Ariane 6 / ESA Programmatik

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Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #150 am: 21. August 2026, 13:42:15 »
Wenn Ariane NEXT (halbwiederverwendbar wie F9) als jetzt geplanter Nachfolger der Ariane 6 tatsächlich in etwa 10 Jahren ("in den 30ern") kommen sollte, wird sie leider genauso veraltet sein wie Ariane 6 heute.
Hoffnungslos veraltet in der Technik und im Preis.
Wo SX beginnt die F9 auszusortieren, plant Europa eine "F9" in der Zukunft zu entwickeln! Wie innovativ ist das denn?

Hallo Alepu,
ja das stimmt genau.   Wir haben früher gelernt wenn man ein Geschäft betreibt, beobachte was die Mitbewerber machen und passe dich nach Möglichkeit, rechtzeitig und zeitnah an. Gilt auch heute noch!
LG. Kalle

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Offline Nitro

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Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #151 am: 21. August 2026, 13:56:49 »
Wenn Ariane NEXT (halbwiederverwendbar wie F9) als jetzt geplanter Nachfolger der Ariane 6 tatsächlich in etwa 10 Jahren ("in den 30ern") kommen sollte, wird sie leider genauso veraltet sein wie Ariane 6 heute.
Hoffnungslos veraltet in der Technik und im Preis.
Wo SX beginnt die F9 auszusortieren, plant Europa eine "F9" in der Zukunft zu entwickeln! Wie innovativ ist das denn?

Da ist schon wahrscheinlicher, dass vorher eine mehr kommerzielle wiederverwendbare Rakete in Europa entwickelt wird. Ich denke da z.B. an eine zukuenftige Version der Miura wie Miura Next, oder ein staerkeres Nachfolgemodell der Maia, RFA One oder Spectrum.

So schwer mir das faellt, aber ich glaube nicht dass eine Ariane Next unter diesen Bedingungen jemals das Licht der Welt erblicken wird.
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline Mojschele

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Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #152 am: 21. August 2026, 13:57:41 »
Wenn Ariane NEXT (halbwiederverwendbar wie F9) als jetzt geplanter Nachfolger der Ariane 6 tatsächlich in etwa 10 Jahren ("in den 30ern") kommen sollte, wird sie leider genauso veraltet sein wie Ariane 6 heute.
Hoffnungslos veraltet in der Technik und im Preis.
Wo SX beginnt die F9 auszusortieren, plant Europa eine "F9" in der Zukunft zu entwickeln! Wie innovativ ist das denn?

Hallo Alepu,
ja das stimmt genau.   Wir haben früher gelernt wenn man ein Geschäft betreibt, beobachte was die Mitbewerber machen und passe dich nach Möglichkeit, rechtzeitig und zeitnah an. Gilt auch heute noch!
LG. Kalle
Ich würde meinen, das eine schrittweise Entwicklung schon passt. Zuerst mal eine Variante bei der die Erststufe wiederverwendbar ist. Und dann die Oberstufe zu einem wiederverwendbaren Teil weiterentwickeln. Alles auf einmal wäre zwar vermutlich zeitsparender aber ich glaub nicht, dass die dafür benötigten höheren Entwicklungskosten in Europa gestemmt werden können. Fraglich ist, wieviel effektive Nutzlast bei einer Rakete in der Größenordnung der Ariane 6 bei voller Wiederverwendung dann tatsächlich im LEO ankommen würde. Vielleicht geht da die Rechnung erst ab so einem Kaliber wie die NG auf  ???

Unterm Strich gehe ich davon aus das eine teilwiederverwendbare Ariane seeeehr spät kommen wird --> Für Europa hoffe ich daher auf MaiaSpace, die restlichen Privaten sind mit der Wiederverwendung faktisch ebenso weit wie die Ariane...  ::)

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Offline alepu

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Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #153 am: 21. August 2026, 16:57:26 »
Natürlich "schrittweise Entwicklung", hat ja schließlich auch BO und SX so gemacht, fragt sich halt nur wie groß diese Schritte sind und wie schnell sie aufeinanderfolgen.
Wenn dein Partner schon in die Zielgerade eintritt, während du dich immer noch beim Start rumtreibst, sind halt deine Chancen nicht besonders gut...

Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #154 am: 21. August 2026, 17:06:52 »
Grundsätzlich müssten sie in schnelleren Schritten nachziehen. Möglich wäre das schon für Hochtechnologieeuropa. Es gibt ja genug Infos um Fehler zu vermeiden. Meine Zweifel gründen eher auf den komplexen Rahmenbedingungen in der EU.

Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #155 am: Gestern um 16:50:44 »
Der überwiegende Teil heute eingesetzter Träger (nicht deren Flüge !) ist noch nicht wiederverwendbar.

Und nicht mal SpaceX schreibt mit Starts seiner Falcon 9 derzeit Gewinne. Der operative Gewinn kommt momentan eher aus dem Satelliten-Internet-Geschäft. Ob das dadurch möglich ist, weil man sich selbst sehr günstige Startpreise verrechnet, lasse ich mal im Raum stehen. Buchführung kann kreativ sein ....

Das man über kurz oder lang ausschließlich auf Wiederverwendbarkeit setzen wird, sehe ich schon auch. Aber da steckt auch sehr viel Materialwissenschaft und Erfahrung dahinter, wo man wirklich besser als die heutige Praxis werden kann. Aus jedem Rückschlag lernt nicht nur der betroffene Startanbieter.

Kommerziell sehe ich das ganze entspannter : Ein (Nutzlast-)Kunde braucht ein Paket an Leistungen. Wenn der Preis des Pakets dann ok ist, wird er zuschlagen. Wenns nur blöder, aber dafür billig ist, macht man das ein, zweimal so. Dann wird die Leidensbereitschaft aber erschöpft sein. Das schreibe ich auch vor dem Hintergrund der noch in der Pipeline stehenden Mitbewerber.

Was den Entwicklungsstopp des Block 3 angeht, bin ich noch unentschieden. Ich bin nicht sicher, ob dieser Entwicklungsschritt am Markt nachgefragt werden würde.

Gruß, Fahrgast

Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #156 am: Gestern um 18:03:43 »
Wie sicher sind die Informationen zu Gewinnen und Verlusten eigentlich?
Entspannt sehe ich die Vorgehensweise bei Ariane als Steuerzahler nicht.

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Offline alepu

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Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #157 am: Gestern um 19:04:45 »
Ja, entsprechende Quellen würden mich da auch interessieren.

Bei Ariane glaube ich ja die Verluste, aber
"nicht mal SpaceX schreibt mit Starts seiner Falcon 9 derzeit Gewinne"  ???

Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #158 am: Gestern um 19:13:59 »
Entspannt sehe ich die Vorgehensweise bei Ariane als Steuerzahler nicht.
Ich halte die Subventionierung jedes Ariane-Starts und damit von Amazon für deren LEO-Konstellation auch für höchst fragwürdig. Die ESA sagt selbst, dass jeder Flug mit etwa 35 Mill. € subventioniert wird. Da die wenigen institutionellen Starts allein nicht ausreichen, um die Raketen-Fabriken auszulasten, müssen zivile Aufträge von Dritten über günstige Preise angelockt werden. Nur durch diese höhere Startfrequenz bleiben die Produktionslinien aktiv. Sprich: Komplett am Bedarf vorbei geplant, anzahl- wie kostenmäßig, und dafür wird Amazon das Geld hinterhergeworfen.
Das Geld wäre besser in die Entwicklug eines marktfähigen und langfristig dem europäischen Bedarf gerecht werdenden Trägers gesteckt.

Aber, jeder von uns zahlt etwa 3,50 € pro Jahr für das gesamte Raumfahrtprogramm der ESA, davon ist Ariane nur ein Teil, und das ist es mir mehr als wert. Ich zahle gern auch 10 € für 3x mehr europäische Raumfahrt!

