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« Letzter Beitrag von EuroAll am Heute um 01:28:55 »
In dem Video sind ja auch die drei Szenarien für Post-ISS Optionen der ESA aufgeführt, die DG Aschbacher, wenn ich mich recht erinnere, auf der ESA-Ministerratskonferenz 2025 vorgestellt hat.
Szenario 1: Keine europäische Investition in solche Infrastruktur, also voll auf kommerzielle Stationen
Szenario 2: Gewisse europäische Investitionen in solche Infrastruktur, also hybride Nutzung von kommerzieller Station mit europäischen Elementen
Szenario 3: Europäische Initiative für eine Raumstation, mit verschiedenen Partnern (institutionelle/kommerzielle) aber europäisch geführt
Szenario 2 wird als Baseline Option der ESA herausgestellt, zu Szenario 3 wurden zwei parallele Studien ausgeschrieben. Für Szenario 1 gibt es MoUs mit Axiom, Starlab, VAST und Blue Origin.
Wobei sich mir die Frage stellt ist Starlab, u.a. wegen der Beteiligung von Airbus, schon Szenario 2 oder irgendwie 1,5 vielleicht.
Oder sind bei Szenario 2 wirklich konkret Elemente gemeint die die ESA zur Verfügung stellt baulich. Wobei ich nicht weiß ob ein kommerzieller Anbieter sich überhaupt, nach langwierigem Prozess, ein institutionelles Modul liefern lassen will.
Meiner Einschätzung nach ist es gut Szenario 2 als Grundlage zu nehmen. Optimal und interessant wäre natürlich etwas Eigenes der ESA wie in Szenario 3 vermutlich mit CSA & JAXA und vielleicht noch mehr, allerdings sehe ich da vor allem Probleme bei der Finanzierung (aka Wille der Mitgliedsstaaten) und der zeitliche Horizont (zum Wechsel des Jahrzehnts). Bin daher gespannt was die Studien dazu hoffentlich Ende des Jahres sagen werden. Letztere Option macht natürlich auch nur Sinn mit einem europäischen Raumfahrzeug für Astronauten (wo wir wieder bei Geld/Wille wären). Theoretisch könnten wir das.
Vermutlich für Europa zumindest mit aktuellen Mittel realistisch Starlab, wenn man einem US-Konsortium mit Firmenbeteiligung aus Europa und den anderen ISS Partner, außer Russland, den Vortritt geben will.