Raumcon
Astronomie => Deep Sky => Thema gestartet von: Beverly am 09. Oktober 2003, 19:52:42
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Französische Wissenschaftler haben aus der Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung den Schluss gezogen, das Universum sei endlich und ähnelt in seiner Form einem Fussball.
Auf http://www.wissenschaft.de/wissen/news/229910 steht dazu:
"Ihr Ergebnis ist das vierdimensionale Pendant zu Platons Dodekaeder, der so genannte Poincare-Dodekaeder-Raum.
Statt einer aus zwölf Fünfecken bestehenden "Fußballoberfläche" hat man es hier mit einer aus 120 Dodekaedern bestehenden dreidimensionalen Hyperfläche zu tun. Diese dreidimensionale Hyperfläche ist unser Universum. Sie bildet die dreidimensionale Oberfläche eines vierdimensionalen Fußballs und ist somit geschlossen. Demnach wäre das Universum nicht unendlich groß, sondern hätte eine begrenzte Größe."
Demnach ist das Universum also das vierdimensionale Gegenstück zu einer Kugel. Sollte sich diese Theorie bestätigen, wirft das zwei Fragen auf:
1. was ist ausserhalb der Oberfläche der Hyperkugel, die unsere Welt ist?
2. wie können wir es wahrnehmen resp. in Kontakt damit treten
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Hallo!
Die selbe Aufnahme der kosmichen Hintergrundstrahlung hat übrigens vor einiger Zeit ein Amerikanisches Wissenschaftlerteam zum Entschluss gebracht, dass das Universum ringförmig sein könnte. Mehr dazu auf http://www.astronews.com/news/artikel/2003/03/0303-010.shtml.
Dieses vom Satelliten WMAP gemachte "Babyfoto des Universums" wird vielleicht noch weitere Theorien über das Aussehen des Universums hervorbringen...
MFG Holzwurm
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[...] 1. was ist ausserhalb der Oberfläche der Hyperkugel, die unsere Welt ist?
2. wie können wir es wahrnehmen resp. in Kontakt damit treten
Wieso meinst du, dass dort überhaupt etwas sein sollte? Kann es nicht sein, dass außerhalb unserer Welt einfach gar nichts ist? Das heißt kein Raum, keine Zeit und keine Energie. Denn wenn die Oberfläche dieser vierdimensionalen Kugel unser Universum ist, ist es vorstellbar, dass es in einer anderen Ebene noch etwas anderes gibt...
Mir kommt gerade so eine Idee - was wäre denn, wenn unser Universum ein unendlich winziger Teil eines anderen ist? Vielleicht ist diese vierdimensionale Hyperkugel in deiner Quelle genau ein Elektron in einer anderen Welt... 8)
Siehe auch das Ende von Men in black - daher hatte ich den Gedanken. ;)
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Wieso meinst du, dass dort überhaupt etwas sein sollte? Kann es nicht sein, dass außerhalb unserer Welt einfach gar nichts ist? Das heißt kein Raum, keine Zeit und keine Energie.
Ausserhalb eines endlichen Objektes muss sich immer "etwas" befinden.
Dein Extemfall legt ein "etwas" ohne Masse und Energie nahe, einen absolut leeren Raum sogar ohne Vakuumfluktuationen. Das ist ein Extremfall, für den ich keinen zwingenden Grund sehe.
Das Mindeste, was ich für denkbar halte, ist ein "Hypervakuum". Aber warum soll unser Universum das einzige Objekt in diesem Hyperraum sein? Er könnte voll mit anderen Universen sein.
Und wenn es möglich wäre, die dreidimensionale Oberfläche unserer "Hyperkugel" zu verlassen, könnte man den Hyperraum entweder als Abkürzung für Reisen in unserem Universum benutzen oder durch ihn zu anderen Universen gelangen.
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Hallo!
http://www.astronews.com/news/artikel/2003/03/0303-010.shtml.
Dieses vom Satelliten WMAP gemachte "Babyfoto des Universums" wird vielleicht noch weitere Theorien über das Aussehen des Universums hervorbringen.
2007 soll der ESA-Satellit Planck starten. Von ihm erhoffen sich die französischen Wissenschaftler einen Beweis für oder gegen ihre Hyperkugel-Theorie.
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In der PM war ein Artikel, indem der Gedanke geäußert wurde, dass die Ränder dieses Dodekaeders Spiegel sein könnten und wir einer optischen Täuschung unterliegen. Es gibt gar nicht soviel Masse wie bisher angenommen, sondern nur durch die Spiegelung hervorgerufene "Schein"-sterne. Sehr interessant. Ich werd den Artikel nochmal genauer lesen und genauere Infos posten.
Die Idee mit der Welt in der Welt ist gut! Man stelle sich unser Universum in einer anderen Welt vor. Wir sind am Ende einer Dimension, wie bei einem "Apfelmännchen", und es geibt immer eine übergeordnete Dimension.
Hört sich ziemlich fantastisch an, das geb ich zu, aber damit kann man sich vielleicht die Welt hinter der "Grenze" besser ausmalen.