Der überwiegende Teil heute eingesetzter Träger (nicht deren Flüge !) ist noch nicht wiederverwendbar.
Und nicht mal SpaceX schreibt mit Starts seiner Falcon 9 derzeit Gewinne. Der operative Gewinn kommt momentan eher aus dem Satelliten-Internet-Geschäft.
Doch, doch, beides. Und der eigentliche Gewinn kommt mittlerweile aus KI, das gehört ja nun auch zu SpaceX. Ist aber ein anderes Thema.
Mehr Δv, weniger Drama. Mich überzeugen Daten, nicht Lager.

Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #159 am: Gestern um 21:56:34 »
Ja, entsprechende Quellen würden mich da auch interessieren.

Bei Ariane glaube ich ja die Verluste, aber
"nicht mal SpaceX schreibt mit Starts seiner Falcon 9 derzeit Gewinne"  ???

Da SpaceX als börsennotiertes Unternehmen zur Veröffentlichung seiner Finanzdaten gezwungen ist, gibt es auch entsprechende Analysen hierzu. Ich hab vor einigen Wochen mal einen Artikel dazu gelesen; daher war mir der Umstand bewusst.

Normal speise ich Menschen nicht gern mit KI-Recherchen ab; ihr wisst ja .... die ca. 30% Unschärfe und so   ;) Aber auch um a bisl Zeit zu sparen, hab ich mal Google Gemini um Unterstützung bei der Zusammenfassung gebeten :

https://share.google/aimode/m6131iiIgURmBE5X7

Ich hoffe, ich verstoße hier nicht gegen eine Forenregel mit dem Posten dieses Links.

Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #160 am: Gestern um 22:04:47 »
Entspannt sehe ich die Vorgehensweise bei Ariane als Steuerzahler nicht.
Ich halte die Subventionierung jedes Ariane-Starts und damit von Amazon für deren LEO-Konstellation auch für höchst fragwürdig. Die ESA sagt selbst, dass jeder Flug mit etwa 35 Mill. € subventioniert wird. Da die wenigen institutionellen Starts allein nicht ausreichen, um die Raketen-Fabriken auszulasten, müssen zivile Aufträge von Dritten über günstige Preise angelockt werden. Nur durch diese höhere Startfrequenz bleiben die Produktionslinien aktiv. Sprich: Komplett am Bedarf vorbei geplant, anzahl- wie kostenmäßig, und dafür wird Amazon das Geld hinterhergeworfen.
Das Geld wäre besser in die Entwicklug eines marktfähigen und langfristig dem europäischen Bedarf gerecht werdenden Trägers gesteckt.

Aber, jeder von uns zahlt etwa 3,50 € pro Jahr für das gesamte Raumfahrtprogramm der ESA, davon ist Ariane nur ein Teil, und das ist es mir mehr als wert. Ich zahle gern auch 10 € für 3x mehr europäische Raumfahrt!

Ich sehe das als Steuerzahler auch eher als Investment. Natürlich wärs toll, wenn kein Zuschuss erforderlich wäre. Aber keiner von uns kennt die konkrete Kalkulation. Schwer zu beurteilen .....

Was wäre die Alternative ? Wieder was neues entwickeln, ohne dem vorhandenen eine Chance zur Bewährung zu geben ?  Oder privat in SpaceX investieren und den Staat anzuweisen, nur noch mit Falcon 9, Heavy oder (irgendwann mal) Spaceship zu fliegen ?

Re: Ariane 6 / ESA Programmatik
« Antwort #161 am: Heute um 06:06:21 »
Danke, hab kurz reingesehen. Da steht zu den einzelnen Startkosten/Rentabilität einer Falcon9 aber nicht so viel. Nur dass derzeit Starship die Verluste macht.

Mag sein, dass man jetzt bei Ariane so agieren muss, um die Personale und die Infra zu halten, aber eine Investition in die Zukunft ist das nur sehr bedingt.