ESA

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Online James

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Re: ESA
« Antwort #1375 am: 15. April 2022, 09:54:31 »
"Schutz der Erde: ESA-Zentrum für Weltraumsicherheit eröffnet

Das neue Zentrum für Weltraumsicherheit der ESA ist ein Knotenpunkt für Aktivitäten zum Schutz unseres Planeten vor Sonnenstürmen, gefährlichen Asteroiden und ausgedienten Satelliten. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)."


ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher und Direktor Rolf Densing eröffnen das neue Zentrum für Weltraumsicherheit. (Foto: ESA / J. Mai)

Weiter in der Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)  =>  Link zum Portalartikel

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James

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Re: ESA
« Antwort #1376 am: 26. April 2022, 18:33:09 »
"Hochschule Darmstadt, EUt+ und ESA vertiefen Zusammenarbeit

Die Hochschule Darmstadt (h_da) als Teil der „European University of Technology“, kurz EUt+, und die Europäische Weltraumagentur ESA vertiefen ihre Zusammenarbeit. h_da-Präsident Prof. Dr. Arnd Steinmetz und Dr. Rolf Densing, Director of Operations der ESA haben heute eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Eine Pressemitteilung der Hochschule Darmstadt."


Dr. Rolf Densing und Prof. Dr. Arnd Steinmetz (v.l.n.r.) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. (Foto: ESA / Jürgen Mai)

Weiter in der Pressemitteilung der Hochschule Darmstadt  =>  Link zum Portalartikel

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MHN

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Re: ESA
« Antwort #1377 am: 12. Mai 2022, 22:13:52 »
ei, ei, ei, auch nicht gerade On-Topic bzgl. Raumfahrt.
Warum soll das offtopic sein? Die Geldfrage ist zentral für die ESA. Ohne Finanzierung läuft in der Raumfahrt gar nichts und die Raumfahrt ist kein günstiges Unterfangen.

Zitat
Inflation alleine ist nicht das Problem, weil nicht nur die Kostenseite inflationär steigt, sondern auch die Einnahmenseite. Nur wenn die Wirtschaft Schaden nimmt, was natürlich sein kann, werden Einsparungen notwendig, was dem Wirtschaftswachstum nicht gerade förderlich ist.
Zu einer starken Inflation gehören zwei wesentliche Dinge, das sind:

1. Geld drucken wie verrückt.
2. Die Währung nicht mehr verteidigen zu können.

Ersteres ist durch die Europolitik in den vergangenen 13 Jahren exzessiv passiert. Dass die Inflation noch nicht richtig da war, liegt an Punkt 2.
Punkt 2 wird durch das Firmensterben durch die viel zu hohen Energiepreise und die falsche Energiepolitik hier in Deutschland erfolgen und dann Gnade uns Gott. Im Prinzip kann man das seit etwa Herbst letzten Jahres gut beobachten, da ist die Inflation stetig stärker geworden, was aber jetzt noch kommt, das wird richtig massiv werden.

Zitat
Wenn ich das Recht sehe, sind die ESA-Beiträge am BIP orientiert.
So sehe ich das auch.

Zitat
Die kurze Antwort lautet: Das wird sich auf der Ministerratskonferenz im November in Paris zeigen.
Danke, das ist gut zu wissen.

Zitat
Zweitgrößter ESA-Budgetposten ist Navigation, die zweite Generation kann man evtl schieben, aber nicht einsparen.
Ist damit das Galileo Satelittennetz gemeint?
Das ist militärisch zu wichtig, das wird man nicht opfern.

Re: ESA
« Antwort #1378 am: 13. Mai 2022, 08:45:39 »
Tut mir Leid, aber in wie vielen Themen wollen Sie jetzt noch Ihre Sicht über die EU und die Finanzpolitik polemisieren? Das ist ein Fachforum für Raumfahrt und Astronomie. Ach, und die Energiepreise sind aktuell noch viel zu niedrig. Warum, kann man im Thema “Klimawandel” gut nachlesen.

Ganz nebenbei, die ESA ist eine europäische Vereinigung, deren Budget verglichen mit der Finanzkraft der EU so verschwindend gering ist, daß 7 oder 8 Prozent Inflation durch einen Nachtragshaushalt nicht die ganz große Hürde darstellen.

