Raumcon
Raumfahrt => Organisationen, Unternehmen und Programme => Thema gestartet von: tobi453 am 26. Februar 2007, 16:10:58
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In ein paar Wochen wird die ESA beginnen, Vorschläge für Weltraummissionen zwischen 2015 und 2025 entgegenzunehmen. Die erste "medium-class" (mittelgroße) Mission soll zwischen 2016-2017 gestartet werden. Die erste große Mission soll Herbst 2018 gestartet werden. Ein paar Missionen des Programms stehen schon fest, z.B. LISA( http://de.wikipedia.org/wiki/Laser_Interferometer_Space_Antenna ) und SolarOrbiter ( http://de.wikipedia.org/wiki/Solar_Orbiter ).
Des weiteren sollen Missionen zu den eisigen Monden im äußeren Sonnensystem, zu den Planeten, zu Asteroiden und Kometen, und natürlich zur Sonne vorgeschagen werden. Außerdem sind natürlich auch noch Teleskope aller Art interessant.
Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEM1I0CE8YE_index_0.html
Also was meint ihr, was soll die ESA als nächstes machen? ;)
Meine Vorschlag wäre ja einen Orbiter zum Uranus und einen Orbiter zum Neptun zu schicken.
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Ich persönlich wäre ein großer Fan einer Mars Sample Return Mission. Dabei könnte man in der Erforschung des Mars große Fortschritte machen und einige wichtige Techniken für zukünftige Marsflüge testen (In Situ Propellant Production, Start von der Marsoberfläche etc).
David
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Hi Tobi453
*fingeraufstreck*
Mein Vorschlag wäre ja, einen Orbiter zum Uranus und einen zum Neptun zu schicken.
JEP !
Und noch eine Mission zu den grössten Brocken im Asteroiden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter..
Ob da allerdings noch was für den bemannten ATV übrigbleibt :-[
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Mein Vorschlag wäre ja, einen Orbiter zum Uranus und einen zum Neptun zu schicken.
Genau, so was fehlt richtig. Und noch einen zu Jupiter und seinen Monden, am besten mit Lander, ähnlich wie Cassini-Huygens! Und für Cassini braucht man auch noch einen Nachfolger, wenn man auf längere Sicht plant!
Na, hoffentlich gibt es da ein bisschen mehr Geld für die ESA, damit sich das alles ausgeht... weil zur Venus und zu Merkur könnte man auch noch einiges schicken und ein paar Mars-Rover...
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Ich finde die Mars-sample-return schon am sinvollsten.
Wenn ich ein wenig mehr fantasiere, so währe für mich Venusatmosphärenschiff interessant. Auch in der Hinsicht auf spätere Gasriesenmissionen mit Atmosphärenuntersuchungen...könnt ihr euch an die Idee erinnern? Da wo man ein Luftschiffartiges Vehikel in die Atmosphäre eintauchen und dort schweben lässt, so dass es ausserhablb bereiche gefährlicher Drücke bleiben soll
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Tobi
Ob da allerdings noch was für den bemannten ATV übrigbleibt
Jo, aber ATV und wissenschaftliche Missionen kommen sich nicht ins Geld-Gehege. Völlig andere Finanzierung. Siehe hier: http://www.raumfahrer.net/raumcon/YaBB.pl?num=1130950656/60, Antwort #70
Also ich würde mir eine erste Landungs- oder zumindest Orbitmission zum Saturn-Mond Europa wünschen, um herauszufinden, ob sich unter der Eisoberfläche tatsächlich ein Wasser-Ozean (ev. mit Leben) befindet, wie viele Wissenschaftler vermuten. Wenn es in unserem Sonnensystem außerhalb der Erde noch Leben gibt, dann dort. :)
"2010"
Gruß
roger50
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Also ich würde mir eine erste Landungs- oder zumindest Orbitmission zum Saturn-Mond Europa wünschen, um herauszufinden, ob sich unter der Eisoberfläche tatsächlich ein Wasser-Ozean (ev. mit Leben) befindet, wie viele Wissenschaftler vermuten. Wenn es in unserem Sonnensystem außerhalb der Erde noch Leben gibt, dann dort.
An so was hatte ich ja (siehe oben) auch schon gedacht. Das wäre echt super. Aber man könnte doch auch einen Huygens-Nachfolger machen, vielleicht einen mit Rover am Titan? Das wäre echt spitze!
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TobiOb da allerdings noch was für den bemannten ATV übrigbleibt
Du meinst doch rolli, oder? ;)
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Übrigens, zum Thema Mission zu Europa (ist übrigens ein Jupiter Mond, im Post von roger50 steht "Saturn-Mond") habe ich bei Spaceflightnow noch was Interessantes gefunden: http://www.spaceflightnow.com/news/n0702/26europa/
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N'abend,
dzz dzz dz, immer diese Flüchtigkeitsfehler :-[
Sorry Tobi, daß ich Dir ein Zitat untergeschoben habe....
Sorry Rolli, daß ich Dir ein Zitat geklaut habe....
Sorry Mary, daß ich jetzt schon die Planeten verwechsle...
Sonst noch jemand hier,bei dem ich mich entschuldigen muß ?? ::)
Gruß
roger50
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Weiß jetzt nicht ob es eine Sonde diesbezüglich schon gab, aber ist vielleicht dennoch interessant.
Und zwar geht es um eine Sonde die den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter erkundet und erforscht, zB. nach Abbaufähigen Materialien. Desweiteren könnte die Sonde nach Anzeichen/Spuren suchen, ob der Asteroidengürtel mal ein Planet gewesen sein könnte. Was meint Ihr?
Gruß
Sebastian
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Ich bin für die Monde unserer beiden Gasriesen. Die haben schon die Pioneer- und Voyager-Missionen große Überraschungen parat gehabt. Wahrscheinlich gibt es da noch Einiges zu entdecken.
... vielleicht schwebt ja irgendwo noch ein schwarzer Monolith rum ...
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Neues zur Cosmic Vision von der ESA:
Wissenschaftler haben der ESA nun viele Entwürfe für zukünftige Missionen vorgelegt. Diese reichen von der Erforschung des Urknalls über die Erfoschung des Jupiter bis zur Suche nach Wasser auf Enceladus. Diese Vorschläge müssen jetzt in detailliertere Konzepte umgesetzt werden, welche die ESA im Juni erhalten wird. Bis 2009 sollen dann 3 M-Klasse Missionen und 3 L-Klasse Missionen ausgewählt werden, aus denen dann später 2 M-Klasse und 2 L-Klasse Missionen für Phase A(Definitionsphase) ausgewählt werden. M-Klasse steht für Missionen die nicht mehr als 300 Millionen Euro kosten, L Klasse steht für nicht mehr als 650 Millionen Euro. Ab 2010 sollen dann europäische Firmen Umsetzungskonzepte einreichen, das beste Konzept wird dann ausgewählt und die Firma darf mit dem Entwurf+Bau der Raumsonde beginnen.
Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEM9HULJC0F_index_0.html
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ESA-Pressemitteilung:
Die Zukunft beginnt heute”- Ein Schritt näher an der ,Cosmic Vision 2015-2025’
19 April 2007
Begeisterung und zahlreiche Reaktionen der wissenschaftlichen Gemeinde Europas zeichnen den ersten Schritt der Festlegung des wissenschaftlichen ESA-Programms für den Zeitraum 2015-2025 aus. „Die Zukunft beginnt heute”, erklärte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain der Gemeinde am 11. April 2007.
Ende März 2007 gingen bei der ESA mehr als 60 ,Absichtsschreiben' als Reaktion auf den Ideenaufruf zu Beginn desselben Monats ein. Darin drücken europäische Weltraumforschungsteams ihre Absicht aus, Vorschläge für neue wissenschaftliche Missionen einzureichen und stellen bereits vorläufige Konzepte vor.
Im Vergleich zum letzten Aufruf im Oktober 1999 gingen 50 % mehr Antworten ein. Diese Konzepte müssen nun zu ausführlichen Vorschlägen ausgearbeitet und der ESA bis zum 29. Juni 2007 vorgelegt werden,” so Sergio Volonte, ESA-Leiter des Büros für wissenschaftliche Planung und Koordinierung. Die Missionskonzepte reichen von der Erforschung des Jupiter und seines Mondes Europa über die satellitengestützte Untersuchung der aus dem Urknall stammenden Strahlung bis hin zum Testen von Theorien über die Inflation des Universums.
Mit dabei sind außerdem Konzepte für Missionen zur Untersuchung erdnaher Asteroiden sowie Satelliteneinsätze zur Suche nach Wasser auf dem Saturnmond Enceladus. Darüber hinaus soll mithilfe von Raumsonden die Wahrheit über die Schwerkraft als eine der grundlegenden Kräfte der Natur überprüft werden.
Die nächsten Schritte
Am 29. Juni 2007 erhält die ESA detaillierte Missionsvorschläge. Von Oktober 2007 bis Mitte 2009 wird das ESA-Komitee Space Science Advisory gemeinsam mit wissenschaftlichen Arbeitsgruppen die Vorschläge prüfen und vorläufig drei Missionen der Klasse M sowie drei Missionen der Klasse L auswählen.
Missionen der Klasse M sind Projekte mittleren Umfangs, deren Kosten für die ESA 300 Millionen Euro nicht überschreiten. Als Missionen der Klasse L werden Großprojekte mit einem Kostendach von maximal 650 Millionen Euro bezeichnet.
Bis Ende 2009 werden von diesen drei M- und drei L-Missionen (sowie LISA) zwei Missionen der Klasse M und zwei der Klasse L in die engere Wahl für die Definitionsphase (oder ,Missionsphase A’) gezogen. Diese Phase wird zwischen Anfang 2010 und Mitte 2011 auf Wettbewerbsbasis unter europäischen Unternehmen ausgetragen.
