Raumcon

Allgemein => Schwarzes Brett => Thema gestartet von: Stefan_Schiessl am 13. Oktober 2003, 23:30:48

Titel: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 2004&a
Beitrag von: Stefan_Schiessl am 13. Oktober 2003, 23:30:48
Hallo Raumfahrt-Freunde,

Nach der fruchtbaren Diskussion über die Zukunft der RaumCon im Sommer geht es nun mit konkreten Schritten weiter. Im Visier haben wir eine erste RaumCon Live im Sommer 2004.

David Langkamp und Felix Korsch haben zusammen mit mir ein Konzept erarbeitet, das unter http://www.schiessldesign.de/sonstige_downloads/raumcon2004_01.ppt zum Download bereitsteht.

Alle "RaumConnies" sind herzlich zum Mitdiskutieren und freilich auch zur aktiven Mitarbeit eingeladen. Wer ganz neu einsteigt, sollte vielleicht erstmal die Seite "Über RaumCon" und/oder die erste Diskussionsrunde zur Zukunft der RaumCon anschauen.

Bis bald, Euer Stefan
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: Felix_Korsch am 24. Oktober 2003, 14:55:41
Hallo Stefan, hallo auch alle anderen!

Ich wollte mich dem Konzept (welches sehr umfangreich ausfällt - danke für die Mühe!) noch mal ausführlicher nach meinem Urlaub annehmen, aber da ich gerade vor einem angeschalteten Rechner sitze und sich noch niemand dazu geäußert hat, würde ich an dieser Stelle gern noch einige Punkte festhalten. Da wir nächstes Jahr 35 Jahre Mondlandung feiern können, ist es nur logisch, sich ein in diese Richtung angelegtes Oberthema zu suchen. Mein Vorschlag daher:

"Perspektive Weltall - gestern zum Mond, morgen zum Mars"

Man sollte bei all dem darauf achten, auch der Presse einen Anreiz zu geben, über uns zu berichten, schließlich würde sich das dann für alle beteiligten Vereine auszahlen. Also: moderne Aufmachung, "offene" Auslegung ohne geschlossenen Teilnehmerkreis. Hierbei sollte man sich noch über die Anzahl der zu erwartenden Teilnehmer einigen und daran denken, schon recht zeitig mitgliederstarke Vereine mit ins Boot zu holen.

Es wäre ja in diesem Zusammenhang ein passabler Weg, deren Mitglieder anzuschreiben. Ich denke da z.B. an die Deutsche Raumfahrtausstellung, denn dort bin ich selbst aktiv. Auf Anfrage wäre es sicher kein Problem, die Mitgliederliste (derzeit mehr als 220 Personen) zu erhalten und deren Mitglieder zu gegebenem Zeitpunkt (wenn das Programm feststeht) anzuschreiben (natürlich bei kalkulierbaren Portokosten).

Bezüglich des Veranstaltungsortes (in der Diskussion sind Berlin und Nürnberg) gibt es noch einige Aspekte mehr zu betrachten. Voraussetzung ist eine gute Verkehrsanbindung, denn wenn man speziell die Jugend anspricht, darf man kein eigenes Verkehrsmittel voraussetzen (da spreche ich jetzt auch für mich selbst). Hinzu kommen noch die Ansprüche der Referenten. Wenn wir nun etwa das DLR gewinnen könnten, einen Referenten zur Verfügung zu stellen (was die Qualität der Veranstaltung wesentlich aufwerten würde), bräuchte man sich u.U. nicht um dessen Unterkunft (Zusatzkosten!) zu kümmern, wenn die Veranstaltung nahe an einem DLR-Standort stattfindet.

Die Unterbringung ist dabei ein Thema für sich. Ideal wäre eine Möglichkeit zur Bereitstellung einer zentralen Unterkunft nahe dem Veranstaltungsort. Hier keimt natürlich der Gedanke auf, bestehende Einrichtungen in die Planungen einzubeziehen. Worauf ich hinaus will: wenn man etwa die Förster-Sternwarte in Berlin (ist jetzt ein willkürliches Beispiel und hat nichts damit zu tun, dass ich Berlin bevorzuge) einbezieht, kann man nicht nur in deren Räumlichkeiten die gesamte Veranstaltung ablaufen lassen (man bedenke den Kostenaspekt bei Anmietung von Tagungsräumen), sondern evtl. auch auf dem Gelände Schlafplätze bereitstellen.

