Raumcon
Raumfahrt => Unbemannte Raumfahrt => Thema gestartet von: H.J.Kemm am 22. Dezember 2005, 14:12:09
-
Moin,
(http://www.extrasolar-planets.com/images/raumfahrt/stardust/stardust.jpg)
die am 7. Februar 1999 gestartete NASA-Raumsond STARDUST wird nach einer 4,6 Milliarden km langen Reise am 15. Januar 2006 in Erdnähe die Rückkehrkapsel mit Komamaterial vom Kometen WILD 2 abstossen.
Die Kapsel wird dann an einem Fallschirm in der Wüste von Utah/USA landen.
Einen ausführlichen Bericht über die STARDUST-MISSION gibt es hier im Raumfahrer.net unter:(http://www.planet-smilies.de/lesen/lesen_005.gif) (http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumsonden/stardust_01.shtml)
Jerry
-
Moin,
eine Information der NASA über die bevorstehende Landung der Rückkehrkapsel mit Staubpartikeln vom Kometen WILD 2.
(http://home.arcor.de/yothales/bilder/guckstduhier.gif) (http://www.nasa.gov/mission_pages/stardust/news/stardust-20051221.html)
Jerry
-
Moin,
lt. NASA verläuft die Annäherung der Raumkapsel STARDUST an die Erde ohne Komplikationen. Die Landung der Materialbox mit Materie vom Kometen WILD 2 ist für den 15. Januar 2006 fest eingeplant.
Wenn diese Partikel in die Hände der Wissenschaftler kommen, dann ist es das erste Mal seit den APOLLO-Mondflügen, dass extraterristisches Material untersucht werden kann.
Jerry
-
Wenn diese Partikel in die Hände der Wissenschaftler kommen, dann ist es das erste Mal seit den APOLLO-Mondflügen, dass extraterristisches Material untersucht werden kann.
Hallo,
das ist so nicht ganz korrekt:
-es gibt Proben von Lunamissionen
-es gibt Genesis (die Proben konnten trotz harten Aufschlages gerettet werden)
-es gibt Meteoriten
Martin
-
Ich denke was Jerry damit meint, dass es Menschen gelungen ist die Proben selber zu hohlen, und nicht auf ein stein vom Himmel warten ;). Es ist meiner meinung nach viel grössere Leistung. Guck mal bei der Hayabuza ist es vorläufig im nicht geklappt. (Die Japanner können trotzdem stolz auf sich sein).
-
Hab gehört bei Genesis war ein Schalter verkehrt eingebaut deswegen gingen die Fallschirme nicht auf. Stardust soll den selben Konstruktionsfehler haben, gibs da jetzt ein Notfallplan? Vielleicht hat ja jemand was dazu gehört.
-
Von einem Fehler bei Stardust habe ich noch nichts gehört Hoffen wir mal das nicht, aber die Landung wird meines Wissens auch anders ablaufen als bei Genesis, diese sollte ja in der Luft gefangen werden, Stardust soll richtig landen.
Stardust wird ja auch einen neuen Rekord für die Wiedereintrittsgeschwindigkeit auftsellen, über 46.000km/h.
Martin
-
Hab gehört bei Genesis war ein Schalter verkehrt eingebaut deswegen gingen die Fallschirme nicht auf. Stardust soll den selben Konstruktionsfehler haben, gibs da jetzt ein Notfallplan? Vielleicht hat ja jemand was dazu gehört.
wenn ich die meldung auf raumfahrer.net richtig gelesen habe, dann gibt es diesen fehler bei Stardust zum glück nicht! im vorfeld wurden glaub ich tests gemacht, die bei Genesis nicht gemacht wurden...
-
Die Auswertung des Aerosols in dem Stardust die Staubpartikel eingefangen hat soll ähnlich wie bei SETI@Home von freiwilligen am heimischen Computer durchgeführt werden. Allerdings wird die Suche für die Teilnehmer nicht so passiv, da sie direkt Bilder auswerten sollen. Die Interessenten müssen einen Test bestehen und bekommen dann Aufnahmen des Aerosols zugesandt.
http://www.spaceref.com/news/viewpr.html?pid=18719
Martin
-
Moin,
Ende gut, alles gut.
Die Mission scheint bestens verlaufen zu sein.
Die aktuellsten Informationen gibt es hier: >>>(http://www.planet-smilies.de/computer/computer_025.gif) (http://stardust.jpl.nasa.gov/home/index.html)
und hier >>> (http://www.smiley-channel.de/grafiken/smiley/technik/smiley-channel.de_technik013.gif) (http://de.news.yahoo.com/15012006/286/us-raumkapsel-stardust-sternenstaub-erde.html)
Jerry
-
Hat man eigentlich keine Angst neue Viren oder Bakterien sich durch die Sonde einzuschleppen. Ich weiß hört sich vieleicht übertrieben an aber ich würde direkt ein neuen Horrorfilm über die Mission drehen.
Grüße Tomi
-
Hallo Thomas!
Ich glaube, darum muss man sich in diesem Fall keine Sorgen machen - schon deshalb, weil fuer die Wissenschaftler eine Verunreinigung ihrer Probe sehr unguenstig waere. Die Probe wird also in einem Reinraum unter allen Vorsichtsmassnahmen geoeffnet, damit man sicher ist, dass man da wirklich Kometenmaterial untersucht, und nicht etwa irdisches Material. Fuer mehr Details siehe
http://www-curator.jsc.nasa.gov/curator/stardust/
Saemtliche etwaigen Partikel aussen an der Sonde sind beim Wiedereintritt in die Erdatmosphaere verglueht. Und Utah ist sowieso schon ein oeder Staat ... ;)
Gruss
Volker
-
Moin,
die NASA teil jetzt mit, dass die Landekapsel in einem Reinraum geöffnet wurde.
Am 17.01.2006 wird der Kanister mit den Staubpartikeln geöffnet.
Die Sonde "Stardust* wird jetzt erst einmal im All geparkt. Was mit ihr geschieht ist noch unklar, da sie wegen der geringen Menge an Treibstoff nicht noch zu *großen Taten* antreten kann.
(http://img.stern.de/_content/55/32/553279/stardust_250.jpg)
Jerry
-
Angeblich soll man ja noch nicht so genau wissen, wie man die Partikel wieder aus dem Gel herausbekommt...
Bin mal gespannt. Habe mich jedenfalls mal pre-registrieren lassen. Aber wahrscheinlich werde ich dann untauglich gemustert ;)
-
Moin,
die NASA-Wisenschaftler sind von dem Zustand des vorgefundenen Kometenstaubs gegeistert.
Einige Partikel kann man bereits mit blossem Auge erkennen.
Zitat gelöscht.
Jerry
-
Angeblich soll man ja noch nicht so genau wissen, wie man die Partikel wieder aus dem Gel herausbekommt...
Bin mal gespannt. Habe mich jedenfalls mal pre-registrieren lassen. Aber wahrscheinlich werde ich dann untauglich gemustert ;)
Moin,
nicht so pessimistisch [smiley=grin.gif]
Soo schwer werden die Anforderungen an die User schon nicht werden.
Bin jedenfalls gespannt auf Stardust@home. [smiley=cool.gif]
Gruß Farron
-
Moin,
lt. NASA sind alle Systeme in der Raumsonde *Stardust* auf *Null* gefahren um Energie für eine mögliche weitere Mission zu erhalten.
Welche neue Aufgabe auf *Stardust* zukommt, ist nicht bekannt.
Jerry
-
Moin,
hier die Filmaufnahmen von der Näherung der Landekapsel:
http://stardust.jpl.nasa.gov/anim/stardust_reentrya.mov
Echt super!
Jerry
-
Moin,
die NASA teilt mit:
This image shows a comet particle collected by the Stardust spacecraft. The particle is made up of the silicate mineral forsterite, which can found on Earth in gemstones called peridot. It is surrounded by a thin rim of melted aerogel, the substance used to collect the comet dust samples. The particle is about 2 micrometers across.
(https://images.raumfahrer.net/up022530.jpg)
Jerry
-
Moin,
bei der Untersuchung des eingebrachten Materials von *Wild 2* durch die Sonde *Stardust* haben Wissenschaftler kleine Körnchen des Minerals *Olivin* gefunden.
*Olivin* ist ein Magnesium-Eisen-Silikat und entsteht bei hohen Temperaturen und Drücken in magmatischen Steinen.
Daraus ist zu schliessen, dass der jetzt eisige Komet *Wild 2* vor Milliarden Jahren von ausgesandten Sonnen-Jets getroffen wurde und sich dabei kurzfristig extrem aufgeheizt hat.
(https://images.raumfahrer.net/up022529.jpg)
Jerry
-
Übrigens es ist möglich dass Stardust zum Kometen Tempel 1 fliegt, auf dem letztes Jahr der Impaktor der Deep Impact Raumsonde eingeschagen ist.
Näheres im Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Stardust_%28Sonde%29 unter "Erweiterte Mission" oder auf http://www.spaceref.com/news/viewnews.html?id=1103
-
Moin,
das war ja bereits bei der Trennung von der Sonde und dem Lander im Gespräch; entscheidend ist jedoch, ob die Finanzierung klappt.
Bleibt die Frage offen: Was soll die Sonde bei *Tempel 1*?
Ohne irgendwelche Instrumente für die Erledigung von irgendwelchen Aufgaben wird die NASA bei der jetzigen Geldknappheit wohl kaum die Sonde zu dieser Mission erneut aktivieren. Sie war ja schließlich nur für die eine Arbeit ausgelegt.