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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1379 am: 09. Juni 2022, 18:10:49 »
ESA-Chef Aschbacher schreibt über Kommerzialisierung der Raumfahrt in Europa und was die ESA dafür tut. Wir erinnern uns, die ESA sollte reformiert werden, um eine kommerzielle Raumfahrt in Europa zu ermöglichen und in der Tat nennt er es eine Top-Priorität.

Sein Spruch auf Twitter ist schon mal nicht schlecht - "Wer ein Stück vom Kuchen des Marktes haben will, muß sich beim Backen beteiligen."

Zunächst sagt er, dass es immer staatliche Projekte geben wird, weil sie langfristig angelegt, Hochtechnologie entwickelt werden soll und nennt als Beispiele BepiColombo, Aeolus oder Mars Sample Return.

Die große Herausforderung sei die Finanzierung der Firmen, in den ersten Phasen der Gründung hat sich das verbessert, ein Problem bleibt es im Bereich 20-200 Mio.

Die ESA hat jetzt eine zentrale Organisationseinheit für Kommerzialisierung, die das Networking der unterschiedlichen Akteure unterstützt - die bereit eingeführten ESA-BIC-Startup-Center, Investmentfirmen, Industrietagen, Wettbewerbe etc.

Aschbacher verweist auf das immer angeführte Beispiel SpaceX, die von 28 Mrd $ Einnahmen 56% aus staatl. Quellen (NASA, DoD, FCC) stammen, 24% Investorengeld und 20% kommerzielle Verträge sind.

https://www.linkedin.com/pulse/commercialisation-space-sector-what-can-esa-do-europe-aschbacher/

Das große kommerzielle Programm kann ich da jetzt noch nicht erkennen.
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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1380 am: 13. Juni 2022, 19:02:37 »
BBC-Interview mit ESA-Chef Aschbacher, ob Europa gerade dabei ist, das Weltraumrennen zu verlieren - in geopolitischer, internationaler, kommerzieller und militärischer Hinsicht.

Es geht auch um ExoMars, die ESA arbeitet an Plan B, er kann dazu aber noch nichts sagen, die Entscheidungen sind im November zu treffen.

Die Militarisierung des Weltraums findet offensichtlich zunehmend statt, wird aber von der ESA weitgehend ignoriert. (Russland kann Satelliten abschießen, Europa kann es nicht).

Europa müsse schneller und entscheidungsfreudiger werden. Am Ende wird er gefragt, ob er für bemannt Raumfahrt in Europa ist. Aschbacher freut sich, diese Frage an seine Mitgliedsstaaten gestellt zu haben, kann dazu aber keine eigene Meinung äußern.

https://www.bbc.co.uk/sounds/play/w3ct32lg?fbclid=IwAR2P-Y6BT-M-vq2Plc7SsGFMEBidvyMUKaTcUMZip2ORdX2QC0jFb2LqhT8
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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1381 am: 16. Juni 2022, 21:58:36 »
27./28. Juni will sich die ESA in Palermo mit der zukünftigen Entwicklungsstrategie bei Trägerraketen befassen. Unabhängig von aktuellen programmatischen Einschränkungen soll über die Zeit 2030+ diskutiert werden, wie die ESA notwendige Technologien entwickeln kann, die dann für eine wettbewerbsfähige Infrastruktur gebraucht werden.

DLR-Vorstand Pelzer ist mit dabei. Es soll auch über bemannte Transportmöglichkeiten im Rahmen der Human Exploration Strategie diskutiert werden.

https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/ESA_pursues_a_shared_European_vision_for_the_future_of_space_transportation
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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1382 am: 11. Juli 2022, 19:35:46 »
Die ESA berichtet über die Konferenz, wie man sich europäischen Raumtransport ab 2030 vorstellen sollte und wie er global wettbewerbsfähig wäre. Da sind weniger technische Aussage und nur programmatische Grundsätze wie "Der Staat sollte als Ankerkunde auftreten" und "Die Marktgröße in Europa ist klein" zu finden.



Die einen wollen zumindestens Technologieprogramme und halten innereuropäischen Wettbewerb für nicht zielführend, die anderen befürchten Monopolisierung und wollen bewährte Technik aus anderen Sektoren in die Raumfahrt einbeziehen.

Dann gibts da noch den Traum der bemannten Raumfahrt und das das frühzeitige Entscheidungen erfordert wegen der langen und umfangreichen Entwicklungszeiträume.

Am Ende wird einmal mehr die gemeinsame europäische Zusammenarbeit beschworen.