Inhaltlich sollte ein ausgewogenes Tagungsprogramm angestrebt werden. Im vorgestellten Konzept sind da ja schon sehr konkrete Anregungen enthalten. Wir sollten versuchen, durch eigene Referenten einen größtmöglichen Themenkreis abzudecken. Hinsichtlich des Mondlandungs-Jubiläums bieten sich hier historische Betrachtungen (Apollo-Programm, sowjetischer Mondflug), aktuelle Projekte (SMART-1) und zukünftige Bestrebungen (u.a. China) als Schwerpunkte an. Ich glaube, dass wir da in den Reihen unserer eigenen Mitglieder genügend versierte Personen finden, die sich dafür zur Verfügung stellen könnten. Dies zumindest würde uns helfen, den finanziellen Rahmen nicht zu sprengen. Tja, und was Astronomie angeht, könnte die Sternwarte dafür sorgen!

Wünschenswert wären noch Wokrshops, die wiederum die Jugendarbeit berühren. Die Beleuchtung von Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten seitens eines Unternehmens (Astrium?) bzw. einer Uni wäre schön! Mir schwebt weiterhin das Thema "Raumfahrt-Journalismus" vor, wo wir von raumfahrer.net einige Erfahrung sammeln konnten, allerdings auch die Leute von Raumfahrt Concret kompetent wären. Müsste man sehen, denn deren Haltung bzgl. einer möglichen Mitwirkung kenne ich leider genauso wenig wie die der Mars Society.

Die nächsten Schritte wären die Wahl eines Ortes zur Durchführung, wobei man, wenn sich das ganze Konzept als erfolgreich herausstellt, später wechseln kann (München, Leipzig, was weiß ich). Auf jeden Fall müssten sich die Leute vor Ort um die Tagungsräumlichkeiten kümmern. Wenn sich hier eine günstige (der finanzielle Rahmen ist auch noch nicht geklärt!) Möglichkeit ergibt, kann man dann konkrete Planungen angehen (andere Vereine ansprechen, Referenten besorgen etc.) Wenn wir uns auf ein Datum festlegen wollen, sollten wir entweder sehen, dass der Zeitraum nach Möglichkeit innerhalb der Schulferien liegt, oder wir aber ein (bundesweit) verlängertes Wochenende finden.

Soweit meine Meinung,
ich bitte um eine rege Diskussion!

Felix.
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: hesaenger am 26. Oktober 2003, 14:11:09
Zitat

Mir schwebt weiterhin das Thema "Raumfahrt-Journalismus" vor, wo wir von raumfahrer.net einige Erfahrung sammeln konnten, allerdings auch die Leute von Raumfahrt Concret kompetent wären. Müsste man sehen, denn deren Haltung bzgl. einer möglichen Mitwirkung kenne ich leider genauso wenig wie die der Mars Society.



Hallo,

Die zeitlichen und finanziellen Ressourcen sind innerhalb der Raumfahrtvereine sehr begrenzt und von den Möglichkeiten der wenigen aktiven Mitglieder abhängig.

Das heißt bei einigen Vereinen nur eine Jahresveranstaltung, bei der Initiative 2000 kommt mit Raumfahrt Concret die einzige deutschsprachige reine Raumfahrtzeitschrift und bei der MSD mit Archimedes ein Marssondenprojekt dazu. Dazu leisten sich DGLR, VFR und mindestens noch die MSD einen intensiveren Internetauftritt. Selbst sitze ich z.B. gerade an einer Eröffnungspräsentation für ein Sympossium der Britisch Interplanetary.

