Ich muss mir immer mal wieder klar machen, dass die Strecke Produktion-Masseys stolze 8 km sind, das ist von hier bis zur nächsten Kleinstadt, und dass die, die das über zwei Stunden zu Fuß begleiten und sichern, wohl zu den wenigen Amerikanern zählen, die dafür nicht ein Auto nehmen. 
Dazu kommt dann noch die Hitze und vor allem eine nahezu unerträgliche Schwüle. Ich durfte das vor knapp zwei Jahren am eigenen Leib dort selbst erleben. Mir ist es ein Rätsel, wie das die "Außenarbeiter" in ihrer vollen Montur mit Helm überhaupt aushalten...
Ja, die Arbeitsbedingungen sind schon extrem. Um überhaupt Fachleute in dieses Niemandsland zu bekommen, zahlt SpaceX aber auch gut und baut massiv die Kleinstadt aus mit nagelneuen Freitzeiteinrichtungen, Schule, modernen Wohnungen usw.
Übrigens dauert nur die reine Fahrt nach Masseys zwei Stunden, die ganze Aktion für die Begleitmannschaft 4-5 Stunden und wird üblicherweise in zwei Schichten absolviert.
Während es bei Extrem-Schwertransporten in Deutschland durchaus "Fußgänger" als Auflage gemacht werden können, ist dies hier eine reine Entscheidung von SpaceX aus Gründen der Risikominimierung und des Versicherungsschutzes. Weder Texas, Cameron County noch Brownsville schreibenvor, dass Personen auf dem Highway 4 nebenherlaufen müssen, da der sowieso voll gesperrt ist. Na ja, der Fuß- und Raweg ist offenbar weiterhin zugänglich, wie manche Youtube-Filme zeigen. Man kann also direkt daneben mitlaufen, zumindest zum Starbereich.
Da die Raketenteile teils extrem nah an Fabrikgebäuden, Zäunen und Masten vorbeifahren, reichen Kameras und Sicht aus einem Begleitfahrzeug nicht aus. Die Begleiter laufen direkt an den kritischen Außenkanten mit, prüfen die Abstände im Zentimeterbereich und weisen die Operatoren ein, die die Transporter per Funkfernsteuerung bedienen. Die gigantischen Stahlzylinder sind zudem enorm windanfälllig. Die Begleiter müssen Neigung, Vibrationen und das Verhalten permanent im Auge behalten, um bei einer gefährlichen Böe den Transport sofort zu stoppen. Und, der Highway 4 ist berüchtigt, extrem wellig und voller Schlaglöcher - noch. Die Spotter müssen jeden Meter direkt vor den Reifen der SPMTs prüfen, und auch noch auch darauf achten, dass keine Wildtiere den Transport gefährden - da leben u.a. große Antilopen, freilaufende Rinder und sogar Alligatoren, die sich auf dem warmen Asphalt sonnen. Das ist kein Job für schwache Nerven, nicht nur wegen der riesigen Teile über dem Kopf!