Bis Ende 2011 wird schließlich eine Mission der Klasse M und eine der Klasse L zur Umsetzung übernommen. Der Start der ausgewählten Missionen ist für 2017 bzw. 2018 vorgesehen.
Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMM86MJC0F_Germany_0.html
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Für die Cosmic Vision 2015-2025 sind jetzt 50 Missionsideen bei der ESA eingegangen. Dies sind mehr als 50% mehr als 1999. Viele diese Missionsideen bauen auf internationaler Kooperation auf. Bis Oktober sollen nun 6 Missionen für eine detailliertere Analyse ausgewählt werden.
Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMCPSNSP3F_index_0.html
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Mmmhh .... wie wäre es, eine Flotte kleiner, baugleicher Sonden (quasi Fließbandbau) zu entwickeln, von denen sich jeder einen großeren Himmelskörper unseres Solarsystem vornimmt.
Da besteht sicher großes Synergiepotential ....
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Hallo hibi,
naja, vollkommen baugleich macht wenig Sinn, aber eine ähnliche Bauweise mit jeweiligen Anpassungen, sodass die meisten Instrumente für mehrere Sonden entwickelt und gebaut werden könnten, wäre von großem Vorteil, denke ich.
Mary
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N'abend,
im möglichen, aber begrenzten Rahmen geschieht dies ja sogar schon. Siehe die europäischen Sonden "Mars Express" und "Venus Express", die ziemlich baugleich sind. Oder "Mars Reconnaissance Orbiter" und "Lunar Reconnaissance Orbiter".
Gruß
roger50
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Aber gerade Mars Express und Venus Express fand mein Prof an der Uni damals als schlechtes Beispiel. Man dachte sich das so einfach, man nehme das bestehende Konzept ... aber nix da, es musste wohl Einiges angepasst werden. Immerhin herrschen an der Venus schon andere Bedingungen, v.a. bei Wärmehaushalt und Energieversorgung. Außerdem benötigt man an der Venus teilweise auch andere Instrumente, um den Planeten untersuchen zu können.
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Es ist sicher beim Jupiter auch schwierig wegen der Strahlenbelastung, man benötigt dort spezielle Elektronik die dem gewachsen ist, wenn man das jetzt in jede Sonde einbauen würde würden die vielleicht wieder zu teuer.
Gruß
Radi
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Auch brauchen unterschiedliche experimente unterschiedlich viel platz und unterschiedliche viel energie. So eine "Standard Sonde" wäre zwar schön - aber solange man mit jedem gramm und jeder kw knausern muß is ist das wohl unpraktisch.
Bei Erd Sateliten gibt es sowas aber schon z.b. der/die russische Yamal-100 SC und Yamal-200 SC:
In the design of these satellites, RSC Energia used its fully developed Multi-purpose Unpressurized Satellite Bus, allowing, on very short notice, to implement on its basis different special-purpose SC projects (for navigation, Earth remote sensing, monitoring, etc.) that widely use the modular principle in their design.
quelle:http://www.energia.ru/english/energia/usp/yamal-200/yamal-200.html
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@knt
Bei Erdsatelliten ist schon einiges in der Struktur vereinheitlicht, weil sich ja die Aufgaben wiederholen. Die großen Hersteller bieten ihre Standardprodukte auf Basis von standardisierten Satellitenbussen (also der Versorgungseinheit) an. Damit sind Systeme wie Lageregelung und Energie vorgegeben. Einzelne weitere Komponenten können dann individuell ein gesetzt werden. Erst so ist ja eine Art industrielle "Masse"-Produktion möglich.
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Naja, natürlich ist nicht jeder Planet gleich. Aber letztlich kochen alle nur mit Wasser .... ;)
Ich glaube schon, das es möglich wäre so eine Art von Schweizer Taschenmesser zur Raumerkundung zu bauen. Aber da würden sicher sehr bald schon viele Entwickler arbeitslos werden.
Mit wenigen Ausnahmen (die schon von euch genannt wurden) gibt es ja trotzdem immer noch praktisch ausschließlich Sonderanfertigungen.
Zur Vereinheitlichung kann ich nur den Schwenk zur Autoindustrie machen .... Serienfertigung ! Oder die Bahntechnikhersteller ... Serienfertigung. Sogar Flugzeuge und Raketen .... Serienfertigung. Lambdasonden für Katalysatoren, Thermometer, Minimotoren für kleine Rennwagen, elektrisch betriebene Kinderbuggies (die von der nervigen surrenden Sorte !)
Ich glaube nicht, dass die Anforderungen an ein Spektralanalysegerät für jeden Planeten unterschiedlich sind. Und optische Geräte allgemein funzen im Vakuum sicher überall ziemlich gleich.
Vermutlich wird die Bergbauindustrie der Vorreiter für solche Vereinheitlichungen sein, kurz bevor wir unseren eigenen Planeten leer geplündert oder vorzeitig unter Naturschutz gestellt haben. ;)
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Nicht nur bei Erdsatelliten gibt es Grundstrukturen. Bereits Anfang der sechziger Jahre wurden für Raumsonden einheitliche Bussysteme verwendet. Damals hat man allerdings noch mehrere Sonden pro Startfenster gestartet, da man nie wusste, wie viele das Ziel in funktionierendem Zustand erreichen würden.
GG
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Raumsonden werden nicht "so oft" gebaut. Viele Experimente sind sich zwar ähnlich, aber zwischen 2 Sondenstarts kann die Instrumentenentwicklung einen Generationssprung gemacht haben. Dann kommt also doch wieder etwas neues zum Zuge. Es sind so und so viel zu geringe Stückzahlen mit zu langen Durchlaufzeiten, als dass eine Serienfertigung bei Sonden oder Experimenten Sinn machen würde.
Bei den Bussen ist das schon eher möglich. Trotzdem hat eine Kometensonde ganz andere Anforderungen an ihre Grundsysteme als eine Venussonde, sowohl bei Lageregelung, Energieversorgung, Wärmehaushalt, Kommunikation ...
Wenn man, wie früher, aus Redundanzgründen mehrere Sonden auf die selbe Mission schickt, dann designet man das natürlich einheitlich. Aber sonst ...
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Neue Programme/Missionen wurden ausgewählt
Quelle: http://www.esa.int/esaCP/SEM1IQAMS7F_index_0.html
Vom 17.-18. Oktober 2007 wurden in Paris durch ESAs Space Science Advisory Committee (SSAC, Ratgeberkomitee für Raumfahrtforschung) neue Programme für die zukünftige Forschung ausgewählt. Diese werden jetzt weiter beraten/entwickelt.
Im Einzelnen sind es:
- Laplace
3 Orbiter am Jupiter, um Jupiter und v.a. seine Monde zu untersuchen. Zusammenarbeit mit NASA.
- Tandem
2 Raumfahrzeuge um Saturn, um die Monde Titan und Enceladus zu untersuchen. Es soll einen Orbiter und einen Träger geben. Der Träger soll einen Ballon und 3 kleine Sonden auf Titan absetzen. Zusammenarbeit mit NASA.
- Cross-Scale
12 Satelliten erforschen simultan das Magnetfeld der Erde. Zusammenarbeit mit JAXA.
- Marco Polo
Eine Sample-Return-Mission zu einem NEO (Near Earth Object, Asteroide in Erdnähe). Zusammenarbeit mit JAXA.
- Dune oder Space
Beide Missionen beschäftigen sich mit der dunklen Materie und Energie, aber mit unterschiedlichen Untersuchungstechniken. Nur eine der beiden Missionen würde realisiert werden.
- Plato
Hier geht es um die Suche nach neuen Planeten, sowohl durch Transitbeobachtungen als auch durch deren Gravitationswirkung. Es sollen auch "steinige" Planeten entdeckt werden können.
- Spica
Kryogenes Infrarotteleskop. Zusammenarbeit mit JAXA.
- XEUS
Röntgenteleskop, bestehend aus 2 Satelliten bei L2. Ein Satellit wäre der Spiegel, der andere der Detektor.
2011 wird die Bewertungsphase o.a. Projekte abgeschlossen. 2 Missionen sollen 2017 und 1028 realisiert werden.
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Also mich persönlich interessieren die Missionen zu den äußeren Planeten (Laplace und Tandem) am meisten. Leider ist die ESA nicht in der Lage alleine eine solche Mission durchzuführen, weil die ESA nicht so einfach an RTGs kommt und Solarzellen kaum praktikabel sind. Fragt sich nur ob die NASA überhaupt Lust und Geld hat eine solche Mission mit der ESA durchzuführen. Ich warte ja immer noch auf einen Orbiter um Neptun oder Uranus. Da gibt es soviele interessante Monde, warum macht man nicht mal da eine Mission hin? :-?
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Ja, für einen Raumfahrtenthusiasten sind Planetenmissionen eigentlich immer interessanter. Da gibt es schöne Konzepte, spannende Höhepunkte und einfach mal viel mehr zu berichten. Wissenschaftlich sind die Astronomiemissionen aber gleichwertig, wenn auch "langweiliger".
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Die NASA hat in den letzten Jahren durch Planetenmissionen viel positive Publicity bekommen. Dies könnte durchaus ein Grund sein, Gelder für derartige Missionen zur Verfügung zu stellen, auch wenn es Probleme bei der Entwicklung eines neuen bemannten Raumschiffes geben sollte. Vielleicht auch gerade deswegen.
Gerade hier haben sich die USA einen großen Vorsprung vor den Russen erarbeitet und mit diesem Pfund kann man durchaus wuchern. Denn Resultate kann man ja massenhaft vorweisen, während Resultate der bemannten Raumfahrt kaum öffentlichkeitswirksam publiziert werden.
Und ein bisschen Ruhm hat dabei auch die ESA abbekommen.