Also kann ich nur raten die Organisation selbst in eigene Hände zu nehmen und eben intensiv nach passenden Referenten zu suchen.
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: Felix_Korsch am 26. Oktober 2003, 14:40:36
Ja, die Situation ist leider - nicht nur finanziell - recht "dünn". Daher habe ich ja oben auch geschrieben, dass man a) versuchen sollte, aus den reihen der eigenen Mitglieder Referenten zu "rekrutieren" und b) eine günstige Lokalität zu finden.

Mein Kommentar bzgl. der MarsSociety zielte auf den Umstand ab, dass ich die Haltung selbiger zur RaumCon nicht kenne (sollte keine Kritik sein - zumindest keine direkte).
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: Sven_Knuth am 26. Oktober 2003, 18:01:20
Zitat
Mein Kommentar bzgl. der MarsSociety zielte auf den Umstand ab, dass ich die Haltung selbiger zur RaumCon nicht kenne (sollte keine Kritik sein - zumindest keine direkte).


Wenn es SInn macht, werden wir uns gerne beteiligen.

Aber ein paar kritische Fragen muss ich stellen:



Ich bin nicht prinzipiell gegen diese Convention  ;D Die Zielrichtung und Konzeption zeugt zwar von Begeisterung aber ich sehe nicht wie es die Raumfahrt in Deutschland voranbringen würde. Die Presse würde sich genausowenig dafür interessieren wie die Bevölkerung. Naja vielleicht erscheint eine Notiz in einer lokalen Zeitung und 10 Leute kommen, die in keinem Raumfahrtverein sind. Ansonsten werden die Leute kommen die immer kommen. Man wird sich einig sein, dass etwas passieren und auseinandergehen und nichts wird passieren.

In den zwanziger und dreißiger Jahren war Deutschland führend im Raketenbau bzw. der Entwicklung weil die Leute in einem Verein zusammenkamen und Raketen gebaut haben. Heute kommen die Leute zusammen und reden darüber wie andere ihre Raketen bauen.

Wir bruachen zuallererst Inhalte. Das können Raketen sein, Projekte wie unsere Euromars oder unsere Marssonde ARCHIMEDES. Oder aber Fachartikel und Konzepte. Wo waren die anderen Vereine in Deutschland wie die EU Kommission die Menschen aufrief ihre Ideen zur zukünftigen Raumfahrtpolitik bei der EU einzureichen? Auf unsere Fragen an die anderen Vereine kam nichts oder Absagen, inahltlich kam jedenfalls nichts. Deshalb haben wir alleine ein Papier an die EU Kommission formuliert. Wo waren auch die anderen Verein wie die Konferenzen dazu stattfanden? Außer Mars Society sah es dünn aus. Ich höre oft Kritik an dem DLR, auch wir sind unter den Kritikern. Aber wo sind die Konzepte wie man es besser macht? In unserem Papier an die EU Kommission haben wir den Rahmen für eine effektive Raumfahrtpolitik skizziert. Momentan versuchen wir für Deutschland Reformideen zu entwickeln, wo sind die Ideen der anderen Initiativen?

Was wir brauchen sind Inhalte, die müssen wir dann geschickt verkaufen. Was wir nicht brauchen sind Treffen wo wir uns und die Situation der deutschen Raumfahrt beweinen. Eine Fachkonferenz brauchen wir aber auch nicht, die gibt es schon zur Genüge. Ohne Inhalte brauchen wir auch nicht über Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zu reden, heiße Luft wird bei den Superstar Shows chon zur Genüge vermarktet. Was also soll das Treffen erreichen?

Sven Knuth
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: hesaenger am 26. Oktober 2003, 19:19:19
Hallo,

mein Vorredner hat hier natürlich viel Wahres gesagt - alleine bringt und das nicht weiter. Fast jede Raumfahrtveranstaltung ist ein Tropfen auf den heißen Stein und man könnte zu dem Schluss kommen lieber alles gleich bleiben zu lassen. Wirklich wirksam ist nur das französische Modell, wo die CNES flächendeckend an die Schulen geht und damit eine Grundaufklärung gewährleistet.
Wer heute regelmäßig Raumfahrtvorträge hält, weiß oft erst im letzten Moment, ob er vor 10, vor 100 oder vor 1000 Gästen spricht. Also macht eine solche Veranstaltung sicherlich Sinn - alleine um daraus zu lernen. Schließlich haben wir nicht so viele andere Möglichkeiten für unsere Interessen einzutreten!
Titel: Brainstroming, Unterbringung, Team-Bildung
Beitrag von: Stefan_Schiessl am 26. Oktober 2003, 19:40:50
Hallo Raumfahrt-Freunde,

Super, dass die Diskussion zur RaumCon Live jetzt richtig in Fahrt kommt!

