Raumcon
Raumfahrt => Organisationen, Unternehmen und Programme => Thema gestartet von: tobi453 am 05. März 2007, 21:51:50
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Wie ich gerade gelesen habe, kommt eine Studie des US-Kongresses zum Schluss das die US International Traffic of Arms Regulation (ITAR) den Betrieb der ISS behindert, weil wesentliche Informationen nicht an die internationalen Partner wie Europa oder Russland weitergegeben werden dürfen. Dies stellt eine Gefährdung des ISS-Betriebs dar.
Weiter heißt es, dass die Technologie der ISS 20 Jahre alt ist, weßhalb die Technologie sowieso schon total veraltet ist. Daher soll die NASA nun von den ITAR-Beschränken ausgenommen werden.
Quelle:
http://www.flightglobal.com/articles/2007/03/06/212404/when-red-tape-risks-lives.html
http://www.flightglobal.com/articles/2007/03/06/212409/technology-export-rules-a-risk-to-iss.html
Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/ITAR
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Die strengen amerikanischen Exportkontrollen, welche auch die Raumfahrtindustrie betreffen, sollen jetzt einer Überprüfung unterzogen werden. Die Wirtschaftskrise ist einer der Hauptgründe für die Überprüfung.
Mehr dazu:
http://www.defensenews.com/story.php?i=4236446&c=AME&s=TOP
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Offenbar gibt es weitere Bewegung in der US-Exportkontrolle:
http://spacenews.com/policy/120418-report-backs-reform-sat-export.html (http://spacenews.com/policy/120418-report-backs-reform-sat-export.html)
Ein Bericht von Außen- und Verteidigungsministerium kommt jetzt zu diesen Schlüssen:
- Die meisten Kommunikationssatelliten und einige Fernerkundungs-Satelliten mit niedrigen Fähigkeiten könnten ohne Schaden als nicht-militärische gehandhabt werden. Sie könnten dann unter die (Export)-Regeln des Handelsministeriums fallen.
- "Sprichwörtlich 100.000e" Komponenten und Teile könnten übergeben werden.
- Gleichzeitig sollte das (de-facto) Embargo bei der Ausfuhr nach China erhalten und gestärkt werden.
- Durch diese Übergabe würde es für die US-Firmen einerseits einfacher auf den Märkten zu agieren. Andererseits könnten sich die Ministerien/Behörden darauf konzentrieren die wirklich wichtigen/sensitiven Technologien zu überwachen und zu schützen.
- Die seit 1999 geltenden Regeln (Strom Thurmond National Defense Authorization Act des Kongresse) sollen nachweislich dieser US-Branche geschadet haben. Jetzt gibt im Kongress mehrere Ansätze dem Präsidenten die Entscheidungsgewalt über US-Satellitenexporte zu übertragen. Im Wahljahr scheint es aber unsicher zu sein, wie schnell man das umsetzen mag ...
- Die Industrie hofft nach einer möglichen Reform dem neuen Marketingschachzug "ITAR-free satellites" ihrer Konkurrente (v.a. TAS) begegnen zu können.
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Offenbar gibt es jetzt in Senat und Repräsentantenhaus zwei Gesetzesentwürfe zur Lockerung der ITAR-Regularien für die Raumfahrt, bzw. diese unter die Obhut des Department of Commerce zurück zu transferieren:
http://spacenews.com/policy/120523-sat-export-bill-senate.html (http://spacenews.com/policy/120523-sat-export-bill-senate.html)
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5 Jahre später: ITAR-Regeln wurden gelockert, Änderungen treten in 180 Tagen in Kraft:
http://spacenews.com/article/satellite-telecom/40563us-finalizes-rules-easing-export-restrictions (http://spacenews.com/article/satellite-telecom/40563us-finalizes-rules-easing-export-restrictions)
China bleibt außen vor.