GG
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Noch ein Artikel zum Thema:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/7053057.stm
Darin heißt es, dass eventuell nur eine Mission anstatt zweien verwirklicht wird, weil es Probleme mit einer anderen Mission, nämlich LISA, gibt. LISA soll nach Gravitationswellen suchen und dies erweist sich als technologisch sehr schwierig und damit auch als sehr teuer.
Na dann hoffen wir mal, dass sich die Probleme bei LISA preiswert lösen lassen.
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Spiegel Online hat einen Artikel zu Tandem:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,512918,00.html
Interessant ist folgendes Zitat:
Bis zu fünf Milliarden Euro soll das europäisch-amerikanische "Tandem" kosten und nicht vor 2020 realisiert werden.
5 Milliarden?! Sollte das stimmen, dürfte das Projekt schon auf politischer Ebene scheitern.
Nachtrag:
Habe gerade hier eine Brochüre zur Cosmic Vision gefunden:
http://www.esa.int/esapub/br/br247/br247.pdf
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Hier ein Videobeitrag zur CosmicVision bei EuroNews, den man sich hier angucken kann:
http://www.euronews.net/index.php?page=space&article=459318&lng=3&option=1
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Moin,
in Antwort # 29 haben wir kurz *LISA* angesprochen.
(https://images.raumfahrer.net/up016633.jpg)
(https://images.raumfahrer.net/up016634.jpg)
Jetzt habe ich versucht, mich ein wenig schlau zu lesen, aber so richtig komme ich nicht weiter.
Potsdam (dpa) - Das Satellitensystem *LISA* (Laser Interferometer Space Antenna) soll nach Angaben des Brandenburger Forschungsministeriums von 2018 an wichtige Erkenntnisse über die Entstehung der Erde liefern. Die Forschungseinrichtung in Golm sei federführend an dem Vorhaben beteiligt.
Teilzitat aus: http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=9995
Nach meinem Kenntnisstand sollte doch vorher die Mission *LISA Pathfinder* (SMART-2) starten. Der Satellit soll Ende 2009 starten und Messgeräte für die Mission *LISA* testen, die ESA und NASA gemeinsam im Jahr 2018 durchführen wollen. Geplant ist, *LISA Pathfinder* nahe dem Librationspunkt L1 im Abstand von ca. 1,5 Mio. km von der Erde zu positionieren.
Ist die Mission *LISA Pathfinder* jetzt aufgehoben?
Jerry
Edit: Zitat gekürzt.
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Hallo Jerry,
wo liest du aus dem Teilzitat, dass LISA Pathfinder nicht stattfinden soll? Nur weil es nicht explizit erwähnt wird? Meines Wissens nach muss diese Mission durchgeführt werden, um die Realisierbarkeit LISAs zu verifizieren.
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Rußland will sich an der Laplace Mission zum Jupitermond Europa beteiligen, sagt der Vorsitzende des russischen Space Research Institute. Man hat vorgeschlagen, einen Lander in einem der Risse der Eiskruste Europas abzusetzen und sich durchzuschmelzen.
http://www.spacedaily.com/2006/080107114208.oxbwszjk.html
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Am 26. Februar gab es eine Präsentation der Cosmic Vision an die Industrie beim ESTEC. Die Präsentation kann man sich hier anschauen:
http://scicms.esa.int:81/science-e/www/object/doc.cfm?fobjectid=42406
Vom 17-19 März gibt es einen Workshop zur "Tandem"-Mission beim Meudon Observatory nahe Paris:
http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=42337
Die Tandem-Mission hat nun auch eine Webseite:
http://www.lesia.obspm.fr/cosmicvision/tandem/index.php
Am 5-6. März gibt es auch einen Workshop zu XEUS:
http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=42392
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Laut Cosmic Vision Webseite stehen demnächst weitere Workshops an: Am 21.-22. April zu Laplace und am 5.-6. Juni zu Marco Polo.
Quelle:
http://sci.esa.int/science-e/www/area/index.cfm?fareaid=100
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Im Herbst fällt die Entscheidung ob Laplace oder Tandem realisiert wird.
Quelle:
http://astronomynow.com/news/080404laplacetandem/
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Hier gibt es einen Artikel bei BBC der über die Marco Polo Mission ist. Momentan sind Machbarkeitsstudien bei EADS und OHB in Arbeit. Eventuell gibt es eine Kooperation mit Japan. Die Mission soll Gesteinsproben von einem Asteroiden auf die Erde bringen.
Mehr Infos + Video:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/7623411.stm
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Schönes Video. Was mir auffällt:
- Der Lander wird für die 20-60 Minuten durch kontinuierlichen Schub am Boden gehalten, also nicht verankert, da er auch wieder komplett den Rückflug antreten soll. In der engen Zeit muss die Bohrung durchgeführt werden.
Durch eine "feste" Landung könnte man sich da mehr Zeitpuffer verschaffen. Dafür sollen aber mehrere Landungen möglich sein, falls die Probenaufnahme misslingt.
- Rückkehr ohne Fallschirm. Dadurch wird das System ziemlich einfach gehalten.
Das wäre aber einiges an Aufwand für eine Tafel Schokolade (100g) Asteroidenstaub. Aus diesem Winkel sehe ich die Aussicht auf politischen Erfolg (Durchsetzbarkeit) der Mission skeptisch, v.a. da das Risiko ziemlich hoch einzuschätzen ist.
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Der Lander wird für die 20-60 Minuten durch kontinuierlichen Schub am Boden gehalten, also nicht verankert, da er auch wieder komplett den Rückflug antreten soll. In der engen Zeit muss die Bohrung durchgeführt werden.
Durch eine "feste" Landung könnte man sich da mehr Zeitpuffer verschaffen. Dafür sollen aber mehrere Landungen möglich sein, falls die Probenaufnahme misslingt.
Hallo,
der kontinuierliche Schub ist zum einen notwendig um ein Herumspringen beim Landen zu vermeiden. Die geringe Gravitation von solche kleinen Körpern (<1km) führt zu keinem Crash auf der Oberfläche, sondern zu einem Abprall. Dabei geht leider auch wenig Energie verloren, wie die japanische Mission Hayabusa zeigte. Die Aufstiegsgeschwindigkeit nach Touchdown war fast genauso gross wie die Aufprallgeschwindigkeit.
Das zweite Problem ist, dass man durch solche Operationen wie Roboterarm bewegen oder bohren bereits solche Kräfte und Momente hat, dass diese locker ausreichen das das Spacecraft vom Boden abhebt, auf der Oberfläche rumhüpft oder es einfach umkippt.
Eine "feste" Landung auf solch einem Asteroiden ist wahrscheinlich nahezu unmöglich.
Hier noch ein Link zum Marco Polo Workshop der ESA im Juni 2008:
http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=42479
Cosmo
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Mit "fest" meinte ich auch eine Verankerung. Dass man dort praktisch nicht von selbst stabil stehen bleibt, ist klar ;).
Der Vorteil einer Verankerung wäre: man hätte mehr Zeit und mehrere Versuche für Bohrungen, ohne mehrmals das Risiko einer Landung eingehen zu müssen. Verankerungen könnten "Harpunen" sein.
Der Nachteil wäre, dass ein verankerter Lander nicht mehr ohne weiteres die Oberfläche verlassen kann. Man müsste wahrscheinlich eine separate Aufstiegsstufe installieren, welche dann alleine den Rückflug antreten würde. Viele System müssten dann doppelt in Lande- und Aufstiegsstufe vorhanden sein. Die Integration der Schnittstellen wäre aufwändig.
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"Eventuell gibt es eine Kooperation mit Japan"
Eventuell? Die angedachte Arbeitsteilung ist, dass Japan das Mutterschiff stellt, ESA den Lander, die wissenschaftlichen Instrumente, die Rückkehrkapsel und den Sampler gemeinsam entwickelt werden.
lpg.obs.ujf-grenoble.fr/homepages/IMG/ppt/2.Cottin.ppt
http://sci2.esa.int/Conferences/MarcoPolo-ws08/Progress_of_the_japanese_team_-_Hajime_Yano.pdf
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Wenn man obiger Animation glaubt, gibt es kein separates Mutterschiff und separaten Lander. Alles wäre aus einem Stück.
Die Animation stammt aber von EADS, wie die sich eine Mission vorstellen.
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Auch in der Präsentation zu Hayabusa steht auf Seite 17 bei "Lessons Learned":
"The whole spacecraft is a sampling device" ... "spacecraft itself is sampler"
Der Orbiter selbst wäre demnach auch für die Aufnahme von Bodenproben zuständig.
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Sorry da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Der Extra-Lander ist nicht für die Rückführung der Bodenproben zuständig.
http://www.jspec.jaxa.jp/e/activity/marco.html
European team considers that they will deploy a large lander on the minor body's surface to perform more detailed study by directly touching to the surface.
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Hallo,
gestern fand in Paris das Cosmic Vision M-class missions presentation event 2009 statt: http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=44880 (http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=44880).
Hier stellten die sechs Missionen, die im Rennen fuer die zwei M-Class Missionen in Cosmic Vision dabei sind, den Stand ihrer Projekte vor und ESA gab am Ende die letzte finanzielle Evaluierung der Missionen bekannt. Es waren ziemlich viele von den Entscheidern im ESA Business anwesend (insgesamt waren wir wohl so 350 Teilnehmer).
Da die Missionen einen Rahmen von 475 Euro Millionen Kosten fuer die ESA nicht ueberschreiten duerfen, war die ESA Kosten-Evaluation natuerlich besonders wichtig.
Am besten Schnitt SPICA ab (Infrarot Teleskop), mit 160 MEuro (kein Wunder, denn die Leitung der Mission liegt bei der JAXA). Euclid (tiefer optischer/IR Himmelssurvey um aus weak-lensing die Struktur der dunklen Materie und der dunklen Energie im Universum abzuleiten) lag mit 500 MEuro knapp drueber.