Programm-Vorschläge wie von Felix oder Herrn Sänger (z.B. ISU-Referenten für Karrierechancen oder Mond-Jubiläum in Vortrag aufgreifen)sammle ich und stelle sie in neuen Versionen des Konzepts dann hier online zur Verfügung.

Zum Thema Übernachtungen:
Der Vorschlag "Sternwarte" klingt zwar velockend, aber ich möchte den Besuchern als Mindestcomfort Betten und Duschen zur Verfügung stellen, keine Übernachtung in Schlafsäcken am Boden. Klar macht das Kosten.
Als David bei mir in München war, haben wir uns im Internet zum Thema "Selbstversorgerhaus" mal umgeschaut. Duchschnittliches Angebot bei 60 Leuten scheinen ca. 8 Euro pro Person pro Tag zu sein, bzw. pauschal 200 Euro pro Tg fürs ganze Haus. Es gibt auch Möglichkeiten mit Vollverpflegung, die eher in Richtung Jugendherberge gehen.
dort kommt man auf ca. 30 Euro pro Person pro Tag. Insgesamt denke ich, sollten wir ein limit von 125 Euro für Jugendliche(inkl. Wehrpflichtige und Studenten) und 175 Euro pro Erwachsenen nicht überschreiten. Anmelden müssten wir uns für solche Selbstversorgerhäuser wohl spätestens bis Ende Januar. Zum Nachschlagen hier ein Paar Links:

http://www.selbstversorgerhaus.de/index.htm (Selbstversorger)
http://www.gruppenfreizeiten.de/main/index.php (Online-Katalog)
http://www.burg-rieneck.de/ (Vollverpflegung)

Neben dieser "sportlichen" Variante sollten wir auch für die etwas gediegeneren "Erwachsenen" ein Hotelangebot in der Nähe raussuchen. Wir werden nicht das Geld aufbringen können, Referenten zu bezahlen, geschweige denn deren Übernachtungen in Hotels. Wenn wir also für's Haus einen Pauschalpreis berappen, könnten wir den Referenten dort eine Übernachtungsgelegenheit anbieten. Wir müssen also darauf bauen, daß die Referenten aus eigenem Antrieb zu uns kommen, um für ihre Organisation zu werben.

Zum Thema "Wie binden wir die Vereine ein?"
Herrn Sängers Skepsis halte ich da für berechtigt, wenn wir die Veranstaltung noch im 21.Jh durchführen wollen. Ich schlage vor, daß wir uns erstmal mehr auf Personen als auf Vereine konzentrieren. Bis Ende November sollten wir aktiv um Leute werben, die beim RaumCon-Live-Orga-Team mithelfen möchten. Natürlich werden wir dazu auch die Vereine bitten, unsere Einladung an ihre Mitglieder weiterzuleiten. Anfang Dezember machen wir den Sack erstmal zu und organisieren möglichst schnell ein erstes Treffen des Orga-Teams. Dieses Team macht sich dann an die Vorbereitung des Events. Die Vereine kommen erst wieder ins Spiel, wenn wir das Konzept ausgearbeitet haben und um Referenten, kurze Vereinsportraits, Teilnehmern und evtl. Sponsoren für das Event werben. Je nachdem, wie erfolgreich wir dabei sind, wird die RaumCon mehr oder weniger pompös aufgezogen. Wichtig ist, dass auf jeden Fall ein Treffen stattfindet, auf dem sich die RaumCon-Teilnehmer mal persönlich kennenlernen können.

Ein erster Schritt wäre eine Mail über den RaumCon-Newsletter sowie an die uns bekannten Raumfahrt-Vereine, die zur Bildung des Orga-Teams einlädt.

