Ja, die Kühlung läuft ausschließlich über Wärmestrahlung mittels Radiatoren. Bei den KI- und Mobilfunk-Satelliten der Starlink-Generation V3, die sehr viel Energie verbrauchen und extrem leistungsfähige Computerchips an Bord haben, ist dies aber in mehrfacher Hinsicht ein Problem oder zumindest großere Herausforderung:
1. Das Verhältnis von Solarpaneelen, Rechenleistung und dafür nötiger Radiatorengröße. Letztere müssen unverhältnismäßig groß sein.
2. Wärmeleitung über Kühlrippen reicht schon bei der ISS nicht aus. Man nutzt Rohrsysteme/Heatpipes in denen Ammoniak verdampft. Das kann spröde werden, oder es bilden sich Blasen oder Pfropfen.
3. Für hohe Emissivität werden die Oberflächen mit speziellen weißen Keramikfarben, Quarzkacheln oder Silber-Teflon-Folien beschichtet. Durch UV, kosmische Strahlung und atomaren Sauerstoff degradiert das.
4. Albedo-Strahlung. Die Radiatoren schauen oft in Richtung Erde, die strahlt selbst Eigenwärme ab. Das verringert die Effizienz spürbar.
Bei ISS und den Starlinks kommen noch die Temperaturschocks beim Wechsel von der Sonnen- auf die Nachtseite hinzu, von +120 auf bis zu -150 °C. In dieser Zeit werden die aber wenigstens die Abwärme los.
Und das ist das eigentliche Problem, dass das die stets in der Sonne fliegenden KI-Sats nicht können. Wie man all diese Wärme loswird, ohne in den Erdschatten tauchen zu können, und das wartungs- und verschleißfrei, das ist wohl das Hauptproblem.