Jerry
-
Moin,
das war ja bereits bei der Trennung von der Sonde und dem Lander im Gespräch; entscheidend ist jedoch, ob die Finanzierung klappt.
Kann sein, ist mir damals aber nicht aufgefallen (ich meine speziell den Flug zu Tempel 1). Und der SpaceRef-Artikel ist vom 19 März.
Bleibt die Frage offen: Was soll die Sonde bei *Tempel 1*?
Laut dem SpaceRef-Artikel soll der Krater fotografiert werden, was die Deep Impact Vorbeiflugsonde damals nicht geschafft hat.
-
Moin,
zum Thema *Urmaterie in Meteroiten* gibt es hier eine neue Information: >>>>>
(http://www.planet-smilies.de/computer/computer_025.gif) (http://www.scienceticker.info/news/EEuyZyVAZEqnpEquuY.shtml)
Jerry
-
Es gibt neue erstaunliche Erkenntnisse aus der Stardust Mission.
Hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,454649,00.html (http://>>>)
Gruß
neo
-
Moin,
aus Wissenschaft.de:
Der von der Stardust-Raumsonde im vergangenen Jahr zur Erde gebrachte Kometenstaub ist mit Rückständen aus dem Treibstoff des Raketentriebwerks verunreinigt, das die Raumsonde ins All gebracht hat. Das vermuten spanische Wissenschaftler und dämpfen damit die Begeisterung von Astronomen über Funde des Minerals Osbornit in der Probe. Da diese Verbindung nur bei sehr hohen Temperaturen entsteht, hatten Forscher angenommen, sie habe sich nahe der Sonne gebildet und sei von dort aus in äußere Regionen des Sonnensystems geschleudert worden. Das Osbornit könnte jedoch auch aus dem im Treibstoff enthaltenen Stickstoff und dem in der Sonde verbauten Titan entstanden sein, so die Forscher.
Die Stardust-Raumsonde der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa war 1999 ins All gestartet, um im Weltraum und beim Vorbeiflug an dem Kometen "Wild 2" Staubproben zu sammeln. Hierfür war sie mit einem speziellen Staubkollektor ausgestattet, der mithilfe eines hochporösen Materials winzige Partikel auffangen kann. Im Januar 2006 brachte eine hermetisch abgeschlossene Kapsel den Kollektor zur Erde zurück, wo die gesammelten Staubpartikel seither untersucht werden.
Überrascht hat Wissenschaftler bisher vor allem der Fund des Minerals Osbornit, einer Verbindung des Metalls Titan mit Stickstoff. Osbornit entsteht nur bei Temperaturen von über 1.700 Grad Celsius, wie sie im Sonnensystem lediglich nahe der Sonne herrschen. Wissenschaftler schlossen daraus, dass die Jugend unseres Sonnensystems sehr turbulent war und daher zwischen äußerem und inneren Sonnensystem ein reger Austausch von Material stattgefunden haben muss.
Nun mahnen die Forscher um Jesús Martínez-Frías jedoch zur Vorsicht, was diese Interpretation der Ergebnisse der Stardust-Mission angeht. Sie verweisen auf den Raketentreibstoff Hydrazin, der mit Titan ebenfalls Osbornit bilden kann. Das Titan könnte entweder von dem Kometen stammen oder sogar von der Raumsonde selbst, deren Tank aus dem hochfesten und leichten Metall besteht. Die Wissenschaftler empfehlen daher, in weiteren Analysen die wahre Herkunft des Osbornits in den Stardust-Proben zu ermitteln. Möglich werden könnte dies durch Untersuchungen der Kristallstruktur oder anhand der in der Probe enthaltenen Varianten von Titanatomen.
Jerry
-
Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.
Titan wurde nicht nur wegen seiner Festigkeit und des geringen Gewichts als Material für den Tank gewählt, sondern auch, weil es nicht mit dem Treibstoff reagiert.
In der Nähe des Tanks können auch keine Temperaturen über 1700 Grad geherrscht haben, denn das hätte dieser gar nicht überstanden.
Wie dann ein auf diese Weise entstandenes Mineral in den hermetisch abgeschlossenen Probenbehälter gekommen sein könnte, ist mir auch unklar.
-
Hallo,
Ich bin bei der Suche nach irgendwas (weiß garnicht mehr was!) Auf folgendes Zitat beim Stardus Artikel von Wikipedia gestoßen:
Eine Besonderheit an Erkenntnissen lieferte die Sonde Stardust. Die Partikel aus dem Schweif des Kometen Wild-2 bestehen zum größten Teil aus bisher unbekannten, dreidimensionalen, organischen Riesenmolekülen Polymere bzw. Heterozyklische Aromate die teerartigen Massen ähneln. Sie haben bis zu 2000 Masseneinheiten. Wasser (H2O) zum Vergleich hat 18 Masseneinheiten, die größten zuvor nachgewiesenen Moleküle sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und haben bis zu einigen hundert Masseneinheiten. Diese dreidimensionalen Moleküle aus dem Schweif von Wild-2 erreichen durch ihre Fähigkeit zur Vernetzung die notwendige Stabilität um im inneren Sonnensystem im Vakuum bei +20 bis +80 Grad Celsius erhalten zu bleiben.
Das klingt ja spannend - nur verstehte ich leider zu wenig davon um das wirklich einordnen zu können. Hätte jemand Lust mich mit Erklärungen und Links in die richtige Richtung zu stupsen? Kann man aus diesem Zeug nun unzerbrechliche Teller, unreißbare Seile oder sonst irgendwas exzentrisches bauen oder nicht? ;D
Hab mir auch mal dieses Stardust@Home (http://stardustathome.ssl.berkeley.edu/ss_findingsd.php) angekuckt, das Tutorial und den Test gemacht und ein paar Aufnahmen angeschaut - da ist ne MENGE Staub auf dem Gel!! So rein scheinen deren Reinräume irgendwie nicht zu sein - anders kann ich mir (irdischen) Staub auf der Oberfläche (darum ist er irdisch!) des Gels nicht erklären.
-
@eumel
Vielleicht hat ja da irgendwas als Katalysator gewirkt ???
-
Die Raumsonde Stardust soll im Rahmen der NExT-Mission (New Exploration of Tempel 1) den Kometen Tempel 1 erneut besuchen, nachdem am 4. Juli 2005 Deep-Impact den Kometen untersucht hat. Haupuntersuchungsgegenstand ist die Veränderung des Kometenkerns nach dessen Perihel-Passage, also seiner stärksten Annäherung an die Sonne. Das Treffen ist geplant für den 14. Februar 2011.
Quelle: NASA http://www.nasa.gov/home/hqnews/2007/jul/HQ_07147_Discovery_missions.html
-
Moin Daniel,
ich kopiere Deinen Beitrag nach >>> (http://www.planet-smilies.de/lesen/lesen_005.gif) (https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=816.0)
Jerry
-
Noch ein paar Details zum geplanten Vorbeiflug an Tempel 1 im Rahmen der NExT-Mission:
Ein Hautpuntersuchungsziel ist die detaillierte Aufnahme/Beobachtung des von Deep Impact hinterlassenen Kraters an der Oberfläche von Tempel 1. Deep Impact selbst konnte den Einschlagskrater nicht beobachten, da zu viel Staub und Auswurfsmaterial erzeugt wurde.
Die Auflösung der Kamera an Bord von Stardust (ca, 12mx12m pro Pixel bei dem geplanten 200km-Vorbeiflug) ist geringer als die von Deep Impact (ca. 3x3m pro Pixel). Dafür hat sie einen einen anderen Vorteil, sie hat einen schwenkbaren Spiegel, der von einem Staubschild geschützt wird, so dass auch bei Einflug in die Koma des Kometen Beobachtungen möglich sein werden. Leider werden aber nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen möglich sein.
Ein Problem bei der Planung wird sein, dass der Vorbeiflug so getimed werden muss, dass der Krater auch gesehen werden kann (Beleuchtung, Sichtwinkel). Kometen ändern aber öfters ihre Bahn und ihren Rotationszustand, u.a. wegen der stochastischen Ausgasungen beim Sonnenvorbeiflug. Um die Beobachtung sicherzustellen, könnte es notwendig sein bei einer überraschenden Änderung der Bahn oder Rotation des Kometen die Bahn der Sonde anzupassen. Leider hat Stardust verhätnismäßig wenig Treibstoff an Bord, da das Profil der ursprünglichen Mission mehrere Bahnkorrekturen erforderte.
Quelle: http://www.spaceblogger.com/reports/Stardust_On_Way_To_Tempel_1_999.html
-
Neuer Blick in alten Krater
Die amerikanische Raumbehörde Nasa reaktiviert ihre Raumsonde Stardust, um einen Krater auf dem Kometen Temple 1 genauer zu untersuchen. Den Krater hatte die Nasa vor zwei Jahren mit einem Projektil in den Himmelskörper geschossen, das von der vorbeiziehenden Sonde Deep Impact abgefeuert worden war. Durch aufwirbelnden Staub und austretende Gase konnte die Muttersonde mit ihren Kameras allerdings nicht in das Loch hineinschauen. Dies soll nun die Sonde Stardust übernehmen, die im Jahr 2011 dem Kometen nahe kommt.
Der ganze Artikel: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/284061.html
-
Untersuchungen des Materials von Wild 2 zeigen, das der Komet sehr asteroidenähnlich ist und weniger so, wie man sich einen Kometen vorgestellt hat. Alles deutet darauf hin, dass sich der Komet im inneren Sonnensystem gebildet hat.
http://space.newscientist.com/article/dn13224-comet-samples-are-surprisingly-asteroidlike.html
-
Hier gibt es das ganze nochmal auf deutsch: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/287664.html
-
Laut JPL hat die Sonde ein Kursmanöver durchgeführt. Leider konnte ich noch keine Details finden.