Zumindestens die Location der Konferenz muß schön gewesen sein.

https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/To_Sicily_and_beyond_ESA_partners_debate_future_of_space_transportation
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Online James

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Re: ESA
« Antwort #1383 am: 27. Juli 2022, 22:50:09 »
"ESA: Präzisere Satellitennavigation für Smartphones

Die Satellitennavigation hat die Art und Weise, wie Menschen leben und arbeiten, grundlegend verändert. Da aber die meisten von uns über ihre Smartphones darauf zugreifen, ist die tatsächliche Genauigkeit der Positionsbestimmung noch stark verbesserungswürdig. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)."


Array-Antennen für Smartphone-Satellitennavigation. (Bild: ESA – SJM Photography)

Weiter in der Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)  =>  Link zum Portalartikel

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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1384 am: 29. Juli 2022, 08:47:02 »
In der InsideGNSS gibt es ein ausführliches Interview mit dem neuen ESA-Direktor für Navigation, Francisco-Javier Benedicto Ruiz.

Die ESA arbeitet vor allem an drei Bereichen: die Realisierung des regulierten Dienstes (PRS), die Entwicklung der zweiten Satellitengeneration und EGNOS V3.

Er hofft auf die Erweiterung von NAVISP-Programm, das im wesentlichen von UK finanziert wrid, wo industrielle Entwicklungen zum Einsatz von GNSS gefördert werden sollen.

Der UK-Austritt aus der EU erforderte viele Veränderungen, Kompetenzen mußten neu aufgebaut werden und manches bereis in UK vorhandene erneut erarbeitet werden. UK bleibt für die ESA mit dem ECSAT-Center ein strategischer Partner.

Problem ist derzeit, dass 10 Satelliten der ersten Generation und die geplanten Satelliten der zweiten Generation nicht mit Sojus gestartet werden können und auf die Ariane 6 warten müssen.

https://insidegnss.com/brussels-view-europes-sharp-eye-on-positioning-navigation-and-timing/
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topos

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Re: ESA
« Antwort #1385 am: 31. Juli 2022, 14:53:43 »
ESA läuft bei zwei ihrer bereits ausgewählten Flagship-Missionen in ernsthafte Finanzierungsschwierigkeiten: sowohl bei ATHENA [L2] als auch bei LISA [L3] zeichnen sich erhebliche Kostensteigerungen für ESA ab - z.T. bedingt dadurch, dass einige Mitgliedsländer ihre zugesagten Beistellungen nicht schultern können/wollen und ESA aufgefordert haben, diese zu übernehmen. ATHENA sollte zur Zeit der Auswahl (2014) 1,05 Mrd € kosten; Stand Mai 2022 ist jetzt 1,9 Mrd €, so dass ESA ernsthaft ein Descoping/Rescoping in Betracht zieht (NewATHENA mit einem Kostendeckel bei 1,3 Mrd €). LISA sollte anfänglich ebenfalls 1,05 Mrd € kosten und steht jetzt bei 1,5 Mrd €. Das Thema steht auf der Tagesordnung der Ministerratstagung im November.

https://spacenews.com/esa-scaling-back-design-of-x-ray-astronomy-mission/

Re: ESA
« Antwort #1386 am: 31. Juli 2022, 16:58:21 »
Also auch wenn Athena revolutionäre Technik einsetzt, ist der Fortschritt m.E. bei LISA viel gewaltiger. Hoffentlich entscheidet man sich richtig!
Oder mal etwas Kooperation mit China?

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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1387 am: 28. August 2022, 08:41:10 »
Ein kritischer Artikel über die ESA und die europäische Raumfahrt, die mehr oder weniger gegrounded ist. Die Probleme sind:

- die ESA ist bestenfalls ein Berater der nationalen Raumfahrtpolitiken und kein starker Führer.
- nationale Interessen sind sehr unterschiedlich und müssen mühsam ausbalanciert werden
- zu viele kleine Mitgliedsländer
- EU hat ihr eigenes Raumfahrtprogramm, was die Konfusion noch steigert.
- die dezentrale Struktur ist zum Teil bedingt, dass die Verteidigungspolitik bei den Mitgliedsstaaten liegt.
- Doppelarbeit, langsame Entscheidungsfindung und Bürokratie
- keine ambitionierten bemannten Projekte oder Verteidigungsmissionen
- viel zu wenig Geld im Vergleich zu den USA und China
- Ein Link zu einer Präsentation vergleicht die Qualitätsmanagmentmethoden von NASA und ESA (Stand 2018). Die ESA braucht mehr Flexibilität und weniger Bürokratie.
- die ESA fordert strenges Reporting über Lieferketten (Geo-Return) und erschwert so die Beteiligung von Startups.
- Brexit macht Probleme bei Galileo und Copernicus und geht seinen eigenen Weg bei Oneweb

