Russische Trägerstarts

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #650 am: 17. Juli 2026, 10:40:06 »
Wie ich es herauslese bei NSF gibt es momentan NOTAMs für 3 verschiedene Sojus-Starts in diesem Monat:

Einen für vermutlich Rassvet (Inklination = 82°)
Einen weiteren für eine unbekannte Nutzlast (Inklination = 97°-98°)
Sowie jetzt einen vermutlich für einen Glonass Satelliten. Die gehen in Umlaufbahnen mit einer viel niedrigeren Inklination: 64°-65°

Ob es wirklich bei 3 Starts im Juli bleiben wird = ?

Gruß
roger50
Ich kann es mir nicht vorstellen. Ein Start, vielleicht auch zwei.
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Online roger50

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #651 am: 17. Juli 2026, 14:13:38 »
Ja, 1-2. Sehe ich auch so.

Wart' mer mal, dann sehen wir's schon...

Gruß
roger50

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #652 am: 20. Juli 2026, 10:59:19 »
Es gibt auf NSF erste Meldungen, daß der Rassvet-Start in der vergangenen Nacht in Plesetzk erfolgt ist.

Noch keine weiteren Infos.

Gruß
roger50

Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #653 am: 20. Juli 2026, 15:07:19 »
Es gibt auf NSF erste Meldungen, daß der Rassvet-Start in der vergangenen Nacht in Plesetzk erfolgt ist.

Noch keine weiteren Infos.

Gruß
roger50
Die Informationslage ist wieder unfassbar. Keine ofizielle Meldung, keine Startzeit, keine Information zur
benutzten Startrampe - nichts.
Sie sind jetzt auf einer Stufe mit Nordkorea oder Iran was Informationen zu Raumfahrtstarts betrifft.
Traurig.
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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #654 am: 20. Juli 2026, 16:12:11 »
Seit die Ukrainer eine Reichweite bis in diese Region haben, ist es verständlich, dass man nichts mehr vorab bekannt gibt. Es gibt nur noch indirekte Hinweise über NOTAMs und später Bahndaten der US Space Force. Mehrfache parallele NOTAMs, s.o., dürften daher auch der Desinformation dienen.

Dazu gab es schon vor einiger Zeit einen Artikel, ich glaube, der wurde hier noch nicht zitiert:

arstechnica.com/space/2026/04/russian-cloaks-launch-schedule-after-spaceport-falls-in-ukraines-sights/

"Glaubt man den offiziellen russischen Berichten, wurde der nördliche Weltraumbahnhof des Landes in den letzten Monaten mehrfach von Drohnen angegriffen.
Die Drohnen konnten den Weltraumbahnhof zwar nicht treffen, doch diese Angriffsversuche finden zu einer Zeit statt, in der Russland seine Aktivitäten am Kosmodrom Plesetsk verstärkt, um eine neue Konstellation von Internet- und Datenrelais-Satelliten zu stationieren"
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Offline RonB

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #655 am: 14. August 2026, 15:35:25 »
Im August soll wahrscheinlich ein weiterer Start einer Sojus mit Rassvet Satelliten erfolgen. Auch der Start einer Angara 1.2 soll noch geplant sein.
Es recht zu machen jedermann ist eine Kunst die keiner kann.

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Offline RonB

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #656 am: 14. August 2026, 16:02:45 »
Am 2. September um 03:16 Uhr MESZ sollen möglicherweise mit einer Sojus-2.1A die Satelliten Kinosputnik MKA, KOEN, 6U CubeSat NPO Kaisant mit Hermes-Modem und 16U CubeSat NPO Kaisant mit Gonets-Modem von Wostotschny gestartet werden.
Es recht zu machen jedermann ist eine Kunst die keiner kann.

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Online roger50

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #657 am: 16. August 2026, 00:25:55 »
Dieser Start wird NET 4.Quartal 2026 erfolgen. Siehe NSF. Und hier:
https://nextspaceflight.com/launches/details/4323/

Gruß
roger50

Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #658 am: 17. August 2026, 14:36:21 »
Dieser Start wird NET 4.Quartal 2026 erfolgen. Siehe NSF. Und hier:
https://nextspaceflight.com/launches/details/4323/

Gruß
roger50
Nun wird der 19. November als Startdatum genannt.
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Online roger50

