Umfrage

Wie viele Starship Starts wird es im Jahr 2030 geben?

Unter 50
15 (33.3%)
50 - 100
8 (17.8%)
100 - 200
9 (20%)
200 - 500
12 (26.7%)
500 - 750
1 (2.2%)
Über 1000
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 45

Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4175 am: Gestern um 13:10:09 »
Passt auch gut zu B.Leitenbergers Abschätzungen:
"..Starship V3, das bisher maximal 37,6 t Nutzlast befördert hat. Rechnet man die Treibstoffreserven nach Anzeige im Video in Nutzlast um, so würde ich für diese Version auf etwa 55 t und nicht 100 t tippen."

https://www.bernd-leitenberger.de/blog/2026/08/17/raketenentwicklung-nach-dogma-anstatt-wissenschaft-3/

Die von BL errechneten Werte halte ich auch für einigermaßen plausibel. Allerdings darf man nicht vergessen, dass BL ein ausgesprochener SpaceX-Hasser ist.
Ein voll wiederverwendbares Raumfahrzeug mit 50-60 t Nutzlast in den LEO finde ich schon beeindruckend. Gab es bisher ja auch noch nicht. Das ganze Konzept ist schließlich völliges Neuland (bisher hieß es immer: unmöglich) und es scheint trotzdem was vernünftiges herauszukommen.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius null - und das nennen sie ihren Standpunkt. (David Hilbert, deutscher Mathematiker 1862-1943)

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Offline alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4176 am: Gestern um 13:35:08 »
Ob diese 100 t gegenwärtig überhaupt benötigt werden und sinnvoll sind, ist ja auch eine Frage des zur Verfügung stehenden Nutzlast-Rauminhaltes.
Außer möglicherweise Treibstoff (müsste man ausrechnen) sehe ich z.Z. keine Fracht, die 100 t wiegt und da noch reinpassen würde.
Falls tatsächlich benötigt, erfolgt der Flug eben ohne Wiederverwendbarkeit.

Nicht umsonst sind ja weitere Versionen geplant und in Entwicklung, mit verlängerter Rakete und noch stärkeren Triebwerken.

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4177 am: Gestern um 13:57:32 »
Das mit den Treibstoff wäre aber durchaus kritisch, wenn es darum geht, ob ein Auftanken mit 5 oder 15 oder mehr Tankerflügen erfolgen muss. Nicht nur finanziell, auch logistisch.

Auf den Leitenberger muss man wohl nicht weiter eingehen, er hat ja letztes Jahr noch behauptet, Starship hätte gar keine Nutzlastkapazität und das mit ähnlichen Rechnungen "belegt". Daher kann ich die neue "Wegrechnung" von Nutzlast auch nicht so recht ernstnehmen. Nun wurde gerade erst mit über 30 t die zweigrößte Nutzlast der Raumfahrgeschichte transportiert, und das soll auch wieder ein "Fehlschlag" sein  ??? Nun denn, jedem seine Meinung.

Tatsache ist: Es gibt keine offiziellen, unabhängig geprüften wissenschaftlichen Simulationen oder Paper, die eine reduzierte Nutzlast von unter 75–100 Tonnen für die V3 belegen. Die einzigen Zahlen für das Starship stammen direkt SpaceX selbst. Alles, was davon abweicht und niedrigere Tonnagen nennt, basiert rein auf Schätzungen der Raumfahrt-Community.

Nichts gegen solche Berechnungen und Spekulationen, aber man muss sie hinterfragen dürfen und als Schätzungen deklarieren. Ob im Umkehrschluss SpaceX seine Versprechen halten kann, werden wir in den nächsten Flügen sehen.
Mehr Δv, weniger Drama. Mich überzeugen Daten, nicht Lager.