PLATO (Suche nach erdaehnlichen Planeten durch Transitbeobachtung, sowas wie ein verbesserter Keppler Satellit) kam auf 460 MEuro.
Solar Orbiter (eine Kolaboration mit der NASA zur Sonnenbeobachtung) lag bei 490 MEuro, Marco Polo (Proben eines Asteroiden zur Erde zurueckbringen) mit 630 MEuro deutlich drueber. Und auch Cross Scale (Vermessung des Plasmas in Erdnaehe) mit 600 MEuro sah nicht sooo gut aus.
Nun werden die Missionen wahrscheinlich noch einmal nachbessern, bevor naechstes Jahr im Februar die Entscheidung faellt.
Inoffiziell erfuhr man jedenfalls, dass noch alle 6 Missionen im Rennen sind, wobei natuerlich SPICA einen deutlichen Vorteil hat, und auch Solar Orbiter mit der NASA-Kollaboration recht stark ist.
Warten wir ab, wie es ausgeht.
Gruss,
Volker
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Plato wäre nicht schlecht, mein Favorit wäre allerdings Marco Polo ;)
Obwohl ich Cross Scale auch nicht abgeneigt wäre, aber wirklich bahnbrechendes Neues ... über Asteroiden, Planeten kann man damit nicht gewinnen.
(Da bleibt die Frage: Wollen wir unseren eigenen Planet nicht genauer verstehen? )
Naja, wie auf der ersten Seite dieses Threads vorgeschlagen, eine Mars-sample Return Mission ist wohl nicht drinnen...
Dunkle Materie erforschen hat meiner Ansicht nach keine so hohe Priorität, denn das können wir auch noch forschen wenn wir genauere Kentnisse von Asteroiden (evt. auch im Bezug auf Abwehr) haben und wieder auf dem Mond stehen ;)
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Ich finde alle Sechs sind ganz großartige und hochinteressante Missionen! Schade, dass wir sie nicht alle finanzieren können/ wollen.
Insbesondere da die Forschungsziele sich weitgehend nicht überschneiden, wäre eigentlich jede einzelne Mission für das jeweilige Gebiet wichtig und ein großer Schritt nach vorne. Schwere Entscheidung! :-\
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Obwohl ich Cross Scale auch nicht abgeneigt wäre, aber wirklich bahnbrechendes Neues ... über Asteroiden, Planeten kann man damit nicht gewinnen.
Dafuer geht Cross Scale wirklich wichtigen physikalischen Fragen nach. Die Natur von Schockwellen in Plasma ist in vielen astrophysikalischen Bereichen entscheidend, z.B. in Jets, Supernovae, Gamma-Ray Bursts, Cosmic Ray production, etc.
Ist aber nicht so sexy und laesst sich nicht so gut an die Oeffentlichkeit verkaufen.
Mars-sample Return Mission ist wohl nicht drinnen...
Nein, das ist bei einem M-class Budget nicht zu machen.
Gruss,
Volker
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Hallo,
auf dieser Seite:
http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=46009 (http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=46009)
sind nun die Praesentationen der 6 M-class Missionen, die bei ESAs Cosmic Vision noch im Rennen sind, zum Herunterladen verfuegbar.
Gruss,
Volker
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Hallo,
SPICA hat es in die naechste Runde von Cosmic Vision geschafft. Keine Ueberaschung, denn diese Infrarot Teleskop Mission wird vor allem von der japanischen JAXA finanziert und die Beteiligung der ESA ist daher vergleichsweise guenstig (160 Millionen Euro).
Offiziell ist das noch nicht, aber es wird naechste Woche beim SPC meeting bekanntgegeben.
Gruss,
Volker
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Cross-Scale und Marco Polo sind gestrichen, da zu teuer. Weiter verfolgt werden Euclid, Solar Orbiter und Plato. SPICA wird nicht im Rahmen dieses Programms finanziert, sondern muss Geld vom sonstigen Budget bekommen.
http://www.spacenews.com/civil/100119-finalists-esa-cosmic-vision-mclass-missions.html
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Die Mission Marco Polo ist gestrichen, aber man beschäftigt sich auch bei Astrium mit der Frage, wie man Proben von Asteroiden einsammeln kann. Den Artikel fand ich ganz interessant:
http://www.theengineer.co.uk/in-depth/analysis/astrium-engineers-develop-tools-for-asteroid-sample-return/1003463.article
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Hallo,
die naechste Vorstellung der Cosmic Vision Missionsvorschlaege, dieses mal der L-Missionen (also der grossen Projekte), findet am 3. Februar 2011 in Paris statt:
http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=47796 (http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=47796)
Im Rennen sind noch EJSM/Laplace, IXO/XEUS und LISA. IXO hat allerdings beim 'Decadal Survey' der NASA nicht gut abgeschnitten, es waere also verwunderlich, wenn die ESA das nun im Alleingang machen wollte (was fuer die ESA nicht finanzierbar waere). LISA (zur Messung von Gravitationswellen mit Hilfe von Satelliten) hat beim Decadal Survey gut abgeschnitten. Es wird also wohl darauf hinauslaufen, sich entweder fuer Planetenforschung oder Gravitationswellenforschung zu entscheiden.
Gruss,
Volker
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Hallo,
die drei Missionen, die sich um die Position als naechste grosse ESA Mission bewerben, sind letzte Woche in Paris noch einmal vorgestellt worden. EJSM-Laplace, IXO und LISA sind alle drei noch im Rennen. Alle drei Missionen sind als Kolaborationen mit der NASA geplant. Die Jupiter-Mission EJSM-Laplace hat sich sehr gut praesentiert, allerdings konnten die Schwaechen des Projektes dadurch auch nicht ausgeraeumt werden. IXO hat nach dem schlechten Abschneiden in NASAs Decadal Survey zwar nicht so besonders gute Karten, aber der ESA Selektionsprozess ist davon erst einmal unabhaengig (zumindest formal). Dennoch wird auch die ESA nun genau hinschauen, warum da so grosse Unterschiede in der Kosten- und Risikoanalyse zwischen den Amerikanern und den Europaeern bestehen.
LISA hat als Gravitationswellen messendes Satellitenprojekt sicherlich die spannendsten und originellsten Themen. Das Risiko der Mission wird allerdings nach wie vor als hoch eingestuft. Dabei hilft auch nicht, dass die LISA-Pathfinder Mission, die die Technologie die fuer LISA notwendig ist testen soll, nun erst 2014 gestartet wird.
Die ESA sieht fuer die naechste L-class Mission ein Budget von 700 Millionen Euro vor (das ist nur der ESA Beitrag -- die EU Staaten bringen normalerweise zusaetzliches Geld, da die Instrumente von den Staaten, nicht von der ESA finanziert werden). ESA hat allen drei Missionen bestaetigt, weitgehend mit dem Kostenrahmen uebereinzustimmen. EJSM-Laplace: 710 Millionen Euro, IXO: 660 Millionen Euro, LISA: 750 Millionen Euro. Noch mal zur Klarstellung: das sind nur die Kosten, die fuer die ESA anfallen, der NASA Beitrag und die Laenderbeitraege sind da nicht enthalten.
Die offizielle Entscheidung, welche von den drei Missionen gestrichen wird und welche zwei in die naechste Runde kommen, ist Anfang Juni zu erwarten.
Die Vortraege und Dokumente zu ESAs L-Class Mission Downselection gibt es unter
http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=47796 (http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=47796)
Gruss,
Volker
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Hallo,
das Space Science Advisory Committee (SSAC) der ESA hat nun beschlossen, welche 4 Projekte der 47 fuer ESAs M-3 Mission vorgeschlagenen weiter im Rennen bleiben.
Die vier Projekte, die fuer den Starttermin 2022 in Frage kommen, sind:
ECHO: Planetensuche mit Hilfe eines Infrarotteleskops: http://thesis.iap.fr/ (http://thesis.iap.fr/)
LOFT: Roentgensatellit mit hoher zeitlicher Aufloesung: http://arxiv.org/abs/1008.1009 (http://arxiv.org/abs/1008.1009)
Marco Polo R: Asteroiden-Mission, mit Probenentnahme und Rueckflug zur Erde: http://sci.esa.int/science-e/www/area/index.cfm?fareaid=108 (http://sci.esa.int/science-e/www/area/index.cfm?fareaid=108)
STE-QUEST: Ein Test zur Relativitaetstheorie mit Hilfe von hoch-praezisen Uhren auf einem Satelliten mit exzentrischem Orbit: http://www.exphy.uni-duesseldorf.de/optical_clock/ste-quest.php (http://www.exphy.uni-duesseldorf.de/optical_clock/ste-quest.php)
Gruss,
Volker
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Ich favorisiere Marco Polo, da ich Raumsondenmissionen im Allgemeinen spannender finde als Teleskope. Naja mal schauen wer das Rennen macht. ;)
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Ich schließe mich tobi453 mal an, befürchte jedoch das ein Teleskop das rennen macht.
Mfg Collins
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Ich weiß gar nicht was ihr alle habt...
Ich hoffe mal auf ECHO, weil das einfach cool ist ;) Vielleicht findet ECHO ja sogar Leben, unmöglich ist es nicht :)
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Naja, zum Planetensuchen gibt es ja Kepler.
Ich weiß: zwei Augen sehen besser als eines.
Aber, dann ist die Frage, nach was sucht man. Mit unseren heutigen Methoden ist es schwer, erdähnliche Planeten zu finden. Das Geld kann man also auch Einsetzen, um Proben von einem der ältesten Gesteinsbrocken im Sonnensystem zu bekommen... Und das kann man mit heutigen Methoden schon gut untersuchen...
