Ausblick auf 2026

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Online alepu

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Ausblick auf 2026
« am: 01. Januar 2026, 11:58:11 »
Und wieder darf spekuliert werden!

Gleich zu Anfang des Jahres werden wir mit der bemannten Mondumrundung von SLS/Orion beglückt, dann folgt wohl bald Flug 12 vom Starship, später dann Haven-1 und Vast-1 und noch später der Erstflug von DreamChaser.
Irgendwo dazwischen der MK1 Mondlander von BO, mehre Flüge der New Glenn und des Starships, der Erstflug und weitere der neuen Neutron, sowie natürlich die üblichen Flüge zu den beiden Raumstationen, F9 für Starlink und andere Auftragsgeber usw. usw.

Nix genaues weiß man natürlich wieder mal nicht, aber es bestehen berechtigte Hoffnungen, daß 2026 ein recht aktives und auch erfolgreiches Jahr werden könnte.

Offline bonsaijogi

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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #1 am: 01. Januar 2026, 12:28:39 »
für mich am spannendsten wird sicher Haven-1 und Vast-1 ... und dazu noch wie schnell Axiom da hinterher kommt.

Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #2 am: 01. Januar 2026, 19:08:09 »
für mich am spannendsten wird sicher Haven-1 und Vast-1 ... und dazu noch wie schnell Axiom da hinterher kommt.

Ich würde dazu eher sagen, daß Haven-1 die hoechste Wahrscheinlichkeit auf Erfolg hat.

Spannend mit weitaus geringerer Erfolgswahrscheinlichkeit wäre Artemis-2. Der Wiedereintritt wird eine Zitterpartie.

Auch die Erstfluege von Isar Aerospace und RFA werden Zitterpartieen der deutschen Raumfahrt. Hier ist zwar nur der letzte Platz zu verteidigen - aber immerhin geht's darum, dabei zu bleiben.
Ich bin gespannt, LOP-G -- sollte das Geld fehlen: warum nicht eine Koproduktion?

Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #3 am: 02. Januar 2026, 07:19:49 »
Ende 2026 sind von Roscosmos und JAXA je eine Phobos Sample-Return Mission geplant. Beide Missionen könnten sich auch ins Jahr 2027 verschieben.
Ich bin gespannt, LOP-G -- sollte das Geld fehlen: warum nicht eine Koproduktion?

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Offline max-q

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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #4 am: 02. Januar 2026, 09:13:01 »
Ende 2026 sind von Roscosmos und JAXA je eine Phobos Sample-Return Mission geplant. Beide Missionen könnten sich auch ins Jahr 2027 verschieben.
Roscosmos - ernsthaft?! Doch nicht etwa diese obskure "Boomerang" oder Phobos-Grunt 2 Mission? Soweit ich weiß, ist die bisher in keinem offiziellen Langzeitprogramm enthalten und wird lediglich seit anderthalb Jahrzehnten immer mal wieder als Projekt auf Konferenzen präsentiert. Aber ganz sicher wird Russland 2026 nichts in Richtung Mars starten.
Geschichte und Geschichten aus sechseinhalb Jahrzehnten Raumfahrt:
http://www.raumfahrtkalender.de

Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #5 am: 02. Januar 2026, 10:17:47 »
Ende 2026 sind von Roscosmos und JAXA je eine Phobos Sample-Return Mission geplant. Beide Missionen könnten sich auch ins Jahr 2027 verschieben.
Roscosmos - ernsthaft?! Doch nicht etwa diese obskure "Boomerang" oder Phobos-Grunt 2 Mission? Soweit ich weiß, ist die bisher in keinem offiziellen Langzeitprogramm enthalten und wird lediglich seit anderthalb Jahrzehnten immer mal wieder als Projekt auf Konferenzen präsentiert. Aber ganz sicher wird Russland 2026 nichts in Richtung Mars starten.

Fuer Boomerang habe ich als Datum von nextspaceflight.com NET2026. Skepsis ist durchaus angebracht.

