Fensterputz auf der ISSBei VK RKK Energia wird etwas zur Eigenatmosphäre der ISS geschrieben:
Die ISS hat ihre eigene und ziemlich aggressive Atmosphäre!
In 400 km Höhe sind noch immer einige Partikel der Erdatmosphäre vorhanden.
- die ISS prallt förmlich gegen diese und erzeugt dabei Stoßwellen,
- die Lageregelungstriebwerke erzeugen Gasströme,
- auf der Außenhülle, die der Sonne ausgesetzt ist, entstehen Dämpfe,
- dazu kommen noch die Emissionen der Lebenserhaltungssysteme.
All das bildet die äußere Atmosphäre (EA) der Station – eine lebensfeindliche
Mischung aus Plasma, Staub und hochenergetischen Atomen.
Diese besitzen sie bei Orbitalgeschwindigkeit eine enorme Energie und
bombardieren die Außenhülle wie ein molekularer "Sandstrahler".
Der Blick durch ein Sichtfenster zeigt, dass ...

... man die Scheiben immer wieder putzen muss
Fotos: VK RKK EnergiaDaher führen die Russen ein Experiment "Quartz-M" durch, um zu verstehen,
wie die Station und zukünftige Raumfahrzeuge vor schädlichen Einflüssen geschützt
oder wie betroffenen Materialien rechtzeitig repariert werden können.
Es ist ein spezieller Sensorkomplex an der Außenfläche der ISS installiert, der:
- die Zusammensetzung der Atmosphäre um die Station und ihr Verhalten untersucht;
- nach Quellen der Weltraumkorrosion sucht;
- nahezu in Echtzeit misst, wie aktiv und wie verschiedene Materialien im All abgebaut werden.
Quelle:
VK RKK Energia Gruß, HausD