Und wenn wir ein paar Jahre warten, werden die Möglichkeiten wohl besser sein, erdähnliche Planeten zu detektieren.
Umgekehrt: würde man Marco Polo erst in 20 Jahren starten, würde er das immer noch so machen, wie angedacht:
Hinfliegen und holen. Der Preis dürfte auch im selben Rahmen bleiben.
Ein neues Teleskop kann hingegen in 20 Jahren schon auf neue Technik oder gar Methoden aufbauen, um Planeten einfacher zu finden.
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ECHO ist eigentlich kein Planetensucher wie Kepler.
Ziel der Mission ist es, die Atmosphären, Albedo und Temperaturen von bekannten Exoplaneten zu untersuchen. ECHO käme also zum Einsatz, wenn man einen bekannten Exoplaneten untersuchen will. Kepler ist ein reiner Entdecker, er stellt die erste Stufe der Untersuchung dar, ECHO die zweite :)
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Hallo,
die ESA hat nun entschieden, dass die Ausfuehrung und das Budget fuer die naechste L-class Mission ohne einen Beitrag der NASA realisierbar sein soll. Im Klartext heisst das, dass die drei verbliebenen Missionen fuer einen Start in ~2021 (Laplace, IXO, LISA) nun innerhalb eines Jahres ein Konzept vorstellen muessen, das es erlaubt ohne eine amerikanische Beteiligung die Missionsziele zu erreichen.
Im Gegenzug hat die ESA das Budget fuer die L-class Mission auf 800 Millionen Euro aufgestockt. Es sei daran erinnert, dass diese 800 Millionen nicht die Gesamt Missionskosten darstellen, sondern 'nur' den Anteil der ESA. Auf jeden Fall eine Menge Arbeit, aber bezueglich der Planungssicherheit nicht das schlechteste. Es bleibt die Frage, welche der drei Vorschlaege in diesem Finanzrahmen machbar bleiben. Alle drei hatten einen erheblichen NASA Anteil im urspruenglichen Konzept.
Gruss,
Volker
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Neue Umfrage des Monats Mai 2011 (https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9022.0):
Welcher M-Class Mission soll die ESA im Rahmen der "Cosmic Vision 2015-2025" Priorität geben?
a) Exoplanet Characterisation Observatory (EChO)
b) Large Obsercatory For X-Ray Timing (LOFT)
c) MarcoPolo-R
d) Space-Time Explorer and Quantum Equivalence Principle Space Test (STE-QUEST)
Im Rahmen der "Cosmic Vision 2015-2025" (http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=48467) hat die ESA die wissenschaftliche Gemeinschaft aufgerufen, Vorschläge für Raumfahrtmissionen für die nächste Dekade zu unterbreiten.
Für die M-Class wurden 47 Vorschläge eingereicht, von denen zur Zeit noch diese vier zur Auswahl stehen:
ECHO (http://thesis.iap.fr/) - Planetensuche mit Hilfe eines Infrarot-Teleskops
LOFT (http://arxiv.org/abs/1008.1009) - Röntgensatellit mit hoher zeitlicher Auflösung
Marco Polo R (http://sci.esa.int/science-e/www/area/index.cfm?fareaid=108) - Asteroiden-Mission, mit Probenentnahme und Rückflug zur Erde
STE-QUEST (http://www.exphy.uni-duesseldorf.de/optical_clock/ste-quest.php) - Ein Test zur Relativitätstheorie mit Hilfe von hochpräzisen Uhren auf einem Satelliten mit exzentrischem Orbit
Hier geht´s zur Abstimmung (https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9022.0)
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Also ich wäre für STE-Quest, da es für mich recht spannendes Thema aus der Grundlagenphysik als Forschungsauftrag behandelt im Gegensatz zu den anderen Missionsprofilen. Die weitere Untersuchung der Relativitätstheorie mittels optischer Atomuhren mag für den einen oder anderen vielleicht mit nicht so höher Präferenz behandelt werden.
Zur Zeit ist die Genauigkeit der besten optischen Uhren, basierend auf Ionenuhren, im Bereich von 1 Teil auf 1017. Mit einer optischen Gitteruhr, welche eine relativ große Anzahl (einige zehntausend) an neutralen Atomen in einem optischen Gitter gefangen hält, soll eine Stabilität von 1 Teil auf 1018 erzielt werden. Mit dieser Genauigkeit an Bord eine Satelliten wird es zusammen mit einer Vergleichsuhr auf der Erde möglich sein
- Test zur lokalen Positionsinvarianz auf einen Faktor bis 105 zu verbessern,
- Messungen der gravitativen Frequenzverschiebung ebenfalls bis zu einem Faktor 105 zu verbessern,
- das Gravitationspotential der Erde neu zu vermessen.
Eine, wie ich finde, durchaus lohnende Mission.
Grüße,
Olli
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Die Umfrage des Monats Mai 2011 ist beendet:
Welcher M-Class Mission soll die ESA im Rahmen der "Cosmic Vision 2015-2025" Priorität geben?
30 Stimmen wurden abgegeben:
a) Exoplanet Characterisation Observatory (EChO) 15 Stimmen (38,5%)
b) Large Obsercatory For X-Ray Timing (LOFT) 5 Stimmen (12,8%)
c) MarcoPolo-R 13 Stimmen (33,3%)
d) Space-Time Explorer and Quantum Equivalence Principle Space Test (STE-QUEST) 6 Stimmen (15,4%)
Die Suche nach Exoplaneten hat offenbar auch uns in ihren Bann gezogen.
Zwar wurden inzwischen schon viele gefunden, aber die Resultate sind noch zu ungenau.
Für präzisere Ergebnisse sind genauere Instrumente, wie EChO erforderlich.
Dass eine Sample Return Mission wie MarcoPolo in einem Raumfahrt-Forum Faszination auslöst, war zu erwarten.
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Hallo,
die ESA hat die Satellitenprojekte fuer die naechsten M-class Missionen ausgesucht: Solar-Orbiter (M1) und Euclid (M2). Plato ist ausgeschieden, kann sich aber noch fuer M-3 bewerben.
ESA Pressemitteilung: http://www.esa.int/export/esaSC/SEMOZ59U7TG_index_0.html (http://www.esa.int/export/esaSC/SEMOZ59U7TG_index_0.html)
Euclid wird 2019 starten, um die dunkle Energie im Universum genauer zu studieren. Passend zum Physiknobelpreis 2011.
Gruss,
Volker
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Laplace heißt jetzt JUICE - Jupiter Ice Moon Explorer. Die Mission besteht nur noch aus dem Ganymede-Orbiter ohne Europa-Orbiter (NASA hat kein Geld dafür mehr). Im April wählt die ESA eine neue L-Klasse Mission, zur AUswahl stehen LISA, IXO und JUICE.
Hier gibt es eine Studie von Dezember 2011 dazu:
http://sci2.esa.int/cosmic-vision/JUICE_Yellow_Book_Issue1.pdf (http://sci2.esa.int/cosmic-vision/JUICE_Yellow_Book_Issue1.pdf)
JUICE ist natürlich am spannendsten. Die erste europäische Mission zu einem Gasriesen. Die Astronomen kriegen ja jetzt ihr 8,8 Milliarden JWST und bei LISA sollten wir erstmal den Pathfinder abwarten. ;)
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Hallo,
Im April wählt die ESA eine neue L-Klasse Mission, zur AUswahl stehen LISA, IXO und JUICE.
LISA heisst jetzt offiziell NGO (New Gravitational Wave Observatory; in der Community ist allerdings eLISA als Name unterwegs) und IXO ist in ATHENA umbennant worden, da diese beiden Missionen, wie auch JUICE, nun ohne amerikanische Beteiligung geplant werden. Im April wird die ESA voraussichtlich nicht eine der drei Missionen auswaehlen, sondern eher zwei (obwohl die ESA prinzipiell auch jetzt schon eine Mission auswaehlen oder alle drei streichen koennte, aber die normale Prozedur ist eine downselection von 3 auf 2 Missionen). Diese beiden wuerden dann in der naechsten Runde miteinander konkurrieren. Die endgueltige Auswahl findet dann wahrscheinlich 2014 statt. Es besteht also die Chance, dass LISA-Pathfinder tatsaechlich bis zur naechsten "Downselection" gezeigt hat, ob die Technologie fuer eLISA vorhanden ist.
Neue Physik, wie sie mit eLISA zu erwarten waere, ist fuer Astrophysiker spannender als noch eine Sonde zu einem Jupitermond.
Gruss,
Volker
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Aber die Wissenschaftsgemeinschaft besteht ja nicht nur aus Astrophysikern ;). Für diese waren noch nicht genug Sonden bei Monden.
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Aber die Wissenschaftsgemeinschaft besteht ja nicht nur aus Astrophysikern ;).
Nicht nur, aber die Krone der Wissenschaft :P
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Hallo,
heute habe ich auf einem LISA/NGO meeting (http://www.apc.univ-paris7.fr/APC/Conferences/NGO_Presentation_IAP/Home.html) erfahren, dass die ESA nun doch aus kostengründen im April tatsaechlich von 3 Missionen (JUICE, ATHENA, NGO) eine aussuchen wird. Das Ergebnis erfahren wir Ende April bzw. Anfang Mai.
So oder so wird also dann entschieden, welche Mission 2022 starten wird.
Gruss,
Volker
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Na, das kann ja spannend werden. Entscheiden fällt schwer, besonders zwischen JUICE und NGO. ATHENA wirkt derzeit am wenigsten reizvoll. Ich habe mich aber auch noch nicht genauer mit Konzept beschäftigt. Auf den ersten Blick klingt es eben nach einem weiteren Röntgenteleskop. Bei JUICE und NGO wird dagegen wirklich Neuland betreten.
