Raumcon
Raumfahrt => Konzepte und Perspektiven: Raumfahrt => Thema gestartet von: failsafe am 26. März 2026, 17:00:56
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Die Eckdaten:
- Direktflug Erde-Neptun, ohne Swing-by am Jupiter (!)
- 2100 kg Orbiter mit 270 kg Nutzlast, davon 150 kg Atmosphärenabstiegssonde
- Energieversorgung 2 x 300W RTGs mit 380W@EoL
- Start 2033, Flugzeit 15 Jahre d.h. Ankunft 2048
- Start erfordert einen hyperbolischen Exzess C3 von 158 km2/s2 *; dies erfordert eine
Antriebsstufe von ~50 t und einen Start auf CZ-9 (vermutlich)
- High Gain Antenne mit 3,75 m Durchmesser für X/Ka-Band-Verbindung mit 32 kbps
- Einbremsen am Neptun unter Nutzung eines Gravity Assist durch Triton
*: entspricht etwa dem c3 der NewHorizons-Mission zum Pluto
Die original chinesischen Viewgraphs kann man zB hier finden:
https://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=64664.msg2772248#msg2772248
bzw https://weibo.com/5658451754/PkxvGhugu
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2050 wäre für mich mit Gesundheit vielleicht erreichbar!🤔Jedenfalls gut, wenn es denn was wird.
Überhaupt hoffe ich, das man in Zukunft aufgrund der größeren Raketen mehr "brute force" direkt fliegen wird.
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Dieses Konzept gefaellt mir sehr. Doch die Ankunft 2048 werde ich leider nicht mehr erleben.
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Leute !! Jetzt macht aber mal halblang:
ob einzelne von uns solche Entwicklungen noch zu Lebzeiten "erleben" werden, ist nun wirklich nicht von entscheidender Bedeutung - ebensowenig wie der Aspekt, ob irgendeine Mondlandung nun noch in der Amtszeit von Trump stattfindet oder nicht.
Das sind m.E. doch nur noch Schattierungen persönlicher Eitelkeit !
Wir sind derzeit etwa 8 Milliarden Erdbewohner - da sind genügend Leute dabei, die das zu gegebener Zeit zur Kenntnis nehmen werden.
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- Direktflug Erde-Neptun, ohne Swing-by am Jupiter (!)
Es hat noch NIE Tiefraum-Missionen gegeben, die jenseits der Jupiter-Bahn geflogen sind ohne dessen Gravity-Assist zu nutzen. Jupiter ist halt aus verständlichen Gründen der Planet, der Sonden mit Abstand am stärksten nach draußen beschleunigen kann und damit sehr viel Treibstoff und/oder Missionszeit spart.
Mich würde gerne der Grund interessieren, warum es keinen Jupiter-Swing-By gibt.
Ich kann mir nur folgendes vorstellen:
- steht die Jupiter-Neptun-Konstellation in den nächsten Jahre wirklich so dermaßen schlecht, daß kein sinnvoller Swing-By möglich ist? Im Vergleich zum Neptun ist der Jupiter quasi noch "inneres" Sonnensystem, da geht bis dahin doch eigentlich immer irgendwie was?
- oder möchte man gar keinen Jupiter-Swing-By haben, damit man langsamer am Neptun ankommt und weniger Energie zum Bremsen braucht?
(Failsafe: "Start erfordert einen hyperbolischen Exzess C3 von 158 km2/s2 *; dies erfordert eine Antriebsstufe von ~50 t und einen Start auf CZ-9" - das hört sich nach Punkt 1 an, finde ich trotzdem seltsam)
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Die nächsten Zeitfenster für eine Neptun-Mission mit Jupiter Gravity Assist wären offenbar 2031 und 2043 - wobei 2031 wohl sehr knapp (und risikoreich) für die Entwicklung des Orbiters wäre. Ohne JGA hat man den Startzeitpunkt als (fast) freien Parameter:
"According to the paper, next Jupiter gravity assist is in 2031 or 2043. The remaining time of the former window is very tight for spacecraft development."
Quelle: https://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=64664.msg2772550#msg2772550