NASA Space Reactor 1 (SR-1) Freedom Mars 2028 (vormals PPE-Modul Gateway)

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Online Nitro

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Die Energie des Reaktors wird dann für den Antrieb und die Stromversorgung genutzt, allerdings ist die NASA so begeistert davon endlich einen Kernreaktor im Weltraum zu nutzen das nirgendwo steht welcher Antrieb damit betrieben werden soll (zumindest nicht für die Suchmaschinen auffindbar...).

NSF hat einen Artikel zur Mission rausgebracht, der genau darauf eingeht. Als Antrieb soll das PPE (Propulsion and Power Element) des Gateways verwendet werden, welches im Prinzip schon fertig gestellt und auch schon getestet wurde. Die Energie dafuer kommt von einem 20+kW Reaktor, welcher am Kopf der Sonde plaziert ist. Ein paar Solarzellen liefern Strom in der Zeit in der der Reaktor inaktiv ist, wie zB die ersten 48 Stunden nach dem Start.

Quelle: https://www.nasaspaceflight.com/2026/03/nasa-sr1-freedom-mars-2028/
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline failsafe

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Die Vorgeschichte des PPE ist sogar noch länger: ursprünglich entwickelt als Antriebs- und PowerModul für die Asteroid Redirect Mission (ARM) -gestrichen 2017-, dann eingeplant für Lunar Gateway. Ionentriebwerke mit Xenon als Stützmasse (AEPS:Advanced Electric Propulsion System/NASA & Aerojet Rocketdyne 2 x 12,5 kW bzw Busek Hall-Effekt Ionentriebwerke 4 x 6 kW). ROSA Sonnenzellen-Arrays mit 50 kW Output (@1AU) für den Back-up-Betrieb. Start voraussichtlich auf FalconHeavy (expendable).

https://en.wikipedia.org/wiki/Power_and_Propulsion_Element
« Letzte Änderung: 25. März 2026, 15:51:15 von failsafe »

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Offline alepu

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Damit man sich das besser vorstellen kann, hier das NSF-Video dazu, in dem es auch etwas näher erläutert wird.


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Offline tomtom

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Gerade hab ich mich gefragt, ob der neue NASA-Plan sowas wie Constellation ist (das in eine paar Jahren wieder als zu teuer beendet wird), da kommt das neue Konzept einer nuklearen Mars-Mission - zur Erinnerung die Basis-Idee des Ionenantriebs aus der ARM-Mission:

https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10974.0
Im Zweifel hilft die Such-Funktion:
https://forum.raumfahrer.net/index.php?action=search

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Offline alepu

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Es gibt da sicher Parallelen, aber ist ja auch logisch, da die damaligen Ziele eben nicht erreicht wurden und weiterhin bestehen.
(Ein weiteres weiterhin bestehendes demokratiespezifisches "Problem" ist natürlich, daß große Raumfahrtprojekte üblicherweise länger dauern als eine Regierungsperiode)

Das Artemis - Programm hat den Vorteil, daß bereits eine Mission geflogen ist, die zweite unmittelbar bevorsteht und die geplante Mondlandung noch in die gegenwärtige Regierungsperiode fällt.
Wenn diese SLS-Flüge alle wie geplant über die Bühne gehen und auch die begleitenden unbemannten Flüge funktionieren, wird wohl kein Nachfolgepräsident das Programm abbrechen.
Jared hat auch irgendwie ein gewisses Charisma die Menschen mit seiner Begeisterung anzustecken und auf eine zielführende Linie einzuschwören.
Natürlich kann immer Mal wieder was dazwischen kommen, aber ich habe die starke Hoffnung, daß uns zumindest der wahrscheinliche Urheber der neuen Planung J.Isaacman über Trump hinaus erhalten bleibt ( auch wenn er sich gegenwärtig in jedem Vortrag und jedem Interview gleich mehrmals auf seinen ach so tollen Präsidenten bezieht!)

Nuklear zum Mars ist auch nur der nächste logische Schritt um irgendwann Mal schnellere Raumschiffe zu entwickeln. Die chemischen Antriebe kommen da langsam an ihre Grenzen.

Offline FlyRider

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Ich finde es gut, dass man das Antriebsmodul nicht einfach wegwirft, aber ich würde mir eine sinnvollere Mission wünschen. Das Ding wird ein Jahr zum Mars brauchen (hab ich zumindest gelesen), das geht chemisch auch locker. Sinnvoll wäre aus meiner Sicht eine Mission möglichst weit raus, damit der Antrieb seine Vorteile ausspielen kann.

Wie wäre es mit einem Uranus Orbiter? Das wär doch mal was, oder? Das Problem wird halt sein, dass das Nasa Budget so eine Mission nicht hergibt. Dann könnten doch die Europäer das beim Gateway gesparte Geld .... auch ich träum schon wieder  :"‑(

Man merkt, dass es ein eilig aufgestellter Plan B ist ...

Sie haben in der Präsentation schon gut begründet warum sie zum Mars fliegen: Ein strikter Zeitplan der eingehalten werden muss. Am Mars-Transferfenster kann kein Kongress oder Zulieferer was ändern.

Ich meine auch sie hätten gesagt das natürlich anspruchsvollere Missionen geflogen werden können, aber das Primärziel ist es zu zeigen das ein Nuklearelektrisch betriebenes Raumfahrzeug möglich ist und den Weg zu ebnen für zukünftige Missionen die auf diesem demonstrierten Erfolg aufbauen.

Den Teil der Präsentation in dem sie analysiert haben warum die Vielzahl vorheriger Nuklearantriebsprojekte der NASA zu nichts geführt haben und was sie jetzt tun um diese Fehler zu vermeiden fand ich echt gut durchdacht. Solche Analysen stimmen mich positiv für die Projekte die sie sich vorgenommen haben.