-
Stardust führt Kurskorrektur aus
Quelle: http://www.nasa.gov/mission_pages/stardust/main/index.html
Gestern hat die Sonde ihre Triebwerke gezündet, um sich auf ihren Erdflyby am 14. Januar 2009 einzuschießen.
-
Morgen wird der geplante Erd-Fly-by von Stardust-NExT stattfinden (Siehe obigen Beitrag). Die größte Annäherung wird 9157 km betragen und um 20:40 Uhr MEZ über der kalifornisch-mexikanischen Grenze stattfinden. Die Relativgeschwindigkeit Stardusts wird dabei ca. 36 km/s betragen.
Im Rahmen des Fly-bys werden einige Operationen durchgeführt. So sollen Kalibrierungsaufnahmen mit der Navigationskamera gemacht werden. Es gibt wohl einige Probleme mit Verunreinigungen der Linse. Man hatte zu Reinigungszwecken bereits einen mit der Kamera verbundenen Radiator in die Sonne gedreht, um die Kamera aufzuheizen. Nun muss geschaut werden, wie gut dies funktioniert hat.
Auch das Periskop mit dem die Kamera arbeitet, könnte von Staubpartikeln verbeult worden sein, was man mit Testaufnahmen vom Mond 55 Stunden vor der größten Annäherung testen möchte.
http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/ega.html
-
Es gibt eine Animation des Fly-by unter
http://stardustnext.jpl.nasa.gov/multimedia/videos/EGA_14Nov08_complete.wmv
Gruß Thomas
-
Von Stardust-NExT haben wir schon lange nichts mehr gehoert. Der Sonde scheint es aber gut zu gehen, sie ist im normalen Cruise Mode. Am Jahresanfag gab es eine 7-woechige Kontaktunterbrechung, man was ausserhalb der LGA-Reichweite und konnte durch die Konstellation Sonde-Sonne-Erde weder MG- noch HG-Antenne nutzen. Im Maerz wurde aber wieder erfolgreich HGA-Kontakt hergestellt.
Fuer den Anflug auf Tempel wird man auf einen "frischen" Satz RCS-Triebwerke umschalten, da die bisher ausschliesslich genutzeb Thruster 1-4 schon ueber ihrem designeten Leben sind, ueber 10 Jahre nach dem Start.
-
Stardust-NExT hat am 17. Februar ein Orbitmanöver ausgeführt und seinen Flybyzeitpunkt an Tempel-1 um 08:20:00 verschoben. So möchte man gute Beleuchtungsverhältnisse in den selben Gebieten erreichen, die früher von Deep-Impact aufgenommen wurden. Die Triebwerke wurden für 00:22:53 gezündet und haben ein [tex]\Delta v[/tex] von 24m/s erzeugt. Im Vorfeld wurden Ladezyklen mit der Batterie durchgeführt, da die Sonde während des Manövers ihre Solarzellen von der Sonne abwenden musste.
Die Sonde benötigt im Mittel 2,7g Treibstoff pro Tag. Man beobachtet die Temperatur in der Sonde und hält sie relativ hoch, momentan 47°C. Unter anderem erreicht man das, indem man den Prozessor dauerhaft auf seiner höchsten Stufe von 20MHz betreibt. Man hatte festgestellt, dass eine I/O-Karte bei bestimmten Temperaturen zu Resets tendiert.
Aus den Sternsensoren kommen periodisch und kurz etwas stark verrauschte Lage- und Rolldaten. Das Problem scheint aber noch weit von den erlaubten Limits entfernt zu sein.
Quellen:
http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-055 (http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-055)
http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status10_q1.html (http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status10_q1.html)
-
Stardust-NExT steht momentan jeden Tag mit der Erde in Kontakt. Man hat schrittweise das Umschalten des Kontrollsystems vorbereitet und wird am Montag auf die B-Seite umschalten. Neben der Funktionstüchtigkeit und Genauigkeit der RCS-Triebwerke geht es auch um die Genauigkeit und Intensität der Laser in den Gyros, welche nur eine begrenzte Lebenszeit haben. Der Laser im B-Side-Gyro war noch nicht in Betrieb und sollte für das kommende Jahr gute/ausreichende Genauigkeit liefern. Momentan und nächste Woche macht man Aufnahmen mit den Sternenkameras beider Seiten und vergleicht dann die Bilder zum Zweck der Kalibrierung der B-Seite.
Am 25. Mai kommt das nächste Korrekturmanöver zum Anflug auf Tempel-1.
Quelle: http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status10_q2.html (http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status10_q2.html)
-
Stardust-NExT arbeitet immer noch mit der A-Seite. Nachdem am Montag die Kommandos zum Umschalten übertragen worden waren, kam es auf der B-Seite zu einem Zeit- bzw. Sequenzfehler zwischen der Software für den Fehlerschutz/-erkennung und der Sequenz für den abgesicherten Modus*. Die B-Seite konnte ihren Bootvorgang nicht abschließen und die Sonde hat wieder die A-Seite aktiviert.
Die Ursache scheint erkannt worden zu sein und man wird jetzt Quelle und Korrektur ausführlich testen. Wahrscheinlich kommt es erst/frühestens im August zum nächsten Anlauf.
*keine Ahnung was sie damit genau sagen wollen ;)
-
*keine Ahnung was sie damit genau sagen wollen ;)
Zwischen dem normalen Betriebsmodus und dem Safe-Mode gibt es normalerweise noch eine bestimmte Anzahl an Zwischensequenzen. Bei diesen werden bspw. nur einzelne Instrumente und/oder Sub-Systeme in einen eigenen Safe-Mode versetzt. Die Software fuer diese Modi hat, wie alles in einem autonomen Raumfahrzeug, mehrere Zeitgesteuerte Kommandosequenzen, welche genau abgestimmt nacheinander ablaufen um Aenderungen am Betrieb des RFZs vorzunehmen. Wenn es jetzt einen Synchronisationsfehler zwischen den Kommandosequenzen dieser Software und den Kommandos fuer den Safe-Mode gibt, kann das natuerlich zu Problemen fuehren.
-
Ich hätte eigentlich erwartet, dass man für so etwas eine passende Simulationsumgebung auf der Erde hat. Bei New Horizon steht ja praktisch eine zweite Sonde bereit ....
-
Die hat man natuerlich in der Regel auch, was aber nicht verhindert, dass sich doch hin und wieder mal der allseitsbekannte Fehlerteufel (Bug) einschleicht.
-
Am Dienstag hat Stardust-NExT sein Korrekturmanöver TCM-29 ausgeführt. Die Triebwerke haben für 59s gearbeitet.
-
Stardust-NExT hat sich um 180° gedreht, um robustere Ergebnisse vom Sternensensor zu erhalten. Zuletzt hatte der Sensor in Richtung Aries gezeigt und Taurus kam zusammen mit den Plejaden ins Bild. Das hatte ein erhöhtes Rauschen in den Daten erzeugt, was wiederum zu unnötigen Triebwerkszündungen zur Lagekontrolle führte. Stardust-NExT schaut jetzt zu Taurus, Gemini kommt ins Blickfeld und die Plejaden verlassen es.
-
Der "side-swap" war erfolgreich. Die B-Seite der Bordsysteme arbeitet problemlos. Die Laser der IMU (Intertial Measurement Unit, Trägheits-Mess-System) auf er B-Seite arbeiten zur Überraschung mit einer Intensität als wären sie fabrikneu. Damit kann die Lagekontrolle der Sonde bis zum Missionsende April 2011 mit Gyros durchgeführt werden. Für diese Woche sind noch weiterhin tägliche Kontaktaufnahmen mit der Erde ausgeplant.
Quelle: http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status10_q2.html (http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status10_q2.html)
-
Hallo,
der tägliche Treibstoffverbrauch steigt langsam an, da man der Sonne näher kommt. Außerdem wurde eine Software-Patch für den FlyBy im November aufgespielt, der sog. ‘Godzilla’-Patch wegen seines Umfgangs. Man hat v.a. die Fähigkeiten der Software verbessert den Zielkometen mit der Kamera zu "tracken". Während des Flybys wird die Software auch ein Rollmanöver starten, um den Kometen im Blick zu behalten.
-
Guten Morgen,
die Sonde hat gestern ihr Manover TCM-29A durchgeführt. Die Triebwerke haben für 38,2s gearbeitet und die Geschwindigkeit um 0,7m/s geändert. In den kommenden Tagen wird man die Bahn neu bestimmen und Kommandos für die Kalibrierung der Kamera übertragen.
-
Und auch dieser Flyby am 14. Februar 2011 ist jetzt im Kalender vermerkt.
-
Das Perizentrum wurde bei 0,97 AU passiert. Im Termalteam "freut" man sich jetzt auf niedrigere Bordtemperaturen.
Quelle: http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status10_q3.html (http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status10_q3.html)
-
Für Dienstag ist ein Korrekturmanöver TCM geplant. Um den Orbit genauer zu bestimmen, werden momentan häufiger Navigationsdaten durch die Bodenstationen gewonnen.
Die Kapazität der Batterien wird durch deren Druck bestimmt und der wurde jetzt erhöht. Da die Temperatur an Bord langsam fällt, kann man jetzt den Innendruck der Batterien erhöhen und so deren Kapazität.
-
Hallo,
für Samstag plant man das Manöver TCM-30A.
-
...
