Stimmt natürlich. Aber in den Kapseln sollen ja auch Raumfahrer sein. Angenommen, ich schicke eine Einheit hoch, dann gäbe es keinen Ort zum Verweilen - die Kapsel müsste also unbemannt sein. Wir haben auch nichts Vergleichbares wie die Raumfähre, in der die Mannschaften ihre Basis und Wohngelegenheit hätten. Ich müsste also erst eine Struktur aufbauen, quasi einen Bauwagen, um die Komponenten im Orbit zusammenzubauen. Und da die ISS ja schon da ist und Mannschaften beherbergen kann, wäre es einfacher, deren Infrastruktur zu nutzen als quasi eine zweite Raumstation zu gründen, nur um die Teile zusammenzubauen und zu bemannen. Die Raumfahrer würden also in der ISS verbleiben, während das Marsraumschiff montiert wird. Andernfalls müsste ich die Astronauten nach und nach erneut zu der neuen Plattform bugsieren, was ich als unpraktisch empfände und nochmal zwei oder drei Raketenstarts erfordern könnte.
Gut, ist jetzt nur ein Gedankenspiel. Einwände und Vorschläge sind willkommen...
Für mich ist die wichtigste Frage, ob ein Start aus dem Orbit sinnvoller wäre als ein Start von der Erdoberfläche. Vermutlich ja, weil ich den Treibstoff für den Aufstieg ja ohnehin schon verbraten habe.
Edit:
hatte die Beiträge davor zu spät gelesen.
Das mit dem Geschwindigkeitsdelta ist ein Argument.
Mit „Katapult“ meinte ich ja nicht eine „Schleuder“, sondern da die ISS ja bereits eine Geschwindigkeit hat, würde sich eine weitere Beschleunigung dazuaddieren, wenn man den richtigen Abflugwinkel erwischt?
Ich empfinde ein halbes Jahr in einer Sardinenbüchse durchaus als „lang“. Und was heißt „ausgebildet“? Menschen sind keine Roboter, die man an- und ausschalten kann. Langzeitexperimente waren bislang immer die Hölle, oder wurden vorzeitig wegen Krankheit abgebrochen. Und eine Simulation ist eine Simulation, das darf man nicht unterschätzen. Man KÖNNTE ja raus.
Die ISS hat als einzige den Hinweis gebracht, wie lange man es aushalten kann - und zwar NUR, weil da genug Platz ist. Und weil die Rückkehrkapsel für Notfälle eine Tür weiter hängt. Die Astronauten sind nicht wirklich einsam und verlassen, - und das wissen sie unwillkürlich auch. Die Antarktis ist auch ein Extremort, aber dort gibt es viel Gegend zum Rausgehen und eine große Station. Ein Marsflug ist was anderes. Da gibt es kein Zurück.