Das ist ja kein klassischer, bodenloser "Sumpf". Unter der nicht sehr tiefen Marsch und teilweise offen erhöht liegen ehemalige Küsten-/Strandwälle aus Sand und Muschelmaterial. Das Problem ist nicht das Wasser, sondern dass der darunterliegende Ton und die jungen Sedimente nicht sehr tragfähig sind. Erst ab so 10 m Tiefe kommt tragfähiger Sand. Also Tiefgründungen mit Pfählen, aber das ist in der Region völlig normal und wird in Starbase auch so gemacht.
Problematischer sehe ich, dass dort wohl "normale" Flammgräben schwierig werden, eventuell werden die Starttische daher auf Hügel gesetzt werden. Die Hügel könnten dann auch gleich dazu dienen, den Untergrund durch "Vorbelastung" zu verdichten und zu entwässern, das wurde damals in Boca Chica ja auch so gemacht.
SpaceX scheint auch keine Zeit zu verschwenden: Beim Überflug wurde eine Kernbohrmaschine gezeigt, die Proben entnimmt, genau da, wo später Starfactory und "Terabay" entstehen sollen. SpaceX hat nämlich schon die Genehmigung für 25 Bodenbohrungen erhalten.
Der Straßenbau, inkl. Rollways und Dämmen, ist sicher das allerkleinste Problem, und die Aufschüttungen auch. Schwere Maschinen und sehr viel Erdbewegungen, aber dafür gibts Lösungen. Damit wird es losgehen; eventuell ist eine Straße, die die Rampen verbindet, gleich Teil des Küstenschutzes als Deich?
Für 10 Mrd. könnte man bei uns so 10.000 km Autobahn bauen; also wenn die da 100 km autobahnmäßig "verlegen", würde erst 1% der Summe verbaut.
Klar wird alles teurer werden als gedacht. Aber je nach Quelle wurden in Starbase in den letzten 10 Jahren so 6-8 Milliarden investiert. Dafür gab es eine Kleinstadt, eine Gigabay, eine Starfactory, massenweise Infrastruktur und zwei Startrampen. Ganz abgesehen von all dem, was wieder abgerissen wurde. Das 12-Fache an Geld für 10 Rampen, "nur" eine, aber größere große Fabrik und "Terabay" und all das andere "Gedöns" kommt mir da durchaus machbar vor.