Die Kapazität der Batterien wird durch deren Druck bestimmt und der wurde jetzt erhöht. Da die Temperatur an Bord langsam fällt, kann man jetzt den Innendruck der Batterien erhöhen und so deren Kapazität.
Hallo Daniel,
weisst Du, wie genau das bei den konkreten Batterien geht?
Gruß Pirx
-
Da muss ich passen. Mit Batterien kenne ich mich nicht aus. Ich vermute aber, dass das ein grundlegender Aspekt von Batterien ist.
-
Hallo Thomas,
ich hatte das damals unscharf formuliert. In der Quelle steht, dass man den Schwellwert des Innendrucks erhöht hat. Das hört sich nach Einstellung eines Regelkreises an. Die Batterie darf jetzt während des Ladens und des Betriebs einen höheren Druck besitzen, bevor abgeschaltet wird. Wie das genau auf die Kapazität wirkt, da muss ich passen, evtl. über die zum Druck proportionale Temperatur.
-
Ich bin mal auf den nächsten Statusbericht gespannt. Der Orbiter hatte letzte Woche ja offenbar einen Safe-Mode. Gleichzeitig sollte am Wochenende eine Manöver (TCM-30A) fliegen. Da das offenbar nicht mehr möglich war (aber evtl. auch nicht nötig), bin ich auf die Bewertung gespannt.
-
Kaum gesagt ... Schon obsolet ...
The trajectory correction maneuver, which adjusts the spacecraft's flight path, began at 2 p.m. EST (11:00 a.m. PST) on Nov. 20. The Stardust spacecraft's rockets fired for 9 seconds, consumed about 41 grams (1.4 ounces) of fuel and changed the spacecraft's speed by all of 0.33 meters per second (about 0.7 miles per hour). The maneuver was designed to target a point in space 200 kilometers (124 miles) from comet Tempel
Man hat am 20.11. mit 41g Treibstoff für 9s gezündet und die Geschwindigkeit um 0.33m/s geändert. Von einem Safe-Mode ist nicht die Rede.
@redmoon/Mirko: Wo hattest du die Info her?
-
Hallo Schillrich,
die Nachricht vom Safe Mode kam von den Marsrovern :
http://twitter.com/marsroverdriver/status/3907207892566016 (http://twitter.com/marsroverdriver/status/3907207892566016) ( Scott Maxwell, Roverdriver des JPL )
http://marsrovers.jpl.nasa.gov/mission/status_opportunityAll.html#sol2418 (http://marsrovers.jpl.nasa.gov/mission/status_opportunityAll.html#sol2418) ( JPL-Update über die Marsrover-Mission )
Das Ganze müsste sich dann am 13. oder noch wahrscheinlicher am 14. November ereignet haben...
Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
-
Hallo Schillrich,
zu Deinen Worten habe ich folgenden Link gefunden.
http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-390 (http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-390)
Gertrud
-
Ab morgen wird die Sonde den Kometen abbilden. Bis Anfang Januar sollen jede Woche zwei Sätze an Bildern erfasst werden. Ab dem 4. Januar werden dann tägliche Beobachtungen erfolgen.
Am 8. Dezember wurde die Critical Events Readiness Review erfolgreich abgeschlossen.
-
StardustNext hatte den nächsten Safe-Mode. Am 9. Dezember hat gab es einen (Software-)Fehler in der Speicherverwaltung, der zu einem automatischen Neustart geführt hat. Ab dem 11. Dezember hat man die Sonde wieder aus dem Safe-Mode geholt. Alle Systeme arbeiten nominal. Am 4. Januar wird man einen "Kaltstart" machen, um das System zu resetten.
Interessant und kurios in dem Statusbericht ist:
Bei anderen Sonden/Satelliten mit dieser Prozessor- und Speicherarchitektur ist der Fehler bekannt, daher auch die bekannte/erprobte Kur mit dem Kaltstart.
Was mich dann wundert:
Wenn das Problem bekannt war, konnte man es nicht verhindern oder gar prophylaktisch lösen? Automatische Reaktionen haben immer die Gefahr, eine Sonde auch zu verlieren. Aus den wenigen Worten des Berichts geht es nicht hervor, ich würde mich aber fragen, ob und wieso man das nicht anders handhaben konnte. Wurden Informationen ausgetauscht? Gab es "lessons learned" mit anderen Teams und Hersteller? ...
-
Hallo,
die Sonde hat nur noch ca. 3.5 kg Treibstoff an Bord, je nach Messmethode. Man wendet 3 Methoden an: Buchführung der Betriebszeiten der Triebwerke, Druckmessungen im Tank und Erwärmung des Tanks samt Messung der thermischen Antwort des Orbiters. Nach allen 3 Messungen hat man noch genug Treibstoff für den Flyby und die drei noch ausstehenden Korrekturmanöver.
Nach dem Flyby wird man wahrscheinlich das verbleibende in einer Zündung komplett verbrennen, um so die Modelle zur Treibstoffmessung und -vorhersage zu verbessern.
Quelle: http://www.spaceflightnow.com/news/n1012/23stardustnext/ (http://www.spaceflightnow.com/news/n1012/23stardustnext/)
-
Der o.a. Fehler in der Speicherverwaltung, der zu einem Safe-Mode im Dezember geführt hat, wurde am 4. Januar durch einen Kaltstart vollständig "beseitigt". Der Speicher ist jetzt wieder auf "Fabrik-Einstellungen".
Der Operationsplan hat sich stark geändert, durch zwei neue Entwicklungen:
- Es ist weniger Resttreibstoff an Bord als ursprünglich vorhergesagt.
- In den ersten OpNav-Bilder konnte der Komet nicht entdeckt werden.
U.U. ist der Komet nicht hell genug und kann erst in der zweiten Januarhälfte aufgefasst werden. Damit können die Anflugsequenz und die durchzuführenden Korrekturmanöver erst später beginnen. Jetzt sieht der vorläufige Plan so aus: TCM 31 am 31. Januar, TCM 32 am 7. Februar und TCM 33 am 12 Februar 48 Stunden vor dem Flyby. Wissenschafltiche Aufnahmen werden erst 7 Tage vor dem Flyby beginnen.
Mit dem neuen Plan sollen die Sicherheitsmargen im Treibstoff maximiert werden. Außerdem sollen größere als erwartete TCMs ermöglicht werden, wenn der Komet "zu spät" entdeckt wird.
Quelle: http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status11_q1.html (http://stardustnext.jpl.nasa.gov/mission/mission_status11_q1.html)
-
Es gibt weitere Details zum Tempel-1-Flyby:
Quelle: http://www.planetary.org/blog/article/00002884/ (http://www.planetary.org/blog/article/00002884/)
- Der Komet ist noch nicht auf den Bildern zu sehen, man weiß aber vom Boden sehr genau, dass er "da" ist. Jetzt hofft man auf Ende Januar für erste Navigationsbilder durch die Sonde. Je eher desto besser, um noch effizient den Anflug korrigieren zu können.
- Die Sonde hat keine Reaktionsräder. Der wenige Treibstoff muss für Kurskorrekturen und zur Lagesteuerung im Flyby genutzt werden, u.dann auch noch zur Ausrichtung für die Übertragung der Daten zur Erde. Es ist eng, aber man ist zuversichtlich.
- 48h vor dem Flyby wird man eine letzte Korrektur machen (können).
24h vor dem Flyby beginnt der vorprogrammierte Anflug.
1h vor dem Flyby beginnt die Sonde mit autonomer Navigation des Flybys über ihre Kamera. - Es gibt zwei mögliche Rotationen des Kometen, quasi 180° phasenverschoben. Wenn man "die Falsche" erwischt, wird man den Deep-Impact-Krater nicht sehen. Auch hier ist man zuversichtlich "die Richtige" für das Timing gewählt zu haben.
-
Guten Morgen,
STARDUST-NExT hat (endlich) den Kometen Tempel 1 am 18. und 19. Januar erfasst. Die Daten können jetzt bei Navigationslösung helfen:
(https://images.raumfahrer.net/up012380.jpg)
Bild: NASA/JPL-Caltech
-
Und hier noch ein hübsches, kurzes Video mit den Höhepunkten der Mission:
- Start
- FlyBy an Asteroid Anne-Frank
- FlyBy an Komet Wild 2
- Rückkehr der Probenkapsel zur Erde
- FlyBy an Komet Tempel 1
ws
NASA Jet Propulsion Laboratory, California Institute of Technology Music
-
STARDUST-NExT hat am 31.01.2010 eine Kurskorrektur gemacht. Die Triebwerke wurden für 130s gezündet. Mit 300g Treibstoff wurden 2,6 m/s Geschwindigkeitsänderung erzielt.
-
Mit 300g Treibstoff wurden 2,6 m/s Geschwindigkeitsänderung erzielt.
Wow! Das sind Werte! :o :D
Wenn das beim Shuttle auch so leicht wäre...! ;)
-
Das Date mit einem Kometen
Hier ein Film von JPLnews zur Stardust NexT Mission und den geplanten Vorbeiflug an dem Kometen Tempel 1 am 14. Februar.
-
Es gab eine weitere Korrektur am 7. Februar:
30s mit 69g haben 0,56m/s erzielt.
-
Mal eine beeindruckende Zahl:
Fast eine halbe Millionen mal haben die Triebwerke von Stardust in den 12 Jahren der Mission gezündet.
Dabei werden auch alle kleinen Zündungen einzelner Triebwerke zur Lageregelung gezählt. Da Stardust keine Drallräder an Bord hat, wurde mehrmals am Tag ein Schubs gegeben.