Eine Lösung wird darin gesehen, dass die EU-Kommission die Führung übernehmen sollte. Im Oktober soll ein European Space Forum Fortschritte bringen. (was ich aber bezweifeln würde).

https://cepa.org/how-europes-space-industry-could-blast-off/
Im Zweifel hilft die Such-Funktion:
https://forum.raumfahrer.net/index.php?action=search

Re: ESA
« Antwort #1388 am: 28. August 2022, 11:30:03 »
Die Organisation ist wirklich problematisch:

22 Mitgliedstaaten: 19x EU + GB, Norwegen, Schweiz

Assoziiert: 3x EU: Lettland, Litauen, Slowenien + Kanada

Partner: 3x EU: Bulgarien, Slowakei, Zypern

Kooperationen: 2x EU: Kroatien, Malta + Israel, Türkei, Ukraine

Die EU Kommision müsste dann mit den 7 Nicht-EU-Partnern vermitteln.
Der ESA-Etat (laut wiki von 2020) ist übrigens kleiner als der Verteidigungsetat der Ukraine.
Seit Apollo und Star Trek Classic Astronomie, Raumfahrt und SciFi-Fan.

TWR genügt als Anrede

Re: ESA
« Antwort #1389 am: 28. August 2022, 13:01:36 »
Naja, all die Probleme die da aufgelistet sind (außer QM), sind rein politische Probleme. Sie existieren, weil das politisch so gewollt ist. Daher finde ich die Schlussfolgerung, dass es unter EU-Führung besser laufen würde, komisch. Es ist politisch nicht gewollt, dass es anders läuft.
Bei der ESA selbst ist jeder einzelne Mitarbeiter - inklusive Managmentebene - selbst davon genervt, wie viele Dinge laufen. Aber sie dürfen es nicht anders machen.
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight." - Elon Musk

Re: ESA
« Antwort #1390 am: 28. August 2022, 15:10:56 »
Als rein wirtschaftlicher Betrieb wäre es relativ einfach:
Die 4 größten "Aktionäre", in dieser Reihenfolge, Frankreich, Deutschland, Italien und UK haben einen Etat-Anteil von 70,2" der 4,87 MRD € (2020), und die aus "Platz" 5-7, Spanien, Belgien und Schweiz (auch in dieser Reihenfolge) haben einen zusätzlichen Anteil von 12,8%.
Die Niederlande, Norwegen, Schweden und Österreich tragen noch 6,6% dazu bei.
Die anderen Staaten sind dann nur noch im Promille-Bereich.

Die # 4, 7 und 9 der Geber sind aber schon mal nicht in der EU.
Seit Apollo und Star Trek Classic Astronomie, Raumfahrt und SciFi-Fan.

TWR genügt als Anrede

Re: ESA
« Antwort #1391 am: 28. August 2022, 17:34:25 »
Politisch - ja! Aber dann ist die Forderung,
 mehr Macht an die Komission abzugeben, eben auch eine rein politische Forderung. Und die vielen Kleinbeitragsländer will man nicht verprellen. Es geht um Ziele, die zum Teil nichts mit Raumfahrt zu tun haben.
Die EU hat noch ganz andere Probleme..
schade.

Re: ESA
« Antwort #1392 am: 29. August 2022, 09:33:16 »
...
- Ein Link zu einer Präsentation vergleicht die Qualitätsmanagmentmethoden von NASA und ESA (Stand 2018). Die ESA braucht mehr Flexibilität und weniger Bürokratie.
...

