Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Natürlich sehen wir viele Vorteile der Raumfahrt.
Man darf aber vor möglichen Problemen die Augen nicht verschließen.
So wie Raumfahrt, und zwar mit Megakonstellationen im Orbit, durchaus ein Problem für die astronomie darstellen kann, kann der Eintrag von Metallen in die Hochatmosphäre möglicherweise auch zu einem Problem für unsere Atmosphäre werden. Nur weil die Erkenntnisse noch sehr gering sind, heißt es nicht das es dieses Problem nicht geben kann.
Die ersten 1000 Autos in Europa haben auch kein Problem dargestellt. Die ersten 1000 Kaminschlote des Industriezeitalters auch nicht.
Jetzt ist die Lage anders. Solche Themen rechtzeitig zu bekeuchten ist somit durchaus in unser aller Interesse.
Da der Eintritt von Satelliten eher keine spektakulären Bilder bietet, kommen im Videobeitrag auch auch Bilder von Trümmerregen von Oberstufen, wenn ich es recht sehe auch von einem der mislungenen Teststart des Starships vor. Das ändert aber die Kernaussage nicht.
Science.orf.at hat diesbezüglich einen Artikel auf ihrer Portalseite:
https://science.orf.at/stories/3234281/Verglühte Rakete verschmutzt Atmosphäre
Wenn Weltraumschrott in der Atmosphäre verglüht, kann er zu Verschmutzungen führen. Fachleute haben Spuren davon nun erstmals in der oberen Atmosphäre gemessen – 20 Stunden, nachdem ein Teil einer SpaceX-Rakete von Elon Musk verglüht war.
Sie fanden in einer Höhe von rund 96 Kilometern eine deutlich erhöhte Menge an Lithiumatomen – etwa zehnmal mehr als normal. Eine natürliche Ursache konnten das Team um Robin Wing vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Deutschland ausschließen.
Grundlage des Artikels ist eine Veröffentlichung im Fachmagazin „
Communications Earth & Environment“.