Was meint Ihr? Könnten wir uns auf ein solches Vorgehen einigen?

Gruß, Stefan
Titel: Welchen Sinn macht eine RaumCon Live?
Beitrag von: Stefan_Schiessl am 26. Oktober 2003, 20:15:10
Hallo Raumfahrt-Freunde,

Herr Knuth hat da einige wunde Punkte angesprochen.

Aber ich glaube, wenn aus den angesprochenen 10 bisher nicht aktiven Teilnehmern schliesslich 5 Aktive hervorgehen, hätte sich die Sache schon rentiert.

RaumCon basiert auf einem banalen Gedanken:
Warum ziehen sich so viele Menschen täglich mit Lust Raumfahrt- und SF rein, sind vehement für Raumfahrt und technischen Fortschritt - aber machen nie einen Finger krumm? Und unter den Zehntausenden, die einen Finger krumm machen: Warum stecken sie größtenteils ihre Freizeit in Eigenbrötlerisches (bauen Ihr persönliches Raumfahrtgeschichte-Archiv, ihr Eigenes Raumfahrt-Modell-museum etc), ohne sich je mit Gleichgesinnten zusammenzutun?

Mit RaumCon wollen wir diese Einzelkämpfer in Kontakt zueinander bringen und hoffen damit, etwas Potential für die Raumfahrt freizusetzen. Das beste dazu ist immer der persönliche Kontakt. Und damit wir nicht nur zusammen sitzen und die Raumfahrt beweinen, wären Teilnehmer von der Mars Society besonders willkommen! Stellt den Leuten Eure  konkreten Projekte vor. Wie man sich einbringen kann, wie man auch als Nicht-Techniker was sinnvolles bei Euch tun kann. Erzählt uns, wie Ihr für das Thema Mars diese große Eigendynamik entfacht habt.

Aber die "Rekrutierung" neuer Aktivisten ist nicht alles,
ich bin einfach auch gespannt, wer sich hinter den Computerkürzeln in www.raumcon.de alles verbirgt.

Auch der Austausch zwischen Vereinsangehörigen ist ziemlich wichtig. Die Mail im "Netzwerk Raumfahrt" haben meiner Meinung nach gezeigt, daß es es in der Kommunikation der Organisationen ziemlich hapert, zwischen einzelnen Menschen kann da manches vielleicht besser klappen.

Gruß, Stefan
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: Felix_Korsch am 26. Oktober 2003, 20:17:39
@Stefan: meine Meinung. Ein Punkt bei der Nutzung einer Sternwarte wäre noch, dass uns damit gleich ein Tagungssaal inklusive Technik und "Abendprogramm" ("Sternegucken") zur Verfügung steht. Mit dem Komfort-Argument wird das natürlich erschlagen, da hast du recht. Beim finanziellen Aspekt aber bitte nicht die Ausrichtung auf Jugendarbeit aus den Augen verlieren. Nicht jeder kann eben mal so 125 Euro aufbringen (nee, solche Preise sind nicht einladend - eigene Erfahrung). Das wäre also noch zu diskutieren.

Kritische Fragen sind natürlich berechtigt. Die müssen wir uns selber stellen. Was auch ich (in meinen jungen, unerfahrenen Jahren) sehe, ist, dass es eben nicht diese Kooperation zwischen den einzelnen Vereinen und Organisationen gibt, wie sie wünschenswert wäre. Da kocht jeder sein Süppchen, und da schaue ich doch glatt mal alle in dieser Runde scharf an. Das ist leider ein Fakt (eigene Erfahrung), bei dem wir nicht weiterkommen, wenn wir uns sagen, wie toll unser eigener Verein ist (die Raumfahrttage in Morgenröthe-Rautenkranz sind natürlich großartig), genauso wenig wie es sachdienlich ist, des status quo nicht anzukratzen. Jeder Verein macht eine, und wir machen eine, die eben nichts damit zu tun hat, ob ich hier, dort oder gar nicht organisiert bin. Da kann man auch fragen: was will ein außenstehender Raumfahrtinteressierter auf der Hauptversammlung von diesem oder jenem Verein, nur, um ein, zwei Vorträge zu hören?