Ich kenne sowohl den Autor der Präsentation als auch die Präsentation, wie er sie gehalten hat, zusammen mit Diskussion und Nachfragen. Er spricht nicht "über die NASA", sondern explizit über das Marshall Space Flight Center, seine Erfahrungen von dort. Es gibt, jenseits der Top-Level-Projektprozesse (u.a. risk classification) nicht "die NASA", sondern das geflügelte Wort geht: "Es gibt nicht die NASA. Es gibt xyz NASAs." Jedes Center hat seine eigene Kultur, sein eigenes Management. Es ist nicht alles "aus einem Guss".
Immerhin ist die Quintessenz zu Product-Assurance und Mission-Assurance in der Präsentation selbst auch: Beide Organisationen (ESA, NASA) haben ihre eigenen Systeme entwickelt ... und beide funktionieren.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"We are following you ... but not on twitter." (Futurama)

Re: ESA
« Antwort #1393 am: 29. August 2022, 09:45:31 »
Ein weiterer Punkt aus der Präsentation ist eine unterschiedliche "Reviewmethodik" zwischen NASA und ESA. Im Grund stimmt das. ESA ist klassisch relativ formalistisch: umfangreich geforderte Dokumentation, detailiertes Prüfen der Dokumentation, abschließend intensive Diskussion der offenen Punkte. NASA setzt da mehr auf die direkte und offene Interaktion zwischen Projektteam und Reviewern ... also mehr "miteinander reden" und "Empfehlungen geben". ESA schaut mehr darauf (wie eine Abnahme), ob die letzte Projektphase ordentlich und vollständig abgeschlossen wurde und man die nächste Phase/den nächsten Vertrag freigeben kann.

Ich habe zuletzt ESA-Reviews mitgemacht, in denen sie versuchen die NASA-Kultur einzuführen/zu probieren (tatsächlich durch JPL-Personal, dass jetzt bei ESA arbeitet). Es war interessant, aber nicht pauschal besser. Je nach Projektmeilenstein und Themen im Review ist der intensive Austausch gut, v.a. bei technischen Diskussionen später im Projekt. Bei Managementdiskussionen oder bei frühen "technisch offenen" Meilensteinen hingegen fanden wir, dass wir da viel "Blindleistung" in den häufigen Meetings hatten, ohne viel Mehrwert gegenüber einer "rein" dokumentenbasierten Pürfung und abschließenden Diskussion ...
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1394 am: 08. September 2022, 22:11:03 »
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Offline Uwelino

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Re: ESA
« Antwort #1395 am: 11. Oktober 2022, 17:23:05 »
Die europäischen Möchtegerne der Raumfahrt

Kommentar: Die Esa will bis 2035 nukleare Antriebe für die Weltraumlogistik zum Mond, zum Mars und für den Rest des Sonnensystems haben. Ich ringe um höfliche Worte....

https://www.golem.de/news/imho-die-europaeischen-moechtegerne-der-raumfahrt-2210-168865.html

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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1396 am: 11. Oktober 2022, 19:30:36 »
Der Kommentar ist mehr eine Generalabrechnung mit der ESA, als das es um nukleare Antriebe geht.

Fairerweise muß man vielleicht noch sagen, dass es nur um Studien geht und die Projekte unter "Commercial Space" ausgeschrieben sind.
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Re: ESA
« Antwort #1397 am: 15. Oktober 2022, 13:22:30 »
Nachtrag:

"ESA wählt Harmony als zehnte Earth Explorer Mission aus

Die Mitgliedstaaten der ESA haben am 22. September 2022 im Rahmen eines strengen Auswahlverfahrens offiziell Harmony als zehnte Earth Explorer Mission im FutureEO Programm ausgewählt. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)."


Ziele der Messaufgaben von Harmony – Illustration. (Grafik. ESA)

Weiter in der Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)  =>  Link zum Portalartikel

Viele Grüße, James

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Offline tomtom

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Re: ESA
« Antwort #1398 am: 20. Oktober 2022, 20:18:07 »
Die ESA kauft jetzt bei SpaceX ein.

Neben Euclid (2023) soll auch HERA (2024) mit Falcon9 gestartet werden. Bei Galileo wird auf die EU verwiesen, aber wenn die Ariane 6 nicht zur Verfügung stehen sollte, will man Anfang 2023 entscheiden, ob es Alternativen gibt, weil man zur Sicherstellung des Nav-Services Ende 2023 die nächsten Satelliten starten muß.

Ansonsten alles offen bis zur Ministerratstagung.

https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2022/10/Info_session_from_the_ESA_Council_meeting
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svante

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Re: ESA
« Antwort #1399 am: 20. Oktober 2022, 21:28:09 »
Die Gründe sind allerdings durchaus unterschiedlich: EUCLID wird auf Falcon-9 umgebucht, da die Soyuz nicht (mehr) zur Verfügung steht, HERA wird auf Falcon-9 umgebucht, da die Ariane-6 (noch) nicht zur Verfügung steht ..
***https://spacenews.com/esa-moves-two-missions-to-falcon-9/***