Am Ende läuft alles darauf aus, dass wir SEHR mickrig in unsere "Welt" sind! :P
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Es gibt immer mehr und immer absonderlichere Theorien über die Form des Universums, die für gewöhnlich auf der Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung basieren. Auf
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=240025
steht:
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Steiner und seine Kollegen erklären diese Beobachtungen dadurch, dass das Universum an einer Seite in einen engen, unendlich langen Trichter mündet, während es sich auf der anderen Seite zu einer riesigen Glocke bläht. Insgesamt sei das Universum dadurch endlich und habe einen Rauminhalt von 10 hoch 32 Kubiklichtjahren, berechneten die Ulmer Forscher. 380.000 Jahre nach dem Urknall war es jedoch noch viel kleiner ? zu klein für großräumige Temperaturfluktuationen. Die elliptische Form der kleinsten Mikrowellen-Flecken könnte daher rühren, dass die Raumzeit an jedem Ort sattelförmig gebogen ist, ähnlich wie ein Pringles-Chip.
In einem Trichter-Universum ? Mathematiker sprechen von der "Picard-Topologie" ? gäbe es allerlei merkwürdige Phänomene: Am schmalen Ende gibt es Orte, an denen man sich selbst auf den Hinterkopf schauen kann. Flöge man dagegen lange genug in die andere Richtung, befände man sich nach einer gewissen Zeit automatisch wieder auf dem Rückweg. Wie das Universum aussieht, hängt davon ab, wo ein Beobachter sich genau befindet. Die Milchstraße liegt wahrscheinlich so weit weg von dem trichterförmigen Ende, dass man diese seltsame Gegend nicht mit Teleskopen untersuchen kann.
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Nach
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=240993
hat das Universum einen Durchmesser von 75 Milliarden Lichtjahren. Davon können wir auf der Erde allerdings nur 27 Milliarden Lichtjahre wahrnehmen, weil seit dem Urknall von den weiter entfernen Regionen noch kein Licht bis zu uns gelangen konnte.Seine mögliche Form ist ein vierdimensionaler Torus.
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In der PM war ein Artikel, indem der Gedanke geäußert wurde, dass die Ränder dieses Dodekaeders Spiegel sein könnten und wir einer optischen Täuschung unterliegen. Es gibt gar nicht soviel Masse wie bisher angenommen, sondern nur durch die Spiegelung hervorgerufene "Schein"-sterne. Sehr interessant.
Auf
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke/53717/index.html
steht dazu:
"Neulich haben französische Astronomen eine andere Theorie veröffentlicht, die ebenfalls auf den gleichen Daten der Messung der kosmischen Hintergrundstrahlung fußt. Für sie ist die unendliche Größe eine schiere Illusion, das Universum eine Art Spiegelkabinett, das uns die Unendlichkeit nur vortäuscht. In Wirklichkeit sei unser Universum dagegen viel kleiner als gedacht und hätte in etwa die Form eines Fußballs, eines Dodekaeders."
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Auf
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke/53717/index.html
werden verschiedene Theorien über Größe und Form des Universums abgehandelt.
Sofern das Universum sehr groß ist und wir nur einen Teil von ihm sehen können, weil das Licht aus den entfernteren Regionen noch nicht genug Zeit hatte um zu uns zu gelangen, ist es durchaus möglich, dass es irgendwo noch Planeten mit Menschen gibt.
Wenn man von 100 Milliarden Galaxien mit je 100 Milliarden sonnenähnlichen Sternen ausgeht, also 10 hoch 11 Galaxien mit je 10 hoch 11 Sternen hätte man eine Gesamtzahl von zehn hoch 22 Sternen.
Läge die Wahrscheinlich nur bei 1 zu einer Billiarde, dass es auf einem dieser Sterne Menschen gibt, würde es im Universum nach der Formel
10 hoch 22 Sterne
geteilt duch
10 hoch 15 (eine Billiarde)
10 hoch 7,
also 10 Millionen Planeten mit Menschen geben.
Teilt man die Anzahl von 100 Milliarden Galaxien duch 10 Millionen Planeten mit Menschen, also
10 hoch 11 Galaxien
durch
10 hoch 7 Planeten
kommt man auf 10 hoch 4 gleich 10 000 Galaxien.
Es gäbe demnach nur in einer von 10 000 Galaxien einen Planeten mit Menschen, in unserer Lokalen Gruppen (Michstraße, Andromeda und kleinere Galaxien) wären wir die Einzigen.
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Wieso meinst du, dass dort überhaupt etwas sein sollte? Kann es nicht sein, dass außerhalb unserer Welt einfach gar nichts ist? Das heißt kein Raum, keine Zeit und keine Energie.
Ausserhalb eines endlichen Objektes muss sich immer "etwas" befinden.
Dein Extemfall legt ein "etwas" ohne Masse und Energie nahe, einen absolut leeren Raum sogar ohne Vakuumfluktuationen. Das ist ein Extremfall, für den ich keinen zwingenden Grund sehe.
Das Mindeste, was ich für denkbar halte, ist ein "Hypervakuum". Aber warum soll unser Universum das einzige Objekt in diesem Hyperraum sein? Er könnte voll mit anderen Universen sein.
Und wenn es möglich wäre, die dreidimensionale Oberfläche unserer "Hyperkugel" zu verlassen, könnte man den Hyperraum entweder als Abkürzung für Reisen in unserem Universum benutzen oder durch ihn zu anderen Universen gelangen.
Hallo Beverly,
was hälst du dann (im Hinblick darauf, was du oben vorschlägst) davon:
http://lisaartgalerie.de.tl/Fibonacci-_-Aufbau-unseres-Universums.htm (http://lisaartgalerie.de.tl/Fibonacci-_-Aufbau-unseres-Universums.htm)
LG
räumli