Europa braucht mal wieder eine interplanetare Sonde nach MEX, VEX und Rosetta und mit NGO erfährt man eventuell sogar mehr über ultrakompakte Objekte als mit ATHENA und bestätigt nebenbei eine wesentliche Vorhersage der Allgemeinen Relativitätstheorie - oder man findet sogar kleine Abweichungen, was natürlich noch spannender wäre.
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Die ESA startet die S-Klasse:
http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=50119 (http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=50119)
http://sci.esa.int/science-e/www/object/doc.cfm?fobjectid=50132 (http://sci.esa.int/science-e/www/object/doc.cfm?fobjectid=50132)
Missionen mit einem Budget von 50 Millionen Euro, vor allem auch für kleine Mitgliedsstaaten gedacht, damit diese auch mal die Systemführerschaft übernehmen können. Entwicklungszeitraum 3.5-4 Jahre. Die Mitgliedsstaaten können eigenes Geld zuschießen um die Mission zu unterstützen (insbesondere bei der Nutzlast). Von der ESA kommen maximal 50 Millionen Euro, inklusive Startkosten.
Bis 15. Juni müssen Missionsvorschläge eingegangen sein.
Harte Vorgaben, insbesondere, da der Start ja auch noch bezahlt werden muss. Missionen jenseits des GTO werden dadurch sehr schwierig.
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JUICE wurde ausgewählt :)
http://scienceblogs.com/catdynamics/upload/2012/04/esa_makes_a_choice/ESA-SPC.pdf (http://tinyurl.com/d73uwx5)
EDIT: sry, ich kann das link nicht reparieren, aber man kann es so erreichen:
http://scienceblogs.com/catdynamics/upload/2012/04/ (http://scienceblogs.com/catdynamics/upload/2012/04/) -> esa_makes_a_choice
(klausd: nochmal Link repariert)
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Es ist glaub ich nur eine Empfehlung aber eine sichere Empfehlung. In jedem Fall hervoragende Nachrichten, auch politisch. Die Amerikaner werden jetzt bestimmt ganz neidisch. ;D
Siehe auch:
http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-17756628 (http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-17756628)
The American scientific community will be desperate to get involved in some form.
Ja so ist das. ;)
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Vorschläge für die nächsten beiden L-Klasse Missionen können jetzt eingereicht werden. Ich hoffe auf Uranus und Neptun....
http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=51425 (http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=51425)
Start 2028 und 2034... dauert also noch etwas.
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Hallo,
Vorschläge für die nächsten beiden L-Klasse Missionen können jetzt eingereicht werden. Ich hoffe auf Uranus und Neptun....
Nachdem die L1 Mission JUICE zum Jupiter geht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass als L2 Mission noch ein Projekt zu Planeten ausgewaehlt wird. Es geht in dieser Antragsrunde auch erstmal um die Auswahl eines Themas, noch nicht um die Formulierung einer speziellen Mission. Die Kandidaten mit den besten Chancen für L2 sind entweder ein Roentgenteleskop (so wie ATHENA (http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=48729)) oder ein Gravitationswellenteleskop (also eLISA/NGO (http://www.elisa-ngo.org/)).
Gruss,
Volker
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Hallo,
für die naechsten 2 L-class Missionen der ESA steht nun etwas mehr Geld zur Verfügung: die ESA Beteiligung wird hier 1 Milliarde Euro pro Mission betragen (dazu kommen dann die Beitraege der einzelnen ESA Staaten, die z.B. die Instrument bauen).
Am 24. Mai ist Abgabetermin für die Vorschlaege für die naechste L-class Mission. Diese Vorschlaege werden am 8. Juli von Vertretern der einzelnen Projekte bei der ESA vorgestellt. Am 13.11.2013 soll dann die Entscheidung des ESA SPC (Science Program Committee) fallen, welche beiden Konzepte für die L2/L3 Mission ausgewaehlt werden. Mitte 2014 werden dann die Missionen ausgeschrieben, dann koennen Missionskonzepte eingereicht werden. 2014/2015 findet dann die Assessment study statt, und im Februar 2016 plant das SPC die Reihenfolge für L2 und L3 festzulegen. L2 soll 2028 starten, L3 im Jahr 2034.
Gruss,
Volker
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Hallo,
die white paper von zwei Projekten, die fuer die naechste grosse ESA Mission (L2 / L3) vorgeschlagen werden, sind jetzt im Internet verfuegbar:
Athena+ (http://arxiv.org/abs/1306.2307)
eLISA (http://arxiv.org/abs/1305.5720)
Gruss,
Volker
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Im Athena-Paper steht " A lightweight X-ray telescope based on ESA’s Silicon Pore Optics (SPO) technology "
Fand ich recht interessant, daher hab ich noch mal bisschen weiter gesucht, was das wohl ist, hier gibts noch ein umfangreiches PDF dazu:
http://congrex.nl/icso/2012/presentations/047_Wille.pdf (http://congrex.nl/icso/2012/presentations/047_Wille.pdf)
Und hier mal der optische Vergleich:
(https://images.raumfahrer.net/up031535.png)
Sieht schon ganz anders aus als die klassischen Röntgenoptiken
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Ein weiteres White Paper ist jetzt online: http://de.arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1306/1306.3358.pdf (http://de.arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1306/1306.3358.pdf)
EUROPEAN ULTRAVIOLET-VISIBLE OBSERVATORY
Ein 8m-UV-Teleskop. Wäre mal ein netter Brocken, einen solchen Spiegel entfaltbar zu machen klingt nach Herausforderung (denn die Genauigkeit muss ja um ein vielfaches besser sein als z.B. beim JWST)
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8m? :o
Warum nicht statt dem 8m Monster zwei kleinere Spiegel und Interferometrie? 5m paßt noch ganz ohne Verrenkungen in eine Ariane 5 rein. Wenn die Spiegel über Ausleger ein paar Meter auseinander gefahren werden sollte das Ergebnis beeindruckend sein.
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Entscheidend ist nicht nur Auflösung, sondern auch Sensitivität. Für letzteres ist Spiegelfläche schlicht und einfach durch nichts zu ersetzen.
Außerdem: Wenn man die Präzision hat, zwei Spiegel auszuklappen... dann kann man auch mehr Segmente ausklappen, um den Vollspiegel zu erreichen.
Maximal in die Ariane passen circa 4m wie diesem Paper zu entnehmen ist, mehr auch nicht (wenn man die nötigen Anbauten berücksichtigt)
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Interferometrie im UV-Bereich ist zurzeit eher etwas mit kleinen Basislängen fürs Labor oder zumindest an Orten, wo man jederzeit nachjustieren kann. Schön wäre es natürlich schon, wenn man sowas funktionsfähig im All hätte.
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Es gibt die gesammelten Whitepaper jetzt auch zum Download:
http://sci.esa.int/science-e/www/object/doc.cfm?fobjectid=52029 (http://sci.esa.int/science-e/www/object/doc.cfm?fobjectid=52029)
Aber Achtung, sind 120MB, das kann also etwas dauern ;)
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Hallo,
die Projekte die sich fuer die naechste L-class Mission der ESA bewerben, stellen sich am 3. und 4. September in Paris vor, siehe hier (http://sci.esa.int/cosmic-vision/51983-presentation-meeting-l2-and-l3-science-themes/). Da kann man sich auch kostenlos anmelden und als Zuschauer teilnehmen.
Gruss,
Volker
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Hallo,
das Science Committee der ESA schlaegt dem Senior Survey Committee (SSC) folgende Themen als naechste "large Mission" vor: "The hot and energetic universe" (also ATHENA+ (http://athena2.irap.omp.eu/)) als L2 Mission (Start ~2028) und "The Gravitational Universe" (also eLISA (https://www.elisascience.org/)) als L3 Mission (Start ~2034).
Die Ausschreibung der L2 Mission wird dann im Fruehjahr 2014 sein, mit einem Abgabetermin Ende 2014. Das heisst, das wird dann hoechst wahrscheinlich tatsaechlich die ATHENA+ (http://athena2.irap.omp.eu/) Mission sein so wie im Moment besteht, denn in so kurzer Zeit ist es schwer ein neues Konsortium zusammenzustellen und einen Alternativvorschlag im Bereich Roentgenastrophysik einzureichen.
Gruss,
Volker
P.S.: bisher ist das SSC immer den Vorschlaegen des science committees gefolgt.
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Hallo,
nun ist die Entscheidung für ATHENA+ und eLISA (bzw. die Themen Roentgenastrophysik und Gravitationswellen Messungen im Weltraum) offiziell:
ESA's new vision to study the invisible Universe (http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/ESA_s_new_vision_to_study_the_invisible_Universe)
Gruß,
Volker
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Result of Cosmic Vision M-class mission down-selection
ESA selected in February 2011 five candidates for a medium-class mission – M3 – for a launch opportunity in 2024 (EChO, LOFT, MarcoPolo-R, PLATO and STE-QUEST). The Science Programme Committee members will make their final decision on the M3 mission during their February meeting.
Location: Press release on www.esa.int (http://www.esa.int)
Expected date: 19–20 February
Also am 19.-20. Februar 2014 soll die M3 Mission bekanntgegeben werden.
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Also am 19.-20. Februar 2014 soll die M3 Mission bekanntgegeben werden.
Ja, und morgen (21.1.) ist erstmal die Vorstellung der verbliebenen M3 Projekte (http://sci.esa.int/cosmic-vision/53109-cosmic-vision-m3-candidate-missions-presentation-event/).
Das Rennen ist also noch offen. Das schaue ich mir mal an.