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4178 am: Gestern um 14:11:17 »
Sehe das ähnlich. Wenn man das System mit   60 t zum Laufen bringt, ist man in einem ordentlichen Bereich. Dann kann man weiter optimieren.
Kurze Frage: zweitgrößte Nutzlast?🤔

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4179 am: Gestern um 14:58:55 »
Ja, hatte ich kürzlich schon mal geschrieben, in Bezug auf Flug14:
Übrigens noch ein Rekord:
Wenn mehr als 20 V3-Starlink-Satelliten ausgesetzt werden, wäre das wie schon bei Flug 12 die bisher größte Nutzlast der Raumfahrtgeschichte abgesehen von Skylab.
Sollten es womöglich sogar 60 Starlinks sein, die Menge für die Starship vorgesehen ist, wären es mehr als Skylab damals mit 77 Tonnen.
Mehr Δv, weniger Drama. Mich überzeugen Daten, nicht Lager.

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4180 am: Gestern um 18:16:37 »
Was ist mit den Shuttles und der Buran? Waren die nicht schwerer?

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Offline alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4181 am: Gestern um 18:25:22 »
Das Space Shuttle konnte bis zu etwa 25 t Nutzlast in einen niedrigen LEO bringen (zur ISS noch weniger)
Leergewicht: 68 - 82 t

Buran war für 30 t Nutzlast gedacht.
Leergewicht: etwa 75 t

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4182 am: Gestern um 19:14:25 »
OK. Da versteht womöglich jeder etwas leicht anderes unter Nutzlast. Für mich ist etwas, das wieder zurück kehrt auch Nutzlast, aber ...

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4183 am: Gestern um 19:52:00 »
OK. Da versteht womöglich jeder etwas leicht anderes unter Nutzlast. Für mich ist etwas, das wieder zurück kehrt auch Nutzlast, aber ...

Ja -- der Buran ist eindeutig Nutzlast der Energija -- eine wenig geflogene Rakete, die bezüglich Nutzlast einen Weltrekord aufgestellt hat.

100t Nutzlast -- das dürfte eine gute Messlatte sein. Das geht bei Starship oder SLS nur mit V5 oder Block-2.

Was ist das nur für ein Gejammer: warum sollte man heutzutage schlechter sein als die UdSSR in den 1980ern? Die Messlatte hängt viel zu tief...
HLS oder BM-MK-2? Das Rennen um die Mondlandung ist im vollen Gange - Ausgang immer noch ungewiss.

Mondraketen im Wettstreit: SLS, CZ-10 und Soyuz-5 Super Heavy (Yenisei) -- es ist spannend wie nie zuvor

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4184 am: Gestern um 20:57:57 »
Nee, also, so einfach ist das nun nicht!

"Nutzlast" kann man ja unterschiedlich definieren.
Je nachdem, ob man meint, was in LEO gehieft wird, oder was davon wirklich "nutzbar" ist.

Im zweiteren Fall kommt nach Skylab mit 77 t lange nichts und dann Starship Flug 13 mit rund 34 t.

Shuttle und Buran sind ja letztlich die wiederverwendbare Oberstufe, die ihrerseits die Nutzlast aussetzen.
Im erstenen Fall müsste man dann daher zum Vergleich die ganze Starship-Oberstufe insgesamt rechnen, das wären ca. 160 t Trockenmasse + 34 t Starlinks + 20-25 t Resttreibstoff für Deorbit + Landung = deutlich über 200 t in LEO. Auch Rekord.
Mehr Δv, weniger Drama. Mich überzeugen Daten, nicht Lager.

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Offline alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4185 am: Gestern um 21:11:14 »
..Was ist das nur für ein Gejammer: warum sollte man heutzutage schlechter sein als die UdSSR in den 1980ern? Die Messlatte hängt viel zu tief...

Jetzt warte ich nur noch auf das Argument:
"Warum bauen wir nicht ganz einfach eine neue Saturn V bzw. Energija!"

 bzw.
"Warum fahren wir nicht einfach alle wieder mit Pferdekutschen und Segelbooten, gehen mit Bastkörben zum Einkaufen und konservieren in Tonkrügen!"
Wäre doch super fürs Klima!