Man geht jetzt davon aus weniger als 3 Prozent Tankinhalt zu besitzen. Durch das Zusammenrechnen der Zündungen/Manöver (eine Möglichkeit zur Bestimmung) sind die Werte aber mit starken Rundungsfehlern behaftet.
Die Übertragung der 72 Bilder wird ca. 10 Stunden dauern, nachdem sich Stardust nach dem Flyby (hoffentlich) wieder zur Erde ausgerichtet hat. Eine Herausforderung bei der Datenübertragung ist noch die kommende Konjunktion. Stardust und Tempel-1 sind quasi auf der anderen Seite der Sonne in diesen Tagen.
-
Hallo,
wenn Ihr eine ungefähre Ahnung habt, wie viele Kilometer die Stardust-Sonde auf ihrer Reise insgesamt zurückgelegt hat, dann könnt Ihr ja an diesem Wettbewerb der Planetary Society teilnehmen :
http://planetary.org/special/fromearth/stardustcontest/ (http://planetary.org/special/fromearth/stardustcontest/) ( engl. )
Ihr habt noch bis zum 15. Februar 05:00 MEZ Zeit, um Eure Schätzungen einzutragen.
Die zehn Teilnehmer, welche der Lösung am nächsten kommen, gewinnen jeweils ein T-Shirt...
Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
-
Guten Morgen,
mit einem mal wurden gesammalt die Updates der vergangenen 7 Tage veröffentlicht:
- Seit dem 8. Februar hat man 24-Stunden-Kontakt (bzw. die Möglichkeit) über das DSN. Jeden Tag hat man mindestens einmal Kontakt mit der 70m-Station. Man nahm 8 Navigationsbilder alle 2 Stunden auf und hatte 50 in den 2 Stunden Minuten zum Downlink der Daten.
- Donnerstag
Letztes bake-out der Kamera wurde begonnen.
- Freitag
Das bake-out wurde abgeschlossen. In den Bildern konnte man erstmals den Kern erkennen und hat die Lösung für das Manöver TCM-33 angepasst. - Samstag
TCM-33 wurde 50s lang durchgeführt und hat 0,9m/s Geschwindigkeitsänderung gebracht. Damit hat man die Sonde ein letztes mal um 170km am Ziel versetzt. - Sonntag
TCM-34 wurde abgesagt. Die Flyby-Distanz wurde mit 191km +-1km berechnet. Zeit der engsten Annäherung wurde auf 4:40 UTC am Montag vorhergesagt. Entsprechend wurde die letze Timingsequenz für die Aufnahmen an Bord übermittelt.
Tja ... STARDUST-NExT ist schon vorbei ... :) ... jetzt sollten die Daten durchs Sonnensystem strömen.
-
Hallo Daniel,
der Vorbeiflug erfolg allerdings erst am morgigen Dienstag ( 15. Februar ). Auf der Homepage von Stardust-NExT wird als genauer Zeitpunkt 05.48 MEZ angegeben :
http://stardustnext.jpl.nasa.gov/index.html (http://stardustnext.jpl.nasa.gov/index.html)
Die ersten Bilder von dem Vorbeiflug werden dann gegen 09:00 MEZ erwartet.
Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
-
grmpffff *AnDieStirnPatsch* ... Die NASA hat (für meinen Kopf) zu sehr den Bezug Valentinstag und Flyby hergestellt ... :D
-
Hi,
der morgen früh stattfindende Flyby wird natürlich auch von Nasa TV übertragen hier die Übertragungszeiten von Nasa TV:
February 15, Tuesday
05:30 - 07:00 (MEZ) - Live Stardust-NeXT Mission Commentary (including coverage of closest approach to Comet Tempel 1 and re-establishment of contact with the spacecraft following the encounter) - JPL (Public, HD and Media Channels)
09:00 - 10:30 (MEZ) Live Stardust-NeXT Mission Commentary (resumes with the arrival of the first close-approach images of Comet Tempel 1) - JPL (Public, HD and Media Channels)
19:00 (MEZ) - Stardust-NeXT Post-Encounter News Briefing - JPL (Public, HD and Media Channels)
Wer sich nochmal informieren möchte über den FlyBy kann dies tun indem er die folgende Presse Konferenz der Nasa anguckt:
Gruß Ian
-
E-11h
Die letzten Kommandos wurden an die Sonde übertragen. Die meisten "Sicherungen" (in der Software) wurden jetzt entfernt. Wenn ein safe-mode eintritt, wird die Sonde direkt und von selbst versuchen sich wieder in Betrieb zu nehmen und mit der Flyby-Prozedur fortzufahren.
- Bei E-9h Stunden beginnen die Flyby-Prozeduren an Bord. Das Heizelement der Navcam wird dann deaktiviert werden, um das letzte Abkühlen einzuleiten.
- Bei E-1h wird sich die Sonde zum Kometen ausrichten. Von da an erwartet man nur noch Basistelemetrie mit einer niedrigen Datenrate von 504 bps.
- Zwischen E-5min und E+5min wird man wahrscheinlich gar kein Signal empfangen. Zu diesen Zeitpunkt macht die Sonde ihr letztes Rollmanöver zum Ausrichten und Folgen der Instrumente.
Die Berichterstattung vom Team finde ich sehr spannend, deutlich besser als es bei EPOXI gemacht wurde. Man bekommt in Ansätzen ein Gefühl wie komplex die Abläufe sind, wie stark die Autonomie der Sonden genutzt wird und wie flexibel man bis in die letzten Stunden die Abläufe gestalten muss, um möglichst noch auf neue Messwerte und Lösungen reagieren zu können.
-
Hallo,
kurzes Update :
Laut Stardust Mission Control ist der FlyBy erfolgreich verlaufen. Bereits in der Anflugphase wurden 46 Bilder mit einem wissenschaftlichen Hintergrund aufgenommen. Insgesamt sollten es 72 wissenschaftliche Aufnahmen werden, die anscheinend auch alle angefertigt wurden. Insgesamt hat die Raumsonde jetzt 122 Aufnahmen im Speicher ( der Rest sind wohl Navigationsaufnahmen ).
Aufgrund der großen Entfernung zwischen Stardust und der Erde und der geringen Sendeleistung der Raumsonde benötigt man für den Downlink jedes einzelnen Bildes rund 15 Minuten. Erste Bilder sollen gegen 9:00 MEZ empfangen werden.
Außerdem hat das "Dust Flux Monitor Instrument" Einschläge von Staubpartikeln registriert.
Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
-
Interessant fand ich in der Übertragung: die Kamera ist ein Spare-Part des Voyagerprojekts.
-
Hi,
zu der Mission ist auch die Live Simulation die man sich hier angucken kann: http://solarsystem.nasa.gov/eyes (http://solarsystem.nasa.gov/eyes) recht sehenswert.
Gruß Ian
-
Hallo,
zum Zeitpunkt der dichtesten Annäherung war Stardust lediglich 181 Kilometer von dem Kometen entfernt - 10 Kilometer dichter als erwartet...
Als nächstes soll sich die Raumsonde jetzt wieder auf die Erde ausrichten und die Übertragung beginnen. Ein erstes Kontaktsignal wird gegen 8:00 MEZ erwartet.
Dass man als Kamera ein "Ersatzteil" einer uralten Mission verwendet, hätte ich jetzt auch nicht erwartet. Andererseits - die Kamera hat ja bereits bei den Voyagers funktioniert....
Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
-
Die Hauptantenne die für das Senden der Bilder verantworlich ist wurde soeben auf die Erde gerichtet und der Download der Bilder hat somit begonnen.
Gruß Ian
-
Wenn ich das richtig verstanden habe muss das DSN neu konfiguriert werden, da man nun nichtmehr Daten in Australien sondern von nun an von Madrid in Spanien erhält. Die ersten Bilder wird mal wohl gegen 9:45 MEZ erhalten.
-
Nasa TV hat nun ihre Übertagung beendet und wird diese gegen 09:00 MEZ wieder aufnehmen.
Gruß Ian
-
Interessant fand ich in der Übertragung: die Kamera ist ein Spare-Part des Voyagerprojekts.
Nur die Optik. Mehr darüber kann man hier finden: http://stardust.jpl.nasa.gov/mission/camera.html (http://stardust.jpl.nasa.gov/mission/camera.html)
-
Das macht auch mehr Sinn :). Ich denke nicht, dass man die Elektronik der 70er in einen Satellitenbus um die Jahrtausendwende noch integrieren konnte ;).
-
Ich mein gelesen zu haben das einer der Antennen auch ein Produkt ist was ursprünglich für Cassini gebaut wurde. Dann wurde hier ja richtig recycling betrieben. ;) So nach dem Motto: mal gucken was wir noch an Ersatzteilen haben und mal gucken was wir daraus zusammen schrauben können. :D
-
Der Transponder, also nicht direkt die Antenne.
-
Hi,
Nasa TV sendet wieder Live aus dem Control Center in Denver. Derzeit kein Audio Kommentar... man wartet immer noch auf die ersten Bilder die gegen 09:45 MEZ eintreffen sollen...
