Ich persönlich bin seit dem "Ignition" Event und den Interviews deutlich positiver gegenüber Artemis eingestellt als vorher.
Beim vorherigen "Plan" waren die eigentlichen Missionen vollkommen hintergründig, es ging primär um das Aufrechterhalten von Hardware Programmen. Jetzt wird der Fokus endlich auf die eigentlichen Missionen gelegt.
Niemand kann mir sagen das die ausführlichen Pläne die Carlos Garcia-Galan zur Erschließung des Mondes vorgestellt hat nicht um Welten realistischer und nachhaltiger sind als die "Pläne" vorher die nicht konkreter waren als "im Jahr X wollen wir auf dem Mond landen". Jetzt läuft es Schritt für Schritt, wenn sie etwas neues lernen passen sie den nächsten Schritt an, wenn etwas nicht passt finden sie es schnell heraus, anders als bei Großprojekten wie Gateway die sich erstmal gut anhören, sich dann aber mit der Zeit als sehr teure Ablenkung herausstellen.
Die Analyse, wie SR-1 die Fehler vergangener Nuklearantriebprojekte vermeiden kann ist ein weiteres Beispiel das sie sich endlich darauf konzentrieren Programme und Missionen auch wirklich abzuschließen und nicht auf X Jahre zu Großprojekten verpflichten die in einer wechselnden politischen und wirtschaftlichen Landschaft womöglich nie fertiggestellt werden.
Den Fokus auf "termingerecht" finde ich auch vollkommen irrelevant. Das Wichtigste ist, das die Pläne überhaupt umgesetzt werden, und dafür stehen die Chancen mMn. jetzt wesentlich höher als vor Isaacman's Amtsantritt. Immer wieder zeigt er, das er sich Gedanken um die Zukunft der Programme und der NASA selbst macht, von den Programmen selbst bis hin zur Kommunikation mit der Belegschaft. Das sie Umfragen machen, was jede/r Beschäftigte als größtes Hindernis für die NASA ansieht und das dann in einer Präsentation auch zeigen, darauf eingehen und Pläne zur Verbesserung machen, das sollte eigentlich selbstverständlich sein und jetzt wird es endlich gemacht.