daten, nicht an Lager. Man kann Physik nicht downvoten. Meine Selbstvorstellung: #993 im Faden "Hallo, bin neu".