Gruß Ian
PS: Kommt doch mal in den Chat und leistet mir Gesellschaft ich bin so alleine. ;)
-
Hallo,
nachdem die DSN-Station in Canberra die ersten Signale nach dem FlyBy empfangen hatte, wurde der Empfnag der weiteren Daten durch die DSN-Station bei Madrid fortgesetzt. Aufgrund des dortigen schlechten Wetters ( Regen ) begann man mit der Datenübertragung 40 Minuten später als ursprünglich vorgesehen. Der Grund hierfür war wohl, dass sich die Raumsonde zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ganz so dicht über dem Horizont befunden hat... :-\
Gegen 9:50 wurde das erste Bild empfangen. Dabei zeigte sich allerdings, dass sich wohl irgendwo ein Fehler eingeschlichen hatte. Eigentlich sollten die Bilder, die während der dichtesten Annäherung aufgenommen werden, zuerst übermittlet werden. Stattdessen erhielt man Bilder vom Anfang der Aufnahmesequenzen, die den Kometen aus einer größeren Entfernung zeigen. Die Bilder mit der größten Auflösung werden jetzt erst später an das Kontrollzentrum übermittelt...
Das kann sechs, eventuell aber auch bis zu acht Stunden dauern. Sollte dies der Fall sein, so wird eventuell die für heute Abend ( MEZ ) geplante Pressekonferenz verschoben, um den Wissenschaftlern mehr Zeit für eine erste Interpretation der Bilder zu geben...
Hier die beiden bisher veröffentlichten Bilder :
http://www.jpl.nasa.gov/news/stardust/ (http://www.jpl.nasa.gov/news/stardust/)
P.S.: Mittlerweile sind es drei Bilder. Vielleicht wird diese Seite also in regelmäßigen Abständen weiter aktualisiert...
Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
-
Hallo,
die bisher veröffentlichten Bilder :
https://images.raumfahrer.net/up012682.jpg (https://images.raumfahrer.net/up012682.jpg)
https://images.raumfahrer.net/up012684.jpg (https://images.raumfahrer.net/up012684.jpg)
https://images.raumfahrer.net/up012685.jpg (https://images.raumfahrer.net/up012685.jpg)
https://images.raumfahrer.net/up012686.jpg (https://images.raumfahrer.net/up012686.jpg)
https://images.raumfahrer.net/up012687.jpg (https://images.raumfahrer.net/up012687.jpg)
Die Nummer "30038" sollte dann das Bild aus der kürzesten Entfernung sein.
Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
-
Da zeichnet sich tatsächlich ein heller Bereich im dunklen ab :o ! Sollte das der Einschlag sein?? :D
Terminus (aufgeregt)
-
Bis jetzt sehe auf der Homepage nur 6 Bilder :-\
Stimmt da was nicht?
-
Bis jetzt sehe auf der Homepage nur 6 Bilder :-\
Stimmt da was nicht?
Keine Sorge, das ist schon ok so. Die Datenübertragung läuft noch und ist wohl ausgesprochen langsam, bis heute Abend (MEZ) sollte aber alles da sein.
[...später...]
Bei spiegel.de schreiben sie jetzt, das wäre das erste Mal, dass ein Komet von zwei Sonden besucht worden sei. Genau dasselbe wollte ich eben hier auch schon bejubeln, aber war mir dann unsicher, ob das überhaupt stimmt... :-\
-
[...später...]
Bei spiegel.de schreiben sie jetzt, das wäre das erste Mal, dass ein Komet von zwei Sonden besucht worden sei. Genau dasselbe wollte ich eben hier auch schon bejubeln, aber war mir dann unsicher, ob das überhaupt stimmt... :-\
Wie man's nimmt. ;)
Halley wurde 1986 von 5 Sonden "besucht" (Giotto, Sakigake, Suisei, Vega 1&2). Soweit ich weiß, ist Tempel-1 allerdings der erste Komet, der zweimal mit einem zeitlichen Abstand von mehreren Jahren besucht wurde.
-
Hallo,
Weitere Bilder sind online...
Bild Nummer 30034 :
(https://images.raumfahrer.net/up012680.jpg)
Image Credit : NASA, JPL-Caltech, Cornell
Bild Nummer 30037 :
(https://images.raumfahrer.net/up012681.jpg)
Image Credit : NASA, JPL-Caltech, Cornell
Die Pressekonferenz beginnt wahrscheinlich erst 22:00 MEZ. Das ist aber noch nicht endgültig entschieden.
Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
-
Tja ... wo ist der Einschlagskrater? ;)
-
Hier ein kurzer Film zu dem Flyby heute auf NASA-TV erschienen.
-
Halley wurde 1986 von 5 Sonden "besucht" (Giotto, Sakigake, Suisei, Vega 1&2).
Stimmt, ich erinnere mich. Das war ja die legendäre "Nacht des Kometen", als das ZDF eine stundenlange Livesendung bis tief in die Nacht daraus machte und von Giotto ein Bild nach dem anderen hereinflimmerte... bis kurz vor der nächsten Annäherung die Sonde etwas abbekam und die blöde Kamera ausfiel. >:(
Aber zurück zur Gegenwart: Ich bin bei Tempel 1 (auch) darauf neugierig, wie derselbe Komet (oder überhaupt ein kleines Objekt) durch verschiedene Kameras betrachtet aussieht. Wenn die 80er-Jahre-Halley-Sonden auch schon zu solchen Top-Bildern in der Lage gewesen wären wie die heutigen Sonden und diese Sonden auch noch vergleichbare Bilder geliefert hätten, wäre das ideal gewesen. Aber die alten Bilder sind ja überhaupt nicht vergleichbar, somit ist Stardust@Tempel 1 die Premiere in dieser Disziplin. :)
Soweit ich weiß, ist Tempel-1 allerdings der erste Komet, der zweimal mit einem zeitlichen Abstand von mehreren Jahren besucht wurde.
Genau... der zeitliche Abstand ist allein schon cool... dass "wir" den Kometen damals mit dem Impaktor beharkt haben und jetzt die Auswirkungen sehen können, macht es dann obercool. :D
Terminus
-
In ein paar Minuten (um 21:45) fängt auf Nasa TV die Ergebniskonferenz an.
Erst Stardust und dann ATV - Wahnsinn
Gruß
Matjes
-
Auf diesem Bild (https://images.raumfahrer.net/up012674.jpg) von Tempel 1 erscheint die Kometenoberfläche in dem Bereich "unten links" doch auffallend hell. Nun kommt ja auf der Aufnahme das Sonnenlicht ebenfalls von unten, also ist der Komet "unten" eh am hellsten.
Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass diese Aufhellung unten links nicht nur reflektiertes Sonnenlicht sein könnte, sondern tatsächlich ein Oberflächenfeature. :)
In dem besagten Bereich ist ja auch eine längliche... hm... "Vertiefung" mit relativ "frisch" erscheinendem Rand zu sehen. So weit, zu behaupten, dass das der Einschlagkrater ist, würde ich dann aber doch nicht gehen. Dazu erscheint mir diese Vertiefung doch zu groß zu sein. So ein Riesenklotz war der Impaktor ja auch wieder nicht. ???
Terminus
-
Die Message an die Schulkinder war gerade gut:
"If you wonder how to shoot a spaceship into space and target it a few hundred km off a comet after 12 years of travel .... it's done with math!"
(sinngemäß zitiert)
-
Alle vier Untersuchungsziele wurden erreicht, also die Aufnahmen (3 Ziele) und Staubanalyse (1 Ziel).
-
Der Einschlagskrater ist gedämpfter/flacher/unscheinbarer als erwartet. Im Inneren hat man einen Berg/Hügel entdeckt, was dafür spricht, dass ausgeworfenes Material wieder zurückgesunken ist und der Boden sehr weich war/ist und sich auch direkt verformt hat.
Die Sonde wird noch 2 Wochen lang den Kometen im Abflug beobachten.
Interessant war auch eine abgespielte Vertonung der Messungen des Dust-Analyzers, jeder Einschlag an der Front der Sonde ein Ton: taktaktaktaktak ... also "leer" ist der Raum um so einen Kometen bei weitem nicht, v.a. wenn man schnell anfliegt ;).
-
Alle Daten sind am Boden und verifiziert. Man hat das Kommando zum Löschen des Speichers an Bord zu Stardust gesandt. Damit können jetzt die "Abflugbilder" aufgenommen werden. Danach wird die Sonde abgeschaltet werden.
-
Interessant finde ich noch, dass die Partikel in der Koma nicht "einfach da sind", nachdem sie ausgestoßen wurden, sondern dass sie vielmehr weiter fragmentieren, quasi zerplatzen, was zu den "stoßartigen" Spitzen in den gemessenen Einschlägen führt anstelle eines kontinuierlichen Stroms. Die Wissenschaftler haben das mit "Flakbeschuss" plastisch verglichen.
-
Heute ist auch das Astronomy Picture of the Day (http://apod.nasa.gov/apod/ap110216.html)
Comet Tempel 1 from Stardust-NeXT Spacecraft
edit: ein digital geschärftes Bild!
In deutsch auf: http://www.starobserver.org/ap110216.html (http://www.starobserver.org/ap110216.html)
-
Schönes Bild!
Gibt es eigentlich von Wild2 auch so schöne Bilder?
-
Hallo @DeepSpace
schaue bitte in diesen Link,
dort sind gute Bilder gespeichert.
http://stardust.jpl.nasa.gov/photo/wild2.html (http://stardust.jpl.nasa.gov/photo/wild2.html)
Gertrud
-
@Gertrud
Danke, die Seite kannte ich noch nicht!