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #659 am: 24. August 2026, 10:59:08 »
Am frühen heutigen Morgen wurde in Plesetzk eine Sojus-2.1b/Fregat Trägerrakete gestartet. An Bord ein ungenannter Satellit, der in seine vorgesehene Umlaufbahn gebracht wurde. Es wird vermutet, daß es sich um einen GLONASS-Satelliten handelt.

https://tass.ru/armiya-i-opk/28038055

Gruß
roger50

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Offline Schillrich

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #660 am: Gestern um 22:13:12 »
Zum Rassvet-Start am 19. Juli gibt es hier eine Analyse:
https://understandingwar.org/research/russia-ukraine/russian-offensive-campaign-assessment-august-31-2026/

Zitat
Russia’s second batch of Rassvet satellites appears to have failed to reach intended operational altitudes, marking another setback in Moscow’s efforts to rapidly develop a Russian analogue to Starlink. None of the 16 Rassvet satellites from the second batch launched on July 19 have reached their anticipated altitude of 550 kilometers as of August 31, according to data from live satellite tracker N2YO.[1] Many of these satellites ended up at altitudes between 300 and 400 kilometers, and some are experiencing orbital decay; and at least two satellites are reportedly heading for reentry into Earth’s atmosphere. These altitudes are well short of the intended 870-kilometer operational altitude for the Rassvet satellites.[2] Satellites orbiting at lower altitudes have shorter operational lifespans due to increased atmospheric drag from upper layers of Earth’s atmosphere and greater fuel expenditure than satellites operating at higher altitudes.[3] It is unclear how long the lower-altitude Rassvet satellites will remain in orbit, but they will likely not operate for as long as Russia projected. Only 12 of the original 16 Rassvet satellites launched on March 24 had entered their anticipated altitude, reportedly 550 kilometers, as of July 31 and remain at such altitudes as of August 31.[4] These 12 satellites reportedly provided Russian forces with two windows of connectivity with ground terminals for up to an hour and a half per day over Ukraine.[5]
...
Only 37.5 percent of the launched Rassvet satellites reached sustainable operational altitudes as of August 2026.

Demnach scheinen alle 16 Satelliten bisher nicht "wie angenommen" zu steigen. Ende August sind sie zwischen 300km und 400km unterwegs. Einige sinken.
Ich werde aus der Meldung aber nicht ganz schlau. Einmal sagen sie, dass sie die erwarteten 550km im August nicht erreicht hätten. Dann sprechen sie von 870km Betriebsorbit für Rassvet. Sind die 550km nur eine Zwischenstation/-marke, die man im August erreicht haben sollte?

Falls die Satelliten "reihenweise ausfallen", könnte man derzeit auch an Sabotage/Geheimdienstoperationen gegen das System denken.
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Online alepu

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #661 am: Gestern um 23:04:33 »
Ich verstehe das so:

Bis 31. August hätten sie einen "erwarteten" 550 km Orbit erreichen sollen ("anticipated altitude"), als Zwischenstation zum "beabsichtigten Arbeits-/Bestimmungsorbit" von 870 km ("intended operational altitude").

Die Russen wollen u.a. so hoch hinaus um Treibstoff für ständige Bahnanhebungen zu sparen und länger im Orbit bleiben zu können.

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Online max-q

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #662 am: Heute um 08:48:50 »
Die Russen wollen u.a. so hoch hinaus um Treibstoff für ständige Bahnanhebungen zu sparen und länger im Orbit bleiben zu können.
Die 870 km sind vor allem aber auch die Bahnhöhe, die man bei bei der ITU zum Betrieb der Rassvet-3 Konstellation angemeldet hatte. Nun ist die Frage, ob man die Pläne geändert hat (in Abstimmung mit der ITU oder ohne?) oder echte Probleme hat, die Höhe zu erreichen. Bei der ITU habe ich nur Dokumente aus 2025 gefunden, die von 800 km Apogäumshöhe sprechen. Wobei u.U. nicht einmal sicher ist, dass die jetzigen Satelliten tatsächlich zur Rassvet-3 Konstellation zählen. Es gibt auch eine chronologische Zählweise der Starts beginnend mit Rassvet-1 (Juni 2023), Rassvet-2 (Mai 2024) und Rassvet-3 (März 2026). Dann wären wir jetzt bei Rassvet-4? Russische Quellen halten sich ja zuletzt mit der genauen Benennung einzelner Satelliten extrem zurück. Jedenfalls ist keinesfalls sicher, dass man mit den beiden letzten Gruppen wirklich 800/870 km Höhe anstrebt. Eventuell geht es auch einfach darum, schneller irgendwelche Ergebnisse zu erzielen. Und eine echte Struktur ist, auch dank der Ausfälle einzelner Satelliten, ohnehin noch nicht erkennbar. Ich bin jedenfalls noch zurückhaltend, das Projekt als umfassenden Fehlschlag anzusehen.
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Offline Schillrich