Gruss,
Volker
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Hallo,
gestern wurden die verbliebenen 5 Missionsvorschlaege für die M3 Mission der ESA in Paris noch einmal vorgestellt. STE-QUEST (http://sci.esa.int/ste-quest/) ist nun ausgeschieden, es bleiben also noch LOFT (http://sci.esa.int/loft/), ECHO, Marco-Polo-R, und PLATO im Rennen. Von der technischen und finanziellen Seite (die von der ESA evaluiert wurde) scheint keine der vier Missionen einen Vorsprung zu haben. Es wird also eine reine Abwaegung des wissenschaftlichen Nutzens durch das SPC geben.
Persoenlich fand ich PLATO (http://sci.esa.int/plato/) nicht so überzeugend, und Marco-Polo-R (http://sci.esa.int/marcopolo-r/) hat das Problem, dass die Japaner Hayabusa-2 (http://www.jspec.jaxa.jp/e/activity/hayabusa2.html) im Programm haben, es waeren dann also LOFT (http://sci.esa.int/loft/) und ECHO (http://sci.esa.int/echo/) die staerksten Kandidaten (aber ich bin da nicht unparteiisch und das SPC (http://sci.esa.int/spc/) mag eine andere Sicht der Dinge haben).
Gruss,
Volker
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ECHO ist schon sehr interessant, aber PLATO an sich auch. Die anderen sind nicht so der Bringer. Planen die USA nicht auch ein Sample Return?
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Hallo,
Die anderen sind nicht so der Bringer
Aha. Dann sag' mal dem SPC Bescheid, da haetten wir uns ja alle viel Arbeit sparen koennen.
Planen die USA nicht auch ein Sample Return?
Nicht in den naechsten zehn Jahren, soviel ich weiss.
Gruss,
Volker
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Ich denke, es sollte noch ok sein, seine persönliche Meinung zu äußern. Jeder hat halt seine Vorlieben, die er gerne realisiert sehen möchte.
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Hallo,
Die anderen sind nicht so der Bringer
Aha. Dann sag' mal dem SPC Bescheid, da haetten wir uns ja alle viel Arbeit sparen koennen.
Alles Ansichtssache. ;)
Planen die USA nicht auch ein Sample Return?
Nicht in den naechsten zehn Jahren, soviel ich weiss.
Hab jetzt schnell mal nachgesehen, die Sonde OSIRIS-REx soll schon in drei Jahren starten.
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Hallo,
Hab jetzt schnell mal nachgesehen, die Sonde OSIRIS-REx soll schon in drei Jahren starten.
Tatsaechlich! Wurde gestern aber nicht erwaehnt, oder ich habe es verpennt. Das macht Marco Polo-R dann auch nicht attraktiver.
Wer will, kann sogar seinen Namen auf einem Microchip von OSIRIS-REx verewigen lassen:
http://www.nbcnews.com/science/send-your-name-asteroid-nasas-osiris-rex-probe-2D11937091 (http://www.nbcnews.com/science/send-your-name-asteroid-nasas-osiris-rex-probe-2D11937091)
Gruss,
Volker
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Ein Teleskop, um Tausende von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu finden, ist der heiße Favorit für die Auswahl als Europas nächste Mittelklasse-Wissenschaftsmission.
Bekannt als PLATO, wurde das Konzept von einem Expertengremium als herausragende Kandidat in einem Wettbewerb von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) laufen gewählt.
http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-25911893 (http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-25911893)
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Hier noch bei SpaceNews:
http://www.spacenews.com/article/civil-space/39335planet-hunting-plato-wins-backing-of-european-scientists-for-1b-medium (http://www.spacenews.com/article/civil-space/39335planet-hunting-plato-wins-backing-of-european-scientists-for-1b-medium)
Es ist der dritte Versuch für Plato. Thales Alenia Space und Airbus Defence und Space dürfen sich noch um die Systemführerschaft streiten.
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Aller guten Dinge sind drei! :D
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Hallo,
Ein Teleskop, um Tausende von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu finden, ist der heiße Favorit für die Auswahl als Europas nächste Mittelklasse-Wissenschaftsmission.
Bekannt als PLATO, wurde das Konzept von einem Expertengremium als herausragende Kandidat in einem Wettbewerb von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) laufen gewählt.
Hm, wer hat denn da schon vorab was an die Presse durchsickern lassen? In der Tat scheint Plato die M3 Mission der ESA zu werden.
Gruss,
Volker
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Alea iacta est!
ESA Sci Policy Cmtee selects Plato exoplanet hunter, launch 2024, as expected following advisory panel. $1B to be spent on mission.
https://twitter.com/pbdes/status/436217749279633408
Die Mission ist sicher keine schlechte Wahl.
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Entschuldigt die dumme Frage, was ist dann die Höchstklassemission(en)? Ist ja immerhin eine Mrd. €!
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Hallo Zusammen,
diesmal auf Grund der Uhrzeit nur den Link zu
ESA wählt die PLATO-Mission
http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/ESA_selects_planet-hunting_PLATO_mission (http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/ESA_selects_planet-hunting_PLATO_mission)
Mit den besten Grüßen
Gertrud
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Super. Ich habe gehofft, daß es ECHO oder PLATO wird. :D
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Entschuldigt die dumme Frage, was ist dann die Höchstklassemission(en)? Ist ja immerhin eine Mrd. €!
1 Mrd. Dollar, nicht Euro, und auch das ist falsch. Die Kosten fuer die ESA fuer eine M-class Mission sind etwa 500 Millionen Euro (siehe z.B. hier (http://sci.esa.int/cosmic-vision/47570-call-for-proposals-for-medium-size-missions/)). Das bezieht allerdings nicht die Kosten fuer die Instrumente mit ein, die von den nationalen Raumfahrtorganisationen und beteiligten Instituten getragen werden. Vielleicht bezog sich der Tweet auf die Gesamtkosten. Es stimmt auch nicht alles, was so getweeted wird.
Gruss,
Volker
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PLATO ausgewählt :
Hier gibt es die volle Präsentation von PLATO von der Vergleichsvorstellung vor der Entscheidung :
http://www.oact.inaf.it/plato/PPLC/Home_files/PLATO-ESA.pdf (http://www.oact.inaf.it/plato/PPLC/Home_files/PLATO-ESA.pdf)
http://www.oact.inaf.it/plato/PPLC/Home_files/PLATO-ESA.pdf - ich schreibs noch mal im Klartext, das Einfügen des Links klappt in der Vorschau, aber beim Speichern wird zusätzlicher Murks eingefügt ...
Gruss HHg
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Finde PLATO gut, dauert natürlich wieder alles ewig...
Was passiert denn mit den anderen Sachen, also vor allem STE-Quest?
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Finde Plato auch gut :) In der Exoplanetensuche übernimmt die ESA wohl zukünftig die führende Rolle. :)
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Wie waere es mit einem eigenen Thema zu PLATO? Erstellt das ein Moderator?
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Warum ein Moderator und nicht du selbst? ;)
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Finde PLATO gut, dauert natürlich wieder alles ewig...
Was passiert denn mit den anderen Sachen, also vor allem STE-Quest?
Gute Frage! Ich habe bezüglich dessen eine Anfrage an die ESA gestellt, allerdings keine Antwort erhalten. Ich habe den Eindruck, dass die Exoplanetensuche momentan allen anderen Themen deutlich bevorzugt wird. Kepler hat eine Menge Ergebnisse geliefert, JWST wird in diese Richtung auch arbeiten können.
Leider geht dies zu Lasten der Missionen, deren Hauptziel physikalische Grundlagenforschung ist, wie zum Beispiel STE-Quest. Diese Mission hätte ich sehr gerne fliegen sehen. Schade, dass es nicht geklappt hat.
Für mich hat die Auswahl von PLATO insofern einen etwas bitteren Beigeschmack, da das Konzept eigentlich bereits ausgeschieden war bei der Vergabe der Missionen M1 und M2, dann aber für M3 wieder zugelassen wurde und nachgebessert werden konnte. Dies Möglichkeiten hatten die übrigen vier Kandidaten für M3 nicht.
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Nun die anderen Missionen können bei M4 oder M5 neu eingereicht werden.
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Nun die anderen Missionen können bei M4 oder M5 neu eingereicht werden.
Sind die Mission M4 und 5 denn bereits beschlossen und finanziert - unabhängig vom Konzept?
Soweit ich weiß, soll es nur drei M-Missionen geben.
Ergänzung: In einem Vortrag von Luigi Colangeli aus Juni 2012 ist auf Folie 27 angegeben, dass alle 3 Jahre Vorschläge für M-class Missionen eingereicht werden können. Auf Folie 29 dann folgt eine Übersicht folgt eine erweiterete Überischt von Cosmic Vision 2015 - 2035, wo bereits Platzhalter für M4 - M7, sowie auch L2 und L3 vorgesehen sind. Das ganze aber mit dem wichtigen Hinweis auf Folie 28, dass das ESA-Budget durch die Ministerratstagung festgelegt wird und dies ein Vorschlag für die nächste Konferenz sein wird. Also sollte dazu bei der Ministerratstagung 2012 doch etwas entschieden worden sein.
Weiß da jemand etwas zu?
Hier sind die Vortragsfolien: http://solarsystem.nasa.gov/docs/04_The%20ESA%20Science%20Program%20for%20the%20Progress%20of%20European%20Society_L.%20Colangeli.pdf (http://solarsystem.nasa.gov/docs/04_The%20ESA%20Science%20Program%20for%20the%20Progress%20of%20European%20Society_L.%20Colangeli.pdf)
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Wie waere es mit einem eigenen Thema zu PLATO? Erstellt das ein Moderator?
Ich hab mich mal "erbarmt". :D
https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12311.0 (https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12311.0)
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Was passiert denn mit den anderen Sachen, also vor allem STE-Quest?