-
Schön, dass die NASA den Einschlagskrater von ca. 150 Meter Durchmesser doch noch einigermaßen identifizieren konnte. Wenn man aus der ganzen Aktion jetzt eins lernen kann, dann wohl, dass selbst dieser kleine, herumeiernde Himmelskörper mit seinen gerade mal ca. 8x5 Kilometer Größe eben doch ein fliegender Berg von Mount-Everest-Ausmaßen ist, für den der Einschlag des Impaktors aus teilweise massivem Metall noch nicht mal ein Nadelstich war. ::)
Emily Lakdawalla von der Planetary Society hat eine prima Animation der Annäherungsbilder von Stardust an Tempel-1 erstellt, die mir sehr geholfen hat:
(https://images.raumfahrer.net/up012637.gif)
Der Einschlag erzeugte ja 2005 eine enorme Staubwolke und ich hatte die Erwartung, dass das damals aufgewirbelte und sich mittlerweile wieder abgesetzte Material wenn schon keinen großen Krater, so doch wenigstens einen großen hellen Fleck auf dem Kometen hinterlassen haben müsste. :)
Diese Erwartung wurde nun weitgehend enttäuscht: Wenn man die Frames der Animation vorwärts und rückwärts einzeln durchgeht und dabei mal auf die Einschlagstelle achtet, dann erscheint die Region um diese Stelle herum am ehesten noch in den ersten Frames, also aus weiter Ferne, etwas heller als die Umgebung und man könnte annehmen, dass das die Spur der Staubwolke von damals ist.
Je größer der Kometenkern dann wird, desto mehr gleicht sich die Einschlagsregion aber farblich der weiteren Umgebung an. Während der größten Annäherung ist kein heller Fleck zu erkennen, zumindest so lange man noch "von oben" auf die Region sehen kann. Erst als Stardust schon fast vorbei ist und man gerade noch einen letzten seitlichen Blick auf die Einschlagregion erhascht, erscheint die Region nochmal marginal heller.
Im weiteren Abflug ist noch eine Resthelligkeit zu erkennen, die man mit viel gutem Willen so interpretieren könnte, dass die aufgewirbelte Staubwolke quasi ein wenig "um die Kante des Kometenkerns" herumgelappt und sich daher auch dort abgesetzt haben könnte. :-
Dabei kommt dann auch dieses eine Bild, auf dem ich gestern schonmal hier in einem Schnellschussposting meinte, auffällig aufgehellte Oberfläche zu erkennen. Jetzt, mit der Kenntnis der Animation und damit dem Wissen, wo die Einschlagstelle und das dadurch eventuell (!) aufgehellte Territorium tatsächlich ist, erkenne ich, dass der (große) Bereich, den ich für aufgehelltes Territorium gehalten habe (halten wollte ;) ), in Wirklichkeit reflektiertes Sonnenlicht war. Während der (kleinere) Bereich, den ich für reflektiertes Sonnenlicht hielt, eventuell aufgehelltes Territorium sein könnte, halt durch abgesetzten Staub, der beim Absetzen um die besagte "Kante" des Kometenkerns "herumgelappt" sein könnte.
Sorry, es ist schwer, nur mit Worten zu erklären, was ich meine. Haben die bei der Pressekonferenz eigentlich etwas zu der Staubwolke gesagt? Ich habe die PK selber nicht gesehen, nur die Veröffentlichungen seither gelesen, z.B. eben diesen Blogeintrag (http://www.planetary.org/blog/article/00002918/) von Frau Lakdawalla.
Was ich ansonsten faszinierend finde, sind die Bilder von der Erosion dieses "smooth terrain", die gezeigt wurden, mit den zurückweichenden Kliffs und den verschmelzenden Löchern. Allein dafür hat es sich wirklich gelohnt, den Tempel nochmal zu besuchen. :D
Okay, mission accomplished. Und wann bringen wir jetzt die erste Atombombe zu so einem Objekt, um zu testen, ob wir so wenigstens eine Chance haben, den fliegenden Berg ein bisschen zu stupsen?? ;D
Terminus
-
Hallo,
ich kann dir nicht ganz folgen. Was ist der Unterschied zwischen "aufgehelltem Terrain" und "reflektiertem Sonnenlicht"? Das ist doch alles reflektiertes Sonnenlicht ... :-\ ... also wirklich alles, was wir auf den Bildern sehen.
-
Hi,
hier ein Best Of des Tempel 1 flyby von Stardust:
Gruß Ian
-
Was ist der Unterschied zwischen "aufgehelltem Terrain" und "reflektiertem Sonnenlicht"?
Erfahrungsgemäß dunkeln die Oberflächen aller Himmelskörper im Sonnensystem unter dem Einfluss des Lichts ja nach. Das heißt, nicht weit unter der Oberfläche ist i.d.R. helleres Material, das bei Störungen aller Art zutage tritt. Ein Paradebeispiel ist der Tycho-Krater auf dem Mond oder auch die Radspuren der Rover auf dem Mars.
In der besagten Animation von Tempel-1 sehe ich zwar leider keine deutliche Aufhellung durch den "Deep Impact"-Einschlag (auch in der verschwommenen Nahaufnahme der Einschlagstelle durch Stardust erscheint der Krater ja nicht gerade besonders auffallend...). Aber zumindest meine ich in manchen Frames zu sehen, dass das Gelände minimal heller erscheint als die Umgebung.
Das ist doch alles reflektiertes Sonnenlicht ... :-\ ... also wirklich alles, was wir auf den Bildern sehen.
Das sehe ich nicht ganz so. Ich habe mir aus der Animation die gesamten 39 Frames mit Irfanview extrahiert und kann mir diese "Rohbilder" vorwärts und rückwärts angucken. Es ist aber schwer, das hier online zu zeigen. Ich müsste dazu die Frames bearbeiten (u.a. Einschlagstelle markieren) und sie wieder auf einen Webspace laden. Das ist mir zuviel Aufwand.
Anleitung zum Selbermachen:
- Alle Frames aus der Animation extrahieren, z.B. mit Irfanview. Die folgende Benennung der Frames beginnt dann mit 1.
- Die Einschlagstelle identifizieren (in Frame 24 ist sie wohl am besten zu sehen, es handelt sich um das Gebiet zwischen den beiden auffälligen kleinen Kratern in der Mitte des Kometenkerns, vergl. auch Bild 6 in dieser Nasa-Galerie (http://www.nasa.gov/mission_pages/stardust/multimedia/gallery-index.html)).
- Die Frames vor und zurück durchsteppen und auf die Helligkeitsverhältnisse achten.
- Dann sind es die Frames 2-14 (Ansicht aus weiter Ferne) sowie vor allem 26 und 27 (seitliche Ansicht im Vorbeiflug), wo ich der Ansicht bin, dass das Gelände in der Nähe des Einschlags etwas heller erscheint als die Umgebung und dass das auch nicht reflektiertes Sonnenlicht sein kann, da das Sonnenlicht aus einer anderen Richtung kommt. Der Helligkeitsunterschied ist aber wirklich nicht groß.
Terminus
-
Hallo,
meinst du, dass "fremdes" Licht von der Seite in die Optik und auf den Sensor kommt, quasi von außerhalb des Strahlengangs? So funktioniert doch keine Optik. Durch Blenden/Linsen/Spiegel wird jeder (reale) Punkt eindeutig auf einen Bildpunkt abgebildet. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie "von der Seite" Licht den Sensor erreichen sollte.
-
Mahlzeit!
... Ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie "von der Seite" Licht den Sensor erreichen sollte.
Eventuell ist hier Streulicht (http://de.wikipedia.org/wiki/Streulicht) gemeint und wird unter anderem durch Streulichtblenden minimiert. Diese werden auch als Gegenlichtblenden bezeichnet. Streulicht kann man wahrscheinlich nicht auf null reduzieren.
Gruß
Peter
-
Also ich sehe in den benannten Frames nichts Auffälliges. Unterschiede in der (Oberflächen-)Helligkeit zwischen den Frames können auch durch die Gesamtintensität allen reflektierten Lichts kommen und wie der Sensor das verarbeitet bzw. sich anpasst.
(https://media.raumfahrer.net/upload/2023/10/29/20231029200504-e4ddf747.jpg)
(https://media.raumfahrer.net/upload/2023/10/29/20231029200505-8888062f.jpg)
(https://media.raumfahrer.net/upload/2023/10/29/20231029200506-6c886a37.jpg)
-
Hallo
Gab es eigentlich eine messbare Änderung der Flugbahn durch den Impact?
Vierer
-
Hallo,
theoretisch und real schon, aber am Ende für uns, ebenso real, wohl nicht bestimmbar, da ein Komet durch seine Ausgasungen und den Masseverlust seine Bahn im Laufe der Jahre eh ändert. Das heißt, dass sich der Effekt des Impaktors im Allgemeinen in den Messdaten nicht signifikant zeigen wird und vielleicht im Messfehler schon selbst untergeht.
-
meinst du, dass "fremdes" Licht von der Seite in die Optik und auf den Sensor kommt, quasi von außerhalb des Strahlengangs? ... Ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie "von der Seite" Licht den Sensor erreichen sollte.
Neinnein, Entschuldigung, so meine ich das natürlich nicht. Ich drücke mich anscheinend missverständlich aus. :-\
Ich meine den Kometenkern. Dieser ist ja offensichtlich keine Kugel, sondern in gewisser Weise kantig, hat also "Seiten". Die Region, in der der Impaktor eingeschlagen ist, mit diesen auffälligen zwei kleinen Kratern so ziemlich in der Mitte, liegt mitten auf einer gewölbten Fläche - oder sagen wir mal "Ebene" dazu, jetzt als Landschaftsbegriff und nicht mathematisch o.ä. gemeint. Genau auf diese Ebene rast Stardust zu Beginn der Animation zu (wenn das so Absicht von dem Team war, war es wirklich ein super Timing, Kompliment :D ).
Auf dem ersten deiner drei Frames sieht man diese Ebene noch in der Draufsicht hinunter. Auf dem zweiten Frame blickt man genau auf den "Grat" hinunter, der diese Ebene von der nächsten gewölbten Ebene abgrenzt.