Fuer MMX zwar auch -- aber in Japan geht das Fiscaljahr von April bis Maerz. NET2026 waere damit mit Maerz 2027 nicht ueberschritten.

Bahnmechanisch oeffnet sich das Startfenster zum Mars erst ab Herbst 2026.
Ich bin gespannt, LOP-G -- sollte das Geld fehlen: warum nicht eine Koproduktion?

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Offline max-q

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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #6 am: 02. Januar 2026, 15:37:53 »
nextspaceflight.com ist (für mich) nun nicht unbedingt DIE Quelle. Und auch dort steht NET, also frühestens, 2026. Tatsächlich war Boomerang bzw. Expedition-M, wie das Projekt inzwischen heißt, im russischen Raumfahrtprogramm 2015-2025 enthalten mit einem Starttermin 2024. Konkrete Schritte (Auftragsvergabe und Finanzierung) gab es aber wohl nie. Jedenfalls gilt das Projekt unter russischen Raumfahrtfreunden als mausetot. Realisierbar frühestens im Rahmen des übernächsten Raumfahrtprogramms, Ende der 2030er Jahre. Und als ausgemacht galt auch, dass die Marslandung abhängig gemacht werden sollte vom Erfolg des Luna-Grunt Programms. Aber die Details führen hier zu weit weg vom Thema dieses Threads.
Geschichte und Geschichten aus sechseinhalb Jahrzehnten Raumfahrt:
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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #7 am: 24. Januar 2026, 12:52:13 »
Der Januar ist noch nicht vorbei und schon ist einiges Makulatur:
1. Haven/Vast
2. Neutron
3. Pallas-1
4. nach hinten: Blue Moon Mk-1 Pathfinder-1
5. nach hinten: Flug-12
6. nach hinten: Isar Aerospace
7. nach hinten: Ceres-2

In Q1 bleibt noch Artemis-2 -- solange beim WDR nichts schiefgehen sollte
Ich bin gespannt, LOP-G -- sollte das Geld fehlen: warum nicht eine Koproduktion?

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Online James

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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #8 am: 24. Januar 2026, 17:43:45 »
Woher weißt du das Isar Aerospace ihren Start hinter Q1 verschiebt ???
Ich bitte um eine Quelle. Denn ich glaube das nicht.

Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #9 am: 24. Januar 2026, 19:14:06 »
Woher weißt du das Isar Aerospace ihren Start hinter Q1 verschiebt ???
Ich bitte um eine Quelle. Denn ich glaube das nicht.

GENAU, die hatten doch seit dem letzten mal genug Zeit, alles richtig zum Vorbereiten, ich verstehe es nicht !
LG. Kalle

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Offline roger50

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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #10 am: 31. Januar 2026, 13:41:04 »
Nachdem seit heute alle Starts für Januar abgearbeitet sind, ein kleiner Rückblick auf den Monat:

Insgesamt starteten alle Raumfahrtnationen zusammen 21 erfolgreiche Missionen, genau so viele wie in 2025. Hierbei entfielen 15 Starts auf die USA, die dafür 2 Trägertypen einsetzten (13x Falcon-9, 2x Electron-1). Die restlichen 6 erfolgreichen Missionen starteten in China. Außerdem gab es zwei chinesische Fehlstarts.

Für diese insgesamt 8 Starts setzte China 7 verschiedene Trägertypen ein. 2x CZ-2, je einmal CZ-6A, CZ-8A, CZ-12, CZ-3B (Fehlstart), CERES-1S und CERES-2 (Fehlstart). Letztere führte ihren Jungfernflug durch.

Chinas 'Fuhrpark' wird immer größer und unübersichtlicher. Schon heute betreibt China mehr als 20 verschiedene Trägertypen. Dazu kommen in diesem Jahr noch mindestens 6 neue Typen, die ihre Erstflüge in den kommenden Monaten absolvieren sollen.