Wenn wir nun eine Tagung auf die Beine stellen, die auch (speziell) Jugendliche anspricht, die bisher nicht organisiert sind - das erreichen wir durch ein interessantes Programm, offene Auslegung, vertraute Atmosphäre, einfachen Zugang - dann wird sich der Erfolg ganz sicher nicht daran messen lassen können, ob der VFR oder die MarsSociety neue Mitglieder oder wir von Raumfahrer.net neue Redakteure gewinnen. Letztendlich kann die RaumCon auch dazu dienen, festzustellen, wie andere Konzepte aussehen können. Man kann sich über das Netz hinaus kennenlernen und gibt interessanten Jugendlichen die Möglichkeit und einen Anreiz, selbst mitzugestalten. Andere Tagungen erscheinen häufig wie Fachtagungen von Experten - da fühlt man sich schnell ausgeschlossen (eigene Erfahrung).

Wenn es nun um das Finden von Inhalten geht, ist jeder hier aufgefordert, Ideen vorzuschlagen. Dafür diskutieren wir ja hier.
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: Sven_Knuth am 26. Oktober 2003, 22:28:32
Zitat
Was auch ich (in meinen jungen, unerfahrenen Jahren) sehe, ist, dass es eben nicht diese Kooperation zwischen den einzelnen Vereinen und Organisationen gibt, wie sie wünschenswert wäre. Da kocht jeder sein Süppchen, und da schaue ich doch glatt mal alle in dieser Runde scharf an. Das ist leider ein Fakt (eigene Erfahrung), bei dem wir nicht weiterkommen, wenn wir uns sagen, wie toll unser eigener Verein ist (die Raumfahrttage in Morgenröthe-Rautenkranz sind natürlich großartig), genauso wenig wie es sachdienlich ist, des status quo nicht anzukratzen. Jeder Verein macht eine, und wir machen eine, die eben nichts damit zu tun hat, ob ich hier, dort oder gar nicht organisiert bin. Da kann man auch fragen: was will ein außenstehender Raumfahrtinteressierter auf der Hauptversammlung von diesem oder jenem Verein, nur, um ein, zwei Vorträge zu hören?


Die geplante Convention wird nichts daran ändern, dass jeder Verein sein Süppchen kocht, das garantiere ich dir. Das liegt an deren Selbstverständnis und Ausrichtung. DGLR und IFR usw. sind eben so, die ändern sich auch nicht so schnell. Aber die haben eben kein Interesse für dieses und jenes und wollen sich an verschiedensten Aktionen nicht beteiligen.
Außerdem sind die Veranstaltung wie die Jahrestagung der DGLR, die von Morgenröthe-Rautenkranz, von Initiative 2000plus, IFR usw. ja explizit auf die Öffentlichkeit ausgerichtet und keine Vereinsversammlungen. Aber die ändern nichts daran, dass dort nur davon geredet wird, wie andere Staaten Raumfahrt machen.

Zitat

Wenn wir nun eine Tagung auf die Beine stellen, die auch (speziell) Jugendliche anspricht, die bisher nicht organisiert sind - das erreichen wir durch ein interessantes Programm, offene Auslegung, vertraute Atmosphäre, einfachen Zugang - dann wird sich der Erfolg ganz sicher nicht daran messen lassen können, ob der VFR oder die MarsSociety neue Mitglieder oder wir von Raumfahrer.net neue Redakteure gewinnen. Letztendlich kann die RaumCon auch dazu dienen, festzustellen, wie andere Konzepte aussehen können. Man kann sich über das Netz hinaus kennenlernen und gibt interessanten Jugendlichen die Möglichkeit und einen Anreiz, selbst mitzugestalten. Andere Tagungen erscheinen häufig wie Fachtagungen von Experten - da fühlt man sich schnell ausgeschlossen (eigene Erfahrung).


