Faktenbasierte Wissenschaft

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Offline Rücksturz

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Faktenbasierte Wissenschaft
« am: 16. Februar 2025, 15:05:05 »
Faktenbasierte Wissenschaft

Ein Statement des Vorstands von Raumfahrer.net e.V.



Weiter im Beitrag auf der Portalseite:
https://www.raumfahrer.net/faktenbasierte-wissenschaft/

Viele Grüße
Rücksturz
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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #1 am: 16. Februar 2025, 15:59:46 »
Hallo Rücksturz,
leider ein sehr widersprüchliches Statement.
Einerseits spricht sich der Vorstand für eine faktenbasierte Wissenschaft aus. Meiner Meinung nach als Mathematiker völlig richtig.
Anderseits: "Ähnliches ist für die zweite (Amtszeit) zu befürchten".
Fakt ist also wohl nur die Furcht des Vorstandes. Typisch "german angst"?.
Dem mündigen Foristen muss es jedoch überlassen bleiben, sich seine eigene Meinung zu bilden, ohne verängstigt zu werden.
Liebe Grüße
astrolitho
PS: Ich bin sehr, sehr weit davon entfernt, Trump zu rechtfertigen. Ganz im Gegenteil:
Meine Biographie ist stark von den Erfahrungen des unchristlichen, undemokratischen, autokratischen, diktatorischen Gewaltregimes der DDR geprägt,
zumal es auch bezüglich der Raumfahrtinformationen sehr einseitig, manipulativ und verlogen war.
Um so wacher achte ich auf Meinungsmacher und Manipulationen, auch die des Vorstandes meines geliebten Forums.
Liebe Grüße
astrolitho
« Letzte Änderung: 16. Februar 2025, 17:02:15 von astrolitho »

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Offline Rücksturz

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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #2 am: 16. Februar 2025, 16:07:03 »
Hallo astrolitho,

ich verstehe deinen Post nicht.
Wo spricht der Vorstand von "Furcht"?
Ich muss zugeben, ich habe als Vorstandsmitglied in der (längeren) Entstehungsphase dieses Beitrags bestimmt zwei Dutzend mal darüber gelesen, insoweit kann bei mir eine gewisse Betriebsblindheit vorliegen.
Wo kommt "Furcht" oder "fürchten" in dem Beitrag vor?

Viele Grüße
Rücksturzt
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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #3 am: 16. Februar 2025, 16:34:23 »
Hallo Rücksturz,
ich habe meinen Beitrag eben aktualisiert und hoffe, deine Fragen beantwortet zu haben.
Liebe Grüße
astrolitho

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Offline Rücksturz

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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #4 am: 16. Februar 2025, 17:51:18 »
Jetzt verstehe ich zumindest, was Du meinst.
Allerdings ist das eher eine sprachliche Frage, wir hätten auch schreiben können, "Ähnliches ist für die zweite zu erwarten".

Diesem Satz muss ich in Teilen widersprechen:
Zitat
Um so wacher achte ich auf Meinungsmacher und Manipulationen, auch die des Vorstandes meines geliebten Forums.
Wir sind Vereinsvorstand aber nicht die "Regierung des Forums".
Die Foristen sollen sich bitte ihre Meinung selbst bilden, unsere geben wir nicht einfach her  ;)
Ich sehe einen Unterschied zwischen "eine Meinung haben (und diese auch sagen)" und "Meinungsmacher und Manipulation".
Im Gegenteil sehe ich es sogar als Beitrag zur Transparenz, dass wir vom Vorstand deutlich machen wofür wir stehen und wie wir die Welt sehen.
Dadurch können sich die Foristen (und andere) eine Meinung über uns bilden.

Zitat
Dem mündigen Foristen muss es jedoch überlassen bleiben, sich seine eigene Meinung zu bilden, ohne verängstigt zu werden.
Dem stimme ich voll und ganz zu.
(Ich kann dir aber verraten, dass der Vorstand so ziemlich alles ist, außer furchteinflößend   :D)

Viele Grüße
Rücksturz
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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #5 am: 16. Februar 2025, 18:23:04 »
Ich denke und hoffe, das in diesem Forum von Wissenschaftlern und wissenschaftsaffinen Menschen wohl niemand ernsthaft leugnet, dass der Mensch durch sein Tun das Erdklkma verändert.

In den Debatten, was daraus für Konsequenzen von wem zu ziehen sind, sehe ich eher die offenen Fragen, dort vermisse ich aktuell ergebnisoffenes Denken.

Trump kommt und geht dann. Solange der Ausstoß insgesamt zunimmt, sind die USA nicht relevanter als China, Indien, Russland oder die Golfstaaten.

Das Statement finde ich trotzdem gut, ohne Wissenschaft müsste man diese Zivilisation wohl als gescheitert ansehen.

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Offline alepu

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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #6 am: 16. Februar 2025, 18:28:27 »
Leider ist diese "Erwartung" inzwischen bereits Realität.
Trump greift immer stärker in die Arbeit diverser Umweltschutzorganisationen ein, versucht deren Arbeit zu behindern oder gar zu unterbinden.

Kann diese "Erwartungshaltung" des Vorstands sehr gut nachvollziehen und "fürchte (!) für die Zukunft der Menschheit".

Wenn das so weitergeht, werden wir hier in Europa bald eine der wenigen Inseln mit echtem "demokratischem Umfeld" sein. Bedrängt von allen Seiten und bemüht unsere Raumfahrt-Politik möglichst optimal durchzuziehen. (Damit es nicht total OT wird  ;) )
Allerdings werden wir dabei voraussichtlich im All immer weiter zurückfallen, gegenüber Staaten die es mit der Demokratie nicht so genau nehmen.  :-\

Richtig, Trump kommt und geht (hoffe bald).
Die Frage ist, was er alles kaputt macht, bis er wieder weg ist!

Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #7 am: 16. Februar 2025, 18:38:11 »
Das empfinde ich als Widerspruch. Was hat "Insel der Demokratie" mit der Raumfahrtentwicklung zu tun? Ich habe eher den Eindruck, dass aktuell sehr oft "demokratisch" mit allen möglichen Transferleistungen gleichgesetzt wird. Aus meiner persönlichen Lebenserfahrung halte ich das für einen gefährlichen Irrweg. Demokratie und Fortschritt dürfen sich nicht ausschließen und auch Trump wurde demokratisch gewählt. Schauen wir, wie sich alles entwickelt, dann kann man abrechnen.

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Offline tomtom

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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #8 am: 16. Februar 2025, 19:09:08 »
Die Beiträge zum Statement des Vorstands führen wohl weniger in Richtung "Raumfahrtpolitik in Deutschland", sondern eher zu einer allgemeinen Diskussion über Wissenschaft (insb. Klimawandel) und der gesellschaftlichen Diskussion dazu. Erstmal wird dies ein eigener Thread (und ggf. in eine andere Kategorie verschoben, wenn es nicht mehr um Raumfahrt und planetare Aspekte geht).
Im Zweifel hilft die Such-Funktion:
https://forum.raumfahrer.net/index.php?action=search

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Offline alepu

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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #9 am: 18. Februar 2025, 18:41:48 »
Das empfinde ich als Widerspruch. Was hat "Insel der Demokratie" mit der Raumfahrtentwicklung zu tun? Ich habe eher den Eindruck, dass aktuell sehr oft "demokratisch" mit allen möglichen Transferleistungen gleichgesetzt wird. Aus meiner persönlichen Lebenserfahrung halte ich das für einen gefährlichen Irrweg. Demokratie und Fortschritt dürfen sich nicht ausschließen und auch Trump wurde demokratisch gewählt. Schauen wir, wie sich alles entwickelt, dann kann man abrechnen.

Demokratie und Fortschritt sollten sich nicht ausschließen. Wenn aber nun die Mehrheit gegen den wissenschaftlichen Fortschritt wäre?

Trump wurde "kapitalistisch" und "rechtspopulistisch" gewählt! Inwieweit dies nun noch "demokratisch" ist, müßte diskutiert werden.   P-I

Auch unter Trump wird es "faktenbasierte Wissenschaft" geben, auch wenn er persönlich z.B. ein "Klimawandelleugner" ist und sein Gesundheitsminister ein fachfremder Impfgegner und Verschwörungstheoretiker.


Beim letzten Satz stimme ich dir allerdings zu.
"Abgerechnet wird immer am Schluß"  ;)

Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #10 am: 19. Februar 2025, 03:19:31 »
Auch die soziale Marktwirtschaft bei uns ist ein kapitalistischen System, zumindest habe ich dass so gelernt. Populismus liegt ebenfalls in allen Richtungen nahe, da brauche ich mir nur die aktuellen Wahlplakate (hier bei uns) anzuschauen.
Fakt ist auch, dass ohne komplett vereinfachte "Sprüche" die oft auch noch von ganz links bis ganz rechts gleich sind, ein Großteil der Wähler nicht angesprochen werden. Man appelliert an Ängste und Bedürfnisse.
Der Anteil der Bevölkerung, die sich all den Themen fundierter widman ist vielleicht nicht so entscheidend.
Die USA werden grundsätzlich bei faktenbasierter Wissenschaft bleiben, ebenso wie China. In großen Teilen der Welt regiert aber mittlerweile der Hass auf diese , ich nenne sie jetzt mal " westliche" Kultur, angefangen mit den Griechen. Da sollte besonders Europa aufpassen.

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Offline Nitro

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Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #11 am: 19. Februar 2025, 10:05:28 »
Die USA werden grundsätzlich bei faktenbasierter Wissenschaft bleiben,

Damit haben sie schon aufgehoert:

https://insideclimatenews.org/news/31012025/trump-administration-war-on-science/
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Re: Faktenbasierte Wissenschaft
« Antwort #12 am: 19. Februar 2025, 12:32:21 »
Ich halte einige Dinge für falsch, die die neue Administration auf den Weg bringt. Ein Krieg gegen die Wissenschaft ist allerdings eine große Anschuldigung. Das erinnert mich persönlich an Pol Pot oder die Taliban. Die Wissenschaft wieder mehr nach Leistung zu organisieren, ist aus meiner Sicht nicht falsch, zumindest eine legitime Vorgehensweise. Den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel zu leugnen, ist einfach Unsinn.
Ich finde es aber schade, dass alles in einen großen Topf geworfen wird.
Der Titel der verlinkten Seiten lautet ja auch:

Watchdog Groups Anticipate ‘an All-Out War on Science and Scientists’ by the Trump Administration

Ich gehöre jetzt nicht zu den Menschen, die solche Aktivisten verdammen, habe eine Gruppe selbst jahrelang unterstützt, ich traue ihnen aber auch nicht mehr per se, da ich häufig über Positionen solcher Gruppen zu anderen Themen einfach nur entsetzt war und bin.
Die US-Administration wird wie alle mit den Folgen des Klimawandels umgehen müssen, möglich dass die aktuelle Kehrtwende einen großen wirtschaftlichen Schaden bedeutet. Einen Krieg gegen die Wissenschaft daraus zu machen, halte ich zum aktuellen Zeitpunkt für überzogen.

Edith: Sabine Hossenfelder mit einem Beitrag, der meine Haltung ziemlich gut trifft:
« Letzte Änderung: 19. Februar 2025, 13:49:57 von einsteinturm »