Militärische Raketen- und Raumfahrtneuigkeiten

  • 1930 Antworten
  • 672930 Aufrufe
*

Online Schillrich

  • Raumcon Berater
  • *****
  • 19889
Re: Militärische Raketen- und Raumfahrtneuigkeiten
« Antwort #1925 am: 17. Juli 2026, 15:10:08 »
Die CubeSats wären die "Inspektoren". Offenbar passt die Technologie in diese Größenklasse.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"We are following you ... but not on twitter." (Futurama)

Re: Militärische Raketen- und Raumfahrtneuigkeiten
« Antwort #1926 am: 17. Juli 2026, 15:16:54 »
Ah, ok, du hast recht, soherum kann man das natürlich auch lesen und macht mehr Sinn.

Habe mir dann mal das Abstract angesehen, dann wird es klar:
"Kürzlich hat die US-Regierung Bedenken geäußert, dass Russland Komponenten für atomar bewaffnete Antisatellitenwaffen (ASAT) testet, wobei die Möglichkeit besteht, dass es eine Atomwaffe im Weltraum stationieren wird. Ein solches Gerät würde bei einer Detonation den Großteil der Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn zerstören. Diese Gefahr wird durch das Fehlen eines Verifizierungsmechanismus für den OST noch verstärkt."
"Hier wird eine Konzept- und Machbarkeitsstudie vorgestellt, mit der die Einhaltung des OST durch einen Satelliten überprüft werden soll, indem die durch Spallation von Protonen im GeV-Bereich in den inneren Van-Allen-Strahlungsgürteln induzierten Neutronen beobachtet werden. Die Berechnungen zeigen, dass eine Detektionsplattform in der Größe eines 9U-CubeSat eine thermonukleare Waffe aus einer Entfernung von 4 km innerhalb von etwa einer Woche Beobachtungszeit identifizieren kann."

Nur, wenn der Überwachungssatellit erstmal an jeden russischen Satelliten bis auf 4 km ranpirschen muss und dann eine Woche gucken, wäre das nicht gerade eine zeitnahe und flächendeckende Überwachung des OST. Man bräuchte einen ganzen Schwarm hochmobiler Cubesats mit stärkeren Sensoren, räumlich und zeitlich.

Aber immerhin ein Anfang und eine technische Idee.
Mehr Δv! Daten statt Lager

*

Online alepu

  • *****
  • 14400
Re: Militärische Raketen- und Raumfahrtneuigkeiten
« Antwort #1927 am: 17. Juli 2026, 15:22:32 »
Ja, 4 km und 1 Woche sind in der Beziehung eher lachhaft.
Ich hoffe doch schwer, daß sie da jetzt nicht auf die spinnerte Idee kommen dies durch den Einsatz von "millionen" Cubesats auszugleichen!

Re: Militärische Raketen- und Raumfahrtneuigkeiten
« Antwort #1928 am: 17. Juli 2026, 15:32:37 »
Wenn die Technik so klein ist, dass sie in einen Cubesat passt, dann "einfach" in Starshield integrieren und gleich noch in IRIS2, dann haben wir schon mal so um die 1000 davon ohne zusätzlichen Weltraumschrott. Die müssten dann "nur" aus größerer Entfernung gucken können.
Mehr Δv! Daten statt Lager

*

Online alepu

  • *****
  • 14400
Re: Militärische Raketen- und Raumfahrtneuigkeiten
« Antwort #1929 am: 17. Juli 2026, 16:20:29 »
Daran hab ich auch schon gedacht... 8)

Wer weiß denn, was da schon alles in den Starshields (und andern!) drin sitzt!  8-O
Und sagt ja wiedermal Keiner was!    :E :E

Offline startaq

  • ***
  • 195
Re: Militärische Raketen- und Raumfahrtneuigkeiten
« Antwort #1930 am: Gestern um 13:41:28 »
U.S. Space Force bestätigt die Stationierung von Waffen im Weltall
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-09/usa-weltraumwaffen-orbit-space-force-russland-china-gxe

Zitat
Erstmals hat die U.S. Space Force öffentlich gemacht, Waffen im Weltall stationiert zu haben. Es gehe darum, den Weltraum »kontrollieren und verteidigen« zu können.

"Waffen" kann jetzt natürlich vieles sein, und ich vermute auch, dass dort oben schon länger etwas existiert. Einfaches Beispiel: Störsender um die Kommunikation anderer Satelliten zu unterbrechen.

Eine Reaktion der Chinesen kam auch prompt:

China fordert Einstellung von US-Aufrüstung und Vorbereitungen auf Kriegsführung im Weltraum
https://german.cri.cn/2026/09/15/ARTI1789471053455491

Zitat
China wende sich stets dagegen, Waffen im Weltraum zu stationieren und den Weltraum zu einem Schlachtfeld zu machen. Es sei außerdem gegen einen Rüstungswettbewerb im Weltraum.

Ich gehe allerdings ebenfalls davon aus, dass China hier zumindest schon Versuche durchgeführt hat.