Andere Tagungen SIND oft Fachtagungen wie unsere European Mars Conference. Da geht es nicht um die breite Bevölkerung. Aber wie machen im Jahr ca. 30 Veranstaltungen zusammen mit Unis, Schulen usw. für Jugendliche. Die sind aber auch wenig interessiert daran zu hören, wie toll die Raumfahrt in China und den USA ist. Sicher gibt es einige Hardcorefraks, die werden dann Mitglied in einem Raumfahrtverein. Aber darauf kommen die sowieso früher oder später. Natürlich könnt ihr die als Zielgruppe nehmen, nur dann ändert diese Convention nichts in Deutschland. Wenn man sich die Mitgliedszahlen der Raumfahrtvereine in den USA usw. ansieht, dann müsste auf unsere Bevölkerungszahl jeder Raumfahrtverein mehrere tausend Mitglieder haben. Nur ist geschichtlich hier die Stimmung gegen Raumfahrt eingestellt gewesen und jetzt kümmert sich niemand um die breite Bevölkerung. Die lockst du aber nicht mit ein paar Vorträgen von Fachleuten die Raumfahrt aus Büchern und dem Fernsehen kennen. In Deutschland hat ja fast niemand etwas gebaut was jemals in den Weltraum geflogen ist, und wenn doch war es ein Alpha X-Ray Protonenspektrometer. Und das ist wirklich ein recht ungünstiges Stück Hardware zum Auslösen von Raumfahrtbegeisterung...???
Einen Astronauten bekommst du aber nicht so einfach. Aber das muss auch nicht sein, wenn du konkrete Projekte vorzuweisen hast.
Außerdem sidn Veranstaltungen für Jugendliche nicht ganz nue. Dieses Jahr gab es eine Weltraumtour durch Deutschland mit ganz gutem Erfolg, es gibt jetzt mehrere Schoollabs des DLR, ein haufen Veranstaltungen.

Zitat

Wenn es nun um das Finden von Inhalten geht, ist jeder hier aufgefordert, Ideen vorzuschlagen. Dafür diskutieren wir ja hier.

Erst eine Veranstaltung planen dann überlegen welche Inhalte man hat? Wie wäre es andersherum? Erst Inhalte produzieren, dann überlegen wie sie sich nach außen kommunizieren lassen. Hast du erst deine Website entworfen mit Domain, Logos, Menü usw. und dann überlegt worum es überhaupt in deiner Website gehen soll?

Sven Knuth
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: Felix_Korsch am 27. Oktober 2003, 08:39:43
Zitat
Erst eine Veranstaltung planen dann überlegen welche Inhalte man hat? Wie wäre es andersherum?

Zum Planen der Veranstaltung ("der RaumCon") zählt logischerweise das Herausgreifen passender Inhalte, und das wollen wir hier tun. Von etwas anderem war gar nicht die Rede. Wenn du ("ihr") Vorschläge hast, dann äußere sie doch!
Titel: Re: RaumCon-Zukunft Teil II: "RaumCon Live 20
Beitrag von: hesaenger am 29. Oktober 2003, 05:29:15
Hallo,

wer wartet jetzt eigentlich auf wen? Wenn Raumcon eine Veranstaltung machen will, dann los. Man kann auch nicht alles zur Diskussion stellen. Das ist wie in der Raumfahrt. Wenn man alles erst durch ein Gremium schickt, hat man hinterher ein dreihöckeriges Kamel statt einer Rakete!
Titel: ALLES zur Diskussion stellen?
Beitrag von: Stefan_Schiessl am 29. Oktober 2003, 08:31:56
Tja, das ist sozusagen die Berufskrankheit, daß wir bei RaumCon so ziemlich alles zur Diskussion stellen, zumindest bis wir ein Orga-Team gebildet haben.

Ich rufe heute mal David an mit der Bitte, eine Rundmail an die RaumCon-Teilnehmer zu schicken. Dann sollten wir uns vornehmlich drüber unterhalten, wo wir uns wann (möglichst bald) zum ersten Mal treffen wollen, um Nägel mit Köpfen zu machen. Welche Aufgaben gibt es zu erledigen, wer macht was?

Gruß, Stefan