Ich frage mich, warum China so viele chinesische Trägertypen benötigt, die alle in kleinerer Stückzahl gebaut werden. Ökonomische gesehen, wäre es doch viel kostengünstiger, sich auf vielleicht ein Dutzend Träger für die verschiedenen Nutzlastgrößen zu beschränken und diese in größerer Stückzahl zu fertigen.

Gruß
roger50

Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #11 am: 31. Januar 2026, 13:56:26 »
Nachdem seit heute alle Starts für Januar abgearbeitet sind, ein kleiner Rückblick auf den Monat:

Insgesamt starteten alle Raumfahrtnationen zusammen 21 erfolgreiche Missionen, genau so viele wie in 2025. Hierbei entfielen 15 Starts auf die USA, die dafür 2 Trägertypen einsetzten (13x Falcon-9, 2x Electron-1). Die restlichen 6 erfolgreichen Missionen starteten in China. Außerdem gab es zwei chinesische Fehlstarts.

Für diese insgesamt 8 Starts setzte China 7 verschiedene Trägertypen ein. 2x CZ-2, je einmal CZ-6A, CZ-8A, CZ-12, CZ-3B (Fehlstart), CERES-1S und CERES-2 (Fehlstart). Letztere führte ihren Jungfernflug durch.

Chinas 'Fuhrpark' wird immer größer und unübersichtlicher. Schon heute betreibt China mehr als 20 verschiedene Trägertypen. Dazu kommen in diesem Jahr noch mindestens 6 neue Typen, die ihre Erstflüge in den kommenden Monaten absolvieren sollen.

Ich frage mich, warum China so viele chinesische Trägertypen benötigt, die alle in kleinerer Stückzahl gebaut werden. Ökonomische gesehen, wäre es doch viel kostengünstiger, sich auf vielleicht ein Dutzend Träger für die verschiedenen Nutzlastgrößen zu beschränken und diese in größerer Stückzahl zu fertigen.

Gruß
roger50

Hallo, genau 10 - 12 perfekte Trägersysteme, gut durchdacht und man hätte bessere und mehr Handlungsfreiheit, spart sogar Resourcen.
LG. Kalle

Offline rok

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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #12 am: 31. Januar 2026, 15:30:24 »
"Ich frage mich, warum China so viele chinesische Trägertypen benötigt, die alle in kleinerer Stückzahl gebaut werden."
Ich denke, das hat auch was zu tun mit der erkennbaren Abkehr von einer Planwirtschaft hin zu einem staatsmonopolistischen Marktsystem, in dem auch kleine, neue Player ("start ups") ein paar Starts finanziert bekommen, wenn sie dafür genug Geld einsammeln konnten. Das kann durchaus sinnvolle Innovationen erzeugen, macht es aber schwieriger, den Überblick zu behalten, zumal jeder Anbieter sein eigenes Bennenungssystem verwendet.

Offline bonsaijogi

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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #13 am: 31. Januar 2026, 17:57:52 »
... Außerdem gab es zwei chinesische Fehlstarts. ...

... und einen indischen (PSLV-DL) - war auch ein Fehlstart ... aber mit einem klitzekleinen Teilerfolg 😃

Offline Mojschele

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Re: Ausblick auf 2026
« Antwort #14 am: 16. Februar 2026, 16:48:52 »
Hallo, genau 10 - 12 perfekte Trägersysteme, gut durchdacht und man hätte bessere und mehr Handlungsfreiheit, spart sogar Resourcen.
LG. Kalle
Wenn das stimmt, dann setzt SpaceX aber auf das völlig falsche (Scherlastarbeits)Pferd  8-O
Ich glaub eher das die Chinesen 2-3 Raketentypen staatlich entwickeln, ein paar staatsnahe und etliche weniger staatsnahe Privatfirmen werkeln lassen und C.Darwin entscheiden dann, wer in 5-10 Jahren noch lebt und wer nicht.