Auf dem dritten Frame sieht man auf diese "nächste Ebene" hinunter. Die ist an sich unwichtig, aber man erhascht halt noch ganz links, über den Grat hinweg, einen letzten Blick von der Seite auf die Ebene mit dem Einschlag. Und man sieht, dass ein Teil dieser Ebene etwas heller erscheint!
Dieser leichte Helligkeitsunterschied kann IMHO kein reflektiertes Sonnenlicht sein, denn das Licht kommt ja offensichtlich von "oben" und nicht von links. Daher könnte ich mir gut vorstellen, dass diese leichte Hellfärbung eine Spur des "Deep Impact"-Einschlags ist. :)
Terminus
-
Hallo Zusammen,
Bei dem Vorbeiflug am Kometen Tempel1am 14.2.2011
wurde die Raumsonde von Staubpartikel und kleinen Eisfragmenten getroffen.
Davon gibt es jetzt eine Tonaufnahme mit den Schallwellen,
welches von dem Dust Flux Monitor Instrument erstellt wurde.
Es werden aber nur einen Bruchteil der elf Minuten gezeigt.
(https://images.raumfahrer.net/up022527.jpg)
https://images.raumfahrer.net/up022528.jpg (https://images.raumfahrer.net/up022528.jpg)
das Video mit den Tonsignalen
http://www.jpl.nasa.gov/video/index.cfm?id=970 (http://www.jpl.nasa.gov/video/index.cfm?id=970)
Gertrud
-
Hier ein verstärktes Bild von planetary.org, auf dem man Jets des aktiven Kometenkerns sehen kann:
(https://images.raumfahrer.net/up012756.jpg)
Bild: NASA / JPL / Cornell
-
Morgen werden die letzten Aufnahmen mit der NavCam gemacht. Danach beginnt man die Abschaltung der Sonde.
-
Ich habe früher gelesen, man wird vor dem Abschalten noch einmal das Triebwerk zünden, und zwar solange, bis der verbleibende Treibstoff tatsächlich komplett verbraucht ist.
Damit möchte man einen Abgleich schaffen zwischen dem Modell zur theoretischen Berechnung des Treibstoffvorrats und dem tatsächlichen Wert Über diesen Praxistest will man die heute verwendeten Modelle zur Treibstoffberechnung weiter verbessern.
Kannst Du das bestätigen ?
-
Ich habe früher gelesen, man wird vor dem Abschalten noch einmal das Triebwerk zünden, und zwar solange, bis der verbleibende Treibstoff tatsächlich komplett verbraucht ist.
Damit möchte man einen Abgleich schaffen zwischen dem Modell zur theoretischen Berechnung des Treibstoffvorrats und dem tatsächlichen Wert
Die Idee klingt jedenfalls zu gut, um es nicht zu machen. :)
Eigentlich klingt sie sogar zu gut, um es nicht längst gemacht zu haben, d.h. ich frage mich, ob "sie", also irgendwelche anderen Teams, das mit ihren Sonden nicht schon bei früheren Gelegenheiten getestet haben oder vielleicht sogar bei jeder Mission austesten, die aus diesem Grund beendet wird?
Oder kommt es vielleicht gar nicht so oft vor, dass eine Mission beendet wird, weil man keinen Treibstoff mehr hat? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, oft von sowas gehört zu haben? Zumindest bei Deep-Space-Missionen waren es AFAIR irgendwelche Defekte oder die absichtliche Vernichtung der Sonde in einem Harakiri-Manöver (z.B. Magellan, Galileo, Cassini ;) ).
Terminus
-
Hallo Berliner,
Du hast Dich richtig erinnert. Heute gegen Mitternacht erfolgt die letzte Triebswerkzündung der Raumsonde Stardust. Im Rahmen dieses Manövers soll sämtlicher verbliebener Treibstoff aufgebraucht werden. Dadurch sollen die Modelle über den Treibstoffverbrauch während der bisherigen Mission verfeinert werden. Die dabei gewonnenen Daten werden für zukünftige Missionen relevant sein.
Mehr dazu beim JPL : http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2011-094 (http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2011-094)
Schöne Grüße aus Hamburg und bis morgen in Berlin (https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=420.msg180412#msg180412) - Mirko
-
146s haben die Triebwerke gebrannt, dann waren die Tanks leer. Um 0:33 wurde die letzten Signale der Sonde empfangen (oder ausgesandt).
-
Hier ein Artikel im Portal zum Ende von Stardust. http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/27032011172436.shtml (http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/27032011172436.shtml)
-
Hallo Zusammen,
Sieben winzige Körner von Stardust sind wahrscheinlich Interstellare Raumpartikel.
Seit der Rückkehr der Raumsonde Stardust im Jahr 2006 untersuchen die Wissenschaftler im Aerogel und Aluminiumfolie Kollektoren die gesammelten Partikel. In den Detektoren befinden sich weitaus vielfältigere Partikel in Bezug auf die chemische Zusammensetzung und Struktur, als bisher angenommen wurde. Die kleineren Partikel unterscheiden sich stark von den größeren und könnten eine unterschiedliche Geschichte gehabt haben. Viele große Partikel haben eine flauschige Struktur, wie eine Schneeflocke. Die Tatsache, dass die beiden größten flauschigen Teilchen kristallines Material hat - das Magnesium-Eisen-Silikat-Mineral Olivin - kann bedeuten, dass es sich um Teilchen handelt, die von den Scheiben um anderen Sterne kamen und sie wurden in dem interstellaren Medium verändert.
Von zwei Teilchen, die jeweils nur etwa zwei Mikron Durchmesser haben, wurden die Spuren in den Aerogel-Detektoren isoliert.
Sie wurden von Freiwilligen, die sich „Dusters“ nennen, aus mehr als eine Million Bilder die durch Stardust @ home gescannt wurden, entdeckt. Es ist ein UC Berkeley Bürger-Science-Projekt, die entscheidend für die Suche nach diesen Nadeln im Heuhaufen bewährt hat. Sie haben bis jetzt 69 Partikel gefunden. Sobald die „Dusters“ eine wahrscheinliche Spur haben, überprüfen Andrew Westphal, Hauptautor der Science-Artikel, und sein Team die Identifikationen.
Einunddreißig davon wurden zusammen mit umliegenden Aerogel von den Wissenschaftlern extrahiert und an UC Berkeley gesendet und analysiert werden.
Stardust @ home wird auch weiterhin die restlichen Detektoren von Aerogel analysieren, sobald Phase 7 startet. Am 15. August wird auch die Foil-Analyse in das Projekt aufgenommen werden.
Die zwei Teilchen, genannt "Orion" und "Hylabrook", werden weitere Tests unterzogen, um ihre Sauerstoffisotopenmengen zu bestimmen, die noch einen stärkeren Beweise für ihre extrasolaren Ursprungs bieten könnte.
Der Stardust Aerogel Staubsammler
(https://media.raumfahrer.net/upload/2023/10/29/20231029200308-6bf1b3d2.jpg)
(https://media.raumfahrer.net/upload/2023/10/30/20231030143459-7d22b19e.jpg)
Bildnachweis: Andrew Westphal, UC Berkeley
Die größte interstellaren Staubspur, sich die in den Stardust Aerogel Sammler fanden, war ein 3 Pikogramm Splitter, der wahrscheinlich so schnell unterwegs war, dass es beim Aufprall verdampft wurde und ein 35 Mikrometer langen Loch produziert. Die beiden anderen wahrscheinlichen interstellaren Staubkörner waren langsamer unterwegs und sind nach einer weichen Landung im Aerogel intakt geblieben.
(https://media.raumfahrer.net/upload/2023/10/30/20231030143500-1840d24c.jpg)
Credit: UC Berkeley / Andrew Westphal.
Eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von einem Krater aus einer interstellaren Staubbelastung die in der Folie an Bord Stardust verursacht wurde. Der Krater hat etwa 280 Nanometer, 400 dieser Krater würde die Breite eines menschlichen Haares ergeben. Der Rest des Staubpartikel ist als "holprig" Gelände innerhalb des Kraters sichtbar.
(https://media.raumfahrer.net/upload/2023/10/30/20231030143501-7cc377e5.jpg)
Credit: Rhonda Stroud , Naval Research Laboratory.
Das X-ray Bild des Staubkörnchen "Hylabrook" zeigt Olivin-Kristallen (rot) mit nicht-kristalline Magnesium-Silikat umgeben.
(https://media.raumfahrer.net/upload/2023/10/30/20231030143502-ae91c00a.jpg)
Credit: Anna Butterworth UC Berkeley, von STXM- Daten, Berkeley Lab
Quellen:
http://newscenter.berkeley.edu/2014/08/14/seven-tiny-grains-captured-by-stardust-likely-visitors-from-interstellar-space/ (http://newscenter.berkeley.edu/2014/08/14/seven-tiny-grains-captured-by-stardust-likely-visitors-from-interstellar-space/)
http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2014-278 (http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2014-278)
Der Artikel von Michael Stein im Portal:Stardust-Landung am Sonntagvormittag (http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/14012006180420.shtml)
In diesem Link (http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/27032011172436.shtml) befinden sich noch weitere Artikel über die Stardust-Mission.
Mit den besten Grüßen
Gertrud
-
Die Rückkehrkapsel kann übrigens im "Smithsonian Air and Space Museum" in Washington DC besichtigt werden. Leider steht sie hinter Plexiglas, deshalb ist das Foto auch nicht so dolle...
(https://images.raumfahrer.net/up058670.jpg)
Foto: Lumpi