Den Beitrag zu SN 1006 finde ich besonders spannend, weil hier für mich genau diese Mischung aus Romantik und Wissenschaft gut funktioniert.
Bei Nebeln, Galaxien oder der Venus versteht man die ästhetische Faszination sofort über das Bild. Bei einer historischen Supernova kommt noch etwas anderes dazu: Menschen haben vor über tausend Jahren denselben Himmel gesehen, waren vermutlich genauso irritiert oder beeindruckt, und ihre Aufzeichnungen helfen heute noch dabei, das Ereignis wissenschaftlich einzuordnen.
Gerade dieser Gedanke gefällt mir sehr: Der Nachthimmel ist nicht nur „schön“ oder „weit weg“, sondern verbindet Beobachtung, Geschichte und Forschung über sehr lange Zeiträume hinweg.
Für mich passt SN 1006 deshalb fast noch besser in diese Reihe als ein rein symbolisch-romantisches Objekt.