STE-QUEST war schon im Januar von der ESA aus der Kandidatenliste gestrichen worden, da die Mission technisch noch nicht die noetige Reife hat, i.e. die angepeilten Ziele sind mit der vom Team vorgestellten Technik so nicht machbar und es war fraglich, ob der Rückstand bis zum Starttermin aufholbar sei.
M4 und folgende Missionen sind bisher noch nicht ausgeschrieben. Missionen, die bei M3 nicht ausgewaehlt wurden, koennen (und werden) sich bei M4 wieder bewerben.
Gruss,
Volker
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Missionen, die bei M3 nicht ausgewaehlt wurden, koennen (und werden) sich bei M4 wieder bewerben.
Wäre schön, wenn dann ECHO noch kommt. Ich bezweifle aber, daß zwei Exoplanetenmissionen ausgewählt werden.
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Offenbar haben wir PLATO durchaus Deutschland zu verdanken, das diese Mission in der Rolle der "lead funding agency" führt. Also deutsche Wissenschaftler werden stark an der Mission teilhaben. Italien und Großbritannien hatten offenbar auf "andere Pferde" gesetzt.
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Was passiert denn mit den anderen Sachen, also vor allem STE-Quest?
STE-QUEST war schon im Januar von der ESA aus der Kandidatenliste gestrichen worden, da die Mission technisch noch nicht die noetige Reife hat, i.e. die angepeilten Ziele sind mit der vom Team vorgestellten Technik so nicht machbar und es war fraglich, ob der Rückstand bis zum Starttermin aufholbar sei.
M4 und folgende Missionen sind bisher noch nicht ausgeschrieben. Missionen, die bei M3 nicht ausgewaehlt wurden, koennen (und werden) sich bei M4 wieder bewerben.
Danke, Volker, für den Einblick. Hast du da genauere Infos, welcher Part der Instrumente technisch noch nicht ausgereift war/ist? Liegt es im Bereich der optischen Atomuhr oder an der Bereitstellung der Quelle für ultra-kalte Atome in Form eines Bose-Einstein-Kondensats? Wo liegen die Schwierigkeiten zum Erreichen der angepeilten Ziele?
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Hallo,
das Missions-Proposal für ESAs naechste grosse L2 Mission ist letzten Donnerstag vom Athena-Konsortium eingereicht worden. Den Text gibt es hier zu lesen: Athena Mission Proposal (http://userpages.irap.omp.eu/~dbarret/ATHENA/The_Athena_Mission_Proposal.pdf)
Gruss,
Volker
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Es gibt ein paar Vorschläge für M-Klasse Venus-Missionen. Zum einen geht es um einen Ballon, der auf 55 Kilometer Höhe die Venus erkunden soll. Zum anderen um einen Radarorbiter auf Basis des Sentinel-1 Satelliten. Es gibt aber auch die Idee eine zweite Version vom Trace Gas Orbiter zur Venus zu schicken.
http://www.lpi.usra.edu/vexag/meetings/archive/vexag_11/presentations/1120-0945-Wilson.pdf (http://www.lpi.usra.edu/vexag/meetings/archive/vexag_11/presentations/1120-0945-Wilson.pdf)
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Es gibt wohl Probleme die M4-Mission zu finanzieren, da M1- M3 mit erhöhten Kosten (>550 Mio. Euro) kämpfen. Man hat diskutiert, ob man mit 400 Mio Euro eine M4-Mission finanzieren kann, oder ob man sie weiter nach hinten verschiebt. Kompromiss unter den Agenturen ist jetzt wohl: 450 Mio Euro und ursprüngliche Missionsfrequenz. Ausgeschrieben wir M4 im 3. Quartal 2014.
Das aktuelle ATHENA-Konzept für L2 liegt über dem Finanzierungsrahmen. Man arbeitet mit den Wissenschaftlern an einer Anpassung, um im Rahmen zu bleiben.
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Hallo,
Kompromiss unter den Agenturen ist jetzt wohl: 450 Mio Euro und ursprüngliche Missionsfrequenz.
Ja, und die ESA setzt den Projekten jetzt klare Grenzen. Bei einigen Projekten wird eine maximal-Masse vorgegeben, bei anderen wird gesagt "wenn Euer Spiegel groesser ist als X Quadratmeter, dann kommt Ihr nicht in die naechste Runde". Es hat auch schon mal mehr Spass gemacht, sich mit Projekten für eine Mission bei der ESA zu bewerben. Von ESAs Seite aus kann man die Vorgehensweise aber verstehen.
Das aktuelle ATHENA-Konzept für L2 liegt über dem Finanzierungsrahmen. Man arbeitet mit den Wissenschaftlern an einer Anpassung, um im Rahmen zu bleiben.
Kaum ist Athena nun als L2 Mission drin, wird auch schon modifiziert, um im Kostenrahmen zu bleiben. Design-to-cost heisst das jetzt. Als erstes wird wohl der Spiegel kleiner ausfallen. Obwohl eine Beteiligung von Partnern ausserhalb der ESA wahrscheinlich ist (NASA / JAXA), muss die Mission nun erst einmal so geplant werden, als wenn keine anderen Partner mit dabei sind.
Gruss,
Volker
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Hallo,
es scheint, dass in der ersten Auswahlrunde zu ESA's nächster M-class Mission (http://sci.esa.int/cosmic-vision/54490-call-for-a-medium-size-mission-opportunity-in-esa-science-programme-for-a-launch-in-2025/) (M4) für einen Start in 2025 die Ergebnisse vorliegen.
Jedenfalls ist ASTROGAM (http://astrogam.iaps.inaf.it/index.html) (ein Satellit zur Messung von Gamma-Strahlung im MeV Bereich) eine Runde weiter. Auch LOFT (http://www.isdc.unige.ch/loft/) (Röntgentelekop) und XIPE (http://arxiv.org/abs/1309.6995) (X-ray Polarisationsmessung) konnten sich durchsetzen.
COrE+ (http://www.core-mission.org/), eine Nachfolgemission zu Planck (http://www.cosmos.esa.int/web/planck), und STE-QUEST (http://sci.esa.int/ste-quest/49256-summary/) haben es nicht in die nächste Runde geschafft.
Die Liste aller Vorschläge, die in die nächste Runde gehen, scheint aber noch nicht veröffentlicht zu sein, jedenfalls konnte ich das nicht finden. Insgesamt sind wohl 10 von 30 Missionsideen noch im Rennen.
Gruss,
Volker
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Hallo,
eine komplette Liste der Missionen, die noch im Rennen sind, gibt es bisher noch nicht, aber Colin Wilson (Oxford University) sagt, dass wahrscheinlich keine interplanetare Mission in die nächste Runde gekommen ist (https://www.beaconreader.com/katharine-sanderson/space-missions-out-of-the-running-in-european-competition). Auf jeden Fall sind MarcoPolo-2D und EnVision (Untersuchung der Venus Oberfläche mit Radar) (http://www.planetary.org/blogs/guest-blogs/van-kane/20150302-understanding-venus.html) ausgeschieden.
Ein anderes Projekt das weitergekommen ist, ist der Atmospheric Remote-sensing Infrared Exoplanet Large survey (ARIEL, vormals Echo) zur Suche nach Exoplaneten.
Somit sind bisher noch dabei: LOFT, XIPE, ARIEL, ASTROGAM (da fehlen aber noch ca. 6 weitere Projekte).
Und bisher ausgeschieden: MarcoPolo-2D, EnVision, COrE+, STE-QUEST (da fehlen aber noch ca. 16 weitere).
Gruss,
Volker
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Hallo,
die verbleibenden 10 Kandidaten für die M4 Mission stellen ihre Projekte der ESA in der Woche vom 20. April vor. Dann geben jeweils drei Vertreter jedes Projektes eine nicht-öffentliche Präsentation vor einem ESA Komittee. Anschliessend wird das ESA SPC (Science Programme Committee) seine Auswahl treffen.
Gruß,
Volker
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Im Science Programme Committee (http://sci.esa.int/spc/33207-spc/) sind ja Frankreich, Italien und Griechenland gut vertreten.
Gibt es da eine Einigung im Team, oder hat jeder Teilnehmer eine Stimme?
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Hallo,
Das aktuelle ATHENA-Konzept für L2 liegt über dem Finanzierungsrahmen. Man arbeitet mit den Wissenschaftlern an einer Anpassung, um im Rahmen zu bleiben.
Die Spiegelflaeche soll von 2.2 m2 auf 1.4 m2 verkleinert werden. Damit reduziert man die Kosten und man muss dann im Vergleich zur Ursprungsversion 1,5 mal so lange ein Objekt beobachten, um die gleiche Qualitaet zu erhalten. Die verschiedenen wissenschaftlichen Gruppen von Athena prüfen nun, was das für Auswirkungen auf die erwarteten Ergebnisse der Mission hat.
Gruss,
Volker
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Hallo,
die ESA hat nun 3 Vorschläge für die M4 Mission ausgesucht:
Ariel (http://ariel-m4.sciencesconf.org/) (Spektroskopie von Exoplaneten), Thor (http://thor.irfu.se/) (Untersuchung des Plasma im erdnahen Weltraum) und XIPE (http://arxiv.org/abs/1309.6995) (Messung der Polarisation von Roentgenstrahlen). Diese drei gehen nun in die nächste Projektphase und anschliessend sucht die ESA dann eine davon aus für die M4 Mission.
Gruss,
Volker
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Die ESA hat ARIEL ausgewählt, wird also u.a. die Atmosphären von Exoplaneten näher erforschen. Start soll Mitte 2028 sein.
http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/ESA_s_next_science_mission_to_focus_on_nature_of_exoplanets (http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/ESA_s_next_science_mission_to_focus_on_nature_of_exoplanets)
http://sci.esa.int/ariel/59799-science-objectives/ (http://sci.esa.int/ariel/59799-science-objectives/)