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Offline alepu

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4186 am: Gestern um 21:35:10 »
SpaceSil

Das mit Skylab und 77 t ist zwar richtig, aber war das tatsächlich die schwerste Nutzlast in LEO?
Und wenn ja, was war die zweitschwerste?
Jedenfalls konnte die Saturn V bis zu 140 t in einen niedrigen Orbit transportieren.

Jeder Saturn V - Mondlandeflug transportierte das Apollo-Raumschiff (28,8 t) das Lande-Modul (~ 16 t) und die 3 Stufe (Leergewicht alleine schon 13,5 t plus Resttreibstoff) in einen Orbit.

Die Frage wäre dann hier allerdings:
Was könnte ein Starship in der "Wegwerfkonfiguration" in den LEO bringen.

p.s.
Für das Leergewicht des Starships (2. Stufe) finde ich übrigens: 100 - 120 t und für die gesamte Rakete 300 t)

Offline Hugo

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4187 am: Gestern um 23:02:04 »
OK. Da versteht womöglich jeder etwas leicht anderes unter Nutzlast. Für mich ist etwas, das wieder zurück kehrt auch Nutzlast, aber ...
Die Nutzlast, bzw. auf Englisch, die Payload [1] ist klar definiert worden von der Europäischen Kooperation für Weltraumnormung [2]. Sie ist eine "Reihe von Instrumenten oder Geräten", welche "die Mission des Nutzers erfüllen"[1] oder "in den Weltraum transportiert werden"[1].

Wenn die Mission z.B. lautet, einen Satelliten zur Erde zurück zu bringen, dann ist dieser Satellit Nutzlast.

Eine Rakete hat natürlich viele verschieden Angaben zur Nutzlast. Z.B. Nutzlast für den Start in den LEO, Nutzlast für den Start in den TEO, oder auch Nutzlast für eine Landung.

Quelle:
[1] https://ecss.nl/item/?glossary_id=2613
[2] https://ecss.nl/standard/ecss-s-st-00-01c-rev-1-glossary-of-terms-11-october-2023/

Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4188 am: Gestern um 23:12:32 »
Wüßte nicht, was noch schwerer als Skylab gewesen sein soll.
Es gab ja bisher keinen Träger, der das hätte schaffen können.
Polyus wäre noch möglich gewesen, aber das hat ja nicht geklappt.

Zweitschwerste war dann wohl irgendeine Shuttle-Nutzlast, ggf. Chandra.
Das Shuttle sollte ja so 30 t schaffen, hat es aber nie getan, maximal wohl unter 25 t.
Hier gibt es doch Shuttle-Spezialisten - ?

Apollo kann ich aus dem gleichen Grund nicht zählen wie das Shuttle als solches als Nutzlast, denn da war die Nutzlast ja eine Mondlande-Kombi, die nicht in LEO, sondern zu TLI sollte. Auf LEO-Niveau war zwar bei den Apollomissionen sicher irgendwas um 60-70 t (dafür war die Saturn V ja ausgelegt und sonst hätte die "übrige" dass Skylab nicht starten können).  Aber da war ja auch die vollgetanke S-IVB noch dabei, das ist auch keine Nutzlast, sondern Teil des Trägersystems für die Mondnutzlast.

Mag spitzfindig klingen, aber da gehe ich mit Hugo; für mich ist "Nutzlast" nicht gleich "Trägersystem", sondern nur das, was nachher am Ziel operationell ankommen soll.
Mehr Δv, weniger Drama. Mich überzeugen Daten, nicht Lager.

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Offline Nitro

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Re: Starship/Super Heavy (ehemals BFR/ITS/MCT)
« Antwort #4189 am: Gestern um 23:32:45 »
Das nächste nach Skylab als reine Nutzlast wären die Module der chinesischen Raumstation, welche alle so im Bereich von 23 Tonnen liegen.
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.