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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #663 am: Heute um 08:51:38 »
Das sehe auch so. Die Beobachtung/Analyse ist durchaus relevant, braucht aber eine Menge Kontext zu den getroffenen Annahmen. Und wenn es derzeit Probleme gibt, das Programm kann/wird sich dann wahrscheinlich anpassen.
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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #664 am: Heute um 09:30:58 »
Zunächst mal "breaking news":

Das russische Werk „Proton-PM“ in Perm ist heute Morgen plötzlich explodiert.
https://x.com/Osinttechnical/status/2095020343119221188
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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #665 am: Heute um 09:42:23 »
Und noch zu den Rassvets:
Ich habe das auch so interpretiert, dass die Sats sich auf dem Weg zum Zielorbit befinden bzw. befanden und viele es nicht geschafft haben.
Wichtiger finde ich aber die weitere Analyse im Artikel. Danach braucht Russland 200 bis 300 Satelliten für eine stabile Konnektivität. Dafür ist es auf die Sojus 2.1b angewiesen, die seit 2022 "nur sechs bis acht" mal gestartet sei (das kann hier sicher jemand aus dem Ärmel bestätigen oder dementieren) und zudem auch für andere Aufgaben genutzt werden muss.
"Bei einer solchen Startfrequenz wäre Russland lediglich in der Lage, maximal 128 Rassvet-Satelliten alle vier Jahre zu starten".
Kurz- bis mittelfristig die benötigte Sat-Anzahl in den Zielorbit zu bringen ist danach illusorisch, zumal die Ukraine weiter die Produktions- und Startanlagen angreift. "Progress" vor drei Wochen, Plesetsk vor zehn Tagen und nun "Proton".
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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #666 am: Heute um 10:01:40 »
Wobei u.U. nicht einmal sicher ist, dass die jetzigen Satelliten tatsächlich zur Rassvet-3 Konstellation zählen. Es gibt auch eine chronologische Zählweise der Starts beginnend mit Rassvet-1 (Juni 2023), Rassvet-2 (Mai 2024) und Rassvet-3 (März 2026). Dann wären wir jetzt bei Rassvet-4?
So wie ich das verstanden habe, sind das die Versions-, nicht die Konstellationsnummern. Rassvet-1 und 2 waren nur je drei Testversionen. Alles was nun startet ist Version 3 und sehr viel schwerer und größer.

Jeder Start hat bisher 16 davon hochgeschossen, und von diesen 36 sollen rechnerisch demnach nur 12 den Zielorbit erreicht haben. Es wären also noch 12 komplett erfolgreiche Starts nötig, um die 200 vollzumachen. Rassvet hatte noch vor ein paar Wochen gesagt, dass bis Ende 2026 156 Satelliten in der Umlaufbahn sein sollte; das kann nicht mehr klappen.
Lebensdauer soll fünf Jahre sein, also müssten 40 jedes Jahr nachgestartet werden, also 3 Starts, um eine 200er-Konstellation aufrecht zu erhalten.

Hier gibt es eine Übersicht zu den Rassvets und die geplante timeline, Stand Mai:
https://keeptrack.space/deep-dive/russias-rassvet-constellation
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Re: Russische Trägerstarts
« Antwort #667 am: Heute um 11:10:03 »
Das russische Werk „Proton-PM“ in Perm ist heute Morgen plötzlich explodiert
Habe mal etwas recherchiert.

Nach dem derzeitigen Stand ist von einem größeren Brand in einem Produktionsgebäude die Rede.Einig sind sich die Berichte darin: Betroffen ist eine Produktionshalle mit 2.100 m². Der Brand wurde gegen 07:56 Uhr gemeldet. Keine Verletzten oder Tote berichtet. 

Eine Explosion wird nicht bestätigt, auch kein Hinweis auf Sabotage oder Angriff. Ob tatsächlich die 2025 eröffnete Angara-Triebwerksproduktion betroffen ist, und wie groß der Sachschaden ist, ist unbekannt.
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