Das finde ich alles schon etwas fragwürdig, alleine das Energiemanagement:
Für die Stromversorgung wird ein PV-Feld von 4 x 4 km benötigt, die Wärmeabstrahlfläche (der Radiator) soll auf dessen Rückseite montiert werden. Allerdings wird nur ca. 22% der solaren Einstrahlung auf die PV-Module in elektrische Leistung umgewandelt, der Rest wird als Wärme nach vorne und hinten abgestrahlt, d.h. die PV-Fläche erwärmt den Radiator zusätzlich. Um das zu vermeiden müssen die PV-Module auf der Rückseite thermisch isoliert werden. Diese Maßnahme wird zwar in dem Papier erwähnt, wird allerdings nicht in die Berechnung der Gesamtmasse der solaren Stromversorgung mit eingerechnet.
PV-Module, die an Sonden im All befestigt sind, sollen möglichst viel Wärme nach hinten abstrahlen, da der Wirkungsgrad bei steigender Zellentemperatur sinkt. Diese Abstrahlung wird durch eine Hinterdämmung verhindert, so dass sich die Wärmeenergie, die in den PV-Zellen anfällt, jetzt komlett nach vorne abgegeben werden muss, was zu einer Temperaturerhöhung führt.
Dazu kommt die Installation gewaltiger Wärmepumpen mit geringem Wirkungsgrad bei den erforderlichen Temperaturen für die Radiatoren. Und das Problem, dass die Rückseite, die zur PV-Fläche zeigt und wahrscheinlich eine Temperatur von über 1.000 K hat, mit einem sehr leichten aber temeraturfesten Isoliermaterial versehen werden muss, auch dazu keine Angaben.
Die ganze Konstruktion wird außerdem so zerbrechlich sein, dass sie keine Manöver ausführen kann. Wenn also ein toter Satellit auf Kollisionskurs ist, wird man nur noch zuschauen können und wenn der Einschlag im oder in der Nähe des Zentrums erfolgt, ist das Projekt am Ende.
Ich vermute mal, dass auch andere Fakten schöngerechnet wurden, bspw. zum Datenaustausch, zur Abschirmung gegen Strahlung, Wartungsintensität usw.
Da fand ich das Unterwasserprojekt schon eher machbar:
https://www.heise.de/news/China-nimmt-windkraftbetriebenes-Unterwasser-Rechenzentrum-in-Betrieb-10963063.html